Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Mi, 19.06.2013

Plakat-Ausstellung 

18.10.2012, 10:07 Uhr

Mermet? Ah, der Nashorn-Zeichner!

18.10.2012, 10:07 Uhr

Seine Plakate gehören zu Basels Stadtbild wie das Münster und der Rhein. Doch die wenigsten wissen, wer den BVBär und das National-Versicherungs-Nashorn gezeichnet hat. Jetzt zeigt der Grafiker Louis Mermet sein Werk in der Galerie am Spalenberg. Von Martina Rutschmann

Grafiker Louis Mermet vor einem Plakat, das er für die Polizei gemacht hat.

Grafiker Louis Mermet vor einem Plakat, das er für die Polizei gemacht hat. (Bild: Nils Fisch)

In der Galerie am Spalenberg hängen bis am 27. Oktober Original-Werbe-Plakate des Grafikers.

In der Galerie am Spalenberg hängen bis am 27. Oktober Original-Werbe-Plakate des Grafikers. (Bild: Nils Fisch)

Dieses Plakat für ein Schmuckgeschäft entstand 1967.

Dieses Plakat für ein Schmuckgeschäft entstand 1967. (Bild: Nils Fisch)

Vorsicht, Taschendiebe!

Vorsicht, Taschendiebe! (Bild: Nils Fisch)

Auch mit wenigen Worten lässt sich gut werben, wie dieses Plakat für ein Schugeschäft zeigt.

Auch mit wenigen Worten lässt sich gut werben, wie dieses Plakat für ein Schugeschäft zeigt. (Bild: Nils Fisch)

Bis auf die gelben Augen der Katze auf dem Velo ist das ganze Plakat schwarz, darüber steht in weisser Schrift: «Nie ohne Licht.» Womit alles gesagt wäre. Dann: Eine Jackentasche, eine Hand. Die Hand zieht das Portemonnaie aus der Tasche. Darunter die Warnung: «Vorsicht Taschendiebe!» Eine Schnecke mit dem Tempo-30-Zeichen auf dem Häuschen, «langsam, aber sicher». Und das Nashorn der National Versicherung, in allen Variationen, mit Schneemann, beim Eishockeyspielen, den Handstand machend.

Diese und etliche weitere Plakate gehören seit 1967 zum Stadtbild. Selbst bei älteren Bewohnerinnen und Bewohner wecken die Zeichnungen des Grafikers Louis Mermet (73) Kindheitserinnerungen. «Mermet? Ist das nicht ein Türke?», fragte mal ein Gast des «Manger & Boire» – und ahnte nicht, wen er das fragt. Louis Mermet, einen Basler mit französischen Wurzeln, der sich stets im Hintergrund aufhält, kein Aufsehen erregt durch seine Person, gemütlich sein Bier trinkt in der «Harmonie» und anderswo. Das Aufsehen erledigen seine Plakate für ihn, allesamt sind sie seiner Fantasie entsprungen, ohne konkrete Vorgaben der Auftraggeber.

Ei love you

Der Galerist Werner Röthlisberger stellt das Werk des Grafikers nun in der Galerie am Spalenberg aus. Und das will etwas heissen, bevorzugt der Galerist sonst eher Picasso und Braque, von Ersterem besitzt er gar eine grosse Original-Plakat-Sammlung. Doch Mermet überzeugt ihn genauso wie die Meister der Kunst. «Seine Plakate sind nicht nur grafisch, sondern auch künstlerisch wertvoll», sagt Röthlisberger. Wichtig sei auch, dass es sich ausschliesslich um Original-Lithographien handle. Will heissen: Der Grafiker selbst war allein am Werk – von der Idee bis zum fertigen Plakat. Kein Dreinschwatzen von anderen, alles Mermet.

Doch eine Frage bleibt: Wie war das damals mit dem Nashorn? «Der Werbeleiter der Versicherung wünschte sich ein Nashorn. Also habe ich ein Nashorn gezeichnet.» Louis Mermet ist kein Mann der grossen Worte, eher ein Mann der Taten. Wenn er am Ostersonntag erwacht und merkt: «Mist, ich habe kein Geschenk für meine Frau», nimmt er ein Ei aus dem Kühlschrank und schreibt «Ei love you» drauf. Und wenn eine Firma ein Plakat will, zeichnet er eben eins.

Sax mit Blumen

«Die Ideen kommen mir oft nachts», sagt er. Am nächsten Tag werden sie dann umgesetzt, täglich mindestens eine Zeichnung, heute noch. Das war auch beim BVBär so und bei der Uhr des Meyer-Geschäfts, dessen Y im Namen als Zeiger dient. Einfach – doch zuerst muss man auf die Idee kommen. Mermets Lieblingsplakat sind gezeichnete Köpfe mit verschiedenen Frisuren. Eine Coiffeur-Werbung. «Gspunne», wie er sagt. Auf dem neusten Werk ragt eine Blume aus einem Saxophon heraus. «Sax mit Blumen» – na logisch. Bloss etwas fehlt auf diesem Plakat: Da steht kein Name eines Blumengeschäfts. «Ich hab es noch nicht verkauft, mal sehen, vielleicht möchte es ja jemand...», sagt Mermet. Zündet sich eine Zigarette an. Und lächelt in sich hinein.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

Kommentieren

Informationen zum Artikel

18.10.2012, 10:07 Uhr

Mermet? Ah, der Nashorn-Zeichner!

Text

Text:

  • 16.06.2013 um 17:03
    «Vor der Räumung herrschte Kaiseraugst-Stimmung»

    BastA!-Grossrat Urs Müller hat die Räumung des Gezi-Parks beobachtet. Er bestätigt Medienberichte, wonach die Demonstranten friedlich waren und die Polizei brutal. Die Basler Delegation musste den Stadtteil verlassen, weil es heute noch gefährlicher werden könnte.

  • 16.06.2013 um 10:10
    «Wichtig ist, dass wir überhaupt etwas tun»

    Die malische Armee misshandelt Kinder in Kriegsgefangenschaft, zeigt eine Untersuchung von «Amnesty International». Einer, der sich seit Jahrzehnten für das Land engagiert, ist der Basler Hartmann P. Koechlin.

  • 13.06.2013 um 12:41
    «Hesch gseh, ich bi im Färnseh koh»

    Der lokale TV-Sender Telebasel feiert heute Samstag ­seinen 20. Geburtstag. Zum Erfolg trägt das ­Portemonnaie von uns allen bei.

  • 16.06.2013 um 17:33
    Sehr geehrter Herr Buschweiler
    Zum Artikel: «Vor der Räumung herrschte Kaiseraugst-Stimmung»

    Ich möchte Ihnen sicher nichts unterstellen, hege aber die Vermutung, dass Sie den Artikel nicht aufmerksam gelesen haben. Die Rede ist vom Polizeieinsatz in Istanbul – nicht von jenem auf dem Messeplatz. Urs Müller befindet sich nämlich, wie bereits i...

  • 04.06.2013 um 13:18
    Lieber Marco M II
    Zum Artikel: Das letzte Aufbäumen

    Das zuständige Architekturbüro möchte die neuste Visualisierung des Turms den Medien erst zur Verfügung stellen, wenn das Projekt abgesegnet ist. Hier http://www.morger-dettli.ch/projekte/180 kann man das Modell aber bereits sehen. Herzlich, Martina R...

  • 04.06.2013 um 11:56
    Lieber Marco M
    Zum Artikel: Das letzte Aufbäumen

    Sie haben recht, die Bilder auf der von Ihnen angegebenen Website sind noch aktueller als das Bild, das wir derzeit noch online haben. Wir tauschen es so bald wie möglich gegen die neuere Visualisierung aus. Vielen Dank für den Hinweis, Martina Rutsch...

Aktuell

Hans Jörg Walter: Das BASF-Gebäude an der Klybeckstrasse, hier im schönen Frühling, zur Zeit mit Leck.

Feuerwehreinsatz 

Undichtes Gebinde in Basler Chemiebetrieb – Strassen gesperrt

Auf dem Werkareal Klybeck des Chemiekonzerns BASF in Basel hat ein Mitarbeiter am Mittwoch bei einer Routinekontrolle ein undichtes Gebinde entdeckt, weshalb die Feuerwehr aufgeboten wurde. Um jede Gefährdung auszuschliessen, sperrte die Polizei vorsorglich diverse Strassen in der Umgebung. Von sda. Weiterlesen

Facebook-Gruppe, «Rettet die Kunsti Sissach»: Ohne Eis kein Hockey: In Sissach steht wegen einem Rechtsstreit zwischen Gemeinde und der Baufirma des Dachs auf der Kunsteisbahn die Zukunft des EHC Zunzgen-Sissach auf dem Spiel.

Kunsteisbahn Sissach 

Komitee geht an die Öffentlichkeit

Sie wollen die Kunsteisbahn Sissach retten, doch der Gemeinderat stellt sich quer: Das Komitee «Eis 13/14» beklagt, dass die Gemeinde eine Hinhalte-Taktik fährt und Informationen vorenthält.Von Amir Mustedanagić. Weiterlesen

Keystone: Alte und neue Verbindungen: Jörg Krähenbühl (SVP) und Sabine Pegoraro (FDP) sind zwei wichtige Figuren in der bürgerlichen Allianz. Und neu wird sie Chefin seines Sohnes.
5

Umstrittene Anstellung 

Wie Pegoraros Direktion das Gesetz umgeht

Die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) stellt den Sohn des ehemaligen Baudirektors in einer leitenden Funktion ein – ohne dass die Stelle ausgeschrieben worden wäre. Das entspricht «klar nicht den Absichten» des Gesetzgebers, sagt die Präsidentin der Personalkommission.Von Michael Rockenbach. Weiterlesen5 Kommentare

1