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TagesWoche

Tages Woche

Do, 23.05.2013

Frühförderung 

22.10.2012, 06:48 Uhr

Spielgruppen wehren sich gegen Lehrauftrag zum Nulltarif

22.10.2012, 06:48 Uhr

Kinder, die kaum oder gar nicht Deutsch sprechen können, sollen das gemäss einem Projekt des Erziehungsdepartments Basel-Stadt noch vor Eintritt in den Kindsgi lernen. Unter anderem in einer Spielgruppe, zu deren Nutzung Eltern verpflichtet werden können. Die Spielgruppen möchten diesen Bildungsauftrag aber nicht gratis erfüllen. Von Monika Zech

sda: Beim Spielen mit anderen Kindern geht das Deutsch lernen ganz leicht (Symbolbild)

Beim Spielen mit anderen Kindern geht das Deutsch lernen ganz leicht (Symbolbild) (Bild: sda)

Jeder Dritte in Basel ist Ausländer, rund 40 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner haben einen Migrationshintergrund. Gemäss einem Bericht des Erziehungsdepartements (ED) verfügen ein Drittel aller Kinder über ungenügende Deutschkenntnisse, wenn sie in den Kindergarten eintreten. Das soll sich ändern. Und zwar mit dem Projekt «mit ausreichenden Deutschkenntnissen in den Kindergarten», dem der Grosse Rat 2009 zugestimmt hatte und das im kommenden Jahr nun umgesetzt werden soll.

Das besondere an diesem Projekt ist das so genannte «selektive Obligatorium». Konkret bedeutet das: Alle 3- bis 4-jährigen Kinder, die kaum oder gar nicht Deutsch sprechen, sind dann verpflichtet, mindestens zwei Halbtage pro Woche eine Spielgruppe, ein Tagesheim oder eine Tagesfamilie mit einem Sprachförderangebot zu besuchen.

Ohnehin sehr wenig Lohn

Damit wird den privat organisierten Spielgruppen von offizieller Seite ein Bildungsauftrag erteilt. Und damit, so findet der Dachverband Basler Spielgruppen, wäre auch eine finanzielle Unterstützung gerechtfertigt. Bei der Verteilung der Gelder für die Umsetzung des Deutschförderprojekts habe man jedoch die Spielgruppenleiterinnen, die ohnehin für sehr wenig Lohn arbeiten, gänzlich vergessen (siehe Hintergrund des Artikels).

Um darüber und generell über die Rolle der Spielgruppen im gesamten Frühförderprogramm zu diskutieren, lädt der Dachverband zu einer Informationsveranstaltung mit Podiumsdiskussion ein. Sie findet statt am Montag, 22. Oktober, 19 bis 21 Uhr, im 1. Stock des Unternehmen Mitte. Unter der Leitung des Journalisten Roger Ehret diskutieren Pierre Felder, Vorsteher Volksschulen beim ED, SP-Grossrätin Doris Gysin, Larissa Trösch von der Uni Basel (Entwicklungspsychologie) sowie Ulrike Sturm, Präsidentin des Dachverbands Basler Spielgruppen.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

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Informationen zum Artikel

22.10.2012, 06:48 Uhr

Spielgruppen wehren sich gegen Lehrauftrag zum Nulltarif

Text

Text:

  • 21.05.2013 um 14:10
    Unsere Ente des Tages

    Das ist garantiert keine Zeitungsente: Eine Ente hat den Brunnen am Rümelinsplatz zu ihrem persönlichen Swimmingpool umfunktioniert.

  • 16.05.2013 um 15:34
    Jeder Franken zählt

    In der Regel äussern sich Politiker und Experten in endlosen Debatten zum Thema Mindestlohn. Hier erzählen drei Frauen über ihr Leben mit einem Lohn, der nirgends hinreicht.

  • 08.05.2013 um 19:53
    Kein Stress, alles online!

    Ein Online-Programm soll schwangere Frauen, wenn sie vorzeitige Wehen bekommen, beruhigen. Damit will das Unispital Basel das Risiko von Frühgeburten mindern.

  • 16.05.2013 um 22:59
    Absolut
    Zum Artikel: Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

    Lieber Fritz Hochhuth Nach 14 Stunden am Computer sitzen schaffe ich es kaum mehr, so viele Buchstaben zu lesen. Aber ich habe es doch getan, weil uns doch die Chefs und andere kompetente Leute immer sagen, wie wichtig die Hege und Pflege unserer Comm...

  • 15.04.2013 um 23:11
    merkwürdiges Rechtsverständnis
    Zum Artikel: Keine freie Betten für die englischen Fussballfans

    @fm70: Ich glaube nicht, dass ich ein merkwürdiges Rechtsverständnis habe. Aber aufgrund seltsamer Artikel wie des Wegweisugsartikels kann es durchaus vorkommen, dass in der Öffentlichkeit schlafende Personen von Polizeipatrouillen mehr oder weniger un...

  • 15.04.2013 um 17:41
    Zürich hilft…
    Zum Artikel: Keine freie Betten für die englischen Fussballfans

    @othmar.buchs Zürich würde vielleicht schon helfen, wenn es könnte. Aber offenbar ist auch Zürich ziemlich ausgebucht, weil viele Gäste und Angestellte der Baselworld in Zürich übernachten. Ist ja für die weitgereisten Menschen auch nur ein Vorort von ...

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