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«Basler Zeitung» 

8.1.2013, 12:25 Uhr

BaZ schliesst Druckerei

8.1.2013, 12:25 Uhr

Lange war über das baldige Aus der BaZ-Druckerei spekuliert worden. Nun ist die Schliessung Tatsache, 74 Angestellte verlieren ihren Job. Die BaZ wird künftig in Zürich von Tamedia gedruckt. Von

GEORGIOS KEFALAS: Die «Basler Zeitung» macht ihre Druckerei nach massivem Umsatzverlust dicht

Die «Basler Zeitung» macht ihre Druckerei nach massivem Umsatzverlust dicht (Bild: GEORGIOS KEFALAS)

Nun ist es auch offiziell: Die «Basler Zeitung» bestätigt mit ihrer Medienmitteilung (siehe Hintergrund zum Artikel) Informationen der TagesWoche, wonach heute die Schliessung der Druckerei verkündet wird. Um 13.30 Uhr wurde die Belegschaft informiert. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, verlieren 74 Angestellte ihren Job. 11 Mitarbeitende werden frühzeitig pensioniert, 10 erhalten eine Stelle im Druckzentrum der Tamedia in Zürich.

Tamedia druckt ab dem 1. April auch die «Basler Zeitung». Damit wird die Verbindung der beiden Medienkonzerne noch enger. Der BaZ wird am Samstag das von Tamedia produzierte «Magazin» beigelegt. Eine Kooperation besteht beim gemeinsamen Internetauftritt «Newsnet», ausserdem bei einem Kombi-Abo mit der «Sonntagszeitung». Auch beim Personal gibt es Gemeinsamkeiten: Rolf Bollmann, früher bei Tamedia in leitender Position, ist seit Herbst 2012 CEO der angeschlagenen Basler Zeitung Medien.

Grosse Auflageneinbussen

Bollmann liess bei seinem Antritt Ende Oktober 2012 bereits anklingen, dass die Druckerei, die 2003 installiert wurde, nicht mehr zu retten ist. Heute teilt das Unternehmen mit, dass in den «letzten Jahren die Auslastung der Zeitungsdruckerei durch grosse Auftragsverluste, sinkende Auflagen und Umfangsreduktionen dramatisch gesunken ist». 2012 seien nur noch 160 Millionen Zeitungen hergestellt worden, der Umsatz auf 23 Millionen Franken gesunken. Bis 2007 waren es 300 Millionen Zeitungen, mit denen ein Umsatz von bis zu 75 Millionen Franken erwirtschaftet wurde.

Die jährlichen Verluste des Druckereigeschäfts hätten einen hohen einstelligen Millionenbetrag ausgemacht, schreibt die BaZ. Bollmann verkündete vor der Redaktion im Oktober, dass der gesamte Konzernverlust 2012 gegen 12 Millionen betragen werde.

Notfallplan bei Streiks

Die Konzernleitung soll einen Notfallplan in der Hinterhand haben, falls die Druckereimitarbeiter nach der Hiobs-Botschaft die Arbeit nicht wieder aufnehmen und die morgige Ausgabe deshalb nicht gedruckt werden kann. In diesem Fall soll das Blatt in der Tamedia-Druckerei produziert werden. 

Für die Mitarbeiter läuft bis am 22. Januar die Konsultationsfrist wie bei Massenentlassungen üblich. Bis dann können die Angestellten Vorschläge einreichen, wie die Kündigungen vermieden oder abgemildert werden können.

Die Gewerkschaft Syndicom nennt in einer Stellungnahme mögliche Varianten, welche in den letzten Wochen ausgearbeitet worden seien und der Geschäftsleitung unterbreitet würden. Syndicom schreibt: «Die Beschäftigten der Zeitungsdruckerei blieben in den letzten Wochen nicht untätig, sie sehen realistische Chancen für eine Zeitungsdruckerei in Basel. Bis heute wurden mehrere Varianten für ein Management Buyout oder eine Weiterführung der Druckerei an einem neuen Standort in Basel ausgearbeitet.» 

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Reaktionen

  1. Rudi Buchmann

    am 8.01.2013, 14:07

    Es scheint, als wäre das Drehbuch für den Niedergang der BaZ geschrieben.

  2. Rolf Wilhelm

    am 8.01.2013, 14:11

    Es hätten reichlich Kosten im Laufe der letzten Monate gespart werden können, wenn nicht alle Nicht-Abonennten in der Region jeden Freitag vom Postboten ein Gratisexemplar bekommen hätten. Aber dann wäre die sowieso unrelevante zu vermeldende Anzahl gedruckter Zeitungen noch tiefer gewesen.

    Und der Postbote ist sicherlich teurer als der normale, frühmorgendliche Austräger.

    Mal davon abgesehen, dass es nicht möglich war, dieses Gratisservice abzubestellen: Ich selber bin mehrfach... ... mehrEs hätten reichlich Kosten im Laufe der letzten Monate gespart werden können, wenn nicht alle Nicht-Abonennten in der Region jeden Freitag vom Postboten ein Gratisexemplar bekommen hätten. Aber dann wäre die sowieso unrelevante zu vermeldende Anzahl gedruckter Zeitungen noch tiefer gewesen.

    Und der Postbote ist sicherlich teurer als der normale, frühmorgendliche Austräger.

    Mal davon abgesehen, dass es nicht möglich war, dieses Gratisservice abzubestellen: Ich selber bin mehrfach gescheitert, obwohl es eine mehr oder wenige persönliche Zustellung ist (auf meinem Exemplar war mehrfach die handschriftlich notierte Hausnummer zu finden) - sonst wüsste der Postbote ja auch nicht, wenn er auslassen muss.

  3. Maya Eldorado

    am 8.01.2013, 14:46

    Und ich frage mich, warum ich als einzige Nichtabonnentin die BaZ am Freitag nicht bekomme. Ich fragte den Pöstler einmal, warum das so ist. Er schaute nach und bemerkte, dass ich bei ihm nicht auf dieser Liste der Nichtabonnenten sei. Er setzte mich dann auf die Liste. Nach ein paarmal BaZ am Freitag war wieder Ende.
    Ich habe vor ca einem Jahr das BaZ-Abo nicht erneuert. Als ich mich telefonisch abmeldete. Fragte man mich am Telefon warum. Ich meinte, dass mir die BaZ schon längere Zeit... ... mehrUnd ich frage mich, warum ich als einzige Nichtabonnentin die BaZ am Freitag nicht bekomme. Ich fragte den Pöstler einmal, warum das so ist. Er schaute nach und bemerkte, dass ich bei ihm nicht auf dieser Liste der Nichtabonnenten sei. Er setzte mich dann auf die Liste. Nach ein paarmal BaZ am Freitag war wieder Ende.
    Ich habe vor ca einem Jahr das BaZ-Abo nicht erneuert. Als ich mich telefonisch abmeldete. Fragte man mich am Telefon warum. Ich meinte, dass mir die BaZ schon längere Zeit nicht mehr gefalle und immer weniger. Seit wir nun ein anderes Angebot haben, brauche ich die nun nicht mehr. Die Frau am Telefon tat mir leid.
    Ich hab mich auch schon gefragt, ob ich vielleicht auf einer schwarzen Liste bin.

  4. Cornelis Bockemühl

    am 8.01.2013, 15:13

    ...in Bezug auf Besitzstruktur und (destruktive) Absichten bei der BaZ besteht wird für Zürich die Frage doch immer brennender: Wie sehen denn konkret die Strohmann-Konstruktionen bei Tamedia aus? Haben die Strohmann-Trickser da jetzt gar einen ganz ganz dicken Fisch an der Angel??

  5. Urs Peter Schmidt

    am 8.01.2013, 17:00

    Das Internetportal der Tamedia, dem auch die BaZ angeschlossen ist, kommentiert die Schliessung in einer Notiz "in eigener Sache" mit den folgenden Worten: "Die Basler Zeitung wird künftig nicht mehr selbst gedruckt." Ich wusste nicht, dass eine Zeitung sich selber drucken kann. Ich weiss aber wohl, was eine self-fullfilling prophecy (eine sich selbst erfüllende Voraussage) ist.



  6. Verifiziert

    Andreas Tereh1

    am 8.01.2013, 17:25

    Nachdem Herr Blocher mit seinen Freunden und Ebner und co zu Gunsten einer eigenen goldenen Nase im Wallis die Lonzawerke ruinierte und damit fast ganze Dörfer in die Arbeitslosigkeit stürzte, vernichtet er nun erneut Dutzende von Stellen in der Schweiz. Warum sollte er nicht? Es gibt noch immer genug Mitpatrioten, die seinen fahlen Reden Glauben schenken und ihn und die Seinen fröhlich weiter wählen... Der selbstdesignierte Saubermann der Schweiz - ein Jobvernichter... Prosit Neujahr, oh Du... ... mehrNachdem Herr Blocher mit seinen Freunden und Ebner und co zu Gunsten einer eigenen goldenen Nase im Wallis die Lonzawerke ruinierte und damit fast ganze Dörfer in die Arbeitslosigkeit stürzte, vernichtet er nun erneut Dutzende von Stellen in der Schweiz. Warum sollte er nicht? Es gibt noch immer genug Mitpatrioten, die seinen fahlen Reden Glauben schenken und ihn und die Seinen fröhlich weiter wählen... Der selbstdesignierte Saubermann der Schweiz - ein Jobvernichter... Prosit Neujahr, oh Du schönes Vaterland!

  1. Rudi Buchmann

    am 8.01.2013, 14:07

    Es scheint, als wäre das Drehbuch für den Niedergang der BaZ geschrieben.

  2. Rolf Wilhelm

    am 8.01.2013, 14:11

    Es hätten reichlich Kosten im Laufe der letzten Monate gespart werden können, wenn nicht alle Nicht-Abonennten in der Region jeden Freitag vom Postboten ein Gratisexemplar bekommen hätten. Aber dann wäre die sowieso unrelevante zu vermeldende Anzahl gedruckter Zeitungen noch tiefer gewesen.

    Und der Postbote ist sicherlich teurer als der normale, frühmorgendliche Austräger.

    Mal davon abgesehen, dass es nicht möglich war, dieses Gratisservice abzubestellen: Ich selber bin mehrfach... mehrEs hätten reichlich Kosten im Laufe der letzten Monate gespart werden können, wenn nicht alle Nicht-Abonennten in der Region jeden Freitag vom Postboten ein Gratisexemplar bekommen hätten. Aber dann wäre die sowieso unrelevante zu vermeldende Anzahl gedruckter Zeitungen noch tiefer gewesen.

    Und der Postbote ist sicherlich teurer als der normale, frühmorgendliche Austräger.

    Mal davon abgesehen, dass es nicht möglich war, dieses Gratisservice abzubestellen: Ich selber bin mehrfach gescheitert, obwohl es eine mehr oder wenige persönliche Zustellung ist (auf meinem Exemplar war mehrfach die handschriftlich notierte Hausnummer zu finden) - sonst wüsste der Postbote ja auch nicht, wenn er auslassen muss.

  3. Peter Widmer

    am 8.01.2013, 14:44

    Der Umsatz sei wegen verlorener Aufträge, sinkender Auflagen und Umfangsreduktionen ---- innert neun Jahren ---- von 75 auf 23 Mio. Franken jährlich geschrumpft. (Tagesanzeiger & 20 Minuten)

  4. Maya Eldorado

    am 8.01.2013, 14:46

    Und ich frage mich, warum ich als einzige Nichtabonnentin die BaZ am Freitag nicht bekomme. Ich fragte den Pöstler einmal, warum das so ist. Er schaute nach und bemerkte, dass ich bei ihm nicht auf dieser Liste der Nichtabonnenten sei. Er setzte mich dann auf die Liste. Nach ein paarmal BaZ am Freitag war wieder Ende.
    Ich habe vor ca einem Jahr das BaZ-Abo nicht erneuert. Als ich mich telefonisch abmeldete. Fragte man mich am Telefon warum. Ich meinte, dass mir die BaZ schon längere Zeit... mehrUnd ich frage mich, warum ich als einzige Nichtabonnentin die BaZ am Freitag nicht bekomme. Ich fragte den Pöstler einmal, warum das so ist. Er schaute nach und bemerkte, dass ich bei ihm nicht auf dieser Liste der Nichtabonnenten sei. Er setzte mich dann auf die Liste. Nach ein paarmal BaZ am Freitag war wieder Ende.
    Ich habe vor ca einem Jahr das BaZ-Abo nicht erneuert. Als ich mich telefonisch abmeldete. Fragte man mich am Telefon warum. Ich meinte, dass mir die BaZ schon längere Zeit nicht mehr gefalle und immer weniger. Seit wir nun ein anderes Angebot haben, brauche ich die nun nicht mehr. Die Frau am Telefon tat mir leid.
    Ich hab mich auch schon gefragt, ob ich vielleicht auf einer schwarzen Liste bin.

  5. AutorIn des Artikels

    Renato Beck

    am 8.01.2013, 14:46

    Aus der dem Artikel beigefügten Medienmitteilung der BaZ geht hervor, dass sich die Zahlen auf 2007 und 2012 beziehen. Der Rückgang erfolgte also innert fünf Jahren.

  6. Roland Stucki

    am 8.01.2013, 15:00

    Jezt fehlt nur noch die Schlagzeile: BaZ letzte Ausgabe !!!

  7. Cornelis Bockemühl

    am 8.01.2013, 15:13

    ...in Bezug auf Besitzstruktur und (destruktive) Absichten bei der BaZ besteht wird für Zürich die Frage doch immer brennender: Wie sehen denn konkret die Strohmann-Konstruktionen bei Tamedia aus? Haben die Strohmann-Trickser da jetzt gar einen ganz ganz dicken Fisch an der Angel??

  8. Urs Peter Schmidt

    am 8.01.2013, 17:00

    Das Internetportal der Tamedia, dem auch die BaZ angeschlossen ist, kommentiert die Schliessung in einer Notiz "in eigener Sache" mit den folgenden Worten: "Die Basler Zeitung wird künftig nicht mehr selbst gedruckt." Ich wusste nicht, dass eine Zeitung sich selber drucken kann. Ich weiss aber wohl, was eine self-fullfilling prophecy (eine sich selbst erfüllende Voraussage) ist.



  9. Verifiziert

    Andreas Tereh1

    am 8.01.2013, 17:25

    Nachdem Herr Blocher mit seinen Freunden und Ebner und co zu Gunsten einer eigenen goldenen Nase im Wallis die Lonzawerke ruinierte und damit fast ganze Dörfer in die Arbeitslosigkeit stürzte, vernichtet er nun erneut Dutzende von Stellen in der Schweiz. Warum sollte er nicht? Es gibt noch immer genug Mitpatrioten, die seinen fahlen Reden Glauben schenken und ihn und die Seinen fröhlich weiter wählen... Der selbstdesignierte Saubermann der Schweiz - ein Jobvernichter... Prosit Neujahr, oh Du... mehrNachdem Herr Blocher mit seinen Freunden und Ebner und co zu Gunsten einer eigenen goldenen Nase im Wallis die Lonzawerke ruinierte und damit fast ganze Dörfer in die Arbeitslosigkeit stürzte, vernichtet er nun erneut Dutzende von Stellen in der Schweiz. Warum sollte er nicht? Es gibt noch immer genug Mitpatrioten, die seinen fahlen Reden Glauben schenken und ihn und die Seinen fröhlich weiter wählen... Der selbstdesignierte Saubermann der Schweiz - ein Jobvernichter... Prosit Neujahr, oh Du schönes Vaterland!

  10. Standbye

    am 8.01.2013, 17:29

    trifft mutig weitsichtige Entscheidungen und schafft mit seinem Unternehmer Geist Wohlstand und Arbeizplätze. Wir müssen den Reichen dankbar sein, den sie wissen was gut ist für die Wirtschaft. Das Eigentum ist der wichtigste Grundpfeiler unserer schönen Demokratie. Das Eigentum ist neutral, die Wirtschaft ist neutral und eigenverantwortlich. Geld stinkt nicht. Wir werden CB alle noch dankbar sein... oh, jetzt hat der Walter vor Eifer auf seine Tastatur gegeifert. Hoffentlich gibt das kein... mehrtrifft mutig weitsichtige Entscheidungen und schafft mit seinem Unternehmer Geist Wohlstand und Arbeizplätze. Wir müssen den Reichen dankbar sein, den sie wissen was gut ist für die Wirtschaft. Das Eigentum ist der wichtigste Grundpfeiler unserer schönen Demokratie. Das Eigentum ist neutral, die Wirtschaft ist neutral und eigenverantwortlich. Geld stinkt nicht. Wir werden CB alle noch dankbar sein... oh, jetzt hat der Walter vor Eifer auf seine Tastatur gegeifert. Hoffentlich gibt das kein Kurzschlu

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