Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Do, 23.05.2013

Die Wochendebatte Ist «Bio» Pflicht oder Kür?

Das Thema

An der Bio-Produktion scheiden sich die Geister. Allerdings steht nicht mehr die biologische Produktion an sich zur Debatte: Dass der Verzicht auf chemische Zusätze und Intensivproduktion jedenfalls der Umwelt, aber auch dem Geschmack der Erzeugnisse entgegenkommt, ist seit Jahren eine mehrheitsfähige Meinung. Jetzt geht es aber darum, ob Bio flächendeckend angewandt und den gesamten Bedarf decken kann oder ob biologische Produktion in der Masse nicht ein Widerspruch ist. Längst machen die Grossverteiler mit dem Bio-Label den kleinen Nischenläden das Leben schwer, die einst den Trend eingeläutet und mit idealistischem Einsatz vorangegangen sind. Für sie und ihre Kunden ist Bio eine Lebenshaltung, für die Grossverteiler und so manchen Konsumenten eine Auswahlmöglichkeit. Was ist Bio für Sie – Pflicht oder Kür?

Die Positionen

Portrait Thomas Müller

Pflicht

Thomas Müller, Bio-Händler der ersten Stunde

Portrait Philipp Wyss

Kür

Philipp Wyss, Leiter Direktion Marketing/Beschaffung bei Coop

Jetzt einmischen!
  1. Mühe mit BIO

    von H J Martens am 28.09.2012 um 18:59Uhr

    BIO: Welch herrliches Durcheinander von Ökologie, Volksgesundheit, Ernährungswissenschaft, Toxikologie, Tier- und Pflanzenschutz, Marktgeschrei und missionarischem Eifer herrscht in diesem Bereich!
    Wie soll sich da der Laie zurechtfinden? Der Wildwuchs von Labels, die Skandale und Skandälchen werden in den Medien genüsslich ausgeweidet. Jeder ist Experte. Obwohl er meist nur Episoden berichten kann, will er ein klares, schwarz-weisses Bild malen, das dann genau für seine Sekte passt.
    Daher lehne ich mich entspannt zurück und versuche, beim Essen Mass zu halten, beim Einkauf breit zu variieren und natürlich an die Umwelt zu denken.
    Dort fängt es schon an. So gibt es Ökobilanzen, welche uns vorrechnen, dass Früchte aus entfernten, südlichen Ländern durchaus ökologisch sinnvoll sein können, weil der dort eingesparte, hochenergetische Dünger den energiefressenden Transport locker kompensiert. Oder es wird gezeigt, dass die industrielle Massenproduktion inhärent viel höhere Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen muss, sogar auch oft die viel bessere Ökobilanz als viele Kleinbetriebe aufweist, und dies auch meist tut, aber eben nicht immer.
    Es gibt hunderte solcher Beispiele, aus denen wir nur lernen können, dass gerade in diesem Bereich nichts einfach und klar ist. Was noch vor 10 Jahren gesund war, ist heute des Teufels und umgekehrt. Sogar die alte, schöne Regel: „Small is beautiful“ hat ihre Tücken.
    Daher kann ich die gestellte Frage nur mit einem entschiedenen „Es kommt halt drauf an“ beantworten, und weiss nicht einmal so genau auf was...
    Vielleicht aber werde ich am Ende dieser Debatte klüger sein.
    Direktlink zum Kommentar

  2. Pflicht.

    von Marianne Känzig am 30.09.2012 um 19:52Uhr

    Ich BIO so viel und alles was ich kann. Nicht weil ich Angst habe, meinem Körper Unkraut- und Insektenvertilger zuzuführen, sondern ganz einfach aus Respekt vor der Natur.
    Es stimmt sicher, dass BIO-Anbau und Tierhaltung sich eher für kleinere Betriebe eignem, aber findig wie wir Menschen so sind, denke ich, muss es auch möglich sein, auf biologischem Wege genug Nahrungsmittel herstellen zu können. Nur wollen muss man. Mit Monokultur ist das sicher nicht
    möglich. Es würde uns meiner Meinung nach zudem nicht schaden, wenn wir einmal darüber nachdenken würden, wie wir die explosionsartige Vermehrung unserer Spezies unter Kontrolle bringen können anstatt den Planeten weiter auszurauben.
    Herrn Wyss mache ich gerne noch darauf aufmerksam, dass man manchmal eben dann im Coop doch nicht BIO kauft, weil die Preise dafür zuweilen ganz einfach UNVERSCHÄMT sind!
    Direktlink zum Kommentar

  3. Preisfrage!

    von Cornelis Bockemühl am 1.10.2012 um 09:29Uhr

    Grundsätzlich sagt der Kommentar von H.J. Martens für mich schon alles: Es kommt drauf an - und fragt sich erst noch auf was! Das ist für mich keine Relativierung der grundsätzlichen Notwendigkeit von sozial und ökologisch nachhaltigen Produktionsweisen, sondern drückt nur die Tatsache aus, dass dies eben in einfachen Labels und mit Schwarz/Weiss-Denken so einfach nicht einzufangen ist.

    Als Vater einer grossen Familie merke ich aber auch, dass ich schlicht nicht immer und überall "Bio" oder "Demeter" kaufen kann - auch wenn ich gerne möchte! Wo Gemüsepreise pro 100g angeschrieben werden weil die Kilopreise einfach zu schockierend wären, wo aber der Bedarf halt doch auf grössere Mengen ginge - nun, da bin ich dann froh dass es auch noch "Coop Bio" gibt, auch wenn die für viele Bio-Käufer und -Anbieter ein rotes Tuch sind - weil sie gross sind und Preise drücken!

    Man muss ja auch sehen dass ein guter Teil der hohen Preise für Bio-/Öko-Produkte nicht der hohen Qualität geschuldet ist, sondern der Tatsache der ineffizienten Vertriebswege für Kleinmengen. Was natürlich zwar nicht die Schuld der Pionier-Produzenten und -Verkäufer ist, aber dennoch eine Tatsache, die den Pionier-Käufer abschreckt - der eigentlich dazu gehören würde: Ich sehe den Teufelskreis durchaus!

    Womit ich dann in der Realität auch wieder bei der pragmatischen Haltung von Herrn Martens lande: Ich unterstütze hier und da wo ich kann, komme mit absoluten Überzeugungen aber einfach nicht zum Ziel...
    Direktlink zum Kommentar

  4. Richtigstellung

    von Tom Mueller am 2.10.2012 um 12:39Uhr

    Ein kleines Detail möchte ich Herrn Wyss doch noch übermitteln: Wo liegt die krasse Unwahrheit, wenn ich erwähne, dass nicht alle Naturaplan Produkte Bio zertifiziert sind? Ich habe ebenso nicht in Frage gestellt, dass die biozertifizierten Produkte von Coop extern kontrolliert werden. Ich danke natürlich Herrn Wyss für die Debatte und dass wir beide zum Schluss gekommen sind an unsere nächste Generation zu denken.
    Direktlink zum Kommentar

  5. „Erst die Pflicht, dann die Kür“

    von mysteli am 3.10.2012 um 00:30Uhr

    Ich persönlich setzt, wenn immer möglich, auf zertifizierte Bio-Produkte. Leider ist dies mit einem knappen Budget nicht immer möglich. Es sollte mit dem heutigen Wissensstand den meisten Leuten einleuchten, dass wir auf eine ökologisch sinnvolle Landwirtschaft setzten müssen. Aber viele müssen eben leider auch auf den Geldbeutel achten. Bei Aufenthalten im Ausland habe ich viele industrielle Grossbetriebe gesehen und bin von der Tierhaltung (Quälung) an solchen Orten immer wieder schockiert. Die Lancierung von Bio-Produkten durch die Grossverteiler hat bestimmt zu einer breiteren Verbreitung dieser Produkten unter der Bevölkerung geführt und ich kann dies eigentlich nur gut heissen, wenn die Richtlinien auch eingehalten werden. Leider gibt es bei einigen Grossverteilern auch äussers irreführende Angebote. Da denkt man sich zum Beispiel, man kauft lokale Produkte muss aber feststellen, dass diese zwar lokal hergestellt werden aber in der Westschweiz verpackt und wieder zurück zu uns gefahren werden. Das passt nicht! Da muss mehr Transparenz her! Aber bei den Grossverteilern haben wir sicher "Bio für Einsteiger" oder eben für Kunden mit einem kleineren Budget. Ich versuche möglichst lokale Produkte zu kaufen. Am besten direkt beim Bauern, da fällt der Zwischenhandel weg und wir beide profitieren davon.
    Ich bin mit Herrn Müller einig, geben wir 10,3 Prozent oder 12 Prozent des Gesamtbudgets für Lebensmittel aus macht keinen Unterschied ist es aber das doppelte oder mehr, dann wird es schwierig! Ich kaufe lieber etwas weniger dafür rücksichtsvoller ein. Manchmal ist der Preisunterschied aber schlicht zu hoch. Ich kann verstehen, dass der Arbeitsaufwand grösser ist aber auch mein Portemonnaie hat Grenzen.
    Was ich den Grossverteilern noch ankreiden möchte ist, dass es Heute praktisch immer alles gibt. Ich verstehe, dass die Marktwirtschaft vorrangig ist und dass die Geschäfte rentieren müssen aber viele Leute wissen Heute nicht mehr welche Frucht oder welches Gemüse wann (oder wo) reift. Sich dann für saisonale Ware zu entscheiden ist schwierig. Diesen Verlust von Wissen ist meiner Meinung nach grösstenteils den Grossverteilern zu zuschieben.
    Zum Abschluss möchte ich sagen, dass wir alle gemeinsam an einem Strick ziehen müssen um etwas zu bewegen. Die Grossen wie die Kleinen!
    Direktlink zum Kommentar

  1. Danke Herr Wyss. Ihr Marketing-Sprech ...

    von Inaktiver Nutzer um 28.09.2012 um 18:19Uhr

    hat leider nichts mit der gestellten Frage zu tun.
    Direktlink zum Kommentar

  2. Mühe mit BIO

    von H J Martens um 28.09.2012 um 18:59Uhr

    BIO: Welch herrliches Durcheinander von Ökologie, Volksgesundheit, Ernährungswissenschaft, Toxikologie, Tier- und Pflanzenschutz, Marktgeschrei und missionarischem Eifer herrscht in diesem Bereich!
    Wie soll sich da der Laie zurechtfinden? Der Wildwuchs von Labels, die Skandale und Skandälchen werden in den Medien genüsslich ausgeweidet. Jeder ist Experte. Obwohl er meist nur Episoden berichten kann, will er ein klares, schwarz-weisses Bild malen, das dann genau für seine Sekte passt.
    Daher lehne ich mich entspannt zurück und versuche, beim Essen Mass zu halten, beim Einkauf breit zu variieren und natürlich an die Umwelt zu denken.
    Dort fängt es schon an. So gibt es Ökobilanzen, welche uns vorrechnen, dass Früchte aus entfernten, südlichen Ländern durchaus ökologisch sinnvoll sein können, weil der dort eingesparte, hochenergetische Dünger den energiefressenden Transport locker kompensiert. Oder es wird gezeigt, dass die industrielle Massenproduktion inhärent viel höhere Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen muss, sogar auch oft die viel bessere Ökobilanz als viele Kleinbetriebe aufweist, und dies auch meist tut, aber eben nicht immer.
    Es gibt hunderte solcher Beispiele, aus denen wir nur lernen können, dass gerade in diesem Bereich nichts einfach und klar ist. Was noch vor 10 Jahren gesund war, ist heute des Teufels und umgekehrt. Sogar die alte, schöne Regel: „Small is beautiful“ hat ihre Tücken.
    Daher kann ich die gestellte Frage nur mit einem entschiedenen „Es kommt halt drauf an“ beantworten, und weiss nicht einmal so genau auf was...
    Vielleicht aber werde ich am Ende dieser Debatte klüger sein.
    Direktlink zum Kommentar

  3. skurril

    von Ernst Haft um 28.09.2012 um 23:34Uhr

    Ist bio für sie pflicht oder kür? -antworten sie bitte mit ja oder nein.
    Direktlink zum Kommentar

  4. TagesWoche Redaktion

    @Ernst Haft

    von peter sennhauser um 29.09.2012 um 08:42Uhr

    Ihr Kommetar trifft die Sache höchstens zur Hälfte: Die Fragestellung der Abstimmung lautet genauso «Pflicht oder Kür». Dass die Standpunkte der Referenten fälschlicherweise mit Ja und Nein überschrieben sind, ist ein technisches Problem, das leider nicht ganz so trivial zu lösen ist, wie wir das gehofft hätten.
    Direktlink zum Kommentar

  5. Pflicht und Kür!

    von DoroThea um 29.09.2012 um 11:00Uhr

    Danke an Thomas Müller für sein Statement.
    Klar, es lässt sich nicht abstreiten, dass dank dem Engagement der Grossverteiler "Bio" in aller Munde kam. Dies ist auch nicht per se falsch. Aber seien wir ehrlich, schlussendlich geht es (den Grossen) immer darum, noch grösser zu werden und die Konkurrenz zu besiegen. Das ist auch ein Gesetz der Marktwirtschaft. Das Argument, die KonsumentInnen wollten das so, ist ein fades! Die KonsumentInnnen werden nach den Wünschen derer, die das grosse Geld wittern, gesteuert und beeinflusst. Die neuste Werbung von Coop ist eine Verniedlichung harter Arbeit und gaukelt uns etwas vor.
    Die "Kleinen", also die Fachgeschäfte, sind mit ganz anderem Hintergrund mit dabei. Sie stehen ganz, mit ihrer Ideologie und ihrem persönlichen Engagement hinter der Bio-Sache. Und diese schliesst meist die Massenproduktion aus, oder sollte! Es ist nicht leicht, unter solchen ethischen Richtlinien ein Geschäft zu führen und davon leben zu können. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass es eine ganzheitliche Zufriedenheit gibt, wenn ich es als meine Pflicht der Welt gegenüber sehe, wenn immer möglich die höchsten Bio-Standards zu produzieren (in der eigenen kleinen biodynamischen Gärtnerei) und zu kaufen, damit meine ich hauptsächlich die Labels Demeter und Bio-Suisse. Ich weiss, dass ich so eine möglichst umweltfreundliche Produktion unterstütze und dass sowohl Tier als auch Pflanze wertschätzend leben dürfen und wertschätzend geerntet, getötet und verarbeitet werden, vorallem in Demeter-Betrieben (also biodynamisch geführten).
    Vor Jahren, als ich noch allein erziehende Mutter war und mein Budget bedeutend enger war, stieg ich übrigens bereits auf Bio um, auch dank der Grossverteiler, die das Angebot in meiner damaligen Region ausbauten. Heute bevorzuge ich "mein Bio-Fachgeschäft", das es zum Glück in der Nähe gibt, wo ich professionell und zuvorkommend beraten werde und wo ich alles finde, das ich für meinen Alltag und Haushalt brauche. Ich kann mir also auch Einkaufsodysseen ersparen, bin befreit von endlosen Regalen mit endlosen Angeboten und endlosen Warteschlangen. Ich kann darauf vertrauen, dass bereits in meinem Sinne vorgedacht wurde - welche Entlastung, auch zeitlich!
    Ja, es stimmt, jedeR bestimmt, wie sie/er sein Geld ausgibt, wo Prioritäten gesetzt werden und was sie und er isst und damit in sich hinein befördert. Für mich sind die Prioritäten klar, das was in mich hinein geht und meinen Kreislauf erhält, soll höchster Qualität sein. Soll also keine chemisch-synthetischen Spritzmittel in und an sich haben. Soll möglichst naturbelassen sein. Soll Hörner haben, sofern es sich um Kühe handelt und deren Milch-/Produkte. Dafür gibt es wirklich äusserst gute Gründe!
    Ich erlebe es für mich als Pflicht der Welt gegenüber und als Kür für mich, denn es bereitet mir Freude, so einzukaufen, so zu konsumieren und so zu essen - ich geniesse! Mit negativ besetztem "Körnlipicken" hat das rein gar nichts zu tun!
    Direktlink zum Kommentar

  6. Ich brauche den Artikel nicht einmal zu lesen.

    von Inaktiver Nutzer um 29.09.2012 um 13:59Uhr

    Es ist klar, dass Bio besser ist. Bio fördert die lokalen Produkte. Bio zerstöhrt nicht den Boden und Insekten und Kleintiere. Bei einem Biosatalat kriecht noramlweise noch ein Schnegg oder ein Insekt raus. Bio ist einfach natürlich, und schützt die Umwelt. Ob es nun bessere oder gesundere Lebensmittel sind, ist gar nicht so wichtig. Schlecht kann es nicht sein, für den Menschen. Und Bio-Fleisch wird sowieso mit glücklicheren Tieren produziert. Wenn man es sich also leisten kann, ist BIO EIN MUSS!

    Direktlink zum Kommentar

  7. Pflicht.

    von Marianne Känzig um 30.09.2012 um 19:52Uhr

    Ich BIO so viel und alles was ich kann. Nicht weil ich Angst habe, meinem Körper Unkraut- und Insektenvertilger zuzuführen, sondern ganz einfach aus Respekt vor der Natur.
    Es stimmt sicher, dass BIO-Anbau und Tierhaltung sich eher für kleinere Betriebe eignem, aber findig wie wir Menschen so sind, denke ich, muss es auch möglich sein, auf biologischem Wege genug Nahrungsmittel herstellen zu können. Nur wollen muss man. Mit Monokultur ist das sicher nicht
    möglich. Es würde uns meiner Meinung nach zudem nicht schaden, wenn wir einmal darüber nachdenken würden, wie wir die explosionsartige Vermehrung unserer Spezies unter Kontrolle bringen können anstatt den Planeten weiter auszurauben.
    Herrn Wyss mache ich gerne noch darauf aufmerksam, dass man manchmal eben dann im Coop doch nicht BIO kauft, weil die Preise dafür zuweilen ganz einfach UNVERSCHÄMT sind!
    Direktlink zum Kommentar

  8. Preisfrage!

    von Cornelis Bockemühl um 1.10.2012 um 09:29Uhr

    Grundsätzlich sagt der Kommentar von H.J. Martens für mich schon alles: Es kommt drauf an - und fragt sich erst noch auf was! Das ist für mich keine Relativierung der grundsätzlichen Notwendigkeit von sozial und ökologisch nachhaltigen Produktionsweisen, sondern drückt nur die Tatsache aus, dass dies eben in einfachen Labels und mit Schwarz/Weiss-Denken so einfach nicht einzufangen ist.

    Als Vater einer grossen Familie merke ich aber auch, dass ich schlicht nicht immer und überall "Bio" oder "Demeter" kaufen kann - auch wenn ich gerne möchte! Wo Gemüsepreise pro 100g angeschrieben werden weil die Kilopreise einfach zu schockierend wären, wo aber der Bedarf halt doch auf grössere Mengen ginge - nun, da bin ich dann froh dass es auch noch "Coop Bio" gibt, auch wenn die für viele Bio-Käufer und -Anbieter ein rotes Tuch sind - weil sie gross sind und Preise drücken!

    Man muss ja auch sehen dass ein guter Teil der hohen Preise für Bio-/Öko-Produkte nicht der hohen Qualität geschuldet ist, sondern der Tatsache der ineffizienten Vertriebswege für Kleinmengen. Was natürlich zwar nicht die Schuld der Pionier-Produzenten und -Verkäufer ist, aber dennoch eine Tatsache, die den Pionier-Käufer abschreckt - der eigentlich dazu gehören würde: Ich sehe den Teufelskreis durchaus!

    Womit ich dann in der Realität auch wieder bei der pragmatischen Haltung von Herrn Martens lande: Ich unterstütze hier und da wo ich kann, komme mit absoluten Überzeugungen aber einfach nicht zum Ziel...
    Direktlink zum Kommentar

  9. Richtigstellung

    von Tom Mueller um 2.10.2012 um 12:39Uhr

    Ein kleines Detail möchte ich Herrn Wyss doch noch übermitteln: Wo liegt die krasse Unwahrheit, wenn ich erwähne, dass nicht alle Naturaplan Produkte Bio zertifiziert sind? Ich habe ebenso nicht in Frage gestellt, dass die biozertifizierten Produkte von Coop extern kontrolliert werden. Ich danke natürlich Herrn Wyss für die Debatte und dass wir beide zum Schluss gekommen sind an unsere nächste Generation zu denken.
    Direktlink zum Kommentar

  10. Pflicht

    von Beat Müller 61 um 2.10.2012 um 21:21Uhr

    Die Achtung vor der giftfreien Natur lässt mir keine andere Wahl, als mich für eine "echte Biologische Produktion" zu entscheiden. Diese finde ich ohne Ausnahme nur im Coop. Schon der Beruf resp. die Funktion "Markting/Beschaffung" lässt Herr Wyss keine Möglichkeit, bei seinen Beschaffungsmethoden vor allem die Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens zu fördern aber kaum biologische Grundsätze. Durch Monokulturen, Preisdruck und per Masseneinkauf kann Coop sich leisten, die Kosten möglichst niedrig zu halten. So gefärdet er die kleinen Nischenbetriebe und der Kunde wird so wie Cornelis Bockemühl, als Vater einer Grossfamilie, in die Giftregale von Coop verwiesen. Da kann den Vater, welcher aus den gesunden Regalen in Giftabeilung wechseln durchaus verstehen. Auch die Eltern meiner Enkelkinder werden dazu verknurrt da sich doch zwischendurch noch Ferien leisten wollen. Ein Teufelskreis, welcher bewuss von unseren zwei Grossverteiler gefördert wird, mit vielen Argumenten mit "Wirtschaftlichkeit, Arbeitsbeschaffung und sonst noch peinlichen Argumenten. Ich wäre froh, wenn die Herren Direktoren zu den wirklichen Argumente wie Wachstum, Rentabilität und Wirschaftlichkeit stehen würden. Denn das ist für einen Grossverteil und Marketing unter dem Strich das Wichtigste.
    Direktlink zum Kommentar

Kommentieren
1