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TagesWoche

Tages Woche

Mo, 20.05.2013

Asylpolitik 

2.10.2012, 10:20 Uhr

Asylschiff geht vor Anker

2.10.2012, 10:20 Uhr

Das Asylschiff darf im St. Johann vor Anker gehen. Ab Mitte November sollen maximal 90 Asylsuchende auf dem ehemaligen Kreuzfahrtschiff Unterschlupf finden. Die Einsprachen wurden abgelehnt beziehungsweise zurückgezogen. Von Amir Mustedanagić

Jürgen Fabian/Schiffbilder.de: Die «Hispania» wird zur Unterkunft für 90 Asylsuchende.

Die «Hispania» wird zur Unterkunft für 90 Asylsuchende. (Bild: Jürgen Fabian/Schiffbilder.de)

Nun ist es definitiv: Das ehemalige Kreuzfahrtschiff «Hispania» wird zur Unterkunft für 90 Asylsuchende. Die zuständige Allmendverwaltung des Tiefbauamtes hat drei Einsprachen abgelehnt, eine wurde zurückgezogen. Wie das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) mitteilt, wird das Asylschiff unmittelbar oberhalb der Dreirosenbrücke auf Grossbasler Seite platziert (vor dem Restaurant «Rhypark»).

«Allfälligen Rekursen wird wegen der Dringlichkeit des Anliegens die aufschiebende Wirkung entzogen, denn die kantonale Sozialhilfe braucht rasch zusätzliche Unterkünfte für Asylsuchende», heisst es in der Mitteilung. Das Schiff kann folglich auch bei einem Weiterzug der Einsprachen vor Anker gehen und seinen Betrieb aufnehmen.

Maximal 12 Monate in Betrieb

Zurückgezogen haben ihre Einsprache die Betreiber des direktbetroffenen Restaurants «Rhypark». Abgelehnt wurden wegen fehlender Legitimation zwei Einsprachen, eine davon vom Neutralen Quartierverein St. Johann im Namen von elf Quartierbewohnern. Die dritte Einsprache wurde abgewiesen. «Bei allen drei Einsprachen beschränken sich die Begründungen auf rechtlich unzureichende Vermutungen und Annahmen», schreibt das BVD. Insbesondere seien Bedenken wegen Sicherheit und Littering ins Feld geführt und andere Standorte gefordert worden.

Die «Hispania» steht noch in Rotterdam. Bestellt ist es noch nicht, sagt Renata Gäumann, Koordinatorin Asyl- und Flüchtlingswesen beim Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU). «Wir sind froh über das erstinstanzliche Urteil, weil wir die Betten dringend brauchen. Das Verfahren ist aber noch nicht abgeschlossen.» Das WSU werde die zehntägige Frist für Rekurs-Ankündigungen abwarten, bevor es das ehemalige Kreuzfahrtschiff mietet.

Das Asylschiff soll voraussichtlich Mitte November 2012 seinen Betrieb aufnehmen. Es wird während höchstens zwölf Monaten benützt. Nach Informationen des BVD wird das Schiff nach Ablauf der Jahresfrist an einem anderen Ort gebraucht. Die «Hispania» bietet maximal 90 Asylsuchenden Unterkunft. Die Kosten für die Unterbringung auf dem Schiff ist gemäss WSU nicht teurer als in einer Liegenschaft – unter der Bedingung, dass der Betrieb für ein Jahr garantiert ist.

  1. Abwarten

    von Beatrice Isler am 2.10.2012 um 13:40Uhr

    Mein Kommentar geht vor allem an den aufgebrachten Leserbriefschreiber. Im Gundeli haben wir zwei Migrationszentren in unmittelbarer Nähe zueinander und das eine inmitten einer kleinen Wohnstrasse. Fazit: es sind nicht immer die Asylanten die Bösen! Diese lernen nämlich vom ersten Aufenthaltstag an, wie man sich in der Schweiz verhält, was ein Bebbisack ist und vieles mehr. Ich muss gestehen, ich schäme mich für Schweizerinnen und Schweizer als ich hörte, dass aus der Nachbarschaft der Asylzentren, also aus sogenannt wohlbestallten Häusern, der Müll (Säcke und vieles mehr) im Vorgarten des Asylzentrums deponiert wird - wahrscheinlich um das Zentrum zu verunglimpfen? Es sind auch nicht apriori die AsylantInnen, welche bedrohen, rauben, stehlen. Meines Erachtens ist das, wie wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht und wahrscheinlich spielt hier die Nähe zur Grenze noch viel eher mit. Meine Empfehlung: abwarten und kritisch begleiten, das Gespräch suchen, statt vorzuverurteilen, ein Asylzentrum besuchen und sich informieren - und glücklich sein, in einem Gebiet ohne Krieg zu wohnen.
    Direktlink zum Kommentar

  2. @E.Wahl

    von Karl Linder am 2.10.2012 um 14:38Uhr

    Meines Erachtens geht es sicherlich um den Preis; Das Schiff muss wohl günstiger sein wie eine fix Liegenschaft. Ich gehe davon aus, die Verwaltung hat das durchgerechnet. Das Entscheidende ist aber: Nehmen die Zahlen der Asylbewerber wieder ab, kann man Schiff zurück nach Rotterdam verschiffen, bei einer Liegenschaft wäre eine Umnutzung komplexer.
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  3. Wieso gerade dort?

    von V Villard am 2.10.2012 um 14:50Uhr

    Ich muss hinzufügen, dass ich im Endeffekt auch für dieses Bot bin. Es ist wichtig, dass die Schweiz (Basel) Asylanten aufnimmt.
    Meine Bedenken beruhen auf dem Standort. Vis-à-vis vom Tinguely Museum oder in der Nähe des "Bisköpflis" würde ein solches Schiff auch passen, aber dort wohnen unsere privilegierten Basler Familien und das finde ich nicht in Ordnung. Das Asylschiff wird dort platziert, wo es allgemein schon genug Probleme gibt. Als vom Schiff das erste Mal die Rede war, war ich mir sicher, dass dieses entweder in Kleinhüningen oder im St. Johann den Anker werfen würde und siehe da... genau so ist es gekommen.
    90 Asylanten werden im St. Johanns-Quartier nicht auffallen es geht ums Prinzip, dass man die Reichen "Rheingegenden" bevorzugt und das ist nicht in Ordnung!
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  4. STS Basel-West aktiviert "Runden Tisch" zum Asylschiff

    von Peter Jossi am 4.10.2012 um 12:05Uhr

    Als Präsident des Stadtteilsekretariat Basel-West weise ich auf den "Runden Tisch" hin, den wir aktuell aktivieren. Diese Plattform dient der Vermittlung und Diskussionen zwischen den Quartierorganisationen (unseren Mitgliedern) und der betroffenen Bevölkerung.

    Ziel ist es, noch im Vorfeld unter Einbezug aller Betroffenen und in Koordination mit den Behörden die erforderlichen Begleitmassnahmen festzulegen - noch bevor das Schiff überhaupt anlegt.

    Darauf aufbauend wird das Stadtteilsekretariat Basel-West zusammen mit den am „Runde Tisch“ Beteiligten über die getroffenen Massnahmen informieren, z.B. im Rahmen öffentlicher Quartieranlässe.

    Kontakte:
    Peter Jossi, Präsident Stadtteilsekretariat Basel-West, pjossi@bionetz.ch
    Angelina Koch, Geschäftsstelle , 076 / 578 64 60 / info-quba@stsbw.ch
    www.basel-west.stadtteilsekretariatebasel.ch
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  1. Frechheit!

    von V Villard um 2.10.2012 um 12:07Uhr

    BITTE LESEN!

    Aus dem Artikel «Wo Basel am gefährlichsten ist» aus der BaZ:

    "Entlang der Nordtangente, Luzernerring, St.-Johannspark und Dreirosenbrücke lässt sich eine Häufung feststellen. In Zahlen bedeutet das: 62 der 183 Delikte auf Stadtbasler Boden werden in der Innenstadt begangen.

    Ich bin Basler und wohne seit einigen Jahren im St. Johanns-Quartier, nahe der Dreirosenbrücke. Dieser Asylplatzentscheid hat mich sehr wütend gemacht. Dass ein solcher Entscheid hinter dem Rücken der Quartierbevölkerung gefällt wird, empfinde ich als inakzeptabel. Meiner Meinung nach ist das nicht legitim. Ich wurde noch nie im Quartier bedroht, aber vielleicht hat das etwas damit zu tun, dass ich fast 2 Meter gross bin und nicht gerade der schmälste. Ich kann 20 - 40 Fälle auflisten, von Freunden und vor allem von Freundinnen, welche im Bereich zwischen dem Voltaplatz und dem Anfang der St. Johanns-Vorstadt bereits ein oder mehreremale belästigt, ausgeraubt oder angegriffen wurden (die offene Grenze zu Frankreich macht die Problematik nicht leichter). Politiker fällen solche Entscheide obwohl sie noch nie einen Fuss in das Quartier gesetzt haben. Ich finde es unverschämt und eine riesen Zumutung für die Quartierbevölkerung und bin über diesen - hinter dem Rücken der Quartierbevölkerung gefällten Entscheid - sehr enttäuscht!

    !

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  2. Abwarten

    von Beatrice Isler um 2.10.2012 um 13:40Uhr

    Mein Kommentar geht vor allem an den aufgebrachten Leserbriefschreiber. Im Gundeli haben wir zwei Migrationszentren in unmittelbarer Nähe zueinander und das eine inmitten einer kleinen Wohnstrasse. Fazit: es sind nicht immer die Asylanten die Bösen! Diese lernen nämlich vom ersten Aufenthaltstag an, wie man sich in der Schweiz verhält, was ein Bebbisack ist und vieles mehr. Ich muss gestehen, ich schäme mich für Schweizerinnen und Schweizer als ich hörte, dass aus der Nachbarschaft der Asylzentren, also aus sogenannt wohlbestallten Häusern, der Müll (Säcke und vieles mehr) im Vorgarten des Asylzentrums deponiert wird - wahrscheinlich um das Zentrum zu verunglimpfen? Es sind auch nicht apriori die AsylantInnen, welche bedrohen, rauben, stehlen. Meines Erachtens ist das, wie wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht und wahrscheinlich spielt hier die Nähe zur Grenze noch viel eher mit. Meine Empfehlung: abwarten und kritisch begleiten, das Gespräch suchen, statt vorzuverurteilen, ein Asylzentrum besuchen und sich informieren - und glücklich sein, in einem Gebiet ohne Krieg zu wohnen.
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  3. Asylschiff geht vor Anker

    von Elisabeth Wahl um 2.10.2012 um 13:41Uhr

    Dass Asylsuchende einen Platz brauchen ist mir klar. Dass dies jetzt im St. Johann ist,stört mich nicht. Was mich jedoch interessiert ist die Aussage, dass der Aufenthalt auf dem Schiff nicht teurer ist als in einer Liegenschaft! Meine Frage: Was kostet der Aufenthalt in einer Liegenschaft und wer
    ( Immobilienhaie etc. ) profitiert davon? Ist es wie zu Zeiten der ersten Einwanderer, als die einschlägigen Immobilienbesitzer den Staat um einiges ärmer machten, auf Kosten der Italiener, Spanier etc und der Steuer zahlenden Bevölkerung? Ich nehme an, da hat sich in den letzten 40 Jahren nichts geändert!
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  4. @E.Wahl

    von Karl Linder um 2.10.2012 um 14:38Uhr

    Meines Erachtens geht es sicherlich um den Preis; Das Schiff muss wohl günstiger sein wie eine fix Liegenschaft. Ich gehe davon aus, die Verwaltung hat das durchgerechnet. Das Entscheidende ist aber: Nehmen die Zahlen der Asylbewerber wieder ab, kann man Schiff zurück nach Rotterdam verschiffen, bei einer Liegenschaft wäre eine Umnutzung komplexer.
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  5. Wieso gerade dort?

    von V Villard um 2.10.2012 um 14:50Uhr

    Ich muss hinzufügen, dass ich im Endeffekt auch für dieses Bot bin. Es ist wichtig, dass die Schweiz (Basel) Asylanten aufnimmt.
    Meine Bedenken beruhen auf dem Standort. Vis-à-vis vom Tinguely Museum oder in der Nähe des "Bisköpflis" würde ein solches Schiff auch passen, aber dort wohnen unsere privilegierten Basler Familien und das finde ich nicht in Ordnung. Das Asylschiff wird dort platziert, wo es allgemein schon genug Probleme gibt. Als vom Schiff das erste Mal die Rede war, war ich mir sicher, dass dieses entweder in Kleinhüningen oder im St. Johann den Anker werfen würde und siehe da... genau so ist es gekommen.
    90 Asylanten werden im St. Johanns-Quartier nicht auffallen es geht ums Prinzip, dass man die Reichen "Rheingegenden" bevorzugt und das ist nicht in Ordnung!
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  6. Das Schiff scheint schwimmfähig

    von Kulturbetrachter Basel um 3.10.2012 um 09:16Uhr

    Nun sollten die Betreiber diesen Vorteil nutzen und zeitweilig Rundfahrten unternehmen, damit jede Basler Anlegestelle etwas davon hat.
    Eine Frage drängt sich mir auf. Ist ein Schiff noch ein Schiff, wenn es vor Anker liegt und benötigt einen Kapitän oder ist im Sinne des Gesetzes bei einem festverankertem Boot ein Hausmeister auch ein Kapitän?
    *nachdenk*
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  7. Statistisch gesehen ist das das richtige Quartier

    von Inaktiver Nutzer um 3.10.2012 um 19:13Uhr

    Ich hoffe die Wahlen werden es zeigen wie es in Basel weitergehen soll.
    Nur wo sind denn die Basler.
    Klar wurde alles abgewiesen oder zurückgezogen. Was wäre die Alternative?

    Was muss denn noch alles passieren? Was kommt nach den 12 Monaten?
    Es dürfen wieder Vermutungen und Annahmen getroffen werden. Aber das ist ja dann wieder etwas anderes....
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  8. STS Basel-West aktiviert "Runden Tisch" zum Asylschiff

    von Peter Jossi um 4.10.2012 um 12:05Uhr

    Als Präsident des Stadtteilsekretariat Basel-West weise ich auf den "Runden Tisch" hin, den wir aktuell aktivieren. Diese Plattform dient der Vermittlung und Diskussionen zwischen den Quartierorganisationen (unseren Mitgliedern) und der betroffenen Bevölkerung.

    Ziel ist es, noch im Vorfeld unter Einbezug aller Betroffenen und in Koordination mit den Behörden die erforderlichen Begleitmassnahmen festzulegen - noch bevor das Schiff überhaupt anlegt.

    Darauf aufbauend wird das Stadtteilsekretariat Basel-West zusammen mit den am „Runde Tisch“ Beteiligten über die getroffenen Massnahmen informieren, z.B. im Rahmen öffentlicher Quartieranlässe.

    Kontakte:
    Peter Jossi, Präsident Stadtteilsekretariat Basel-West, pjossi@bionetz.ch
    Angelina Koch, Geschäftsstelle , 076 / 578 64 60 / info-quba@stsbw.ch
    www.basel-west.stadtteilsekretariatebasel.ch
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Informationen zum Artikel

2.10.2012, 10:20 Uhr

Asylschiff geht vor Anker

Text

Text:

  • 18.05.2013 um 16:53
    Ein Viertel der Schulratspräsidenten tritt zurück

    Acht Schulratspräsidenten treten aufs neue Schuljahr zurück. Einige beklagen, ihr Amt sei ohne Kompetenzen. Stimmt, sagt das Erziehungsdepartement, genau so soll es auch sein.

  • 16.05.2013 um 15:45
    Total neutral

    Der Sutter Begg hat neue Becher. Wer sie sieht, wünscht sich die alten zurück – auch wenn sich über deren Gestaltung streiten lässt.

  • 14.05.2013 um 05:00
    Die 300'000 Werke bleiben im Museum

    Von den rund 150 Angestellten des Kunstmuseums Basel sind knapp 30 von der Schliessung betroffen. Sie sollen teilweise in anderen Museen untergebracht werden. Entgegen bisherigen Medienberichten sollen die Kunstwerke während des Umbaus im Museum bleiben.

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