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TagesWoche

Tages Woche

Sa, 18.05.2013

Editorial 

12.10.2012, 00:01 Uhr

Grundeinkommen spaltet auch die Linke

12.10.2012, 00:01 Uhr

Lohn ohne Arbeit. Das tönt wie eine Verheissung. Die Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens nennen es eine Utopie. Mit gutem Grund, denn das Modell ist noch nicht ausgereift. Von Urs Buess

Die Initiative «für ein bedingungsloses Grundeinkommen» wurde im April 2012 lanciert und fordert, dass der Bund der ganzen Bevölkerung ein Grundeinkommen garantiert. Dieses soll jedem und jeder Einzelnen ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen. Wie hoch es sein und wie es finanziert werden soll, müssen National- und Ständerat bestimmen.

Kann man eine solche Forderung ernst nehmen? Nein, sagt man da spontan. Es kann doch nicht sein, dass der Staat allen eine Rente fürs Nichtstun auszahlt.


Doch, erwidern andere. Der Staat bemüht sich schon heute mit seinen Sozialleistungen darum, dass möglichst alle eine gesicherte Existenz haben. Gleichzeitig gibt es so viel Arbeit im sozialen, familiären und kreativen Bereich, die nicht entlöhnt wird. Mit etwas finanziellem Mehraufwand liesse sich das Grundeinkommen einführen, und das Problem unbezahlter Arbeit wäre keines mehr.


Das Thema elektrisiert, denn es ist klar, dass die heutige Wirtschaftsordnung ungerecht ist. Die Arbeit ist ungleich verteilt – einige müssen unverhältnismässig viel arbeiten, um ihren Job halten zu können. Andere haben keine Arbeit. Einige verdienen Riesensummen, andere können sich mit dem Entgelt für ihr Chrampfen allenfalls das Nötigste leisten (siehe Seite 25).


Jetzt, nachdem ein Drittel der Sammelfrist für die Unterschriften vergangen ist, nehmen wir das Thema wieder auf. Wir haben mit zwei Persönlichkeiten gesprochen – mit dem Berner Gewerkschafter Corrado Pardini und dem ehemaligen Bundesratssprecher Oswald Sigg. Beide sind gestandene Linke und sich in vielem einig, aber in der Frage des Grundeinkommens überhaupt nicht. Für den einen definiert sich der Mensch über die Arbeit, die gerechter verteilt und entlöhnt werden muss. Der andere glaubt an die Utopie. Darum stört es ihn auch nicht, dass selbst unter den Initianten unklar ist, wie das Grundeinkommen finanziert werden soll – ob mit höherer Mehrwertsteuer oder mit einer Reichtumssteuer.

 

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Informationen zum Artikel

12.10.2012, 00:01 Uhr

Grundeinkommen spaltet auch die Linke

Text

Text:

  • 16.05.2013 um 15:44
    «Das hilft nicht nur der Pharma»

    Die EU stört mit ihrer Forderung nach einer Europa-konformen Unternehmenssteuer den innerschweizerischen Frieden. Die Kantone feilschen um eine gute Position im kommenden eidgenössischen Verteilkampf. Die Basler SP-Finanzdirektorin Eva Herzog mischt ganz vorne mit.

  • 09.05.2013 um 16:45
    TagesWoche vom 10. Mai: Die Themen

    Unterschätzte Hilfe – weltweit schicken Migranten über 500 Milliarden Dollar in ihre Heimat. Die neue Präsidentin der Basler Liberalen, Patricia von Falkenstein, sagt, wie sie ihrer Partei mehr Gehör verschaffen will. Dies und weitere Themen in der TagesWoche vom 10. Mai im Abo oder an Ihrem Kiosk.

  • 08.05.2013 um 18:27
    Eine Reise durch die neuen, globalen Geldflüsse

    Migranten schicken jedes Jahr weit über 500 Milliarden Dollar in ihre Heimat – Tendenz seit dem Jahr 2000 enorm steigend. Diese Gelder übertreffen die Summe der Entwicklungshilfe reicher Länder bei weitem. Die TagesWoche zeigt, wie sich die Geldflüsse verändern.

  • 27.09.2012 um 21:26
    Fonzi trainiert
    Zum Artikel: Fonzi trainiert

    Heute Abend ist der Helikopter schon sehr zielgerichtet geflogen.

  • 20.08.2012 um 16:11
    TagesWoche im Gundeli
    Zum Artikel: «Basel ist ein Paradies – eigentlich»

    Lieber Anton, Du bist ja nicht der einzige, der sich beklagt, weil die TagesWoche-Redaktion nicht ins Quartier – in diesem Fall ins Gundeli – kommt. Eigentlich hätten wir uns gern mal auf dem Tellplatz gezeigt, mussten uns aber auf fünf Standorte b...

  • 19.08.2012 um 21:01
    Versteckt?
    Zum Artikel: Weder Hügel der Reichen noch Luxus-Probleme

    Lieber Herr oder Frau Misch Masch, Das einzig Versteckte hier sind Sie hinter Ihrem Pseudonym. Wir nutzen das Angebot des Kaffeemobils, zahlen für die Dienstleistung und erleben bei unseren Quartier-Halten immer wieder, wie der freundliche Service un...

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