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Fussball, FC Basel 

25.10.2012, 23:14 Uhr

Kein Abnehmer für diese Flanke – die Einzelkritiken aus Videoton

25.10.2012, 23:14 Uhr

Flanken, Flanken, Flanken – aber keine Abnehmer. Schlecht waren die Basler in Szekesfehervar nicht – so richtig gut aber eben auch nicht. Von Florian Raz

Keystone/Tibor Illyes: Der Moment, den die Uefa als Torschuss für Fabian Schär werten will – das 1:0 für Videoton durch Nikolic.

Der Moment, den die Uefa als Torschuss für Fabian Schär werten will – das 1:0 für Videoton durch Nikolic. (Bild: Keystone/Tibor Illyes)

Yann Sommer | 4
Stand unbestrittenermassen auf dem Platz. Hätte aber genauso gut zuhause bleiben können. Bei den beiden Gegentoren gab es einfach nichts zu halten – und sonst auch nicht.

Markus Steinhöfer | 4
Könnte dafür gelobt werden, dass er gefühlt 2134 Flanken in, an und rund um den Strafraum des Gegners schlug. Könnte genauso gut aber dafür abgestraft werden, dass davon 2132 in, an und rund um den Strafraum keinen Abnehmer fanden. Seine beiden erfolgreichen Versuche waren in Minute 39, doch Stocker und Streller waren keine Vollstrecker.

Fabian Schär | 4
Ist, geht es nach der Uefa, Doppeltorschütze. Wobei es ein gewisses Mass an Boshaftigkeit braucht, ihm den ersten Basler Gegentreffer nicht nur (korrekterweise) anzukreiden – sondern ihm gleich ein Eigentor zu unterstellen. Nikolics Schuss wäre vielleicht auch ohne ihn im FCB-Tor gelandet. Das 1:2 dann in der 91. Minute wird Schär niemand streitig machen.

Aleksandar Dragovic | 4
Hatte in der Innenverteidigung nicht arg viel zu tun. Das wenige, was zu tun war, erledigte er mit weit tieferem Ruhepuls als bei seinem hektischen Spiel in Luzern. Stand beim 0:2 sachlich, ruhig und untätig herum.

Joo Ho Park | 2
Spielte, als hätte er die taktischen Anweisungen seines Trainers verkehrt herum verstanden. Statt hinten nichts zuzulassen und vorne zu flanken, liess er hinten flanken und brachte vorne nichts zustande.

Cabral | 3,5
Spielte auf einer Position, die es gegen Videoton eigentlich gar nicht gebraucht hätte: im defensiven Mittelfeld, also dort, wo sich der Gegner gar nie aufhielt. Einer von vielen interessierten Beobachtern von Caneiras 2:0.

David Degen | 4
Rannte und flankte, rannte und flankte, rannte und flankte. Das war gut. Nur fand er noch etwas weniger häufig als Partner Steinhöfer einen Abnehmer. Das war nicht so gut. Wurde in der 72. Minute von Fabian Frei ersetzt.

Marcelo Diaz | 2,5
Schlug ein Dutzend Corner so harmlos, dass dabei der Puls des Videoton-Goalies nie hochschnellte. Hatte mit dem Freistoss auf Streller in der 12. Minute wenigstens einen guten Standard im Programm. Gewann keinen defensiven Zweikampf und setzte gegen vorne kaum Akzente.

Valentin Stocker | 4
Begann im zentralen Mittelfeld, wo er einst bei der U21 des FCB gespielt hatte. Einer von drei Baslern, die darauf verzichteten, die Flanke vor dem 0:1 zu unterbinden. Steigerte sich, nachdem er wieder auf den linken Flügel wechselte. Reklamierte zwei Elfmeter für sich und schickte einmal perfekt Streller steil.

Mohamed Salah | 3
Wurde nach dem Spiel von Trainer Yakin explizit gelobt, ohne dass sich sofort erschloss wofür. Litt wohl in der Offensivbewegung unter dem Hintermann Park, vergass aber ab und an auch mal die defensive Absicherung. Gesellte sich in die Reihe jener Basler Flügelspieler, deren Flanken wirkungslos blieben.

Marco Streller | 4
Spielte wieder mal in der von ihm doch so ungeliebten Position als einsame Spitze, war dort dann aber bedeutend besser als am Sonntag in einer Doppelspitze. Schoss allerdings genauso viele Tore wie in Luzern: Null.

Kay Voser | 3,5
Ersetzte zur Pause Park und war immerhin defensiv besser als der Südkoreaner – was allerdings nicht so schwierig war. Setzte offensiv die Arbeit seines Vorgängers fort.

Kwang-Ryong Pak | 3,5
Kam, als Yakin auf ein 4-4-2 umstellte, um vorne mit seiner Grösse einen der durch den Strafraum segelnden Bälle zu ergattern. Das gelang ihm nicht. Aber woher soll der Mann auch das nötige Selbstvertrauen haben, der eben erst der Verbannung in die U21 entkommen ist?  

Fabian Frei | 4,5
Kam in der 72. für Salah und bewies, dass eigentlich auch Basler im Sostoi Stadion gute Flanken schlagen können. Und gute Eckbälle auch. So wie der, der in der 91. zum einzigen Basler Treffer führte.

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Informationen zum Artikel

25.10.2012, 23:14 Uhr

Kein Abnehmer für diese Flanke – die Einzelkritiken aus Videoton

Text

Text:

  • 18.05.2013 um 00:01
    Der Chef und sein Zuträger

    Der eine sorgt mit schnellem Antritt für Aufsehen und geht mit Torchancen bisweilen etwas gar verschwenderisch um. Der andere verrichtet seine Arbeit schon fast still und leise. Mohamed Salah und Mohamed Elneny bestimmen den Puls des FC Basel mit. Im Cupfinal gegen die Grasshoppers wird Salah allerdings gesperrt fehlen.

  • 17.05.2013 um 06:08
    «Jetzt soll mal der Schär hinten bleiben»

    Fabian Frei hat einen Lauf. Beim 2:0 gegen Lausanne schiesst er beide Tore – und am Pfingstmontag dürfte er erstmals in seiner Karriere einen Cupfinal bestreiten.

  • 17.05.2013 um 00:01
    Miezekatzen, Testläufer und ein auf die Probe gestellter Werbespruch

    Fabian Frei und Valentin Stocker erledigten Arbeit und Vorarbeit des Toreschiessens. Andere konnten die Kräfte für den Cupfinal schonen. Die Einzelkritiken zum 2:0 des FC Basel gegen Lausanne.

  • 16.05.2013 um 18:35
    Eishockey
    Zum Artikel: Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

    Lieber Herr Hochhuth, glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass nicht eine halbe lokale Geschichte weniger geschrieben wurde wegen dieses Eishockey-Artikels? Der Text kommt über Agentur, der Dienstchef (der sowieso Dienst schieben muss) hat ihn von d...

  • 13.05.2013 um 18:51
    Das mit der Tribüne
    Zum Artikel: Constantin kehrt mit dem Stahlbesen

    Meist sitzt das von ihnen angesprochene Problem ja nicht auf der Tribüne, sondern dirigiert (das Team) und desavouiert (den Trainer) von seinem Stammplatz neben der Ersatzbank aus.

  • 13.05.2013 um 17:13
    Seldwyla
    Zum Artikel: Das Ende eines Clublokals – Stadt stellt Italiener auf die Strasse

    Weil die Stadt Basel eine leere Immobilie wollte, wird der bisherige Mieter rausgeworfen. Und jetzt sucht die Stadt Basel einen Zwischennutzer, weil sie gerne einen Mieter für ihre leere Immobilie hätte. Warum dreht sich bei mir plötzlich alles im Kopf?

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