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TagesWoche

Tages Woche

Di, 21.05.2013

Auch das noch 

5.10.2012, 00:01 Uhr

Che Guevara vom «Stadthof»

5.10.2012, 00:01 Uhr

Stumpenrauchen bei Champagner und Stopfleber: Das Restaurant Stadthof beim Barfüsserplatz provoziert die Raucherpolizei. Von Renato Beck

Artwork: Hans-Jörg Walter: «Stadthof»-Chef Josef Schüpfer lädt zum Rauchgelage ein.

«Stadthof»-Chef Josef Schüpfer lädt zum Rauchgelage ein. (Bild: Artwork: Hans-Jörg Walter)

Basel droht ein heisser Herbst. Irritierende Flyer machen die Runde. Die mahnenden Stimmen scheinen recht behalten zu haben, als sie vor dem Wahltag besorgt in den Raum riefen: Was gelten Recht und Ordnung noch in unserer geliebten Stadt?

«... mal was verbotenes tun!» prangt es in sinistrer Kleinschreibung auf den Flyern. Die zur Schau gestellte Verhöhnung von Rechtsstaat und Rechtschreibung lässt darauf schliessen, dass eine offene Konfrontation unvermeidbar ist: Am 9. November um 18.30 Uhr rottet sich der Mob zusammen. Treffpunkt ist das Restaurant Stadthof beim Barfüsserplatz, aktenkundig durch seine feinen Tartarbrötli und das Mineralwasser in der erfrischend nonkonformistischen Preislage für sieben Franken den halben Liter.

Unter dem Motto «Geniessen und Rauchergenuss» verleitet «Stadthof»- und Wirte-Chef Josef («Che Guevara») Schüpfer zum Rechtsbruch mit Voranmeldung. Im Rahmen eines 110 Franken teuren Galadinners sollen Zigarren gepafft werden. Davidoff liefert den Stoff. Dekadenz und Delinquenz reichen sich die Hand: Ein Champagner wird kredenzt, eine Stopfleber verputzt und zwischendurch mit viel krimineller Energie das Servicepersonal zum Husten gebracht.

Der fiese Plan: Weil man sich fürs Gelage anmelden muss, ist es ein privater Anlass und geht die Raucherpolizei nichts an. Dieser fällt ob so viel Renitenz fast die Kippe aus den Fingern. Der Fall ist eindeutig, meint das zuständige Baudepartement: Josef Schüpfer soll der Stumpen gestutzt werden. 

  1. ... immerhin aktiv

    von Meinrad Schmid am 5.10.2012 um 14:19Uhr

    Josef Schüpfer ist immerhin aktiv und macht etwas für seine Gäste. Während dem andere passiv zusehen wie ihre Gaststätten sich entvölkern, wird derjenige der sich dagegen zur Wehr setzt noch an den Pranger gestellt. Warten wir es ab wie es mit dem Baizensterben weitergeht! ... und es wird weitergehen!
    Direktlink zum Kommentar

  2. ... und für den Nachbrand, ...

    von Inaktiver Nutzer am 5.10.2012 um 14:47Uhr

    gibts ein feines Haineken-Büggsli vom Rampenverkauf.
    Direktlink zum Kommentar

  1. ... immerhin aktiv

    von Meinrad Schmid um 5.10.2012 um 14:19Uhr

    Josef Schüpfer ist immerhin aktiv und macht etwas für seine Gäste. Während dem andere passiv zusehen wie ihre Gaststätten sich entvölkern, wird derjenige der sich dagegen zur Wehr setzt noch an den Pranger gestellt. Warten wir es ab wie es mit dem Baizensterben weitergeht! ... und es wird weitergehen!
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  2. ... und für den Nachbrand, ...

    von Inaktiver Nutzer um 5.10.2012 um 14:47Uhr

    gibts ein feines Haineken-Büggsli vom Rampenverkauf.
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  3. Langweilig

    von Stella um 6.10.2012 um 14:18Uhr

    "Provozieren heisst, die Leute denken zu lassen" JOHN LE CARRE

    ...mit diesem Artikel ist das sicherlich nicht gelungen. Das blosse Aneinanderreihen von "bösen" Ausdrücken, gemischt mit gesuchter Empörung, gibt dem Leser eher das Gefühl, eine Schulzeitung vor sich zu haben. Tut mir leid, Thema komplett verfehlt und die Provokation ist, wenn ich mir das erlauben darf, versandet und bewirkt genau das Gegenteil. Langeweile und Desinteresse.

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  4. Achtung Passivrauch

    von Christoph M Suter um 8.10.2012 um 20:39Uhr

    Wie viele Angestellte des Stadthofs werden nach diesem Event an den Folgen des Passivrauchs verstorben sein? Prof. Dr. med. et phil. Nino Künzli vom TPH Basel wird es uns sicher - auf die Kommastelle genau - mit seiner epidemiologischen Software berechnen können ;-)
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Informationen zum Artikel

5.10.2012, 00:01 Uhr

Che Guevara vom «Stadthof»

Text

Text:

  • 18.04.2013 um 16:27
    Zeit für Träume

    Unsere Uhrenindustrie macht aus Sehnsüchten Geld und erzielt Rekordumsätze. Wie kaum ein anderes Luxusgut stehen Schweizer Uhren für die Werte der guten alten Zeit.

  • 17.04.2013 um 16:28
    «Ich trage das kollegial mit»

    Der neue Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr bestreitet seine ersten Dehnübungen. Als erklärter Gegner des Hooligan-Konkordats muss er nun den Beitrittsentscheid der Regierung vertreten. Das tut er auffällig widerwillig.

  • 17.04.2013 um 10:53
    Basler Regierung will beitreten

    Eher widerwillig tritt die Basler Regierung dem Hooligan-Konkordat bei. Dabei begründet sie, warum sie das Massnahmenpaket für falsch hält – nicht aber, wieso sie gleichwohl beitritt.

  • 10.05.2013 um 12:06
    Milch und Zucker
    Zum Artikel: Wir Heuchler!

    Ob der Kaffee wirklich besser ist, wenn er mit urbanem Bewusstsein angerührt und rotgrünem Verantwortungsgefühl abgeschmeckt wird? Ich für meinen Teil bevorzuge Milch und Zucker.

  • 31.01.2013 um 15:32
    Greiners Replik
    Zum Artikel: Basel = Apfel, Zürich = Birne

    Schön, Herr Greiner, dass Sie Zeit gefunden haben, Ihre Sicht der Dinge darzulegen. Trotzdem empfiehlt es sich, nochmals den Originaltext, also die Titelgeschichte zu lesen. Der Züri-Vergleich war gewagt, der Rest sollte einem aber genügend zu denken g...

  • 28.01.2013 um 19:14
    Einwände
    Zum Artikel: So haben wir gerechnet

    Sie haben recht: Es stellen sich Fragen der Abgrenzung - wie auch der Synergieeffekte. Das zu bemessen ist zumindest schwierig, weshalb auch stets von einem Versuch der Einordnung mittels dieser beiden Vergleiche die Rede ist. Die Vergleiche sind ein S...

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