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TagesWoche

Tages Woche

Mi, 19.06.2013

fyrimmerjung 

13.10.2012, 12:45 Uhr

Buntes Pop-Potpourri zum Siebzigsten

13.10.2012, 12:45 Uhr

Vom Sinatra-Cover bis zur Casting-Showeinlage: Mit einer bunten Pop-Zeitreise feiert die Basler Freizeitaktion im Basler Schauspielhaus ihren 70. Geburtstag. Von Dominique Spirgi

Das Moderatorenduo in Frack und Zylinder: Philippe Graff und Vera von Gunten

Das Moderatorenduo in Frack und Zylinder: Philippe Graff und Vera von Gunten (Bild: Alex Preobrajenski)

Die Popveratanen von The Contdowns mit einem Beatles-Medley

Die Popveratanen von The Contdowns mit einem Beatles-Medley (Bild: Alex Preobrajenski)

Fast wie Jimmi Hendrix selig: More Experience

Fast wie Jimmi Hendrix selig: More Experience (Bild: Alex Preobrajenski)

Marcel Aebi von More Experience überzeugte mit «Hey Joe»

Marcel Aebi von More Experience überzeugte mit «Hey Joe» (Bild: Alex Preobrajenski)

(Bild: Alex Preobrajenski)

(Bild: Alex Preobrajenski)

(Bild: Alex Preobrajenski)

(Bild: Alex Preobrajenski)

(Bild: Alex Preobrajenski)

(Bild: Alex Preobrajenski)

(Bild: Alex Preobrajenski)

(Bild: Alex Preobrajenski)

(Bild: Alex Preobrajenski)

(Bild: Alex Preobrajenski)

(Bild: Alex Preobrajenski)

Der Abend hat etwas seltsam Abgehobenes und Entrücktes. Aus dem Gründungszeit der Basler Freizeitaktion (BFA), dem Kriegsjahr 1942, war zwar ganz bestimmt niemand anwesend. Aber das Publikum bei der Jubiläumsshow der Organisation, die sich neu Jugendarbeit Basel nennt, bestand zum grössten Teil aus Menschen, die sicherlich seit Jahren oder gar Jahrzehnten kein Jugendhaus mehr betreten haben dürften. Es waren vielleicht solche Leute, die vor 70 Jahren beschlossen hätten, eine Organisation ins Leben zu rufen mit dem Ziel, die Jugendlichen von der Strasse wegzuholen. Nun also sassen diese Menschen im Schauspielhaus, um sich das Programm zu Gemüte zu führen, das zu einem wesentlichen Teil ebenfalls wenig mit der BFA- oder Jugendarbeits-Kundschaft von heute zu tun hatte. Ein Publikum, das sich vom gut aufgelegten Moderatorenduo im Frack und Zylinder (Philippe Graff und Vera von Gunten) spielend dazu bewegen liess, beim Lied vom «Anggewegglimaitli» mitzusingen.

Das muss zusammen mit «Vogellisi» oder «Hoch auf dem gelben Wagen» wohl die Musik gewesen sein, die die Welt der Jugendlichen zur Gründungszeit der BFA bestimmt hatte. So zumindest in der Vorstellung der Verfasser der Jubiläumsshow und des Regisseurs Tom Ryser. Erst in den späteren 1950er-Jahren – so erzählt der Abend – vermochte plötzlich Musik aus den fernen USA die von der damaligen Elterngeneration aufgebauten moralischen Abgrenzungen zu durchbrechen. Im Schauspielhaus umgesetzt wurde dies mit dem Auftritt von Frank Sinatra in der Person des beinahe schon legendären Basler Sängers Buzz Bennett, der in den frühen 1960er-Jahren mit seinem Orchester nicht nur in Basel zum Tanz aufgespielt hatte. Hier nun trat er alleine auf und gab mit viel Gefühl, Schmelz und Tonbandbegleitung zwei der grossen Sinatra-Klassiker zum besten.

Musikalische Zeitreise

Bennetts Auftritt war Auftakt zu einer musikalischen Zeitreise durch die verschiedenen Musikkulturen von den 1950er-Jahren bis heute, die im schnellen Wechsel auf zwei einander gegenüberliegenden Bühne live dargeboten wurde. Die 1960er wurden verkörpert von der Popveteranencombo mit dem Namen The Countdowns – ja, so hiessen die Bands damals – mit einem eingängigen Beatles-Medley. Die 1970er wurden vertreten von der Jimi Hendrix-Coverband More Experience (mit «Hey Joe») sowie den Circus-Veteranen Roli Frei und Stephan Ammann mit dem Dylan-Cover «Forever Young», der dem Titel des Abends «fyrimmerjung» Pate gestanden hatte.

Die beiden letzteren Auftritte gehörten zu den musikalischen Höhepunkten des Abends. Dies lag zum einen daran, dass diese älteren Herren wirklich noch einiges draufhaben. Auf der anderen Seite vermochten die Auftritte der restlichen Musikerinnen und Musiker zum Teil weniger zu überzeugen. So schweiften Daylight Robbery, die eigentlich den Punk vertreten sollten, etwas gar sehr in die Gefilde des Progressive Rock ab, und der Basler Hip-Hop-Veteran Black Tiger legte einen merkwürdig unterspannten Auftritt hin, der mehr an Poetry Slam als an Rap erinnerte. Die Singer-Songwritherin Bettina Schelker und das Indie-Trio Popmonster liessen sich ebenso wie der Auftritt von Useless Beauties (mit einem Ausschnitt aus dem Jugendtheaterprojekt «Nellie Goodbye») nur schwer in die Pop-Zeitreise einordnen.

Rührender Schlusspunkt

Die Jugend von heute kam in der BFA-Jubiläumsshow nur am Rande vor. Etwa mit dem kurzen Auftritt der Hip-Hop-Tanzgruppe LoMo Dance Act und mit dem erst 13-jährigen Gesangstalent Wesline Mbeheu, die den Schlusspunkt des anderthalb Stunden kurzen Abends setzte. Mbeheu vermochte mit ihrer ausdrucksstarken Interpretation von Adeles «Someone Like You» das Publikum sichtlich zu berühren. Gut möglich, dass man dieser eindrücklichen Stimme bald mal in einer TV-Casting-Show wiederbegegnen wird.

  1. Ein lustiger Abend, obwohl ...

    von PWD am 14.10.2012 um 16:47Uhr

    der erste Auftritt vollends in die Hose ging. Der Sänger stolperte vom Licht geblendet über sitzendes Publikum und stürzte. Man musste ihn auf die Bühne begleiten, wo er tapfer seine zwei Frank Sinatra Interpretationen sang. nachher schleppte er sich gequält von der Bühne. Mit einem lädierten Bein verschwand er hinter dem Vorhang. Schade fand ich auch, dass "More Experience" nur ein Lied zum Besten geben durfte, auch wenn sie als "probably best Jimi Hendrix cover band" von der Bühne verabschiedet wurden. Ich hätte gerne mehr von "More Experience" gehört.

    Dafür habe ich alte Bekannt getroffen, was mich erfreute und alte Zeiten und Erinnerungen wieder erweckte ..... Greeeeetz to Basel
    Direktlink zum Kommentar

  1. Ein lustiger Abend, obwohl ...

    von PWD um 14.10.2012 um 16:47Uhr

    der erste Auftritt vollends in die Hose ging. Der Sänger stolperte vom Licht geblendet über sitzendes Publikum und stürzte. Man musste ihn auf die Bühne begleiten, wo er tapfer seine zwei Frank Sinatra Interpretationen sang. nachher schleppte er sich gequält von der Bühne. Mit einem lädierten Bein verschwand er hinter dem Vorhang. Schade fand ich auch, dass "More Experience" nur ein Lied zum Besten geben durfte, auch wenn sie als "probably best Jimi Hendrix cover band" von der Bühne verabschiedet wurden. Ich hätte gerne mehr von "More Experience" gehört.

    Dafür habe ich alte Bekannt getroffen, was mich erfreute und alte Zeiten und Erinnerungen wieder erweckte ..... Greeeeetz to Basel
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Informationen zum Artikel

13.10.2012, 12:45 Uhr

Buntes Pop-Potpourri zum Siebzigsten

Text

Text:

  • 19.06.2013 um 16:13
    Von Kompetenzzentren und Leuchtkäfern

    Lange musste man auf das neue Baselbieter Kulturleitbild warten, jetzt wurde es in Liestal vorgestellt: Aufregende Neuigkeiten enthält das 56-seitige Papier erwartungsgemäss keine, vielmehr eröffnet das Leitbild einen pragmatischen und zuweilen auch wohltuend (selbst-)kritischen Blick auf eine Kulturlandschaft, die an den Kantonsgrenzen nicht aufhört.

  • 13.06.2013 um 14:11
    Gefordert: Kuno Schaub

    Kuno Schaub baut ein historisches Jagdflugzeug nach. Am Oskar Bider Fest in Langenbruck wird der Stand seiner Arbeit zu sehen sein.

  • 13.06.2013 um 12:00
    «Wir werden den Turm verhindern»

    Über das Neubauprojekt des Klinikums 2 des Universitätsspitals Basel ist ein heftiger Streit entbrannt. Der Heimatschutz ist zum Kampf bereit, im Grossen Rat dürfte die Frage der städtebaulichen Verträglichkeit noch viel zu reden geben – und die Jury liefert die Gegenargumente gleich selber.

  • 12.06.2013 um 15:23
    S isch halt ...
    Zum Artikel: Aufpassen wie ein Heftlimacher

    ... will dr Dani Winter, dr neu Oberheftlimacher vo dr Daageswuche, us Büüsinge (Dasch e Stiggli Ditschland bi Schaffhuuse) kunnt und me dört, wie me waiss, kai «Ä» ka usschpräche.

  • 10.06.2013 um 21:38
    Wenn es nach meiner ...
    Zum Artikel: Überhaupt nicht wie aus einem Guss

    Tochter (10 Jahre) gegagen wäre, wären wir mit ca. fünf Ankäufen aus der Liste gegangen.

  • 07.06.2013 um 09:31
    Notausgänge
    Zum Artikel: In der Hitze der Zwischenwelt

    Ja es gibt Notausgänge. Während des Rundgangs wird sogar darauf hingewiesen.

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