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TagesWoche

Tages Woche

Mi, 19.06.2013

Basler Weinmesse 

30.10.2012, 08:30 Uhr

Weindegustation mit unerwünschter Note

30.10.2012, 08:30 Uhr

Die Gläser, die den Ausstellern an der Basler Weinmesse jeweils geliefert werden, stanken die ersten Tage so, dass die Messeleitung reagieren musste. Von Monika Zech

Barbara Sorg / ©MCH Group AG: Nicht der Wein ist das Problem…

Nicht der Wein ist das Problem… (Bild: Barbara Sorg / ©MCH Group AG)

Wer an eine Weinmesse geht, ist in der Regel ein Liebhaber, oft ein Kenner. Und er schluckt den Wein nicht einfach, sondern er schlürft und schmatzt und redet nachher von Abgang und Finale, von Vanille- oder Beeren-Noten, von Tanninen und Textur. Doch an der Basler Weinmesse rochen und schmeckten die Degustierer die ersten Tage der Messe etwas ganz anderes: «nassen Beton und Karton». Zumindest so beschreibt es Istvan Akos, Besitzer eines Weinguts am Neusiedlersee und einer der Aussteller an der Weinmesse. Als «Super-Gau».

Die Gläser würden derart stinken, dass den Ausstellern nichts anderes übrig bleibe, als die Gläser mit Wasser zu spülen und danach zu «avinieren», wie das Ausspülen mit Wein im Fachjargon heisst. «Eine Katastrophe», sagt eine andere Weinverkäuferin. «Ganz schlimm», die nächste. Die Kundschaft sei teilweise richtig hässig geworden, aus sowas könnten sie doch nicht trinken. «Ich habe mir schon überlegt», sagt die Weinverkäuferin, «ob ich den Wein, den ich zum Avinieren brauche, der Messe in Rechnung stellen soll.»

Messeleitung hat reagiert

Das Problem sei erkannt, sagt Christina Urhahn, Messeleiterin der Basler Weinmesse auf Anfrage. Und man arbeite mit Hochdruck an der Lösung. Klar sei inzwischen, dass es an der Osmose-Anlage, einer speziellen Waschstrasse für Gläser, liege. «Eine hochtechnische, komplizierte Sache», so Urhahn, «die nicht von einer Stunde auf die andere geflickt werden kann.» Die ganze Anlage werde nun ausgewechselt und bis wieder eine einsatzbereite zur Verfügung steht, «solange haben wir auf das manuelle System – auf die bewährten Geschirrspüler – umgeschaltet.» Das wiederum erfordert einen ziemlichen personellen Mehraufwand, «aber es ist uns selbstverständlich ein grosses Anliegen, dass der Gläserservice wieder einwandfrei ist.»

Ob und wieviel Reduktion die Aussteller auf den Preis für den Gläserservice erhalten, müsse man dann zum Schluss anschauen, sagt Urhahn. In einem Brief an die Aussteller bittet die Messeleitung um Rückmeldung, ob die «Korrekturmassnahmen, die wir eingeleitet haben, Früchte tragen».  Bei einer nicht repräsentativen Umfrage am Montag-Nachmittag vor Ort fiel das Urteil unterschiedlich aus: Einige sagten, jetzt seien die Gläser «tipptopp», andere gaben die Note «eindeutig besser als vorher», und eine dritte Kategorie «spült die Gläser immer noch mit Wein aus, damit daraus wirklich degustiert werden kann».

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

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Informationen zum Artikel

30.10.2012, 08:30 Uhr

Weindegustation mit unerwünschter Note

Text

Text:

  • 19.06.2013 um 06:00
    «Schuld ist das gewalttätige Eingreifen der Polizei»

    Der Chefkorrespondent der türkischen Zeitung «Hürriyet» zu der Protestbewegung in der Türkei und weshalb die Situation derart eskaliert ist.

  • 18.06.2013 um 08:01
    Zwischen Polemik und Schönfärberei

    Eine Fachtagung thematisiert die Integrationsdebatte. Als Referent und Podiumsteilnehmer geladen ist unter anderem der Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky, der bekannt ist dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt.

  • 23.05.2013 um 15:50
    In Gottes Namen gegen Grundrechte

    Der religiöse Fanatismus macht auch vor der Schule nicht halt. Und beschäftigt immer wieder Behörden und Justiz.

  • 16.05.2013 um 22:59
    Absolut
    Zum Artikel: Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

    Lieber Fritz Hochhuth Nach 14 Stunden am Computer sitzen schaffe ich es kaum mehr, so viele Buchstaben zu lesen. Aber ich habe es doch getan, weil uns doch die Chefs und andere kompetente Leute immer sagen, wie wichtig die Hege und Pflege unserer Comm...

  • 15.04.2013 um 23:11
    merkwürdiges Rechtsverständnis
    Zum Artikel: Keine freie Betten für die englischen Fussballfans

    @fm70: Ich glaube nicht, dass ich ein merkwürdiges Rechtsverständnis habe. Aber aufgrund seltsamer Artikel wie des Wegweisugsartikels kann es durchaus vorkommen, dass in der Öffentlichkeit schlafende Personen von Polizeipatrouillen mehr oder weniger un...

  • 15.04.2013 um 17:41
    Zürich hilft…
    Zum Artikel: Keine freie Betten für die englischen Fussballfans

    @othmar.buchs Zürich würde vielleicht schon helfen, wenn es könnte. Aber offenbar ist auch Zürich ziemlich ausgebucht, weil viele Gäste und Angestellte der Baselworld in Zürich übernachten. Ist ja für die weitgereisten Menschen auch nur ein Vorort von ...

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