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TagesWoche

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So, 26.05.2013

Wochenstopp 

19.10.2012, 00:01 Uhr

80 Minuten, 147 Rapper, 1 City, 1 Song

19.10.2012, 00:01 Uhr

Am Samstag feiert der 80-minütige Monster-Track Premiere: 147 Basler Rapper haben daran mitgewirkt. Von Tara Hill

zVg: Buntes Basler-Rap-Potpourri: Ein kleiner Ausschnitt der «1 City 1 Song»-Teilnehmer.

Buntes Basler-Rap-Potpourri: Ein kleiner Ausschnitt der «1 City 1 Song»-Teilnehmer. (Bild: zVg)

Nein, als sein Lebenswerk soll man das Mega-Projekt «1 City 1 Song» nicht ­bezeichnen, wenn es nach Black Tiger geht: «Bloss nicht», betont das Basler Rap-Urgestein sogar: «Es haben Hunderte von Leuten mitgewirkt – und jeder einzelne hat dazu beigetragen, dass dieses einmalige Ereignis Realität wird.»

Doch ganz besonders, so viel darf man getrost bemerken, ist es das Verdienst des ersten Basler Dialektrappers, dass «1 City 1 Song» tatsächlich zustande gekommen ist. Denn er, der in der Szene immer schon als «Integrator», als Bindeglied zersplitterter oder verfeindeter Fraktionen galt, hat dem Projekt fast zwei Jahre seines Lebens gewidmet.

«Wir haben geschafft, was bis vor Kurzem niemand für möglich gehalten hätte», freut sich Urs Baur alias Black Tiger nun: «Nämlich, die ganze Rap-Region auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören. Für mich ist es ein wunderbares Gefühl, dass mein Glaube an das Projekt und mein Vertrauen in die Szene gerechtfertigt waren – und besonders natürlich, dass das Resultat Hand und Fuss hat: Es ist mehr als die Summe seiner Teile geworden.»

Schon die Eckdaten von «1 City 1 Song» klingen beeindruckend: 147 Rapper, zwischen 15 und 44 Jahre alt, von alten Hasen wie Luana und Skelt! über nationale Berühmtheiten wie Brandhärd oder Pyro bis zu Newcomern wie Kush Karisma oder Trace, haben sich am 80-minütigen Monster-Track beteiligt. Darin finden sich 32 Beats zwischen Funk, Reggae und Synthie-Sounds, gebastelt von insgesamt elf Produzenten. Gerappt wird in acht Sprachen (von Schweizerdeutsch über Englisch bis Türkisch), was pro MC jeweils knappe eineinhalb Minuten ergibt.

DRS 3 verzichtet sogar auf die «heiligen» 9-Uhr-Nachrichten

Nur Refrain gibt es keinen – bewusst, wie Black Tiger erklärt: «Wir haben zugunsten der Vielfältigkeit der Szene auf eine gemeinsame Botschaft verzichtet – denn der Track selbst ist die Botschaft.» So habe «1 City 1 Song» mehr den Charakter eines Mixtapes, wobei die Kürze der einzelnen Darbietungen das Ergebnis kurzweilig mache: «Gefällt einem ein Beitrag nicht, kommt schon der Nächste. Das passt irgendwie auch perfekt zu unserer Ära des Zappens.»

Auch die Präsentation des Projekts fällt zeitgemäss aus: Die Premiere gibt es am Freitagabend ab 20 Uhr im Black Music Special auf DRS 3 zu hören, das für den Song sogar auf die sonst heiligen 9-Uhr-Nachrichten verzichtet. Danach wird der Monster-Track gleich gratis zum Download angeboten. Live-Premiere ist dann tags darauf in der Reithalle der Kaserne. Jeder, der Musik liebt, sich einen Überblick über die Szene verschaffen oder auch einfach ein Zeichen der Zusammengehörigkeit setzen will, ist laut Black Tiger herzlich eingeladen. Denn: «Ein solches Mega-Projekt wird es so schnell nicht mehr geben.»

  • Kaserne, Basel. Samstag, 20. Oktober, 21 Uhr: Vorverkauf benutzen!

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. geiles Teil ...

    von Inaktiver Nutzer um 20.10.2012 um 20:06Uhr

    thanks to all. Especially to Black Tiger, who made it possible.
    Direktlink zum Kommentar

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Informationen zum Artikel

19.10.2012, 00:01 Uhr

80 Minuten, 147 Rapper, 1 City, 1 Song

Text

Text:

  • 23.05.2013 um 16:59
    Die letzte Bastion der Basisdemokratie: Ein Basler Eigenbräu

    Zum 20. Geburtstag ihres «Permanenten Provisoriums» freuen sich die Mieter des Werkraums Warteck wieder auf bewegtere Zeiten.

  • 16.05.2013 um 16:55
    Kultwerk #80: The Great Gatsby

    Mit seinem Kultroman setzte F. Scott Fitzgerald den «Roaring Twenties» ein bis heute unvergessliches Denkmal – allerdings kein schmeichelhaftes.

  • 11.05.2013 um 17:37
    Die Kindheit, ein glitzernder Scherbenhaufen

    Vier Schauspieler machen sich auf die Suche nach ihren Ursprüngen – und finden Vieles, aber keine Unschuld: Marcel Schwalds Theaterperformance «Enfants terribles» wirft bei der Basler Premiere in der Kaserne einen erfrischend ungeschönten Blick auf die Kindheit.

  • 15.03.2013 um 12:46
    @Walter Meier
    Zum Artikel: Vom Narziss zum Goldmund: Die Renaissance des Schweizer Rap

    Schon erstaunlich, wie sehr sich manche Mitglieder der Szene angegriffen fühlen, wenn man konstatiert, dass die Phase, wo sich Hip-Hop (zunächst) als Trend und (dann) dominierende Subkultur etablierte, vorbei ist, und Rap wieder vermehrt aus dem Unterg...

  • 28.01.2013 um 21:54
    Zum Abschluss
    Zum Artikel: Morgengrauen: Nüblings virtuose Verstörung

    Christian, ich glaube grundsätzlich sind wir nicht so weit voneinander entfernt in unseren Haltungen. Mich stört wie gesagt nicht, dass solche Themen aufgegriffen und inszeniert werden, sondern «wie», nämlich sehr explizit und in einer teils filmisch...

  • 28.01.2013 um 20:06
    Ganz normal und realistisch? (Achtung, Spoiler!)
    Zum Artikel: Morgengrauen: Nüblings virtuose Verstörung

    Danke für die Ausführungen und die weiteren Wortmeldungen! Ich bin keineswegs der Meinung dass die theaterpädagogische Jugendarbeit keine Grenzen hat, und ich will auch keinesfalls alle Theaterpädagogen über einen Kamm scheren – nur frage ich mich, w...

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