Ja
Anita Fetz, Basler SP-Ständerätin
Als vor fünf Jahren die UBS ins Trudeln geriet, hatte sie eine einzige Frau im Verwaltungsrat. Die anderen zehn waren Männer. Unter ihnen SVP-Mann Peter Spuhler, der auch für die bekannten Millionensaläre mitverantwortlich war. Als vor zehn Jahren die Swissair unterging, war das eine Männerveranstaltung.
Männer, die wegen ihrer besonderen Qualifikation in den relevanten Gremien sassen und zum Teil noch sitzen, haben in den letzten fünf Jahren fünf Billionen Dollar vernichtet. Und das, Herr Rizzi, sollen die Besten sein? Dumms Züüg! So viel zu den «Qualifikationen».
Übrigens ist die Schweiz ein Land voller Quoten. Es heisst einfach anders: Proporz. Bankräte von Kantonalbanken beispielsweise werden meist nach Parteiquote gewählt. Ob die männlichen Bankräte alle die Besten sind, lass ich offen.
Auch sonst gibt es die Quote längst. In Schweizer Verwaltungsräten lautet sie im Schnitt: 90% Männeranteil. Unternehmen wollen strategische Ziele erreichen: Die 90% bedeuten, dass Frauen in diesen Strategien nicht vorkommen – oder dass die männerdominierten Unternehmen in diesem Bereich schlicht und einfach versagen. Dieses Marktversagen gehört korrigiert. Wenn nicht mit Quoten, dann mit Taten.

Sympathie für Quoten
von Cornelis Bockemühl am 5.10.2012 um 08:47UhrAuch wenn mir die Argumente von Frau Badran sympathischer sind, und obwohl mir die "Reglementierungs-Gläubigkeit" vieler "Linker" sehr unsympathisch ist - irgendwie scheinen mir Frauenquoten dennoch nicht ganz falsch!
Wir gehen heute ja davon aus, dass wir in einer "Leistungsgesellschaft" leben wo der oder die "Beste" mehr oder weniger automatisch nach oben treibt, quasi wie ein Stück Holz im Wasser. Schaut man aber im realen Leben ohne diesen leicht ideologischen Filter dann sieht man noch sehr viele andere Gründe warum letztlich jemand in einer Führungsposition landet. Viele haben z.B. mit "Seilschaften" zu tun, mit der Art wann und wie jemand seinen Ehrgeiz am rechten Ort zur Geltung bringt, usw. usw.
Kurz: Quoten müssten so gestaltet sein dass sie in all diesen Fällen dem jeweils untervertretenen Geschlecht den Rückenwind verschaffen der manchmal halt ein wenig zu sehr fehlt! Das sind dann in der Regel noch lange keine "Quoten-Dummchen".
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Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt...
von Angelo Rizzi am 5.10.2012 um 10:32UhrWo ist in Sachen Kinderbetreuung der Unterschied zwischen der Frau, die im Supermarkt an der Kasse sitzt und der Karriere-Frau in der Chefetage? Beide verheiratet, beide zu betreuende Kinder, beide Fulltime-Job. Ist es der Unterschied, dass die eine für die Betreuung ihrer Kinder, für Herd, Waschküche und Haushalt in die Firma und zurück rennt und die andere rennen lässt? Frauen die nach oben wollen, sind ja meistens – wie der Artikel in der heutigen TagesWoche „Mütter in der Warteschlaufe“ zeigt - gegenüber einfacheren Jobs - privilegiert. Genügend Einkommen für Kita und Nanny, Privilegien auch in Sachen Freizeit, Ferien, Parkplatz in der Firma, usw. Dieser Artikel wie auch die Beispiele der interviewten Karrierefrauen machen aus meiner Sicht aber auch deutlich, dass es eine Frau nach oben schaffen kann, wenn sie wirklich will. Diese Frauen sind zurecht Stolz auf ihren Erfolg, gerade weil sie es ohne Quote geschafft haben. Und schliesslich geht es ja darum, die Beste oder den Besten für den jeweiligen Job zu finden - und nicht nur darum, einen Sessel zu füllen...
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desperate housewife
von Nicole Rohner am 7.10.2012 um 13:14UhrLieber Quotenfrau in einem spannenden beruflichen Umfeld als gelangweilte Unterforderte, frustrierte Arbeitslose oder verzweifelte Hausfrau.
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Die da oben - wir hier unten
von Thomas Duarte am 8.10.2012 um 23:49UhrFrauenquoten in den ChefInnenetagen? Ich sehe nicht, wie man da dagegen sein könnte. Jedenfalls können die öffentlichen und halböffentlichen Führungsgremien gerne mit gutem Vorbild vorangehen!
Nur etwas fällt mir auf: 78% der erwerbstätigen Männer sind keine Kader und 83.5% der erwerbstätigen Frauen (wenn ich die Statistik richtig lese). Warum jemand keine Kaderfunktion hat, das kann (abgesehen von der Eignung und vom freien Willen) viele Gründe haben, das Geschlecht ist nur einer davon. Andere sind vielleicht eine Behinderung, die Nationalität, die soziale Herkunft, Körpergrösse etc. Es böten sich also noch andere Quoten an.
Auf dem Tageswoche-Cover macht eine junge Frau eine obszöne Geste. Drunter steht: Jetzt sind wir dran! Aber wozu eigentlich müssen wir 78% Nicht-Kader-Männer uns den Stinkefinger zeigen lassen? Wir sind ja alle auch jetzt nicht grade dran... Und stellvertretend für wen ist sie abgebildet? Für die gut zweieinhalb Prozent Frauen, die bei voller Gleichstellung eine Kaderposition ergattern würden?
Das alles sind keine Argumente gegen die Quote, bloss erklärt es vielleicht, warum der eine oder die andere auf die Frage etwas unwirsch reagieren könnte.
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Positive Diskriminierung bedingt immer auch eine negative
von grand_filou am 9.10.2012 um 13:38UhrMal kurz in die Zukunft geschaut. Es sind in den nächsten 2 Jahren 100 Positionen auf dieser Stufe aufgrund von Pensionierung - Entlassung was auch immer zu haben.
Wenn man jetzt eine Frauenquote fordert heisst dies, dass diese 100 Positionen um in etwas das Gleichgewicht zu halten von Frauen besetzt werden müssen oder sagen wir zu 98% von Frauen.
In Anbetracht der Tatsache, dass es tendenziell noch mehr junge Männer gibt, welche dies anstreben müssen diese sich nun um die verbleibenden 2 sitze streiten während sich Frauen auf einen viel grösseren Prozentsatz bewerben dürfen.
Was kann ich als junger Mann dafür, dass Frauen weniger vertreten sind, wieso sollen meine Chancen gemindert werden? Ist das auch Fairness, Gender Equality?
Ich würde sagen eine Frauenquote ist eine indirekte Diskriminierung aller jungen aufstrebenden Männer.
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Sympathie für Quoten
von Cornelis Bockemühl um 5.10.2012 um 08:47UhrAuch wenn mir die Argumente von Frau Badran sympathischer sind, und obwohl mir die "Reglementierungs-Gläubigkeit" vieler "Linker" sehr unsympathisch ist - irgendwie scheinen mir Frauenquoten dennoch nicht ganz falsch!
Wir gehen heute ja davon aus, dass wir in einer "Leistungsgesellschaft" leben wo der oder die "Beste" mehr oder weniger automatisch nach oben treibt, quasi wie ein Stück Holz im Wasser. Schaut man aber im realen Leben ohne diesen leicht ideologischen Filter dann sieht man noch sehr viele andere Gründe warum letztlich jemand in einer Führungsposition landet. Viele haben z.B. mit "Seilschaften" zu tun, mit der Art wann und wie jemand seinen Ehrgeiz am rechten Ort zur Geltung bringt, usw. usw.
Kurz: Quoten müssten so gestaltet sein dass sie in all diesen Fällen dem jeweils untervertretenen Geschlecht den Rückenwind verschaffen der manchmal halt ein wenig zu sehr fehlt! Das sind dann in der Regel noch lange keine "Quoten-Dummchen".
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Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt...
von Angelo Rizzi um 5.10.2012 um 10:32UhrWo ist in Sachen Kinderbetreuung der Unterschied zwischen der Frau, die im Supermarkt an der Kasse sitzt und der Karriere-Frau in der Chefetage? Beide verheiratet, beide zu betreuende Kinder, beide Fulltime-Job. Ist es der Unterschied, dass die eine für die Betreuung ihrer Kinder, für Herd, Waschküche und Haushalt in die Firma und zurück rennt und die andere rennen lässt? Frauen die nach oben wollen, sind ja meistens – wie der Artikel in der heutigen TagesWoche „Mütter in der Warteschlaufe“ zeigt - gegenüber einfacheren Jobs - privilegiert. Genügend Einkommen für Kita und Nanny, Privilegien auch in Sachen Freizeit, Ferien, Parkplatz in der Firma, usw. Dieser Artikel wie auch die Beispiele der interviewten Karrierefrauen machen aus meiner Sicht aber auch deutlich, dass es eine Frau nach oben schaffen kann, wenn sie wirklich will. Diese Frauen sind zurecht Stolz auf ihren Erfolg, gerade weil sie es ohne Quote geschafft haben. Und schliesslich geht es ja darum, die Beste oder den Besten für den jeweiligen Job zu finden - und nicht nur darum, einen Sessel zu füllen...
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Quoten sind Bestandsgrössen. Bestandsgrössen werden nach Wikipedia ...
von Inaktiver Nutzer um 5.10.2012 um 10:58Uhr... "nicht periodenbezogen, sondern zeitpunktbezogen ("Stichtag") berichtet (Angaben über eine Periode werden auch zu einem Zeitpunkt gemacht, insofern auch "zeitpunktbezogen"), z. B. die Mitarbeiteranzahl oder ein Lagerbestand. Bei diesen Größen ist eine Aggregation durch Summation über die Zeit nicht sinnvoll - vielmehr wird als Aggregationsfunktion z. B. der Mittelwert verwendet. Bei Bestandsgrößen wie „Stück im Lager“ ist es nicht sinnvoll, die verfügbare Anzahl Stück im Lager über verschiedene Perioden aufzusummieren, jedoch über die Periode den Durchschnitt, Minimum oder Maximum zu bilden."
So gesehen, sind Quoten altes Denken aus einer alten Zeit.
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???
von Maya Eldorado um 5.10.2012 um 16:13UhrInteressant wäre, hier den Frauen- und Männeranteil der Ja- und Nein-Stimmenden zu wissen.
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Geschlecht und Gesellschaftsprozess
von Alois Karl Hürlimann um 5.10.2012 um 22:06UhrNatürlich kann man mit gesetzlich bestimmten Quoten die Zusammensetzung von Verwaltungsräten verändern - bei Aktiengesellschaften, bei Holdings usw. Ob man für Firmenmanagements oder für Kleinunternehmen mit Quoten weiterkommt, mit "Zielband" oder mit "planbaren Zeitfenstern", ist davon praktischerweise, was die effektive, also gestaltende und bestimmende Handlungsebene in wirtschaftlichen Handlungsräumen betrifft, unberüht, ausser man führe dort auch eine starre und kontrollierbare Geschlechterquote ein.
Man kann die Zusammensetzung von Parlamenten, Regierungen, von Kirchenvorständen oder von Medienredaktionen mit einer geschlechterbestimmten Quote insofern verändern, als es dann von einem bestimmten Zeitpunkt weg, ob das nun richtig (korrekt) tönt oder nicht, Quotenfrauen geben würde, weil die Quote ja Frauenkarrieren in ein bestimmtes Verhältnis zum gesamten Karrierenangebot bringen soll. Die Beispiele für erste Schritte in einer "Zielband"-Quotenregelung, welche Frau Fetz nennt, sind einleuchtend, weil es sich um Einrichtungen handelt, welche dem Staat Regulierungsmöglichkeiten nach heutiger Gesetzgebung einräumen. Diesbezüglich können Quoten Sinn machen.
Allerdings beginnt für mich die Fragwürdigkeit der Argumentation von Frau Fetz dort, wo sie von "Abbildung der Struktur" der Kundschaft von Kantonalbanken,energieunternehmen oder der Universität schreibt, welche mit den heutigen Verwaltungsratsverteilungen nicht gewährleistet sei.
Fragwürdig ist die Ebene, die Frau Fetz anspricht: Verwaltungsräte haben mit der aktiven Geschäftsführung, mit alltäglichen Entscheidungen, mit der Personalsituation in Unternehmungen (und, beispielsweise, auch an Schulen) aktiv nichts zu tun. Sie sind Aufsichts- und Kontrollorgane. Sie können Renditeziele formulieren, sie können die Geschäftsführung kritisieren. Aber dies findet im Normalfall nicht alltäglich operativ statt.
Im Beitrag von Frau Badran ist von der operativen Struktur einer Firma die Rede. Kein Wunder, sie ist, wenn ich richtig informiert bin, Unternehmerin. Ihre Erfahrung hat damit zu tun, etwas in einer gewissen Sparte der Wirtschaft zu schaffen, Ideen umzusetzen, sinnvolle kreative Arbeit zu erfinden, einzurichten und zu organisieren.
Meines Erachtens geht es in der Quotendiskussion seit längerem nicht sosehr um Strukturen des Arbeitsmarktes oder um die Arbeitswelt an sich, sondern um eine sehr ideologisierte Einschränkungsbemühung auf Bekanntes, Gewohntes, gerade auch gegenüber Machtstrukturen, welche seit mindestens 20 Jahren in der konkreten Wirtschaft, vor allem in deren kreativen Gebieten, mehr und mehr in Frage gestellt werden. Wie sieht die Arbeitswelt in 20 oder in 50 Jahren in Europa aus ? Wie wird diese Arbeitswelt dannzumal beispielsweise finanziert ? Welche Kriterien werden für die Bildung und die Ausbildung in den Vordergrund rücken ?
In Auflösung begriffen ist - was im Zusammenhang mit geschlechtsbezogenen Quoten durchaus eine Rolle spielt - die seit dem frühen 19. Jahrhundert hochgepriesenen "Familie" als der Kernzelle der Gesellschaft.
Fragen über Fragen.
Ob geschlechterspezifische Quoten in der sich überall in starker Veränderungsbewegung befindlichen soziokulturellen Verhältnissen und dem sich wandelnden Begriff und sozialen Sinn namens "Arbeit" in quantitativer und qualitativer Hinsicht einen "Schub" auf "Gerechtigkeit für beide Geschlechter" verschaffen können ?
Oder ob es sich dabei njcht eher um einen "Kampf" handelt, der gestern bereits stattgefunden hat, sich allerdings quasi überlebt hat, weil andere Lebensfragen in durchaus nicht in ein für allemal regulierbare Verhältnisse, sondern in weit grundätzlichere und beide Geschlechter umfassende Prozesse gesellschaftlicher Veränderungen geführt haben ?
Immerhin finde ich es beruhigend, dass beide Standpunktvertreterinnen in der gleichen Partei, nämlich der SP, politisieren. Vermutlich drücken die beiden Faruen auch so etwas wie ein Generationenproblem aus. Es spricht für die SP, dass solcherlei in ihrer Mitgliedschaft offensichtlich kontrovers diskutiert wird.
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Dumms Züüg!
von Angelo Rizzi um 6.10.2012 um 10:58UhrVielleicht sollte Frau Fetz wieder einmal eine mentale „Datenträgerbereinigung“ durchführen. Denn die Zeiten, wo für einen Chefsessel mindestens der „Hauptmann“ im Militär erforderlich war, sind vorbei. Soviel zur „Rudelbildung“ in der Chefetage und Männer-Seilschaften. Die heutige Generation der männlichen Führungsriege tickt doch ganz anders, in Familie und Beruf. Sie ist offener, kommunikativer und partnerschaftlicher als die 68er Generation. Zudem kann man tagtäglich erfahren, dass in diesem oder jenem Unternehmen Frauen an der Spitze sind. Und das ganz ohne Quoten. Zählt man Bundeskanzlerin Casanova dazu, dann besteht das Schweizer Bundesratsgremium zu 50% aus Frauen. Und das ganz ohne Quoten. Während all diejenigen Frauen, die es dank Fleiss, Referenzen und guten Zeugnissen und im „Kampf“ gegen -zig Bewerberinnen immerhin in die „Laminat-Abteilung“ geschafft haben, sollen also die Akademikerinnen einen Persilschein für die Teppichetage erhalten?
Übrigens: Ich dachte bisher immer, der Begriff „Dummes Zeug“, wie Frau Fetz zwei mal gebraucht, sei das Attribut von SVP-Nationalrat Giezendanner, der „Dumms Züüg“ immer dann hervorholt, wenn er keine Argumente mehr hat….
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desperate housewife
von Nicole Rohner um 7.10.2012 um 13:14UhrLieber Quotenfrau in einem spannenden beruflichen Umfeld als gelangweilte Unterforderte, frustrierte Arbeitslose oder verzweifelte Hausfrau.
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@ Nicole Rohner: Lieber überforderte Quotenfrau in ...
von Inaktiver Nutzer um 7.10.2012 um 23:39Uhreinem unbekannten beruflichen Umfeld? Im Dschungel an Legenden stricken? Kaffee trinken mit anderen Burnout-Opfern? Händchenhalten mit der Sozialarbeiterin? Oder einfach die Fantasie einer verzweifelten Hausfrau, die am Montagabend nicht mehr weiss, wie sie ihrem Mann ausweichen kann? Sie sollten sich weiterbilden; nicht halluzinieren.
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Braucht es Frauenquoten
von Alfred Ritter um 8.10.2012 um 23:36UhrNein, braucht es definitiv nicht. Frau Badran hat sehr ausgewogen argumentiert. Wenn dann Männer auch Kinder gebären, können wir das Thema wieder aufnehmen.
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Die da oben - wir hier unten
von Thomas Duarte um 8.10.2012 um 23:49UhrFrauenquoten in den ChefInnenetagen? Ich sehe nicht, wie man da dagegen sein könnte. Jedenfalls können die öffentlichen und halböffentlichen Führungsgremien gerne mit gutem Vorbild vorangehen!
Nur etwas fällt mir auf: 78% der erwerbstätigen Männer sind keine Kader und 83.5% der erwerbstätigen Frauen (wenn ich die Statistik richtig lese). Warum jemand keine Kaderfunktion hat, das kann (abgesehen von der Eignung und vom freien Willen) viele Gründe haben, das Geschlecht ist nur einer davon. Andere sind vielleicht eine Behinderung, die Nationalität, die soziale Herkunft, Körpergrösse etc. Es böten sich also noch andere Quoten an.
Auf dem Tageswoche-Cover macht eine junge Frau eine obszöne Geste. Drunter steht: Jetzt sind wir dran! Aber wozu eigentlich müssen wir 78% Nicht-Kader-Männer uns den Stinkefinger zeigen lassen? Wir sind ja alle auch jetzt nicht grade dran... Und stellvertretend für wen ist sie abgebildet? Für die gut zweieinhalb Prozent Frauen, die bei voller Gleichstellung eine Kaderposition ergattern würden?
Das alles sind keine Argumente gegen die Quote, bloss erklärt es vielleicht, warum der eine oder die andere auf die Frage etwas unwirsch reagieren könnte.
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