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Sa, 18.05.2013

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Rotblaulive.ch: Alles zur Saison des FC Basel: Berichte, Tabellen, Tweets, Videos, Statistiken und Spielszenenanalyse.

Kommentar 

15.10.2012, 22:12 Uhr

Und keiner versteht es

15.10.2012, 22:12 Uhr

Der FC Basel behält die Gründe für die Entlassung von Heiko Vogel für sich. Das mag als guter Stil durchgehen, verunmöglicht es aber Aussenstehenden, den Trainerwechsel zu begreifen. Das wiederum macht den Einstieg für Vogels Nachfolger Murat Yakin nicht einfacher. Ein Kommentar von Florian Raz

Keystone/Georgios Kefalas: Da hatten sie noch unterschiedliche Arbeitgeber: Heiko Vogel (l.) und Murat Yakin, damals noch Luzern-Trainer. Seit Montag erhalten beide ihr Geld vom FC Basel.

Da hatten sie noch unterschiedliche Arbeitgeber: Heiko Vogel (l.) und Murat Yakin, damals noch Luzern-Trainer. Seit Montag erhalten beide ihr Geld vom FC Basel. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

Florian Raz Florian Raz

Der FC Basel entlässt seinen Trainer. Und keiner ausserhalb des Vereins versteht so richtig, weshalb. Auch, weil die Clubexponenten nicht preisgeben, was genau sie zu ihrer Entscheidung bewogen hat. Präsident Bernhard Heusler hätte sich das Leben einfacher machen können, wenn er Fakten auf den Tisch gelegt hätte. Wenn er klipp und klar jene Positionen aufgezählt hätte, in denen Trainer und Vorstand das Heu nicht mehr auf der gleichen Bühne hatten.

Dass die Clubführung darauf verzichtet hat, vorhandene Differenzen in der Öffentlichkeit auszubreiten, mag ihr als guter Stil angerechnet werden. Sie muss nun aber auch aushalten, dass sie das Unverständnis dieser Öffentlichkeit mit voller Wucht treffen wird. Denn Heiko Vogel war mit seiner hemdsärmligen, authentischen Art unter den Fans beliebt – auch wenn die Auftritte des FCB in dieser Saison zu wünschen übrig gelassen hatten.

Die vage Erklärung, «die Tendenz» bei der Entwicklung der Mannschaft habe gegen den Trainer gesprochen, lässt die wichtigste Frage offen: Warum hat Vogel nicht jene Zeit erhalten, die doch auch der Vorstand stets für den Aufbau eines neuen Teams nach dem Umbruch im Sommer reklamiert hatte?

Der Vorstand muss sich seiner Sache sehr sicher sein

Positiv gewendet, kann der Entscheid des FCB als mutig bezeichnet werden. Einen Meister-Trainer ohne Vorwarnung zu entlassen, ohne gegen aussen sichtbare Not – das spricht dafür, dass sich der Vorstand seiner Sache sehr sicher sein muss.

Für Murat Yakin aber ist es ein denkbar ungünstiger Einstieg bei seinem ehemaligen Club, zu dem er immer als Chefcoach hatte zurückkehren wollen. Nachfolger eines beliebten Trainers zu werden, der entlassen wurde, ohne dass die Gründe auf den Tisch gelegt werden – es gibt angenehmere Arten, einen neue Stelle anzutreten.

Kommt dazu, dass Yakin in Basel die Gemüter schon immer gespalten hat. Mit viel Startbonus bei den Fans darf er also nicht rechnen. Auch wenn ihm nach den Resultaten an seinen bisherigen Trainerstationen zugetraut werden kann, dass er das taktische Rüstzeug hat, um einen Club wie den FCB zu trainieren.

Doch in der jetzigen Situation helfen ihm und dem Vorstand nur gute Resultate – und zwar möglichst schnell. Sonst droht der Winter für Basler Verhältnisse ungewohnt kalt zu werden.

  1. Wenn der Trainer...

    von Marianne Känzig am 15.10.2012 um 22:55Uhr

    Vielleicht ist es ja ganz einfach so, dass ein wirklich guter Trainer einer zur Zeit nicht ganz so toppen Mannschaft in der Sonne steht. Also gleicht man ganz einfach das Niveau von oben nach unten an.
    Und schon sind wieder alle ganz zufrieden.
    Mir persönlich hat es schon gefallen, dass der FCB wieder zu einer Mannschaft geworden ist, die auch ab und zu verliert. Ich hätte mich fast erwärmen können. Aber jetzt ist das ganz blitzartig wieder vorbei gegangen.
    Meine besten Wünsche an Heiko Vogel.

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  2. Erklärung nicht nötig?

    von Fritz Hochhuth am 15.10.2012 um 23:47Uhr

    Dass der Vorstand die Gründe für Vogels überraschende Entlassung nicht weiter erläutert, sehe ich nicht als Anzeichen für "guten Stil". Da staune ich über Ihre Bewertung, Herr Raz, denn ganz im Gegenteil: Ich finde diese "Diskretion" Heuslers kommt überheblich rüber. Ein Verein mit so vielen Fans, die mit Herzblut jeden Schritt im Club mitverfolgen, ist seinen Anhängern doch Informationen und Transparenz schuldig...
    Aber jetzt, in dieser völlig überraschenden Situation, wo sich zwei Drittel der Fans und vermutlich auch die ganze Mannschaft fassungslos an den Kopf greifen, hat es der eloquente Herr Heusler nicht einmal nötig ein Interview zu geben? Verstehe ich gar nicht und es passt nicht zu seiner smarten, besonnenen und klugen Art. Für mich sieht das nach Arroganz und Kälte aus. Nicht nur Vogel, sondern auch den Fans gegenüber.
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  1. Wenn der Trainer...

    von Marianne Känzig um 15.10.2012 um 22:55Uhr

    Vielleicht ist es ja ganz einfach so, dass ein wirklich guter Trainer einer zur Zeit nicht ganz so toppen Mannschaft in der Sonne steht. Also gleicht man ganz einfach das Niveau von oben nach unten an.
    Und schon sind wieder alle ganz zufrieden.
    Mir persönlich hat es schon gefallen, dass der FCB wieder zu einer Mannschaft geworden ist, die auch ab und zu verliert. Ich hätte mich fast erwärmen können. Aber jetzt ist das ganz blitzartig wieder vorbei gegangen.
    Meine besten Wünsche an Heiko Vogel.

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  2. Erklärung nicht nötig?

    von Fritz Hochhuth um 15.10.2012 um 23:47Uhr

    Dass der Vorstand die Gründe für Vogels überraschende Entlassung nicht weiter erläutert, sehe ich nicht als Anzeichen für "guten Stil". Da staune ich über Ihre Bewertung, Herr Raz, denn ganz im Gegenteil: Ich finde diese "Diskretion" Heuslers kommt überheblich rüber. Ein Verein mit so vielen Fans, die mit Herzblut jeden Schritt im Club mitverfolgen, ist seinen Anhängern doch Informationen und Transparenz schuldig...
    Aber jetzt, in dieser völlig überraschenden Situation, wo sich zwei Drittel der Fans und vermutlich auch die ganze Mannschaft fassungslos an den Kopf greifen, hat es der eloquente Herr Heusler nicht einmal nötig ein Interview zu geben? Verstehe ich gar nicht und es passt nicht zu seiner smarten, besonnenen und klugen Art. Für mich sieht das nach Arroganz und Kälte aus. Nicht nur Vogel, sondern auch den Fans gegenüber.
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  3. Nicht die feine Art

    von Fredy Born um 16.10.2012 um 07:39Uhr

    So wie die Clubleitung in diesem Fall vorgegangen ist, muss sie sich nicht wundern, dass viele diesen Entscheid nicht nachvollziehen können und schon gar nicht mittragen. Es mag ja richtig sein, dass nicht alles für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Aber diese so wie dieses "Geschäft" abgewickelt wurde grenzt an Arroganz. Nicht nur auf dem Spielfeld scheint einiges zur Zeit beim FCB nicht zu stimmen, auch der Vorstand macht keine gute Figur, nur da kann man ja nicht den "Trainer auswechseln".
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  4. Und keiner versteht es

    von Phebus um 16.10.2012 um 09:46Uhr

    Das Vorgehen von Bernhard Heusler würde in der Privatindustrie eine Beförderung zum CEO mit sich bringen. In der Tat, knallhart, ohne sentiments, ohne einen Anflug menschlichen Zuges zu 100% der Sache, sprich dem FCB verpflichtet. So gesehen st der Entscheid nachvollziehbar. Durch die stärkste "Objektivbrille" der Welt ist zu bemerken: Entlassung gerechtfertigt!
    Wenn es da eben nicht eine menschliche Seite gäbe, welche Heiko alles Leid dieser Erde ersparen möge. Die Fans vergessen die letzte Meisterfeier niemals.!! Aber wer weiss? Heiko soll sich ruhig bei einem anderen Club ein paar Sporen abbverdienen. Bin überzeugt, dass die Türen beim FCB nicht geschlossen sind für immer. Jedenfalls sind sie es bei den Fans nicht, und von denen gibt es immerhin einige Tausend.
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Informationen zum Artikel

15.10.2012, 22:12 Uhr

Und keiner versteht es

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Text:

  • 18.05.2013 um 00:01
    Der Chef und sein Zuträger

    Der eine sorgt mit schnellem Antritt für Aufsehen und geht mit Torchancen bisweilen etwas gar verschwenderisch um. Der andere verrichtet seine Arbeit schon fast still und leise. Mohamed Salah und Mohamed Elneny bestimmen den Puls des FC Basel mit. Im Cupfinal gegen die Grasshoppers wird Salah allerdings gesperrt fehlen.

  • 17.05.2013 um 06:08
    «Jetzt soll mal der Schär hinten bleiben»

    Fabian Frei hat einen Lauf. Beim 2:0 gegen Lausanne schiesst er beide Tore – und am Pfingstmontag dürfte er erstmals in seiner Karriere einen Cupfinal bestreiten.

  • 17.05.2013 um 00:01
    Miezekatzen, Testläufer und ein auf die Probe gestellter Werbespruch

    Fabian Frei und Valentin Stocker erledigten Arbeit und Vorarbeit des Toreschiessens. Andere konnten die Kräfte für den Cupfinal schonen. Die Einzelkritiken zum 2:0 des FC Basel gegen Lausanne.

  • 16.05.2013 um 18:35
    Eishockey
    Zum Artikel: Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

    Lieber Herr Hochhuth, glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass nicht eine halbe lokale Geschichte weniger geschrieben wurde wegen dieses Eishockey-Artikels? Der Text kommt über Agentur, der Dienstchef (der sowieso Dienst schieben muss) hat ihn von d...

  • 13.05.2013 um 18:51
    Das mit der Tribüne
    Zum Artikel: Constantin kehrt mit dem Stahlbesen

    Meist sitzt das von ihnen angesprochene Problem ja nicht auf der Tribüne, sondern dirigiert (das Team) und desavouiert (den Trainer) von seinem Stammplatz neben der Ersatzbank aus.

  • 13.05.2013 um 17:13
    Seldwyla
    Zum Artikel: Das Ende eines Clublokals – Stadt stellt Italiener auf die Strasse

    Weil die Stadt Basel eine leere Immobilie wollte, wird der bisherige Mieter rausgeworfen. Und jetzt sucht die Stadt Basel einen Zwischennutzer, weil sie gerne einen Mieter für ihre leere Immobilie hätte. Warum dreht sich bei mir plötzlich alles im Kopf?

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