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TagesWoche

Tages Woche

Do, 20.06.2013

Ueli Maurer 

31.10.2012, 06:52 Uhr

«Olympia ist ein Entwicklungsprogramm für die Schweiz»

31.10.2012, 06:52 Uhr

Für Sportminister Ueli Maurer ist das Olympiaprojekt auch ein Entwicklungsprogramm für die Schweiz. Denn es gehe der Frage nach, wie die Bergbevölkerung in den nächsten dreissig Jahren leben werde und wie es mit dem Tourismus weiter gehe. Von sda

sda: Ueli Maurer setzt sich für Olympische Winterspiele in Graubünden ein (Archiv)

Ueli Maurer setzt sich für Olympische Winterspiele in Graubünden ein (Archiv) (Bild: sda)

Dies seien Themen, die ohnehin für die ganze Schweiz geklärt werden müssten, sagte Maurer in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» (nicht online) am Mittwoch. «Unter diesem Blickwinkel ist eine Milliarde zwar immer noch sehr viel Geld, aber es wird nachvollziehbar, dass wir in die Zukunft investieren.»

Die vom Bundesrat vorgeschlagene Defizitgarantie von einer Milliarde Franken für den Fall, dass die Olympischen Winterspiele 2022 in Graubünden stattfinden, war bei den meisten Parteien bei einer Anhörung Anfang Woche auf heftige Kritik gestossen. Sollten die Bündner das Projekt im März gutheissen, hätte das Parlament das letzte Wort.

Für die Schweiz wären die Spiele gemäss Maurer ausserdem «eine einmalige Chance, sich mit jenen Werten zu präsentieren, die die Schweiz stark gemacht haben: Bescheidenheit, Präzision, sowie die Fähigkeit, sich den engen räumlichen Gegebenheiten anzupassen».

Das Schweizer Projekt biete eine Alternative zum Gigantismus, sagte Maurer. Denn die Schweiz bewerbe sich mit einem bescheidenen Dossier. Die Devise sei «weisse Spiele, kurze Wege». «Wir gehen dorthin zurück, wo der Winter zu Hause ist: in die Berge», sagte Maurer.

  1. bescheiden entscheiden- unbedingt

    von Michèle Meyer am 31.10.2012 um 08:09Uhr

    oha. das gibt demnach die bescheidensten spiele-ever für einen bescheidenen batzen und nachher sind wir voll entwickelt, zumindest in sachen bescheidenheit, präzision und anpassung. selbstverständlich gibt's dazu nichts als ein bescheidenes- oder entschiedenes?- kopfnicken vom parlament. denn dossierkenntnis, vernehmlassung oder gar mitbestimmung widersprächen jeglicher tugenhaften bescheidenheit. der zeitplan ist schliesslich beengend knapp, die entscheidungswege kurz und maurer's bescheidene fähigkeiten, reichen durchaus um dem volk, pünktlich bescheid zu geben, wann "es" zur kasse gebeten wird oder sich ehrenamtlich engagieren darf. freuen wir uns also.
    Direktlink zum Kommentar

  1. bescheiden entscheiden- unbedingt

    von Michèle Meyer um 31.10.2012 um 08:09Uhr

    oha. das gibt demnach die bescheidensten spiele-ever für einen bescheidenen batzen und nachher sind wir voll entwickelt, zumindest in sachen bescheidenheit, präzision und anpassung. selbstverständlich gibt's dazu nichts als ein bescheidenes- oder entschiedenes?- kopfnicken vom parlament. denn dossierkenntnis, vernehmlassung oder gar mitbestimmung widersprächen jeglicher tugenhaften bescheidenheit. der zeitplan ist schliesslich beengend knapp, die entscheidungswege kurz und maurer's bescheidene fähigkeiten, reichen durchaus um dem volk, pünktlich bescheid zu geben, wann "es" zur kasse gebeten wird oder sich ehrenamtlich engagieren darf. freuen wir uns also.
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  2. Wer's glaubt...

    von R Abed um 31.10.2012 um 09:26Uhr

    Als wirtschaftliches Aufbauprogramm soll die Olympiade herhalten? Dieses "bescheidene Milliarden-Projekt" wird beim Olympischen Komitee wohl wenig Chancen haben - beachtet man die Vergaben der letzten Jahre.

    Abgesehen davon, haben Spiele als Aufbauhilfe immer sehr gut funktioniert...
    Man denke an Athen 2000, bei der mafiöse Gruppen Milliarden für Austragungsorte abzweigten, oder noch aktueller an Sochi, wo die Korruption wahrscheinlich noch grössere Ausmasse angenommen hat.
    Aber auch Städte wie Sydney, Barcelone oder Atalanta waren danach nicht die Boomtowns, wie zuvor von werbenden Politiker prognostiziert.
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  3. Olympia als Entwicklungsprogramm

    von paul joachim um 31.10.2012 um 11:34Uhr

    Bei den engen räumlichen Gegebenheiten scheint es sich hauptsächlich um den intellektuellen Gestaltungraum zu handeln, den BR Maurer bei seiner Arbeit entwickelt.
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  4. Verwickelt

    von Heinz Müller um 31.10.2012 um 17:43Uhr

    Sind wir in der Schweiz denn wirklich derart verwickelt, dass wir uns zu ent-wickeln brauchen? Muesste man sich, bei aller Einsicht in die Unmoeglichkeit und Unwuenschbarkeit einer musealen Ballenberg-Schweiz, muesste man sich nicht doch auch mal ernsthaft die Frage stellen, ob es fuer die Schweiz als ganzes denn wirklich von Vorteil waere, wenn dereinst auch der hinterste Chrachen von der naechsten Grossstadt aus in 30 min zu erreichen waere?

    Wie hat sich doch der Grossraum Zuerich in den letzten Jahrzehnten entwickelt! Zu einer (und fuer mein Empfinden gluecklicherweise bisher zur einzigen) Weltstadt der Schweiz. 'Da laeuft was!', kann man da frohlocken. Und: 'Gubristtunnel, Wartezeit 30 min' ist nur eine der ewig gleichen Staumeldungen, die man Tag fuer Tag zu hoeren bekommt. Aber wer wird sich schon an ein wenig taeglichem Satu aufhalten, wenn er dafuer Lady Gaga serviert bekommt...

    Wie herrlich entwickelt sich doch der Jura! Frueher eine unterentwickelte, abgelegene Randregion, die man von Basel aus ueber eine gewundene Landstrasse der Birs entlang erreichen konnte, wird man diese herrliche Landschaft in absehbarer Zeit in gerader Linie und mit Auobahngeschwindigkeit durchstreifen koennen -- welch ein Gewinn!

    Und nun soll also Olympia aufzeigen helfen, wie die Buendner Bergtaeler aus ihrem in-alten-Strukturen-verwickelt-sein ent-wickelt werden koennen...

    Ob ich mich wohl dereinst doch noch mal in Ballenberg einmiete?

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  5. Das Märchen vom olympischen Boom

    von Friedrich Schaetti um 3.11.2012 um 12:32Uhr

    Vor olympischen Kandidaturen wird jeweils grossmundig diskutiert, welch grossartiger Wirtschaftsimpuls von ihnen ausgehen wird. Am Rande der Spiele von London stand irgendwo im Kleingedruckten, dass ein solcher Impuls kaum festgestellt werden konnte. Die Spiele von Athen haben wahrscheinlich das Defizit der Griechen nicht verursacht - aber einen genügenden Beitrag zu seiner Verhinderung haben ebenfalls nicht gebracht. Könnten wir 'mal statt der Kaffeesatzleserei eine saubere Analyse vergangener Beispiele haben?
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  6. Entwicklungshilfe für

    von Inaktiver Nutzer um 4.11.2012 um 18:34Uhr

    Davos und St. Moritz?

    Eher für die Olympiaverantwortlichen. Das Geld den Funktionären - der Abfall den Veranstalter!
    Das Wort - Entwicklungshilfe - wird sehr stark strapaziert.
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  7. Bescheidenheit bedeutet, zugunsten anderer auf etwas zu verzichten. ...

    von Inaktiver Nutzer um 4.11.2012 um 19:39Uhr

    Verzichten wir also darauf, den immer gleichen Kreisen Geld in den Arsch zu schieben und und gönnen den anderen ihren Erfolg. Ganz bescheiden.
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Informationen zum Artikel

31.10.2012, 06:52 Uhr

«Olympia ist ein Entwicklungsprogramm für die Schweiz»

Text

Text: sda

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