Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

So, 26.05.2013

Gefordert 

12.10.2012, 00:01 Uhr

Michael Fässler ist Mr. Handicap

12.10.2012, 00:01 Uhr (aktualisiert: 11.00 14.10.2012)

Der Baselbieter Michael Fässler ist seit einer Hirnblutung im 17. Lebensjahr behindert. Am Samstag ist er zum Mr. Handicap gewählt worden – daneben hat er noch viele andere Ziele, die er erreichen will. Von Noëmi Kern

Danish Siddiqui: Michael Fässler will der erste Mister Handicap der Schweiz werden.

Michael Fässler will der erste Mister Handicap der Schweiz werden. (Bild: Danish Siddiqui)

Um viertel vor elf am Samstagabend war es soweit: Michael Fässler hat sein Ziel erreicht. Neben Celine van Till amtiert er ein Jahr lang als Mr. Handicap und vertritt die Interessen Behinderter in der Schweizer Öffentlichkeit. Die TagesWoche hat vor der Wahl mit dem Kandidaten gesprochen und sein Leben und seine Ziele erfragt. 

Michael Fässlers Traum war es, Eis­hockeyprofi zu werden. «Schon als ich drei Jahre alt war, wusste ich, dass ich nach ganz oben will», sagt der heute 24-Jäh­rige. Also begann er mit dem Training beim EHC Zunzgen-Sissach und wurde immer besser. Neben dem Sport absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung.

Doch als er 17 Jahre alt war, veränderte sich alles. Michael Fässler erlitt im Training eine Hirnblutung und ist seither linksseitig gelähmt. «Ich habe mich am Anfang oft gefragt, warum das ausgerechnet mir passieren musste.» Doch bald habe er gelernt zu akzeptieren, dass er nicht mehr Eishockey spielen konnte. Geholfen hat ihm dabei, dass er einen neuen Sport für sich entdeckt hat: «In der Rehab gab es jeden Tag eine Stunde Tisch­tennis-Training. Dort machte ich mit», sagt Fässler.

Neue Ziele und Träume

Die Möglichkeit, wieder Sport machen zu können, gab ihm Kraft. «Und auch meine Familie war und ist sehr wichtig für mich.» Mit dieser Unterstützung kämpfte sich der aufgestellte Baselbieter zurück ins Leben. «Am Anfang musste ich wieder alles neu lernen: das Sprechen, das Gehen, alles.» Heute ist er so selbstständig, dass er alleine wohnen kann. Und er hat neue Ziele und Träume.

Am Samstag wird Fässler in Luzern an der Wahl zum Mister Handicap teilnehmen. «Zuerst wollte ich nicht, aber dann wurde mir klar, dass es wichtig ist, dass Leute mit einer Behinderung an die Öffentlichkeit gehen», sagt Fässler. «Wenn wir uns verkriechen, bringt das keinem was.» Er will die Leute zum Nachdenken bringen – über sich selbst und über andere. «Denn jeder hat seine Behinderungen, seine Schwächen», meint er, «sie sind nur nicht bei allen gleich gut sichtbar.»

Michael Fässler wäre der erste Mister Handicap der Schweiz. Bisher gab es nur eine Miss-Wahl. Was winkt bei einem Sieg? «Die Mister-Handicap-Wahl ist finanziell nicht so lukrativ, es geht mehr darum, sich als Botschafter für Integration und Gleichstellung von Menschen mit Behinderung einzusetzen.» Das findet Fässler gut. «Aber der Gewinner hat einen ziemlich vollen Terminkalender in den ersten zwei Wochen.» So oder so: Langweilig wird es Fässler nicht. Sein nächstes Ziel ist die Teilnahme an den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro.

  • Er hat's geschafft: Michael Fässler ist Mr. Handicap 2013
  • Michael Fässler war am 11. Oktober Gast an der Telebar auf «Telebasel».
  1. Gratuliere!

    von René Reinhard am 14.10.2012 um 19:20Uhr

    Nicht für den Titel "Mr. Handicap", das zwar auch ein bisschen, vor allem aber für Ihre Leistung, nicht aufgegeben und sich "ins Leben" zurück gekämpft zu haben!
    MfG
    Direktlink zum Kommentar

  1. Gratuliere!

    von René Reinhard um 14.10.2012 um 19:20Uhr

    Nicht für den Titel "Mr. Handicap", das zwar auch ein bisschen, vor allem aber für Ihre Leistung, nicht aufgegeben und sich "ins Leben" zurück gekämpft zu haben!
    MfG
    Direktlink zum Kommentar

Kommentieren

Informationen zum Artikel

12.10.2012, 00:01 Uhr

Michael Fässler ist Mr. Handicap

Text

Text:

  • 31.12.2012 um 15:56
    «Ein bisschen klöpfen muss es schon»

    «The same procedure as every year» fordert nicht nur die alte Miss Sopie von ihrem Butler James im Sketch «Dinner for one». Auch wir haben alle unsere jahrelangen Silvesterbräuche und -rituale. Das zeigt ein Besuch im Zauberlädeli.

  • 24.12.2012 um 15:00
    Machs doch selber!

    Die Kreativ-Abteilung der TagesWoche ist auch am Heiligabend aktiv. Hans-Jörg «Fonzi» Walter hat Geschenkpapier designt. Verwenden kann es jeder, der einen Drucker zur Verfügung hat.

  • 21.12.2012 um 20:19
    O du fröhliche Heilsarmee

    Die Heilsarmee ist wieder unterwegs. Anders als ihre Berner ESC-Kollegen haben die Basler weniger Hürden zu überwinden, damit sie singen dürfen.

  • 16.08.2012 um 09:26
    Korrektur
    Zum Artikel: Andere Uni, andere Sitten

    Liebe Frau Bockemühl, ihr Kommentar hat mich auf einen Fehler im Text aufmerksam gemacht: Es handelt sich um eine Zunahme der Möbilität um durchschnttlich 1,4 Prozent pro Jahr seit 2005. Viel ist das freilich auch dann nicht... Selbstverständli...

  • 03.08.2012 um 09:49
    Kein Velofahrerbashing
    Zum Artikel: Ein Schild für die Katz

    Guten Tag Herr Boesiger, um Velofahrerbashing geht es der TagesWoche keineswegs. (Ich bin selber Velofahrerin und finde solche Verkehrssituationen lästig.) Es ging uns vor allem darum, einen Augenschein von der Siuation am Blumenrain zu nehmen und die...

Aktuell

: Iyampillai Chandrakumarer und seine Frau Kalpana eröffneten den Kiosk im Tramhäuschen Kannenfeldplatz 2004.
8

Kannenfeldplatz 

BVB kündigen Kioskbetreiber

In jahrelanger Arbeit verwandelte ein Ehepaar eine Bruchbude in einen florierendes Geschäft. Jetzt haben sie von den BVB die Kündigung für ihren Kiosk am Kannenfeldplatz bekommen. Was mit dem denkmalgeschützten Tramhäuschen geschehen soll, ist unklar.Von Yen Duong. Weiterlesen8 Kommentare