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TagesWoche

Tages Woche

Mi, 22.05.2013

Medien 

3.10.2012, 09:47 Uhr

News-Portal der «Neuen Zürcher Zeitung» wird kostenpflichtig

3.10.2012, 09:47 Uhr

Die «Neue Zürcher Zeitung» hat auf ihrem News-Portal die Paywall hochgezogen. Seit Dienstag ist nur noch ein begrenztes Angebot kostenlos. Die Paywall hat allerdings Löcher, denn wer über Facebook, Twitter oder Google auf die Website kommt, liest gratis. Von sda

sda: Die NZZ schränkt den freien Zugang zu ihren Online-Artikeln ein: Blick in die Redaktion in Zürich (Archiv)

Die NZZ schränkt den freien Zugang zu ihren Online-Artikeln ein: Blick in die Redaktion in Zürich (Archiv) (Bild: sda)

Kostenlos sind auf www.nzz.ch eigentlich nur noch 20 Artikel pro Monat, alle Übersichtsseiten und Service-Inhalte. Ab einer Menge von 10 Artikeln müssen sich die Nutzer registrieren und zehn Artikel später für die Lektüre auch bezahlen.

Die Bezahl-Schranke hat aber Löcher, welche die NZZ bewusst in Kauf nimmt. Wer von einer Social-Media-Plattform wie Facebook oder Twitter oder von einer Suchmaschine wie Google auf nzz.ch verlinkt wird, liest kostenlos - auch wenn es schon mehr als 20 Texte waren.

Diese externen Zugriffe würden nicht zum 20-Artikel-Kontingent dazugezählt, sagte Peter Hogenkamp, Leiter Digitale Medien bei der NZZ-Mediengruppe auf Anfrage der sda: «Aber das ist Absicht.» Man wolle, dass die NZZ auf diesen Plattformen präsent sei und eine Diskussion zu den Texten in Gang komme.

«Wer dann zu uns kommt, soll nicht in der Paywall hängenbleiben», sagte er. Hogenkamp hofft natürlich, dass diese Gelegenheitsleser früher oder später auch Abonnenten werden. Alle werde man aber sicher nicht dazu bringen, für den Inhalt zu bezahlen, sagte Hogenkamp weiter: «Das wäre völlig illusorisch.» Mit einer hermetisch abgeriegelten Paywall würde man aber Leser vertreiben, ist er überzeugt.

Vorbild «New York Times»

Vorbild für die absichtlich lückenhafte NZZ-Paywall ist das so genannte Metered Model, wie es auch die «New York Times» betreibt. Dort wurde dieses System entwickelt, nachdem sich die gänzlich abgeriegelte Paywall negativ auf die Leserzahlen auswirkte.

Der Preis für das neue Digital-Abonnement der NZZ beträgt 428 Franken pro Jahr, wie die Mediengruppe am Mittwoch mitteilte. Das ist rund ein Drittel weniger als für das Print-Abo, mit dem die Nutzer ebenfalls unbeschränkten Zugang zum NZZ-Portal haben.

Auch das Medienhaus Tamedia prüft für ihr Newsnet ein Bezahl-System. Beim Onlineportal des Gratisblattes «20 Minuten» ist eine Paywall hingegen kein Thema.

  1. Es gibt ja noch ...

    von PWD am 14.10.2012 um 16:59Uhr

    ... die TagesWoche im Internet zum lesen. So lange sie sich "Beta" nennt, wird sie auch nichts kosten. Toll wäre es, wenn man eine Zeitung selber mit Regionalnachrichten füllen könnte. Unzensiert ... natürlich und für jedes Niveau etwas. Das könnte man ja "BliZZ" nennen, eine Mischung aus Blick und NZZ, mit Beiträgen von Links nach Rechts, in Dialekt und hochgestochenem Hochdeutsch. Von Meldungen über Churer Stadtbier-Brauer, Appenzeller Ohrenstecher, Tessiner Ferienhausbesitzer, Basler fasnachtsvorbereitungen bis zu Zürcher Finanzhai-Informationen, alles wäre lesbar :-)
    Direktlink zum Kommentar

  1. Wetten?

    von René Reinhard um 3.10.2012 um 12:54Uhr

    Besten Dank wem auch immer für die Information.

    Aber der Verlag, respektive die "Handwerker" in ihm, wird die "Mauer" verstärken und weiter "hochziehen".

    Was ich irgendwie verstehe. Qualitat, und die NZZ wie die NZZ am Sonntag, sind Zeitungen mit hohem Niveau - sofern man gegen die wirtschaftlichen und politischen "Ausrutscher" dieser Redaktionen, "geimpft" ist. Der Rest ist Klasse. Selbst wenn einem persönlich gewisse Themen möglicherweise nicht interessieren.

    Niveau, statt Niveauloses, Anspruchsvolles statt Schrottmeldungen, darf auch etwas kosten. Selbst im Internet. Frag sich nur wieviel.
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  2. Ob das wohl gelingt?

    von Cornelis Bockemühl um 3.10.2012 um 13:01Uhr

    Da bin ich wohl nicht der einzige, der dieses Experiment mit Spannung verfolgen wird...

    Hier und da habe ich bisher auch bei nzz.ch vorbei geschaut. Schlecht ist die NZZ gewiss nicht, auch wenn ich auch bei ihr das Gefühl habe dass sie ihre "grosse Zeit" ein wenig hinter sich hat. Sie ist aber auch sicher nicht so gut dass ich für irgendeinen Online-Artikel dort bezahlen werde!

    Über 400 CHF pro Jahr - irgendwie scheint mir das ein Preis der nur für vollberufliche Online-NZZ-Leser angemessen ist... Gelegenheitsleser wie ich sind dann eben einfach weg: Es gibt schliesslich reichlich Alternativen!
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  3. Es gibt ja noch ...

    von PWD um 14.10.2012 um 16:59Uhr

    ... die TagesWoche im Internet zum lesen. So lange sie sich "Beta" nennt, wird sie auch nichts kosten. Toll wäre es, wenn man eine Zeitung selber mit Regionalnachrichten füllen könnte. Unzensiert ... natürlich und für jedes Niveau etwas. Das könnte man ja "BliZZ" nennen, eine Mischung aus Blick und NZZ, mit Beiträgen von Links nach Rechts, in Dialekt und hochgestochenem Hochdeutsch. Von Meldungen über Churer Stadtbier-Brauer, Appenzeller Ohrenstecher, Tessiner Ferienhausbesitzer, Basler fasnachtsvorbereitungen bis zu Zürcher Finanzhai-Informationen, alles wäre lesbar :-)
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3.10.2012, 09:47 Uhr

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Text: sda

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