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TagesWoche

Tages Woche

Di, 18.06.2013

Universität Basel 

28.9.2012, 00:01 Uhr

Fernziel bessere Welt

28.9.2012, 00:01 Uhr

An der Basler Uni provozieren Veganer die Fleischesser. Wir haben je einen Vertreter der beiden Weltanschauungen zu Tisch gebeten. Der meistgebrauchte Begriff war «Fleisch». Von Matthias Oppliger

Im Vordergrund ein Vegi-Dürüm, im Hintergrund Mario Metzler (links) und Jens Hermes

Im Vordergrund ein Vegi-Dürüm, im Hintergrund Mario Metzler (links) und Jens Hermes (Bild: Hans-Jürg Walter)

Der wunderbare, vegane Himbeer-Cheesecake in der Cafébar Salon

Der wunderbare, vegane Himbeer-Cheesecake in der Cafébar Salon (Bild: Hans-Jürg Walter)

Der Veganer Jens Hermes eckt an mit seiner Forderung nach einer fleischfreien Mensa an der Uni Basel

Der Veganer Jens Hermes eckt an mit seiner Forderung nach einer fleischfreien Mensa an der Uni Basel (Bild: Hans-Jürg Walter)

Zwei Studenten sitzen auf Einladung der TagesWoche an einem Tisch. Der inzwischen beinahe stadtbekannte deutsche Chemie-Doktorand Jens Hermes hat vor dem Studierendenrat der Uni Basel erfolgreich für die Forderung nach einer fleischfreien Mensa gekämpft. Mario Metzler, Masterstudent der Molekularbiologie, hat gegen diese Forderung innert kurzer Zeit die benötigten Unterschriften gesammelt.

Über einem veganen Menü im einzig komplett veganen Restaurant Basels, der Cafébar Salon an der Sperrstrasse, treffen die beiden Naturwissenschaftler zum ersten Mal zusammen. Sogleich wird zum studentischen «Du» übergegangen. Metzler kommt gerüstet, ein dicker Stapel Papier – Wissenschaftler sagen dazu «Paper» – soll seinen Fragen und Argumenten Schlagkraft verleihen. Hermes, der Veganer, wirkt deutlich entspannter, er weiss eben um die einleuchtende Wirkung seiner Argumente.

Der Gruss aus der Küche – Tomaten-Oliven-Bruschette – wird eher beiläufig verzehrt. Drängendere Fragen werden diskutiert, Nüsse sind das Thema.

Metzler: Studien zeigen – es folgt ein längeres englisches Zitat –, dass der positive Effekt auf die Gesundheit von Vegetariern vor allem auf die Nüsse zurückzuführen ist.
Hermes: Die Fette in Nüssen sind einfach gesünder als die mehrfach gesättigten tierischen Fette. Dass Letztere schädlich sind, ist ebenso wissenschaftlich erwiesen.
Metzler: Aber es hängt von der Menge ab. Wir können uns ja darauf einigen, dass einfach weniger Fleisch gegessen werden sollte.

Schon ist der erste Kompromiss gefunden. Während Hermes an der Mensa gar kein Fleisch mehr will, verlangt Metzler, dass das Angebot deutlich reduziert und gleichzeitig verbessert wird.

Inzwischen hat Jasmin Ammann, Köchin und Kellnerin in Personalunion, die Vorspeise aufgetragen. Ein bunt gemischter Salat. Das Menü entspricht vorerst dem Klischee: Vollkornbrötchen mit Gemüse, gefolgt von einem Salat mit Gemüse. Nach einer kleineren Verwirrung über den Verbleib der Salatsauce (diese gilt es, selbst zu mischen) wendet sich das Gespräch Handfesterem zu. Es geht um das Töten von Tieren.

Hermes: Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren, es gibt nur Fleisch von toten Tieren.
Metzler: Aber dann müsste man dahingehend forschen, dass die Schlachtungsmethoden humaner werden.
Hermes: Das Töten bleibt ein brachialer Akt, egal wie «klinisch rein» man die Schlachtung gestaltet.
Metzler: Das stimmt. So wie das Fleisch heute im Supermarkt präsentiert wird, erinnert gar nichts mehr an ein Tier, das mal gelebt hat. Den Meschen ist jegliches Verhältnis zum Fleisch abhanden gekommen.

Metzler, der Fleischesser, kann jedoch Bauernhof-Erfahrung aufweisen. Familienangehörige besitzen einen kleinen Hof im Tessin. Wie auf jedem Hof mit Hühnern werden auch dort die meisten männlichen Küken nach der Geburt getötet, da sie zur Eierproduktion nicht benötigt werden.

Für den Hauptgang ist hingegen kein einziges Tier zu Schaden gekommen, der «Vegi-Dürüm» besteht aus Seitan. Ein Fleischersatzprodukt, welches in diesem Fall aus Dinkelprotein besteht. Dafür wird Dinkelmehl mit Wasser zu einem Teig vermischt und anschlies­send die Stärke hinausgewaschen. Was bleibt, ist ein überraschend überzeugender Fleischersatz, sowohl was die Textur als auch – dank kräftiger Gewürze – den Geschmack betrifft.

Zurück zu den Tieren. Wo solche im Spiel sind (insbesondere die toten), wird die Diskussion bald einmal emotional. Die mitunter wütenden Reaktionen, die Hermes als Aushängeschild der studentischen Vegetariergruppe hervorgerufen hat, zeugen von der Brisanz des Themas. Vegetarier, mehr aber noch Veganer, provozieren durch ihren Lebenswandel. Kein Tier muss ihretwegen leiden, die Natur trägt wenig Schaden, und darüber hinaus sind sie erst noch schlanker und gesünder als die Omnis (Omnivoren = Allesesser).

Hermes: Oft reagieren die Leute ungefragt mit Rechtfertigungen, wenn sie erfahren, dass ich Veganer bin. Dann sagen sie Dinge wie «Ich esse nur ganz selten Fleisch» oder «Meine Oma hatte Hühner».
Metzler: Das ist doch eigentlich ein gutes Zeichen. Wenn die Fleischesser so reagieren, heisst das, sie wissen unbewusst, dass es mit diesem übermässigen Fleischkonsum nicht mehr weitergehen kann.

Aus dieser moralischen Überlegenheit argumentiert es sich als Veganer ziemlich konfortabel, es gibt praktisch keine sachlichen Argumente gegen den Verzicht auf Fleisch. Entscheidet man sich dann zusätzlich noch für Bio- und Fairtrade-Produkte (was die meisten Veganer konsequenterweise tun), isst man über jeden Tadel erhaben.

Hermes: Die Heftigkeit der verschiedenen Reaktionen ist für mich eine Bestärkung. Das bedeutet doch, dass auf einer sachlichen Ebene nichts gegen unseren Vorschlag spricht.
Metzler: Und was ist mit der Wahlfreiheit?
Hermes: Wir wollen niemanden zwingen, gänzlich vegetarisch zu leben, sondern die Mensa dazu nutzen, das Ernährungsbewusstsein der Studierenden zu erhöhen.
Metzler: Ich halte eine fleischfreie Mensa für kontraproduktiv, weil ihr viele Fleischesser einfach fernbleiben und folglich gar nicht erreicht werden können.

Ist nun schon wieder eine Annäherung in Sicht? Birgt denn die Begegnung Hermes/Metzler gar keinen Zündstoff?

Hermes: Hast du eigentlich Haustiere, Mario?
Metzler: Nein, aber ich arbeite mit Tieren. Im Labor.
Hermes: Ach, Tierversuche sind ja noch einmal ein Thema für sich.
Metzler: Nur Fruchtfliegen. Aber das sind ja auch Tiere.

Trotz ihrer Meinungsverschiedenheiten drängt es die beiden zur Harmonie. Eine bessere Welt, das wollen beide.

Hermes: Das Fernziel ist, dass auch unsere Enkel noch auf dieser Welt leben können.
Metzler: Das hängt von unzähligen Faktoren ab. Beispielsweise auch vom Verkehr.
Hermes: Einschränkungen bei der Mobilität stellen für mich einen viel gröberen Eingriff in die Freiheit dar als beim Essen. Es gibt so viele gute Alternativen zu Fleisch.

Gut verzichten kann übrigens auf einen herkömmlichen Cheesecake, wer die vegane Version mit Himbeeren in der Cafébar Salon probiert hat.

  1. Wer schaut gesünder aus?

    von Chnuebli am 29.09.2012 um 20:59Uhr

    Generell überlege ich mir vor dem Lesen immer, wer auf dem Bild wohl der Veganer ist. Und siehe da, ich liege immer richtig. Ich suche mir einfach den am gesündest Aussehenden aus.

    Des weiteren macht der Herr Hermes alles richtig. Er fordert eine komplett fleischlose Mensa und wird am Ende als Kompromiss wahrscheinlich ein komplett veganes Menu neben der fleischigen Variante erhalten. Teilziel erreicht. Und wie sagt es WilliamT.Riker in Star Trek so schön? "We no longer enslave animals for food purposes." Aber das ist Zukunftsmusik :)
    Direktlink zum Kommentar

  1. Verbotskultur?

    von Georg um 29.09.2012 um 11:40Uhr

    Wo bleibt der Kommentar von Martina Rutschmann gegen diese neue Verbotskultur beim Essen? ;)
    Direktlink zum Kommentar

  2. In Einem ...

    von Daniel Hage um 29.09.2012 um 12:41Uhr

    ...muss man ja dem Jens Hermes recht geben- "Einschränkungen der Mobilität tstellen für mich einen viel gröberen Eingriff in die Freiheit -- des einzelnen- dar als beim Essen"... STIMMT- Vor allem die GEISTIGE Mobilität leidet ganz erheblich wenn Verbots-Ideologen die Toleranz-Keule schwingen und anderen vorzuschreiben trachten WIE diese gefälligst glücklich zu leben haben- und dazu natürlich noch die von Ihm an anderer Stelle geäusserte überzeugung Veganer seien toleranter als Omnivoren- NATÜRLICH-KLAR DOCH- WAs denn sonst ???
    DESHALB verbietet unser einer EUCH ja auch bekanntlich das Gewohnheitsmässige Ermorden von Unreifen- noch nicht zu Blüte und Fortpflanzung gelangten- Pflanzen- -oder hab ich böser böser Omnivore da jetzt etwas falsch Verstanden ?? Verspeissen etwa SIE Jens Hermes, gewohnheitsmässig aufgeschossenen Salat oder verblühten Broccoli-
    WAS ? NICHT ??- KINDERMÖRDER !!! Genauso Originell war übrigens auch Ihre in der BAZ gelesene Äusserung dass die Eier der Hühner welche in der Mensa Verwendung finden "meist aus Bodenhaltung" kommen-
    JA- weil die Hühnerhaltung auf Bäumen bis heute noch ein SEHR Schwieriges Unterfangen ist ! (ÜBRIGENS- wenn Hühner beim Eierlegen PER SE so leiden würde wie Sie es darstellen- dann wäre die spezies Huhn LÄNGST ausgestorben
    WANN endlich sehen SIE das Zentrale Argument aller sich dem Veganismus
    verweigernden - KRITISCH-REFLEKTIERENDEN- Diskutanten ein,-
    DASS nämlich alleine die Tatsache, dass es so etwas wie eine Universität und eine Mensa darinnen mitsamt Studierenden wie Ihnen, ÜBERHAUPT nur deshalb gibt WEIL unsere Vorfahren über SEHR LANGE ZEIT FLEISCH GEGESSEN HABEN-
    OHNE TIERISCHES PROTEIN- K E I N MENSCHLICHES GEHIRN -PUNKT !
    WAS man mit diesem Grossen Gehirn dann alles anfängt- DAS freilich muss im Rahmen unsere Bürgerlichen Zivilität dann doch jedem Einzelnen selbst Überlassen bleiben- Schönes Wochenende noch !
    P.S. Wenn SIE -Jens Hermes - Mumm haben- dann wiederlegen Sie doch bitte HIER bei der Tageswoche Online meine Argumente- ä schöne noch !
    Direktlink zum Kommentar

  3. "Hermes: Einschränkungen bei der Mobilität ...

    von Inaktiver Nutzer um 29.09.2012 um 12:55Uhr

    stellen für mich einen viel gröberen Eingriff in die Freiheit dar, als beim Essen." Hermes liebt die Menschen. Hermes liebt die Tiere. Hermes liebt auch die Pflanzen, denn die isst er.

    Ich hätte Hermes, dem Schutzgott des Verkehrs, zugetraut, dass selbst er weiss, dass der ungezügelte Mobilitätswahn zukünftig die Artenvielfalt der Tiere und der Pflanzen drastisch reduziert. Aber Hermes ist eben auch der Gott der Redekunst.
    Direktlink zum Kommentar

  4. @Daniel Hage

    von Marc Stöckli um 29.09.2012 um 15:25Uhr

    Gerne übernehme ich die Aufgabe von Jens, den Kommentar von Daniel Hage zu widerlegen.

    "Vor allem die GEISTIGE Mobilität leidet ganz erheblich wenn Verbots-Ideologen die Toleranz-Keule schwingen und anderen vorzuschreiben trachten WIE diese gefälligst glücklich zu leben haben- "
    Der/die Veganer_in schreibt ja niemandem vor, wie jemand glücklich zu leben hat. Das eigene Glück wird hier ja eben nicht angesprochen; du vergisst, dass es um das Leid der Tiere geht und nicht um den Genuss des Menschen. Als Omnivore muss man sich bewusst sein, dass der eigene Fleischkonsum für das Leid verantwortlich ist. In der ganzen Vegi/Vegan-Diskussion wird das Tier, um das es ja eigentlich geht, völlig vergessen. Man soll nicht Vegetarier_in werden, weil man dadurch glücklicher ist, sondern weil die Konsequenzen aus dem Fleischkonsum ethisch nicht vertretbar sind. Wenn man beim Verzicht auf Fleisch noch glücklich wird, ist das natürlich ein willkommener Effekt.

    "DESHALB verbietet unser einer EUCH ja auch bekanntlich das Gewohnheitsmässige Ermorden von Unreifen- noch nicht zu Blüte und Fortpflanzung gelangten- Pflanzen- -oder hab ich böser böser Omnivore da jetzt etwas falsch Verstanden ?? Verspeissen etwa SIE Jens Hermes, gewohnheitsmässig aufgeschossenen Salat oder verblühten Broccoli- "
    Im Unterschied zu Tieren haben Pflanzen kein Zentralnervensystem, d.h. sind nicht empfindungsfähig. Sie können daher auch nicht Schmerz empfinden und leiden.

    "Genauso Originell war übrigens auch Ihre in der BAZ gelesene Äusserung dass die Eier der Hühner welche in der Mensa Verwendung finden "meist aus Bodenhaltung" kommen-
    JA- weil die Hühnerhaltung auf Bäumen bis heute noch ein SEHR Schwieriges Unterfangen ist"
    Neben der Bodenhaltung gibt es noch die (teils) ethisch korrektere Freilandhaltung. Jens merkt an, dass die meisten Eier aus der Mensa von Hühnern aus Legebatterien stammen (wenn ich ihn richtig verstehe).

    "(ÜBRIGENS- wenn Hühner beim Eierlegen PER SE so leiden würde wie Sie es darstellen- dann wäre die spezies Huhn LÄNGST ausgestorben"
    Legehennen in Batterien leiden, das kann man nicht bestreiten. Sie sterben aber nicht aus, weil sie dem Betrieb sonst nichts bringen würden.

    "DASS nämlich alleine die Tatsache, dass es so etwas wie eine Universität und eine Mensa darinnen mitsamt Studierenden wie Ihnen, ÜBERHAUPT nur deshalb gibt WEIL unsere Vorfahren über SEHR LANGE ZEIT FLEISCH GEGESSEN HABEN-
    OHNE TIERISCHES PROTEIN- K E I N MENSCHLICHES GEHIRN -PUNKT !"
    Wir sind ja aber keine Höhlenbewohner mehr, oder? Es geht vielmehr darum aus dem aktuellen Status Quo zu entscheiden, wie man am besten handelt. Unsere Vorfahren konnten nicht auf das Fleisch verzichten, weil sie es zum überleben brauchten. Wir in unser Gesellschaft können relativ problemlos auf Fleisch verzichten.

    Auch dir einen schönen Tag.
    Direktlink zum Kommentar

  5. WIE BITTE ???

    von Daniel Hage um 29.09.2012 um 16:28Uhr

    "Der Veganer schreibt NIEMANDEM vor..." ???
    DIESEN Veganen Sektierer von welchen hier die Rede ist , genügt es doch Offensichtlich nicht für sich ein Veganes Menu zu beanspruchen (was Sie unsretwegen GERN haben dürfen!)- weil Ihnen Vegetarisch nicht VEGGI-genug ist- SONDERN Sie müssen in einem aufwasch IHRE Alleinseligmachende Überzeugung allen anderen Aufoktroyieren !
    ANDERS lässt sich doch dieser Punkt Fleisch und Fisch aus der Mensa-Kücher GÄNZLICH zu Verbannen NICHT verstehen,- Sie ZWINGEN anderen eine ernährungsweise auf- was Umgekehrt Omnivoren Veganern ganz bestimmt NICHT antun- wenn DIE Fleischlos Glücklich sind-
    BITTE-SEHR GERNE DOCH- ABER OHNE INDOKTRINATION den "UNGLÄUBIGEN" GEGENÜBER- KLAR ???
    Weiter in Ihrem Text:
    "Wir sind aber keine Höhlenbewohner mehr"-
    also- ICH nicht- aber SIE ??
    ä schöne noch !!

    Direktlink zum Kommentar

  6. @ Marc Stöckli - P.S.- ein Punkt noch ...

    von Daniel Hage um 29.09.2012 um 17:01Uhr

    "Im Unterschied zu Tieren haben Pflanzen kein ZNS (stimmt!)
    d.h. Pflanzen sind NICHT empfindungsfähig -Sie könne keine Schmerz empfinden und leiden"...??
    WOHER wissen Sie das ??? Das ZNS ist in der entwicklung alles Organischen auf dieser welt genausowenig "vom Himmel gefallen" wie sonst Irgendetwas, es hat ich gaanz gaaaaanz allmählich aus Vorläuferstrukturen herausentwickelt -Nerven sind "Fest-Materiell" gewordene Signalwege welche ganz am Anfang bei Einzellern und frühen Mehrzellern Chemisch-Molekular bzw. Flüssig waren,- jene Signale die einst ein Einzeller DIREKT über seine Membran aus dem umliegenden Meer empfing mussten bei Mehrzelligen Lebewesen ÜBER die eine "aussenliegende" Zelle IN die weiter Innen liegende nicht mehr dem Meer benachbarte Zelle gelangen- dieser Signalweg schliff sich "chemisch" ein -SO entstand zuerst das Humoral-Hormonelle und später dann Archaisch-Neuronale Informations und Signalisations-System (Pflichtlektüre: Hoimar v. Ditfurth- "Der Geist fiel nicht vom Himmel"!)... USW. USW: Jetzt sagen SIE mir bitte an welchem Punkt das Subjektive "EIGEN-EMPFINDEN" solcher "REIN-BIOLOGISCHEN" Vorgänge oder Geschehnisse beginnt ???
    bekanntlich sind Bäume dazu in der Lage, sobald Sie von einem Schädling oder Frassfeind bedroht sind, in kürzester Zeit andere Bäume zu "Informieren" zu "WARNEN!" auf dass diese sich Vorsorglich chemisch wappnen- um den Fressfeinden den Appetit zu Vergällen... und DAS soll KEINE Empfindung sein- Sender wie Empfängerseitig ?? Auch hier ist schon der Wunsch da NICHT gefressen zu werden! Bei Getreidegräsern scheint es SO zu sein dass das eigentlich Nahrhafte Korn- das auch Tiere gern fressen- sich IN der Spelze durch bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe dahingehend schützt dass diese Stoffe dem Fressenden Tier SEHR schwer im Magen liegen und die Verdauung träge macht- weshalb "Vollkorn" gar nicht SO Gesundheitsfördernd ist wie meistens behauptet (Quelle: Udo Pollmer),- WENN so ein Getreidegras (Roggen Weizen) so "Strohdumm" und völlig Empfindungslos wäre-
    WARUM sollte es sich dann gegen das Gefressenwerden schützen wollen??
    VORSICHT VORSICHT was Dinge wie "Empfindung" angeht- wir rutschen hier schnell von einem Anthropozentrischen Vorurteil ins andere USW. !
    Nur mal so zum Nachdenken- ein schönes Wochenende noch !
    Direktlink zum Kommentar

  7. ICH BIN EMPÖRT!!

    von Wealth of Excellence Performance um 29.09.2012 um 17:01Uhr

    Da habe ich mich jetzt so fest ereifert, das ich fast von einem Stückli Landjäger verstickt wäre!! Immer diese Extrawürste! Diese Toleranzkeulenschwingenden Verbotsideologen sollte man VERBIETEN. Tiere sind Sachen und in einem LIBERALEN RECHTSTAAT kann ich mit meinem EIGENTUM machen was ich will. Wenn ich tote Tiere nachfrage muss der Markt es anbieten. Und umgekehrt. Das ist Wirtschaft! Es ist ein EINGRIFF IN DIE FREIE MARKTWIRTSCHAFT, wenn man das Angebot verbietet!! PLANWIRTSCHAFT!! Aber das sind wir ja von diesen Intelektuellen gewöhnt. Schuld daran sind die 68er!! Kamerad Mörgeli hats auch wegen denen errwischt. SO NICHT! E Schöne!!!!
    Direktlink zum Kommentar

  8. @ Daniel Hage - Leiden bei Pflanzen

    von Marc Stöckli um 29.09.2012 um 18:01Uhr

    Zu Ihrem Argument mit der Empfindungsfähigkeit bei Pflanzen:

    Was Sie beschreiben, ist der Gedankengang eines Frutariers. Als Konsequenz daraus ernährt er sich ausschliesslich von (Fall-)Obst, um der Pflanze nicht zu schaden.

    Aber glauben Sie nicht, dass es einen Unterschied bei der Empfindungsfähigkeit zwischen Tieren und Pflanzen gibt? Der Pflanze fehlt das Gehirn, um Schmerz zu empfinden, bzw. eine graduelle Selbsterkenntnis zu entwickeln (um uns mal vom Begriff der Empfindungsfähigkeit zu verabschieden) - da macht es schon einen gewaltigen Unterschied, ob ich Gras mähe, oder ein Rind schlachte. Zwar "spürt" der Baum vielleicht, dass er verletzt wird (als Reaktion bildet er Harz), aber er kann nicht in dem Sinne daran leiden, als dass es für uns moralisch relevant wäre. Relevant ist der Schmerz und das Leiden, und kein "Actio - Reactio", wie es auch meine Zentralheizung aufzuweisen hat.
    Direktlink zum Kommentar

  9. @ Marc Stöckli

    von Daniel Hage um 29.09.2012 um 18:21Uhr

    ...Relevant sind Schmerz und Leiden- soweit sind wir uns einig !
    Nun- ob das "Gespür" des Baumes- seiner Verletzung gewahr- für uns "moralisch Relevant" ist -Je Nun - AB WANN wirds denn "IRRELEVANT" ?
    Wenn man sämtliche Bäume und Wälder dieses Planeten -deren direkte Vorfahren schon Existierten als der "Traum vom Menschen" noch als ein Keim im Mutterboden unsere Erde steckte,- fragen könnte OB und WIE SEHR Sie am "Menschen als solchem" leiden,- und diese uns dann Ehrlich Antworteten - wäre DAs dann Noralisch relevant oder nicht ?
    Und DENNOCH bin ich pe se NICHT dazu auserkoren Selbstmord zu begehen um JEDEM andern Leben leid zu ersparen- ich KANN mich NICHT Anorganisch-Mineralisch ernähren...-
    OHNE KOHLENSTOFF gehts nicht- ob Pflanze oder Tier...-
    DEN Unterschied zwischen beiden machen SIE- ICH NICHT !
    Direktlink zum Kommentar

  10. @ Hage: Fallobst vergärt am Boden ...

    von Inaktiver Nutzer um 29.09.2012 um 18:38Uhr

    und die Folge seines Verzehrs, auch wenn rein vegan, scheint mir am Beispiel Ihrer Kommentare deutlich zu werden.
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Informationen zum Artikel

28.9.2012, 00:01 Uhr

Fernziel bessere Welt

Text

Text:

  • 17.06.2013 um 20:14
    Neues Video von der Favela-Räumung

    Die TagesWoche erhielt neues Filmmaterial von der Räumung des Messeplatzes am Freitagabend zugespielt. Das Video zeigt, dass viele der Partyteilnehmer vom harten Einschreiten der Polizei überrascht wurden. Die Warnung per Megafon erreichte offenbar bei weitem nicht alle Anwesenden.

  • 16.06.2013 um 14:15
    Wie das «Favela»-Video entstanden ist

    Das Video der TagesWoche zur Räumung der illegalen Party vor der Art auf dem Messeplatz sorgte schweizweit für Aufsehen. Es löste auch Kritik aus.

  • 15.06.2013 um 08:00
    Vom Rühr-Kaffee zum Espresso

    Nach 57 Jahren hinter der Milchtheke an Basels diversen Messen hat Elfriede Nenniger am Donnerstag ihrem Arbeitsplatz einen letzten Besuch abgestattet. Eine Zeitreise entlang der Koffein- und Milchbedürfnisse der Messebesucher.

  • 02.06.2013 um 10:18
    @Karl Buschweiler
    Zum Artikel: Basler Krisenstab aufgeboten

    Lieber Herr Buschweiler Besten Dank für den Hinweis, ich habe den Text entsprechend angepasst. Ihnen noch ein schönes Wochenende. Freundliche Grüsse Matthias Oppliger

  • 01.06.2013 um 17:00
    @Pat Mächler
    Zum Artikel: Basler Krisenstab aufgeboten

    Lieber Herr Mächler Vielen Dank fürs genaue Lesen. Wenn das Wasser bis zum Hals steht, fehlt manchmal die Zeit für Detailfragen ;) (obwohl Grammatik natürlich kein Detail ist). Gruss Matthias Oppliger

  • 05.04.2013 um 21:05
    @Michel Steiner
    Zum Artikel: Randständige führen durch ihr Basel

    Lieber Herr Steiner Vielen Dank für die Präzisierung. Ich habe den Text entsprechend angepasst. Ihnen noch einen schönen Abend. Freundliche Grüsse Matthias Oppliger (am Dienstpult)

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