LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Basel

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Verkehrspolitik 

15.3.2013, 16:52 Uhr

«Herzstück» kommt in entscheidende Phase

15.3.2013, 16:52 Uhr

Das Herzstück der Basler Regio-S-Bahn kommt in die politisch entscheidende Phase: Nach Abschluss der technischen Vorstudien für den Stadttunnel zwischen Bahnhof SBB und Badischem Bahnhof müssen 2014 die Parlamente beider Basel 36 Millionen für das Vorprojekt bewilligen. Von sda

: Ein «Meilenstein» nennen es die Regierungen beider Basel – der Schlussbericht zum «Herzstück» liegt vor.

Ein «Meilenstein» nennen es die Regierungen beider Basel – der Schlussbericht zum «Herzstück» liegt vor.

Der Beschluss über diesen Kredit kommt für die Baselbieter Regierungspräsidentin Sabine Pegoraro einem Grundsatzentscheid über das Herzstück gleich. Dieses bildet die Voraussetzung für schnelle Durchmesserlinien bei der trinationalen Regio-S-Bahn und ist aus Sicht Pegoraros ein Jahrhundertprojekt, von dem die ganze Region profitiert.

Auch allfällige Volksabstimmungen über den Vorprojekt-Kredit sollen im kommenden Jahr stattfinden, wie Pegoraro am Freitag in Basel vor den Medien bei der Vorstellung des Schlussberichts über die technischen Vorstudien sagte. Noch offen ist, ob die beiden Basel die 36 Millionen Franken allein aufbringen müssen oder ob sich weitere Partner finden lassen.

Bund entscheidet bald

Bevor die Arbeiten an Parlamentsvorlagen in Angriff genommen werden, wird die Stellungnahme des Bundes zum Herzstück-Projekt erwartet. Eingegeben wurde dieses im Agglomerationsprogramm mit Zeithorizont 2019 bis 2022.

Pegoraro rechnet mit dem Bescheid des Bundes frühestens im Mai. Die Bau- und Umweltschutzdirektorin des Kantons Baselland erwartet, dass der Bund dem Herzstück die gleiche Wertschätzung zukommen lässt wie entsprechenden Projekten in Bern und Zürich und sich ebenfalls mit 40 Prozent beteiligt. Aus welchem Topf, ist indes noch offen, denn der Agglomerationsfonds ist bald leer.

Sollte der Bund die finanzielle Beteiligung am Herzstück zeitlich hinausschieben, wäre dies nach Ansicht des baselstädtischen Bau- und Verkehrsdirektors Hans-Peters Wessels nicht schlimm. Mit dem Bau des Herzstücks könne ohnehin frühestens in zehn Jahren begonnen werden. Allein die Arbeiten am Vorprojekt nehmen rund fünf Jahre in Anspruch.

Im Vorprojekt müssen unter anderem die Anschlüsse des Tunnels bei den bestehenden Bahnhöfen in Höhe und Lage festgelegt werden. Auch die Anzahl, Lage und Gestaltung der Haltestellen mit den nötigen Zugängen und Erschliessungen sind Gegenstand des Vorprojekts, ebenso die Optimierung der gesamten Linienführung.

Variante «Mitte» für rund 1,5 Milliarden

Bereits klar ist, dass von den verschiedenen geprüften Möglichkeiten die Variante «Mitte» realisiert werden soll, die sich als beste, kostengünstigste und gut realisierbare Lösung erwiesen hat. Im Vorprojekt soll auch eine möglich Abzweigung Richtung St. Johann berücksichtigt werden als Alternative zum wenig realistischen Ausbau der Elsässerbahn.

Aufschluss geben soll das Vorprojekt, das voraussichtlich 2015 in Angriff genommen wird, auch über die Kosten mit einer Genauigkeit von plus/minus 20 Prozent. Bisher gingen die Schätzungen für die Variante «Mitte» von insgesamt 1,5 Milliarden Franken aus. Weitere 0,5 Mrd. Fr. kämen dereinst für den Y-Ast nach St. Johann hinzu.

Realisiert werden soll der zweispurige Tunnel tief unter der Oberfläche im felsigen Untergrund. Dadurch kann das Projekt bergmännisch gebaut werden. Die Innenstadt bleibt so von Baustellen weitgehend verschont.

In den Vorstudien hat sich gezeigt, dass auch unterirdische Stationen in einer Tiefe von 25 bis 50 Metern kein besonderes Problem darstellen. Vorgesehen sind zwischen den beiden Bahnhöfen zwei Innenstadtstationen, die neue Umsteigepunkte auf Tram und Bus schaffen und so namentlich auch den Bahnhof SBB entlasten.

Mehr zum Thema

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Eine Absage für Basel Weiterlesen

Das Herz der Velostadt bleibt velofreie Zone Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

Reaktionen

  1. Tom Schneider

    am 16.03.2013, 14:16

    Das grösste Problem des Herzstücks ist, dass die meisten Leute den Sinn dieses Projekts nicht richtig verstanden haben. Es geht nicht um Fahrten vom Bf. SBB zum Badischen Bahnhof, und für das Verständnis darf man nicht nur aus der Perspektive von BS oder nur BL denken - was sowieso an der Realität unserer - wie jeder anderer - Stadt-Land-Region vorbeiginge.

    Sinn macht das Herzstück vor allem aus zwei Gründen: Erstens geht es darum, die Leute aus dem Umland umsteigefrei in die Stadt zu... ... mehrDas grösste Problem des Herzstücks ist, dass die meisten Leute den Sinn dieses Projekts nicht richtig verstanden haben. Es geht nicht um Fahrten vom Bf. SBB zum Badischen Bahnhof, und für das Verständnis darf man nicht nur aus der Perspektive von BS oder nur BL denken - was sowieso an der Realität unserer - wie jeder anderer - Stadt-Land-Region vorbeiginge.

    Sinn macht das Herzstück vor allem aus zwei Gründen: Erstens geht es darum, die Leute aus dem Umland umsteigefrei in die Stadt zu bringen. Ist das nur Luxus, nur "nice-to-have"? Nein, denn jedes zusätzliche Umsteigen führt leider dazu, dass mehr Leute lieber das Auto nehmen anstatt den ÖV. Deshalb profitiert nicht nur BL, sondern eben auch BS, denn einerseits ergibt das Herzstück weniger Autoverkehr und andererseits bringt es auch vermehrt solche Leute wieder in die Innenstadt-Läden, die heute ins Grüssen oder ein anderes Shopping Center in der Agglomeration fahren. Ausserdem stärkt das Herzstück ganz wesentlich die City auch als Arbeitsort (und dort gibt es viel mehr Arbeitsplätze und Büroflächen als so manchem bewusst ist!). Damit profitiert Basel als Wirtschaftsstandort, was zusätzliche Arbeitsplätze und damit auch Steuerertrag mit sich bringt. Bestes Beispiel für diese Entwicklung ist Zürich, dessen Spitzenplatz - wirtschaftlich, und damit auch kulturell wie auch politisch - massgeblich durch deren hervorragendes S-Bahn-System mitgeprägt wurde. Klar stellt sich dann die Frage: Wollen wir - überspritzt gesagt - ein Bauerndorf bleiben, oder wollen wir in der Schweiz die Rolle als eines der wichtigsten Zentren wahrnehmen?

    Nicht zu vergessen ist übrigens, dass von allen städtischen Tramstrecken die Route Bf. SBB - Innenstadt die mit Abstand problematischste ist: Heute überlastet, morgen heillos überfüllt. Hier muss so oder so etwas geschehen. Eine U-Bahn, unterirdische Tramstrecken oder People Mover wären ebenso teuer wie das Herzstück, zusätzliche Tramlinien will niemand, würden die Innenstadt nur noch mehr verstopfen. Wer also gegen das Herzstück ist, müsste eigentlich zuerst eine realistische Alternative für die Verstopfung der Achse Bf. SBB - Innenstadt aufzeigen!

    Zweitens geht es beim Herzstück auch um die Vernetzung innerhalb unserer Region. Manche denken, die Relation Liestal - Lörrach sei unwichtig. Würde dies jemand von der Relation Dietikon - Winterthur sagen? Keinem Zürcher würde dies einfallen, weil sie aus dem Alltag wissen, wie oft sie ausserhalb der eigentlichen City unterwegs sind. In Basel ist dieses Bewusstsein durch die Grenzen (Land wie auch Kanton) wenig vorhanden. Aber Lörrach ist ein sehr schönes Städtchen, der Schwarzwald ein super Ausflugsziel, der Flughafen eine wichtige Destination, das Fricktal ein wichtiger Arbeitsort. Und durch eine bessere Vernetzung all dieser Orte kann das Potenzial der Region erheblich gesteigert werden! Gerade auch Zürich profitierte durch die Vernetzung der ganzen Region deutlich, in Basel wäre es nicht anders. Dank der Bahn ist auch die Zersiedlung gebremst worden, weil jetzt lieber bei den Bahnhöfen verdichtet wird als auf der grünen Wiese neu gebaut. Und das Zentrum ist durch diese Vernetzung nicht etwa zugunsten der Landregionen geschwächt worden, sondern hat im Zuge des allgemeinen Wachstums der Region selber auch profitiert, und wachst heute stark. Womit auch das kulturelle Leben in der Stadt profitiert hat - wer eine Zürcher Ausgeh-Agenda anschaut, ist überwältigt vom Angebot. Im Vergleich dazu ist Basel tatsächlich provinziell.

    Aber das ist es ja eben: Wollen wir dies bleiben oder nicht - das ist die Frage, an der sich das Schicksal des Herzstück eigentlich entscheidet...

  2. David Heimgartner

    am 19.03.2013, 21:24

    Ich bin überzeugt, dass dieses Stück 'U-Bahn' dieser Region gut tun würde.

    Zürich hat vor vielen Jahren entschieden ein grosses S-Bahn Netz, einen Haupt-Bahnhof mit unterirdischen Geleisen sowie eine unterirdische Durchmesser-Linie zu bauen. Wahrscheinlich hatte es damals auch viele Einwohner, die dies nicht für notwendig erachteten. Der Mut es trotzdem zu wagen, hat Zürich einen Entwicklungsschub gegeben, von dem viele (natürlich nicht alle) profitieren.

    Haben die hohen Mieten im... ... mehrIch bin überzeugt, dass dieses Stück 'U-Bahn' dieser Region gut tun würde.

    Zürich hat vor vielen Jahren entschieden ein grosses S-Bahn Netz, einen Haupt-Bahnhof mit unterirdischen Geleisen sowie eine unterirdische Durchmesser-Linie zu bauen. Wahrscheinlich hatte es damals auch viele Einwohner, die dies nicht für notwendig erachteten. Der Mut es trotzdem zu wagen, hat Zürich einen Entwicklungsschub gegeben, von dem viele (natürlich nicht alle) profitieren.

    Haben die hohen Mieten im Stadtzentrum etwas damit zu tun? Möglicherweise schon - aber auch in Genf (das diesen Schub noch nicht hatte) stiegen die Mieten in ähnliche Höhen wie in Zürich.

    Können wir voraussehen wie das Umfeld in 10-15 Jahren sein wird mit und ohne dieses unterirdische OeV-Verbindungsstück? Nein das können wir nicht - ich bin aber überzeugt, dass wir mit diesem Bau die besseren Trümpfe in den Händen als ohne ihn.

    Deshalb - wagen wir es!

  1. weedon news

    am 16.03.2013, 13:24
  2. Tom Schneider

    am 16.03.2013, 14:16

    Das grösste Problem des Herzstücks ist, dass die meisten Leute den Sinn dieses Projekts nicht richtig verstanden haben. Es geht nicht um Fahrten vom Bf. SBB zum Badischen Bahnhof, und für das Verständnis darf man nicht nur aus der Perspektive von BS oder nur BL denken - was sowieso an der Realität unserer - wie jeder anderer - Stadt-Land-Region vorbeiginge.

    Sinn macht das Herzstück vor allem aus zwei Gründen: Erstens geht es darum, die Leute aus dem Umland umsteigefrei in die Stadt zu... mehrDas grösste Problem des Herzstücks ist, dass die meisten Leute den Sinn dieses Projekts nicht richtig verstanden haben. Es geht nicht um Fahrten vom Bf. SBB zum Badischen Bahnhof, und für das Verständnis darf man nicht nur aus der Perspektive von BS oder nur BL denken - was sowieso an der Realität unserer - wie jeder anderer - Stadt-Land-Region vorbeiginge.

    Sinn macht das Herzstück vor allem aus zwei Gründen: Erstens geht es darum, die Leute aus dem Umland umsteigefrei in die Stadt zu bringen. Ist das nur Luxus, nur "nice-to-have"? Nein, denn jedes zusätzliche Umsteigen führt leider dazu, dass mehr Leute lieber das Auto nehmen anstatt den ÖV. Deshalb profitiert nicht nur BL, sondern eben auch BS, denn einerseits ergibt das Herzstück weniger Autoverkehr und andererseits bringt es auch vermehrt solche Leute wieder in die Innenstadt-Läden, die heute ins Grüssen oder ein anderes Shopping Center in der Agglomeration fahren. Ausserdem stärkt das Herzstück ganz wesentlich die City auch als Arbeitsort (und dort gibt es viel mehr Arbeitsplätze und Büroflächen als so manchem bewusst ist!). Damit profitiert Basel als Wirtschaftsstandort, was zusätzliche Arbeitsplätze und damit auch Steuerertrag mit sich bringt. Bestes Beispiel für diese Entwicklung ist Zürich, dessen Spitzenplatz - wirtschaftlich, und damit auch kulturell wie auch politisch - massgeblich durch deren hervorragendes S-Bahn-System mitgeprägt wurde. Klar stellt sich dann die Frage: Wollen wir - überspritzt gesagt - ein Bauerndorf bleiben, oder wollen wir in der Schweiz die Rolle als eines der wichtigsten Zentren wahrnehmen?

    Nicht zu vergessen ist übrigens, dass von allen städtischen Tramstrecken die Route Bf. SBB - Innenstadt die mit Abstand problematischste ist: Heute überlastet, morgen heillos überfüllt. Hier muss so oder so etwas geschehen. Eine U-Bahn, unterirdische Tramstrecken oder People Mover wären ebenso teuer wie das Herzstück, zusätzliche Tramlinien will niemand, würden die Innenstadt nur noch mehr verstopfen. Wer also gegen das Herzstück ist, müsste eigentlich zuerst eine realistische Alternative für die Verstopfung der Achse Bf. SBB - Innenstadt aufzeigen!

    Zweitens geht es beim Herzstück auch um die Vernetzung innerhalb unserer Region. Manche denken, die Relation Liestal - Lörrach sei unwichtig. Würde dies jemand von der Relation Dietikon - Winterthur sagen? Keinem Zürcher würde dies einfallen, weil sie aus dem Alltag wissen, wie oft sie ausserhalb der eigentlichen City unterwegs sind. In Basel ist dieses Bewusstsein durch die Grenzen (Land wie auch Kanton) wenig vorhanden. Aber Lörrach ist ein sehr schönes Städtchen, der Schwarzwald ein super Ausflugsziel, der Flughafen eine wichtige Destination, das Fricktal ein wichtiger Arbeitsort. Und durch eine bessere Vernetzung all dieser Orte kann das Potenzial der Region erheblich gesteigert werden! Gerade auch Zürich profitierte durch die Vernetzung der ganzen Region deutlich, in Basel wäre es nicht anders. Dank der Bahn ist auch die Zersiedlung gebremst worden, weil jetzt lieber bei den Bahnhöfen verdichtet wird als auf der grünen Wiese neu gebaut. Und das Zentrum ist durch diese Vernetzung nicht etwa zugunsten der Landregionen geschwächt worden, sondern hat im Zuge des allgemeinen Wachstums der Region selber auch profitiert, und wachst heute stark. Womit auch das kulturelle Leben in der Stadt profitiert hat - wer eine Zürcher Ausgeh-Agenda anschaut, ist überwältigt vom Angebot. Im Vergleich dazu ist Basel tatsächlich provinziell.

    Aber das ist es ja eben: Wollen wir dies bleiben oder nicht - das ist die Frage, an der sich das Schicksal des Herzstück eigentlich entscheidet...

  3. Tom Schneider

    am 17.03.2013, 01:09

    Das Problem der Mietpreise, das Sie ansprechen, ist in der Tat delikat. Allerdings zeigt das Beispiel Zürich, dass dieses Problem nur bestimmte Teile der City betreffen: In der direkten Umgebung der Bahnhöfe findet man tatsächlich überwiegend (aber nicht ausschliesslich) Filialen von eher finanzstarken Ketten. Aber schon wenige hundert Meter weiter weg gibt es Krämerläden und weniger profitable Geschäfte. Zwei Tramstationen weiter kann man bereits verhältnismässig billigen Wohnraum finden.... mehrDas Problem der Mietpreise, das Sie ansprechen, ist in der Tat delikat. Allerdings zeigt das Beispiel Zürich, dass dieses Problem nur bestimmte Teile der City betreffen: In der direkten Umgebung der Bahnhöfe findet man tatsächlich überwiegend (aber nicht ausschliesslich) Filialen von eher finanzstarken Ketten. Aber schon wenige hundert Meter weiter weg gibt es Krämerläden und weniger profitable Geschäfte. Zwei Tramstationen weiter kann man bereits verhältnismässig billigen Wohnraum finden.
    In Basel muss in erster Linie hinsichtlich der Stationsausgänge gefragt werden, wo der vereinfachte Zugang überhaupt sinnvoll ist. Während beim Marktplatz/Freie Strasse ein Ausgang sinnvoll ist, stelle ich bei einem Ausgang Lyss ein grosses Fragezeichen - gerade am Spalenberg sollten die Mieten nicht zu sehr unter Druck geraten! Die in manchen Expertisen angeregte "Erweiterung der Innenstadt" in diese Gebiete erachte ich als kontraproduktiv. Ausserdem wäre ein Ausgang beim Kantonsspital und in Richtung Petersplatz und Bernoullianum eh' sinnvoller.
    Freilich muss auch gesagt sein, dass höhere Mieten durch die erhöhten Kundenfrequenzen - und damit auch des erhöhten Umsatzes gerechtfertigt werden können. Dies setzt natürlich einiges an Unternehmergeist und eine gewisse Risikobereitschaft voraus, was nicht jedermanns Sache ist. Ausserdem, auch wenn viele von uns das nicht unbedingt gerne sehen: Läden wie h&m, Tally Wejl, Manor oder der Apple Store sind in der Bevölkerung beliebt und gefragt - also nicht per se schlecht. Jedenfalls solange es auch Gebiete in der Innenstadt gibt, wo alternative Läden überleben können.
    Schliesslich ist das Problem der Mieterhöhungen ganz offensichtlich nicht vom Herzstück abhängig. Dieses ist politisch noch völlig in der Schwebe und Jahrzehnte entfernt, trotzdem sind Botty und Möbel Pfister weggezogen. Eine Lösung dieser Problematik muss also sowieso angegangen werden. Egal ob das Herzstück kommt - und eben auch, wenn es nicht kommt.

  4. David Heimgartner

    am 19.03.2013, 21:24

    Ich bin überzeugt, dass dieses Stück 'U-Bahn' dieser Region gut tun würde.

    Zürich hat vor vielen Jahren entschieden ein grosses S-Bahn Netz, einen Haupt-Bahnhof mit unterirdischen Geleisen sowie eine unterirdische Durchmesser-Linie zu bauen. Wahrscheinlich hatte es damals auch viele Einwohner, die dies nicht für notwendig erachteten. Der Mut es trotzdem zu wagen, hat Zürich einen Entwicklungsschub gegeben, von dem viele (natürlich nicht alle) profitieren.

    Haben die hohen Mieten im... mehrIch bin überzeugt, dass dieses Stück 'U-Bahn' dieser Region gut tun würde.

    Zürich hat vor vielen Jahren entschieden ein grosses S-Bahn Netz, einen Haupt-Bahnhof mit unterirdischen Geleisen sowie eine unterirdische Durchmesser-Linie zu bauen. Wahrscheinlich hatte es damals auch viele Einwohner, die dies nicht für notwendig erachteten. Der Mut es trotzdem zu wagen, hat Zürich einen Entwicklungsschub gegeben, von dem viele (natürlich nicht alle) profitieren.

    Haben die hohen Mieten im Stadtzentrum etwas damit zu tun? Möglicherweise schon - aber auch in Genf (das diesen Schub noch nicht hatte) stiegen die Mieten in ähnliche Höhen wie in Zürich.

    Können wir voraussehen wie das Umfeld in 10-15 Jahren sein wird mit und ohne dieses unterirdische OeV-Verbindungsstück? Nein das können wir nicht - ich bin aber überzeugt, dass wir mit diesem Bau die besseren Trümpfe in den Händen als ohne ihn.

    Deshalb - wagen wir es!

Informationen zum Artikel

15.3.2013, 16:52 Uhr

«Herzstück» kommt in entscheidende Phase

Text

Text: sda

Aktuell

Alain Gassmann: Christian Constantin als Goalie in Aktion, hier im Trikot von Neuchâtel Xamax.

Fussball 

Die Bewerbung Constantin beim FCB

Vor dem Spiel des FC Basel gegen den FC Sion vom Samstag kommt eine lustige Geschichte zu Tage: Sions Präsident Christian Constantin hat sich mal handschriftlich beim FCB als Goalie beworben.Von Noëmi Rohner und Thilo Mangold. Weiterlesen

Manuel Geisser: Fraglich für den Sion-Match: Marek Suchy meldete sich am Freitag krankheitshalber ab.

Fussball, FC Basel 

Suchy ist fraglich, aber Smajic wird da sein

Ein Captain, der über seinen Einsatz selbst entscheidet, ein Verfahren gegen Taulant Xhaka, das eingestellt ist, und ein kranker Innenverteidiger – der FC Basel vor dem Gastspiel des FC Sion, bei dem eine frühere FCB-Ikone auf der Trainerbank sitzt.Von Christoph Kieslich. Weiterlesen

Robert Varadi: Laura Tschopp (Mitte, Nr. 15), ist eine der wenigen Konstanten im Team von Sm’Aesch Pfeffingen.

Volleyball 

«Wir wollen in eine neue Ära starten»

Mit einem fast komplett neuen Team ist Sm’Aesch Pfeffingen in die neue Saison gestartet. Vor dem ersten Heimspiel spricht Präsident Werner Schmid über Lehren aus dem Vorjahr, die Kooperation mit Voléro Zürich und die mit Matthias Preiswerk gegründete GmbH.Von Philip Vlahos. Weiterlesen