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Mi, 22.05.2013

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Rotblaulive.ch: Alles zur Saison des FC Basel: Berichte, Tabellen, Tweets, Videos, Statistiken und Spielszenenanalyse.

Fussball, FC Basel 

30.11.-1, 00:00 Uhr

Ein Systemwechsel ohne Frei und ein Gegner, der profitieren will

30.11.-1, 00:00 Uhr (aktualisiert: 18:57)

Wegen eines Fehlverhaltens bei einer Dopingkontrolle ist Alex Frei von der Uefa für ein Spiel gesperrt worden. Nicht nur deswegen wird Murat Yakin sein System im Spiel gegen Videoton wieder umstellen. Der gegnerische Trainer hofft, das werde zum Vorteil für sein Team. Von Florian Raz und Christoph Kieslich

Reuters/VALENTIN FLAURAUD: Auch das noch: Alex Frei (rechts, hier im Spiel in Lausanne) wurde von der Uefa für ein Fehlverhalten bei der Dopingkontrolle in Lissabon für ein Spiel gesperrt.

Auch das noch: Alex Frei (rechts, hier im Spiel in Lausanne) wurde von der Uefa für ein Fehlverhalten bei der Dopingkontrolle in Lissabon für ein Spiel gesperrt. (Bild: Reuters/VALENTIN FLAURAUD)

90 Minuten und die Nachspielzeit hatte Alex Frei am 20. September seinen Anteil dazu beigetragen, dass der FC Basel immerhin ein torloses Unentschieden bei Sporting Lissabon mit nach Hause nahm. Im unmittelbaren Anschluss an die Partie sorgte er allerdings dafür, dass er dem FCB an diesem Donnerstag in Székesféhervár im nächsten Auswärtsspiel der Europa League fehlen wird: Wegen eines Fehlverhaltens bei der Dopingkontrolle brummte ihm die Uefa eine Sperre von einer Partie auf.

Irritation löste beim FC Basel aus, dass die Uefa-Disziplinarinstanz den Club erst am Dienstagabend, wenige Stunden vor dem Flug nach Ungarn, per Fax informierte, obwohl das Urteil das Datum vom 18. Oktober trägt. Darin ist auch von einer Busse die Rede, deren Höhe aber noch nicht bekannt ist. Der FCB verzichtet auf einen Rekurs, und Alex Frei machte die Reise zum Europa-League-Spiel am frühen Mittwochmorgen erst gar nicht mit.

Nach Darstellung der Uefa leistete sich der 33-jährige Frei in Lissabon ein Fehlverhalten, weil er den Kontrolleuren nicht sofort in den Kontrollraum des Estádio José Alvalade XXI folgte und sich beim Umziehen im Kabinengang noch kurz in die Garderobe des Gästeteams begab. Damit hat Frei gegen die Anti-Doping-Bestimmungen verstossen.

Auch Kovac und Yapi nicht dabei

Es ist sehr gut denkbar, dass Frei im Europa-League-Spiel beim FC Videoton vom Donnerstag (19.00 Uhr, SF2) auch dann nicht gespielt hätte, wäre er nicht gesperrt. Er hätte sowieso das Abschlusstraining abgewartet, sagt Trainer Murat Yakin, um das Vorgehen mit dem Stürmer zu besprechen. Aber sein Satz: «Jetzt ist es definitiv», lässt darauf schliessen, dass Frei wohl einen Platz auf der Bank zugewiesen erhalten hätte.

Freiwillig verzichtet Yakin in Szekesfehervar auf Radoslav Kovac. Den Innenverteidiger hatte er am Sonntag in Luzern noch wie der Zauberer den Karnickel aus dem Hut gezaubert. Jetzt aber sei Kovac zu müde, um eine englische Woche durchzustehen, sagt Yakin. Dasselbe gelte für Gilles Yapi, der in Luzern sein Comeback nach einer am 18. August erlittenen Knieverletzung gegeben hatte: «Beide haben zuletzt kaum gespielt. Beiden fehlt der Rhythmus.»

Die systematische Rolle rückwärts

Klar ist auch, dass Yakin vorerst wieder abrückt von jenem 3-5-2, das er in Luzern versucht hatte. Mit welchen Spielern er das aber zu tun gedenkt, «das bleibt bis morgen Abend mein Geheimnis».

Ein wenig erinnert die Situation an eine Saisonvorbereitung, in der der Trainer verschiedene Varianten versucht, um die richtige Mischung zu finden. «Es ist wichtig für mich, einen Überblick zu gewinnen», sagt Yakin dazu. Störend ist allerdings, dass er seine Testphase mitten in drei laufenden Wettbewerben (Liga, Europa League, Cup) durchführen muss.

Paulo Sousa hofft auf Basler Verwirrung

Das hat auch Videotons Trainer Paulo Sousa erkannt. Der ehemalige Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund und Juventus Turin gibt einerseits zu, die Vorbereitung auf ein Spiel gegen einen Kontrahenten, der soeben Trainer und Taktik gewechselt habe, sei nicht einfach: «Doch es ist auch für Basel nicht einfach. Neue Ideen können auch verwirren. Ich hoffe für uns, dass es am Donnerstag so sein wird.»

Aber vielleicht wird die ganze Diskussion um System und Taktik sowieso überbewertet. Vielleicht ist Fussball wirklich so einfach, wie es sich Valentin Stocker wünscht: «Fussball ist in erster Linie dazu da, um Spass zu haben, um zu kämpfen und für die anderen da zu sein.» Beim FC Basel war das in letzter Zeit nicht immer der Fall.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

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Informationen zum Artikel

30.11.-1, 00:00 Uhr

Ein Systemwechsel ohne Frei und ein Gegner, der profitieren will

Text

Text:

  • 18.05.2013 um 00:01
    Der Chef und sein Zuträger

    Der eine sorgt mit schnellem Antritt für Aufsehen und geht mit Torchancen bisweilen etwas gar verschwenderisch um. Der andere verrichtet seine Arbeit schon fast still und leise. Mohamed Salah und Mohamed Elneny bestimmen den Puls des FC Basel mit. Im Cupfinal gegen die Grasshoppers wird Salah allerdings gesperrt fehlen.

  • 17.05.2013 um 06:08
    «Jetzt soll mal der Schär hinten bleiben»

    Fabian Frei hat einen Lauf. Beim 2:0 gegen Lausanne schiesst er beide Tore – und am Pfingstmontag dürfte er erstmals in seiner Karriere einen Cupfinal bestreiten.

  • 17.05.2013 um 00:01
    Miezekatzen, Testläufer und ein auf die Probe gestellter Werbespruch

    Fabian Frei und Valentin Stocker erledigten Arbeit und Vorarbeit des Toreschiessens. Andere konnten die Kräfte für den Cupfinal schonen. Die Einzelkritiken zum 2:0 des FC Basel gegen Lausanne.

  • 16.05.2013 um 18:35
    Eishockey
    Zum Artikel: Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

    Lieber Herr Hochhuth, glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass nicht eine halbe lokale Geschichte weniger geschrieben wurde wegen dieses Eishockey-Artikels? Der Text kommt über Agentur, der Dienstchef (der sowieso Dienst schieben muss) hat ihn von d...

  • 13.05.2013 um 18:51
    Das mit der Tribüne
    Zum Artikel: Constantin kehrt mit dem Stahlbesen

    Meist sitzt das von ihnen angesprochene Problem ja nicht auf der Tribüne, sondern dirigiert (das Team) und desavouiert (den Trainer) von seinem Stammplatz neben der Ersatzbank aus.

  • 13.05.2013 um 17:13
    Seldwyla
    Zum Artikel: Das Ende eines Clublokals – Stadt stellt Italiener auf die Strasse

    Weil die Stadt Basel eine leere Immobilie wollte, wird der bisherige Mieter rausgeworfen. Und jetzt sucht die Stadt Basel einen Zwischennutzer, weil sie gerne einen Mieter für ihre leere Immobilie hätte. Warum dreht sich bei mir plötzlich alles im Kopf?

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Text:

  • 22.05.2013 um 14:03
    Randale gab es dort, wo sie erwartet wurden

    Von einem «schwarzen Tag» ist die Rede nach Ausschreitungen in der Berner Innenstadt im Vorfeld des Cupfinals. Eine Aufarbeitung des Pfingstmontags und ein Augenzeugenbericht.

  • 20.05.2013 um 07:05
    Der vergessene Cup-Sieg

    Cup, Cupfinal, Cupsieg – der Pfingstmontag naht, wenn der Rekord-Titelhalter GC und der elfmalige Cupgewinner FC Basel aufeinandertreffen. 100 Jahre nachdem der FCB seinen ersten Cup gewonnen hat, ein Erfolg den heute niemand mehr auf der Rechnung hat.

  • 20.05.2013 um 07:00
    Es ist Erntezeit

    Der Cupfinal vom Pfingstmontag (16.00 Uhr) ist der Auftakt der Woche der Entscheidung für den FC Basel und die Grasshoppers: Die beiden dominierenden Mannschaften dieser Saison machen die Titelträger untereinander aus.

  • 17.04.2013 um 17:47
    Josef Zindel
    Zum Artikel: Sion gegen FCB – mehr Kompetenz im Cup geht fast nicht

    Wir werden unser Möglichstes tun. Versprochen.

  • 15.04.2013 um 12:20
    Die englischen Wochen, die auch an der TagesWoche nicht spurlos vorbeigehen
    Zum Artikel: Eine bemerkenswerte Assistquote – die FCB-Einzelkritik

    In der Tat, so ist, da muss man gar nicht lange drum herum reden. Danke der aufmerksamen Leserschaft. Der Einwechselkuddelmuddel ist korrigiert – das ist halt schon eine feine Sache an diesem Internet.

  • 11.04.2013 um 12:22
    Basel geht in M unten
    Zum Artikel: Wie ich mich in Middlesbrough mitschuldig gemacht habe

    Ich möchte meinen geschätzten Wegbegleiter und damaligen BaZ-Kollegen Raz daran erinnern, dass in dunkler Vorahnung schon nach dem 3:1 für M. der Titel angepasst wurde in «Basel geht in Middlesbrough unter». Sollte ich dabei tatsächlich etwas Unflätige...

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