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TagesWoche

Tages Woche

Mi, 22.05.2013

«Basler Zeitung» 

8.1.2013, 12:25 Uhr

BaZ schliesst Druckerei

8.1.2013, 12:25 Uhr

Lange war über das baldige Aus der BaZ-Druckerei spekuliert worden. Nun ist die Schliessung Tatsache, 74 Angestellte verlieren ihren Job. Die BaZ wird künftig in Zürich von Tamedia gedruckt. Von Renato Beck

GEORGIOS KEFALAS: Die «Basler Zeitung» macht ihre Druckerei nach massivem Umsatzverlust dicht

Die «Basler Zeitung» macht ihre Druckerei nach massivem Umsatzverlust dicht (Bild: GEORGIOS KEFALAS)

Nun ist es auch offiziell: Die «Basler Zeitung» bestätigt mit ihrer Medienmitteilung (siehe Hintergrund zum Artikel) Informationen der TagesWoche, wonach heute die Schliessung der Druckerei verkündet wird. Um 13.30 Uhr wurde die Belegschaft informiert. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, verlieren 74 Angestellte ihren Job. 11 Mitarbeitende werden frühzeitig pensioniert, 10 erhalten eine Stelle im Druckzentrum der Tamedia in Zürich.

Tamedia druckt ab dem 1. April auch die «Basler Zeitung». Damit wird die Verbindung der beiden Medienkonzerne noch enger. Der BaZ wird am Samstag das von Tamedia produzierte «Magazin» beigelegt. Eine Kooperation besteht beim gemeinsamen Internetauftritt «Newsnet», ausserdem bei einem Kombi-Abo mit der «Sonntagszeitung». Auch beim Personal gibt es Gemeinsamkeiten: Rolf Bollmann, früher bei Tamedia in leitender Position, ist seit Herbst 2012 CEO der angeschlagenen Basler Zeitung Medien.

Grosse Auflageneinbussen

Bollmann liess bei seinem Antritt Ende Oktober 2012 bereits anklingen, dass die Druckerei, die 2003 installiert wurde, nicht mehr zu retten ist. Heute teilt das Unternehmen mit, dass in den «letzten Jahren die Auslastung der Zeitungsdruckerei durch grosse Auftragsverluste, sinkende Auflagen und Umfangsreduktionen dramatisch gesunken ist». 2012 seien nur noch 160 Millionen Zeitungen hergestellt worden, der Umsatz auf 23 Millionen Franken gesunken. Bis 2007 waren es 300 Millionen Zeitungen, mit denen ein Umsatz von bis zu 75 Millionen Franken erwirtschaftet wurde.

Die jährlichen Verluste des Druckereigeschäfts hätten einen hohen einstelligen Millionenbetrag ausgemacht, schreibt die BaZ. Bollmann verkündete vor der Redaktion im Oktober, dass der gesamte Konzernverlust 2012 gegen 12 Millionen betragen werde.

Notfallplan bei Streiks

Die Konzernleitung soll einen Notfallplan in der Hinterhand haben, falls die Druckereimitarbeiter nach der Hiobs-Botschaft die Arbeit nicht wieder aufnehmen und die morgige Ausgabe deshalb nicht gedruckt werden kann. In diesem Fall soll das Blatt in der Tamedia-Druckerei produziert werden. 

Für die Mitarbeiter läuft bis am 22. Januar die Konsultationsfrist wie bei Massenentlassungen üblich. Bis dann können die Angestellten Vorschläge einreichen, wie die Kündigungen vermieden oder abgemildert werden können.

Die Gewerkschaft Syndicom nennt in einer Stellungnahme mögliche Varianten, welche in den letzten Wochen ausgearbeitet worden seien und der Geschäftsleitung unterbreitet würden. Syndicom schreibt: «Die Beschäftigten der Zeitungsdruckerei blieben in den letzten Wochen nicht untätig, sie sehen realistische Chancen für eine Zeitungsdruckerei in Basel. Bis heute wurden mehrere Varianten für ein Management Buyout oder eine Weiterführung der Druckerei an einem neuen Standort in Basel ausgearbeitet.» 

  1. BaZ-Druckerei schliesst

    von Rudi Buchmann am 8.01.2013 um 14:07Uhr

    Es scheint, als wäre das Drehbuch für den Niedergang der BaZ geschrieben.
    Direktlink zum Kommentar

  2. Spargelegenheit ungenutzt gelassen

    von Rolf Wilhelm am 8.01.2013 um 14:11Uhr

    Es hätten reichlich Kosten im Laufe der letzten Monate gespart werden können, wenn nicht alle Nicht-Abonennten in der Region jeden Freitag vom Postboten ein Gratisexemplar bekommen hätten. Aber dann wäre die sowieso unrelevante zu vermeldende Anzahl gedruckter Zeitungen noch tiefer gewesen.

    Und der Postbote ist sicherlich teurer als der normale, frühmorgendliche Austräger.

    Mal davon abgesehen, dass es nicht möglich war, dieses Gratisservice abzubestellen: Ich selber bin mehrfach gescheitert, obwohl es eine mehr oder wenige persönliche Zustellung ist (auf meinem Exemplar war mehrfach die handschriftlich notierte Hausnummer zu finden) - sonst wüsste der Postbote ja auch nicht, wenn er auslassen muss.
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  3. @Rolf Wilhelm

    von Maya Eldorado am 8.01.2013 um 14:46Uhr

    Und ich frage mich, warum ich als einzige Nichtabonnentin die BaZ am Freitag nicht bekomme. Ich fragte den Pöstler einmal, warum das so ist. Er schaute nach und bemerkte, dass ich bei ihm nicht auf dieser Liste der Nichtabonnenten sei. Er setzte mich dann auf die Liste. Nach ein paarmal BaZ am Freitag war wieder Ende.
    Ich habe vor ca einem Jahr das BaZ-Abo nicht erneuert. Als ich mich telefonisch abmeldete. Fragte man mich am Telefon warum. Ich meinte, dass mir die BaZ schon längere Zeit nicht mehr gefalle und immer weniger. Seit wir nun ein anderes Angebot haben, brauche ich die nun nicht mehr. Die Frau am Telefon tat mir leid.
    Ich hab mich auch schon gefragt, ob ich vielleicht auf einer schwarzen Liste bin.
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  4. Nachdem bei und in Basel ja jetzt Transparenz...

    von Cornelis Bockemühl am 8.01.2013 um 15:13Uhr

    ...in Bezug auf Besitzstruktur und (destruktive) Absichten bei der BaZ besteht wird für Zürich die Frage doch immer brennender: Wie sehen denn konkret die Strohmann-Konstruktionen bei Tamedia aus? Haben die Strohmann-Trickser da jetzt gar einen ganz ganz dicken Fisch an der Angel??
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  5. Sprachkompetenz

    von Urs Peter Schmidt am 8.01.2013 um 17:00Uhr

    Das Internetportal der Tamedia, dem auch die BaZ angeschlossen ist, kommentiert die Schliessung in einer Notiz "in eigener Sache" mit den folgenden Worten: "Die Basler Zeitung wird künftig nicht mehr selbst gedruckt." Ich wusste nicht, dass eine Zeitung sich selber drucken kann. Ich weiss aber wohl, was eine self-fullfilling prophecy (eine sich selbst erfüllende Voraussage) ist.




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  6. Blocher der Jobvernichter

    von Andreas Tereh am 8.01.2013 um 17:25Uhr

    Nachdem Herr Blocher mit seinen Freunden und Ebner und co zu Gunsten einer eigenen goldenen Nase im Wallis die Lonzawerke ruinierte und damit fast ganze Dörfer in die Arbeitslosigkeit stürzte, vernichtet er nun erneut Dutzende von Stellen in der Schweiz. Warum sollte er nicht? Es gibt noch immer genug Mitpatrioten, die seinen fahlen Reden Glauben schenken und ihn und die Seinen fröhlich weiter wählen... Der selbstdesignierte Saubermann der Schweiz - ein Jobvernichter... Prosit Neujahr, oh Du schönes Vaterland!
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  1. BaZ-Druckerei schliesst

    von Rudi Buchmann um 8.01.2013 um 14:07Uhr

    Es scheint, als wäre das Drehbuch für den Niedergang der BaZ geschrieben.
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  2. Spargelegenheit ungenutzt gelassen

    von Rolf Wilhelm um 8.01.2013 um 14:11Uhr

    Es hätten reichlich Kosten im Laufe der letzten Monate gespart werden können, wenn nicht alle Nicht-Abonennten in der Region jeden Freitag vom Postboten ein Gratisexemplar bekommen hätten. Aber dann wäre die sowieso unrelevante zu vermeldende Anzahl gedruckter Zeitungen noch tiefer gewesen.

    Und der Postbote ist sicherlich teurer als der normale, frühmorgendliche Austräger.

    Mal davon abgesehen, dass es nicht möglich war, dieses Gratisservice abzubestellen: Ich selber bin mehrfach gescheitert, obwohl es eine mehr oder wenige persönliche Zustellung ist (auf meinem Exemplar war mehrfach die handschriftlich notierte Hausnummer zu finden) - sonst wüsste der Postbote ja auch nicht, wenn er auslassen muss.
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  3. innert neun Jahren

    von Meinungsvielfalt JA aber bitte NICHT hier um 8.01.2013 um 14:44Uhr

    Der Umsatz sei wegen verlorener Aufträge, sinkender Auflagen und Umfangsreduktionen ---- innert neun Jahren ---- von 75 auf 23 Mio. Franken jährlich geschrumpft. (Tagesanzeiger & 20 Minuten)
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  4. @Rolf Wilhelm

    von Maya Eldorado um 8.01.2013 um 14:46Uhr

    Und ich frage mich, warum ich als einzige Nichtabonnentin die BaZ am Freitag nicht bekomme. Ich fragte den Pöstler einmal, warum das so ist. Er schaute nach und bemerkte, dass ich bei ihm nicht auf dieser Liste der Nichtabonnenten sei. Er setzte mich dann auf die Liste. Nach ein paarmal BaZ am Freitag war wieder Ende.
    Ich habe vor ca einem Jahr das BaZ-Abo nicht erneuert. Als ich mich telefonisch abmeldete. Fragte man mich am Telefon warum. Ich meinte, dass mir die BaZ schon längere Zeit nicht mehr gefalle und immer weniger. Seit wir nun ein anderes Angebot haben, brauche ich die nun nicht mehr. Die Frau am Telefon tat mir leid.
    Ich hab mich auch schon gefragt, ob ich vielleicht auf einer schwarzen Liste bin.
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  5. TagesWoche Redaktion

    @Peter Widmer

    von Renato Beck um 8.01.2013 um 14:46Uhr

    Aus der dem Artikel beigefügten Medienmitteilung der BaZ geht hervor, dass sich die Zahlen auf 2007 und 2012 beziehen. Der Rückgang erfolgte also innert fünf Jahren.
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  6. Letzte Ausgabe

    von Roland Stucki um 8.01.2013 um 15:00Uhr

    Jezt fehlt nur noch die Schlagzeile: BaZ letzte Ausgabe !!!
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  7. Nachdem bei und in Basel ja jetzt Transparenz...

    von Cornelis Bockemühl um 8.01.2013 um 15:13Uhr

    ...in Bezug auf Besitzstruktur und (destruktive) Absichten bei der BaZ besteht wird für Zürich die Frage doch immer brennender: Wie sehen denn konkret die Strohmann-Konstruktionen bei Tamedia aus? Haben die Strohmann-Trickser da jetzt gar einen ganz ganz dicken Fisch an der Angel??
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  8. Sprachkompetenz

    von Urs Peter Schmidt um 8.01.2013 um 17:00Uhr

    Das Internetportal der Tamedia, dem auch die BaZ angeschlossen ist, kommentiert die Schliessung in einer Notiz "in eigener Sache" mit den folgenden Worten: "Die Basler Zeitung wird künftig nicht mehr selbst gedruckt." Ich wusste nicht, dass eine Zeitung sich selber drucken kann. Ich weiss aber wohl, was eine self-fullfilling prophecy (eine sich selbst erfüllende Voraussage) ist.




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  9. Blocher der Jobvernichter

    von Andreas Tereh um 8.01.2013 um 17:25Uhr

    Nachdem Herr Blocher mit seinen Freunden und Ebner und co zu Gunsten einer eigenen goldenen Nase im Wallis die Lonzawerke ruinierte und damit fast ganze Dörfer in die Arbeitslosigkeit stürzte, vernichtet er nun erneut Dutzende von Stellen in der Schweiz. Warum sollte er nicht? Es gibt noch immer genug Mitpatrioten, die seinen fahlen Reden Glauben schenken und ihn und die Seinen fröhlich weiter wählen... Der selbstdesignierte Saubermann der Schweiz - ein Jobvernichter... Prosit Neujahr, oh Du schönes Vaterland!
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  10. Der erfolgreiche Unternehmer

    von Wealth of Excellence Performance um 8.01.2013 um 17:29Uhr

    trifft mutig weitsichtige Entscheidungen und schafft mit seinem Unternehmer Geist Wohlstand und Arbeizplätze. Wir müssen den Reichen dankbar sein, den sie wissen was gut ist für die Wirtschaft. Das Eigentum ist der wichtigste Grundpfeiler unserer schönen Demokratie. Das Eigentum ist neutral, die Wirtschaft ist neutral und eigenverantwortlich. Geld stinkt nicht. Wir werden CB alle noch dankbar sein... oh, jetzt hat der Walter vor Eifer auf seine Tastatur gegeifert. Hoffentlich gibt das kein Kurzschlu
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Informationen zum Artikel

8.1.2013, 12:25 Uhr

BaZ schliesst Druckerei

Text

Text:

  • 18.04.2013 um 16:27
    Zeit für Träume

    Unsere Uhrenindustrie macht aus Sehnsüchten Geld und erzielt Rekordumsätze. Wie kaum ein anderes Luxusgut stehen Schweizer Uhren für die Werte der guten alten Zeit.

  • 17.04.2013 um 16:28
    «Ich trage das kollegial mit»

    Der neue Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr bestreitet seine ersten Dehnübungen. Als erklärter Gegner des Hooligan-Konkordats muss er nun den Beitrittsentscheid der Regierung vertreten. Das tut er auffällig widerwillig.

  • 17.04.2013 um 10:53
    Basler Regierung will beitreten

    Eher widerwillig tritt die Basler Regierung dem Hooligan-Konkordat bei. Dabei begründet sie, warum sie das Massnahmenpaket für falsch hält – nicht aber, wieso sie gleichwohl beitritt.

  • 10.05.2013 um 12:06
    Milch und Zucker
    Zum Artikel: Wir Heuchler!

    Ob der Kaffee wirklich besser ist, wenn er mit urbanem Bewusstsein angerührt und rotgrünem Verantwortungsgefühl abgeschmeckt wird? Ich für meinen Teil bevorzuge Milch und Zucker.

  • 31.01.2013 um 15:32
    Greiners Replik
    Zum Artikel: Basel = Apfel, Zürich = Birne

    Schön, Herr Greiner, dass Sie Zeit gefunden haben, Ihre Sicht der Dinge darzulegen. Trotzdem empfiehlt es sich, nochmals den Originaltext, also die Titelgeschichte zu lesen. Der Züri-Vergleich war gewagt, der Rest sollte einem aber genügend zu denken g...

  • 28.01.2013 um 19:14
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    Zum Artikel: So haben wir gerechnet

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