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Räumung Messeplatz 

16.6.2013, 14:15 Uhr

Wie das «Favela»-Video entstanden ist

16.6.2013, 14:15 Uhr

Das Video der TagesWoche zur Räumung der illegalen Party vor der Art auf dem Messeplatz sorgte schweizweit für Aufsehen. Es löste auch Kritik aus. Von und

Das Echo auf unser Video der gewaltsamen Räumung des Messeplatzes in der Nacht auf Samstag war immens. Diverse andere Medienhäuser griffen darauf zurück. Unter die zahlreichen Kommentare mischten sich bald kritische Stimmen: die Filmschnitte wurden in Frage gestellt und der Verdacht geäussert, dass wir Provokationen seitens der Partyteilnehmer gezielt verschweigen würden. Konkret angezweifelt wurde der Schnitt bei Sekunde 24 zwischen tanzender Menge und Polizeieinsatz.

Schwierigkeiten beim Ansehen des Youtube-Videos? Alternativ können Sie das Video bei Vimeo anschauen.


Die TagesWoche war ab 20 Uhr mit zwei Personen vor Ort: Bildchef Hans-Jörg Walter stand mit seiner Kamera auf dem Dach des Messparkings, ich selbst (Matthias Oppliger, Redaktor) befand mich auf dem Messeplatz inmitten der Party. 

Die Tanzszene wurde nur wenige Minuten vor dem Einschreiten der Polizei gefilmt. Offenbar war die Megafon-Ansage der Polizei in der tanzenden Menge unmittelbar vor dem DJ-Pult nicht zu hören, dazu war die Musik zu laut. Das bestätigen mehrere Anwesende.

Rekonstruktion schwierig

Zum abrupten Schnitt kam es, weil der Fotograf vom Einsatzstart überrascht wurde und die ersten Sekunden des Polizeieinsatzes verpasst hat, daher startet diese Szene verwackelt und unscharf. Als Anwesender kann ich bestätigen, dass bis zum Einschreiten der Polizei die Stimmung auf dem Platz äusserst friedlich gewesen ist.

Alles ging wahnsinnig schnell, die Rekonstruktion des genauen Ablaufes ist schwierig, konkret: wer auf wen reagiert hat, ob zuerst die Polizisten oder die Partyteilnehmer gewalttätig wurden. Ich selbst würde das Gewaltpotential auf Seiten der Feiernden als klein beurteilen, es waren vielleicht zehn Personen, die sich überhaupt physisch gegen die Polizei gewehrt haben. Der grosse Rest rannte davon und beliess es bei verbalen Äusserungen gegen die Einsatzkräfte.

Am Samstag äusserte sich Sicherheitsdirektor Baschi Dürr gegenüber der TagesWoche zur Räumung – und verteidigte sie.
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Kultur, Messe Basel, Art Basel, Polizeieinsatz an der Art

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Reaktionen

  1. Freier Mensch

    am 16.06.2013, 14:28

    Vielen Dank Tageswoche für diese fairen berichterstattungen. Hier wird halt nicht nur geschrieben was dem Bürger/Staat gefällt !!!

  2. Petit Prince1

    am 16.06.2013, 14:39

    Tatsache ist das es keinen Angriff gegen die Polizei gab, erst nach dem Überfall der Polizisten warfen einzelne Menschen aus Frust und Angst Gegenstände.
    Der Video ist leider einmal kein Fake.
    Aber mann kann ja immer alles verdrehen.
    Die Tageswoche hat da einen Objektiv Blick gehabt.
    Weiter so.
    Gruss

  3. Venanz Nobel

    am 17.06.2013, 10:47

    Die TaWo hat die Vorlage geliefert. Andere Medien von der "unbewilligten Party" berichtet.
    Heute dürfen Basler nicht lesen, was Michèle Binswanger denkt: tiny.cc/FavelaInBazonline
    "Dieser Artikel ist nicht für diese Webseite verfügbar." (Wohl aber für Zürcher: tiny.cc/favelaImTagi )
    Die Basler lesen dafür, dass «Die Polizei musste sich selber schützen» ( tiny.cc/bazonlinePolizeifavela )
    Die Zusammenarbeit von Tagi & BaZ geht also sogar online nur so weit, wie es den... ... mehrDie TaWo hat die Vorlage geliefert. Andere Medien von der "unbewilligten Party" berichtet.
    Heute dürfen Basler nicht lesen, was Michèle Binswanger denkt: tiny.cc/FavelaInBazonline
    "Dieser Artikel ist nicht für diese Webseite verfügbar." (Wohl aber für Zürcher: tiny.cc/favelaImTagi )
    Die Basler lesen dafür, dass «Die Polizei musste sich selber schützen» ( tiny.cc/bazonlinePolizeifavela )
    Die Zusammenarbeit von Tagi & BaZ geht also sogar online nur so weit, wie es den Basler Lokalstrategen passt...
    Nicht zuletzt die Bilder von "Pfarrer Sieber" vor den einsatzbereiten Polizisten zeigen, dass da Leute künstlerisch aktiv waren, die deutlich mehr wollten als einfach eine "illegale Party". Bloss: gab es da Flyer, Statements, Pressecommuniqués? Hat Matthias Oppliger mit "Sieber" diskutiert?
    Ich hoffe, dass die TaWo jenseits der fetten Schlagzeilen noch etwas nachzuliefern weiss!

  1. Freier Mensch

    am 16.06.2013, 14:28

    Vielen Dank Tageswoche für diese fairen berichterstattungen. Hier wird halt nicht nur geschrieben was dem Bürger/Staat gefällt !!!

  2. Karl Buschweiler

    am 16.06.2013, 14:31

    Warum hat Ihr Filmer nicht auch die massiven Angriffe der Illegalen auf die Polizisten aufgenommen? Wäre dann der tendenziöse Artilkel nicht möglich gewesen?

  3. Petit Prince1

    am 16.06.2013, 14:39

    Tatsache ist das es keinen Angriff gegen die Polizei gab, erst nach dem Überfall der Polizisten warfen einzelne Menschen aus Frust und Angst Gegenstände.
    Der Video ist leider einmal kein Fake.
    Aber mann kann ja immer alles verdrehen.
    Die Tageswoche hat da einen Objektiv Blick gehabt.
    Weiter so.
    Gruss

  4. Heiner Schäublin

    am 16.06.2013, 14:44

    Wenn etwas subjektiv ist, dann ist es die Wahrnehmung von Karl Buschweiler. Es gab im Vorfeld keine Gewalt gegen Beamte. Es gab gar keine Gewalt.

  5. Martin Hafen

    am 16.06.2013, 14:46

    Ob im Gezi-Park in Instanbul, an der Art in Basel oder beim Spar-Tankstellenshop in Dättwil: Das Establishment sichert seine Pfründe und wird dabei vom Staat mit rigorosen Mittel unterstützt. Und die Mehrheit findet's gut. Ich nicht.

  6. willi11

    am 16.06.2013, 15:34

    ...und nicht die TagesWoche erklären, warum diese Video zu stande gekommen ist.

  7. fabio montale

    am 16.06.2013, 17:27

    ich erwarte eine politische auseinandersetzung und untersuchung. wer hat solche unsinnige gewalt gegen künstler, welche versuchten zu zeigen was abgeht in diesen bretter hütten, ob autonom oder nicht,nur weil es dort keine cüpli gab angeordnet. zudem ist dies kein wohngebiet- die Plaza fenster sind schalldicht- noch fragen?
    die kunststadt basel gibt sich nun weltweit die ehre- die Türkei lässt grüssen

  8. Marissa Kern

    am 16.06.2013, 19:56

    Ich habe getanzt, als mir insgesammt drei Gummiprojektile von hinten in den Oberschenkel geschossen wurden. Ich habe das in keiner Art I Basel und Weise erwartet, die Stimmung war echt witzig gewesen. Wichtig zu sagen bleibt, dass dies mehr war, als eine illegale Party: Die Besetzung sollte wohl darauf aufmerksam machen, dass die Aneignung des Messeplatzes so lange gestattet wird, wie ich dafür unmenge an Miete zahlen kann (wie die Art I Basel, die auch dieses Jahr wieder folrierte: So... mehrIch habe getanzt, als mir insgesammt drei Gummiprojektile von hinten in den Oberschenkel geschossen wurden. Ich habe das in keiner Art I Basel und Weise erwartet, die Stimmung war echt witzig gewesen. Wichtig zu sagen bleibt, dass dies mehr war, als eine illegale Party: Die Besetzung sollte wohl darauf aufmerksam machen, dass die Aneignung des Messeplatzes so lange gestattet wird, wie ich dafür unmenge an Miete zahlen kann (wie die Art I Basel, die auch dieses Jahr wieder folrierte: So schien mir, fühlten sich mitlerweile auch an dieser Messe vorallem Leute wohl, die ein Bild für mehrere Millionen kaufen können, um ihr Geld nicht versteuern zu müssen), oder ein renomierter japanischer Künstler bin und Kunst mache- Sobald daraus aber Politik wurde, wurden Bürger dieser Stadt mit Pfefferspray und Gummiprojektilen beschossen.
    Hier kommt mir der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan in den Sinn, der seine politisch geweckten Bürger als Gesindel und Terroristen bezeichnete. Laut der BaZ bin ich seit Freitag eine von ihnen, diesen "Chaoten". Und hier meine Frage: Wie lange dauert es noch bis wir Alle "Chaoten" sind?

  9. Karl Buschweiler

    am 16.06.2013, 20:20

    mit diesen saublöden Vergleichen mit Istanbul und Kairo auf! Ihr macht euch damit hochgradig lächerlich...

  10. Heiner Schäublin

    am 16.06.2013, 20:51

    Die Illegalen wurden geräumt. Das müsste die Libido von Joe Arpaio Buschweiler eigentlich beruhigt haben.

Informationen zum Artikel

16.6.2013, 14:15 Uhr

Wie das «Favela»-Video entstanden ist

Text

Text:

  • 19.12.2014 um 05:48
    Die verlorene Ehre der Massenmedien

    In einem Themenschwerpunkt haben wir uns mit verschiedenen Aspekten zum Misstrauen gegen die Medien auseinandergesetzt. Unsere Erkenntnis aus diesem Prozess: It's complicated. Ein Essay zur Glaubwürdigkeit unseres Gewerbes.

  • 12.12.2014 um 18:37
    Die BLT zahlt 2 Millionen an den Margarethenstich, Basel kommt günstiger davon

    Die Baselbieter Regierung fürchtete um die Tramverbindung Margarethenstich. Deshalb wurde der Kostenverteilschlüssel nun angepasst: Basel zahlt nur noch einen Drittel, dafür beteiligt sich neu auch die BLT an den Kosten.

  • 10.12.2014 um 18:24
    Lektüretipps zum Misstrauen gegen die Medien

    Immer mehr Menschen verlieren das Vertrauen in die Medien. Die sich daraus entwickelnde Medienverdrossenheit thematisiert nicht nur die TagesWoche. Wir haben für Sie eine Auswahl der lesens- und sehenswertesten Beiträge zum Thema zusammengestellt.

  • 23.11.2014 um 21:16
    Zum Artikel: Curry in der Quartierbeiz

    Die verschiedenen Restaurantporträts der letzten Tage sind Bestandteil unseres Wochenschwerpunktes zu jungen, erfolgreichen Gastronomen in Basel. Restaurants sind ebenso wie der Themenmix eines Mediums wohl Geschmackssache.

  • 21.11.2014 um 14:38
    Zum Artikel: Nur Bass, nur Melodie: Hip-Hop geht auch ohne Rap

    Seit es das Genre gibt, bedient sich Hip-Hop der Sample-Technik. Die Urheberrechtsdebatte ist ebenso alt. Synkopy könnten sich allenfalls überlegen, eine Sammelklage einzureichen. Zusammen mit ungefähr jedem Soul- und Jazzmusiker seit den 70ern.

  • 30.10.2014 um 16:04
    Zum Artikel: Was die Roche-Investitionen für Quartier und Stadt bedeuten

    Es tut mir leid, wenn Sie sich falsch zitiert fühlen Herr Müller. Ich habe Ihren Input nämlich genau so verstanden: Als ein Zwischenruf, die anstehenden «Herausforderungen» nicht zu problematisieren, sondern sich ihrer anzunehmen. In die gleiche Richtu...

Video

Video:

  • 19.12.2014 um 11:43
    Das grosse Geldautomatenmelken

    Wer sein Geld schneller bekommt, hat einen Vorsprung im Wettrennen um die letzten Weihnachtsgeschenke. Doch welche Blechbank spuckt die Scheine am schnellsten aus? Vier Basler Bankomaten im Härtetest.

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    Roter Teppich für den Löwen von Juda: Bei seinem Staatsbesuch in der Schweiz vor 60 Jahren machte der äthiopische Kaiser Haile Selassie auch in Basel Halt.

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  • 08.12.2014 um 13:25
    Zum Artikel: Future Bankmen: Die Jugend auf dem Weg in die Finanzwirtschaft

    Wir haben mehrere Bildgefässe. Hier landen halt hin und wieder solche, wo die Fotografie im Mittelpunkt steht, es liegt in der Natur der Sache, dass die nicht immer als Massenfutter taugen.

  • 05.12.2014 um 08:46
    Zum Artikel: Die OSZE im Visier unserer Fotografen

    Lieber Dachshaarpinsel 1. Nein, wäre ich nicht. 2. Eine alte Fotografenregel heisst: Wer fragt, verliert. 3. Leg ne neue Platte auf. 4. Dich bekomme ich schon mal vor die Linse. Dann darfst Du berechtigt motzen. 5. Und Tschüss.

  • 25.10.2014 um 21:42
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    Die Rutschbahn rutscht gleich neben dem Münster und das Riesenrad heisst «Sky Lounge Wheel» und ist etwa 60 Meter hoch, was einem Drittel des Rocheturms mit 178m entspricht.

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