Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Do, 23.05.2013

Arbeitsmarkt 

23.10.2012, 11:52 Uhr

In der Schweiz sind weniger Erwerbstätige arm als vor zwei Jahren

23.10.2012, 11:52 Uhr

Rund 120'000 Personen, die einer Arbeit nachgingen, haben 2010 unter der Armutsgrenze gelebt. Das sind deutlich weniger als zwei Jahre zuvor, als noch 180'000 Erwerbstätige arm waren. Die Armutsquote unter den Erwerbstätigen sank von 5,2 auf 3,5 Prozent. Von sda

sda: In Caritas-Märkten können Menschen mit niedrigen Einkommen preiswerte Lebensmittel einkaufen (Archivbild)

In Caritas-Märkten können Menschen mit niedrigen Einkommen preiswerte Lebensmittel einkaufen (Archivbild) (Bild: sda)

Der Rückgang der Armutsquote unter der Erwerbsbevölkerung lässt sich mit der rückläufigen Arbeitslosigkeit erklären, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag in einem Bericht schreibt. Die Arbeitslosenquote sank zwischen 2006 und 2008 von 3,3 auf 2,6 Prozent. Die Armutsquote folgt dieser Entwicklung jeweils mit einer Verzögerung.

Wer arbeitet und es mit dem Einkommen aus dieser Arbeit trotzdem nicht über die Armutsgrenze schafft, wird als "working poor" oder "erwerbstätige Arme" bezeichnet. Als Armutsgrenze gilt nach der Definition des BFS für das Jahr 2010 ein Einkommen von 2250 Franken pro Monat für eine Einzelperson und 4000 Franken für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren.

Jede fünfte Einelternfamilie arm

Am häufigsten von Armut betroffen sind Alleinerziehende mit einem oder mehreren Kindern. Jede fünfte solche Familie lebt damit unter der Armutsgrenze.

Personen in Haushalten mit einem Erwerbstätigen (7,3 Prozent), alleinlebende Erwerbstätige (6,7 Prozent), Erwerbstätige ohne nachobligatorische Schulbildung (6,7 Prozent) sowie Frauen (4,8 Prozent) sind ebenfalls überdurchschnittlich oft arm. Leben zwei Erwerbstätige in einem Haushalt, liegt die Quote bei 1,4 Prozent.

Je nach Arbeitssituation kann die Armutsquote auch deutlich über dem Durchschnitt liegen. Selbstständige ohne Angestellte sind beispielsweise zu 9,9 Prozent von Armut betroffen. Ebenfalls relativ hoch liegt die Quote bei Personen, die in privaten Haushalten (8,3 Prozent) oder im Gastgewerbe (7,7 Prozent) tätig sind.

Bei den Personen, die nur einen Teil des Jahres erwerbstätig oder die Teilzeit angestellt sind, liegt die Quote mit 7,4 respektive 5,2 Prozent ebenfalls über dem Durchschnitt.

Weniger weit von Grenze entfernt

Ebenfalls zurückgegangenen ist die mediane Armutslücke. Die Armutslücke zeigt an, wie weit arme Personen und Haushalte von der Armutsgrenze entfernt sind. Der Median-Wert sank zwischen 2008 und 2010 von 31,6 auf 18,9 Prozent. Das bedeutet, dass die Hälfte der armen Haushalte mit ihrem Einkommen rund einen Fünftel unter der Armutsgrenze liegt.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Unklarheiten

    von Lara Fritz um 23.10.2012 um 15:30Uhr

    Gelten als Working Poor in dieser Statistik nur jene, die mindestens 90 Prozent Arbeitspensum haben, oder sind die Teilzeit arbeitenden mit drin in dieser Statistik? Diese Unterscheidung wäre wichtig - besonders für die Alleinerziehenden, die nur Teilzeit arbeiten können, aber damit dann nicht in solchen Statistiken auftauchen.
    Auch der Zusammenhang zwischen niedrigeren Arbeitslosenzahlen und weniger Working Poor ist mir noch nicht ganz klar. Die WP waren ja zuvor auch nicht arbeitslos gemeldet? Über einen Hintergrundartikel zu dieser Statistik wäre ich dankbar!
    Direktlink zum Kommentar

  2. Statistiken

    von Maya Eldorado um 23.10.2012 um 15:55Uhr

    Statistiken geniesse ich mit Vorsicht.
    Beispiel:
    Als alleinerziehende Mutter mit zwei kleinen Kindern lag ich etwas über der Armutsgrenze. Für die Tagesmutter musste ich, trotz Rabatt, etwas mehr als die Hälfte meines Erwerbs bezahlen. Was mir nach Abzug der Betreuung meiner Kinder blieb, war dann weit unter dem Armutsrisiko.
    Wenn ich den Artikel richtig verstehe, wird sowas in der Statistik nicht berücksichtigt. Und alleine mit dem Problem war ich sicher nicht.

    Und:
    Was ist schon ein Einkommen von 4000 Fr. für eine intakte Familie mit 2 Kindern. Da muss nur mal etwas Ausserordentliches kommen und schon ist das Budget aus dem Ruder. Am gesellschaftlichen Leben kann man da kaum teilnehmen und was für andere Kinder selbstverständlich ist, ist da kaum zu denken.
    Direktlink zum Kommentar

  3. Zahlen nicht vergleichbar

    von Lara Fritz um 24.10.2012 um 21:26Uhr

    Man beachte den letzten Absatz der offiziellen Medienmitteilung des Bundesamts für Statistik zu diesem Thema:
    "Aufgrund der geänderten Datengrundlage sowie konzeptionellen Änderungen sind die Analysen zur Situation der erwerbstätigen Bevölkerung nicht vergleichbar mit der bis anhin durch das BFS publizierten Working-Poor-Quote."
    So lange wir also nicht genau wissen, was da geändert wurde, können genauso gut Äpfel mit Birnen verglichen werden.
    Direktlink zum Kommentar

Kommentieren

Aktuell

Keystone: Instrumentalisiert. Basler Fans auf dem Weg ins Stade de Suisse zum Cupfinal.
13

Hooligan-Konkordat 

Die Stunde der Populisten

Wie zynisch Politik manchmal sein kann, lässt sich an den Reaktionen nach den Ausschreitungen am Cupfinal schön aufzeigen. Gross ist die heimliche Freude der Konkordats-Befürworter, dass es endlich wieder einmal geknallt hat.Von Philipp Loser. Weiterlesen13 Kommentare

sda: Das Nachtnetz-Angebot kostet fünf Franken mehr (Symbolbild)

Nachtzuschlag 

SBB muss Passagiere besser informieren

Die SBB informieren die Passagiere zu wenig gut darüber, dass das Nachtnetz-Angebot fünf Franken zusätzlich kostet. Zu diesem Schluss ist das Bundesamt für Verkehr (BAV) gekommen. Bei der SBB wundert man sich, denn dieses Angebot existiert schon seit acht Jahren. Von sda. Weiterlesen