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TagesWoche

Tages Woche

So, 26.05.2013

Regierungswahlen BS 

2.10.2012, 08:19 Uhr

Viel Markt und keine Gesangsprobe

2.10.2012, 08:19 Uhr

Der grünliberale Emmanuel Ullmann (32) zeigte sich im Videointerview so, wie wir ihn erwartet haben: gegen Marktregulierungen, für tiefere Steuern, vor allem aber war er sehr korrekt. Nur eine Bitte hat er uns verwehrt: eine Kostprobe seiner Opernkünste. Von Amir Mustedanagić

Der Start zum Live-Videointerview war nicht optimal. Wir mussten bei der dritten Frage abbrechen: Die Technik spielte nicht mit, der Redaktor verhaspelte sich – Emmanuel Ullmann nahm es mit einem Lächeln zur Kenntnis. Er war sogar ein bisschen froh, denn die eine Antwort zu den Kosten seines Reiheneinfamilienhauses war nicht so ganz, wie er sich das vorgestellt hatte: korrekt und präzis. Ullmann aber ist korrekt, präzis und gut vorbereitet.

Der grünliberale Regierungsratskandidat weiss ganz genau, was er für Basel will: keine Regulierung des Wohnungsmarktes, keine Eingriffe der Stadt beim Ladenangebot. Angebot und Nachfrage sollen regeln, was zu regeln ist, auch wenn das Angebot an Genossenschaftswohnungen zu verbessern wäre, wie er sagt.

Als Familienvater von drei Kindern weiss er auch, wo der Schuh bei Familien in Basel sonst noch drückt: bei den Steuern. Er würde eine Senkung begrüssen, vor allem auch bei Alleinstehenden. «Das ist ein grosser Einschnitt, der kostet. Aber wenn wir uns den Standortvorteil bewahren wollen, muss man hier einen Schritt vorwärts machen.»

In Sicherheitsfragen hat Ullmann vergangene Woche bekannt gemacht, was er im Interview bereits angedeutet hat: Er setzt auf Repression. Mehr Polizei, mehr Patrouillen und ein konsequentes Durchgreifen. Die Jungen sollen allerdings ihre Freiräume erhalten, wenn es nach ihm geht. Er ist für eine Jugendbewilligung.

Etwas blieb Ullmann allerdings schuldig: Der Opernsänger wollte partout keine Kostprobe seiner Sangeskünste geben, aber am besten schauen Sie sich selbst seine Antwort an.

Unser Wahlkampf

Wir konfrontieren Emmanuel Ullmann mit den gleichen zehn Fragen wie die anderen zwölf Regierungskandidaten (der wilde Kandidat Chrigel Fisch wollte nicht mit uns reden). Es sind jene zehn Fragen, die sich bei unseren Gesprächen mit den Menschen in den Quartieren und der Stadtgemeinde Riehen als die drängendsten herausgestellt haben.

Sämtliche Berichte über unsere kleine Reise durch die verschiedensten Welten von Basel-Stadt finden Sie in unserer interaktiven Karte «Ab in die Quartiere».

Alle Videointerviews mit den Regierungskandidaten werden ab Anfang Oktober in regelmässiger Abfolge veröffentlicht.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Überflüssig!

    von Matthias Scheurer um 2.10.2012 um 10:44Uhr

    Ich weiss, ich wiederhole mich. Aber was ist, wird bei Herr Ullmann einfach bestätigt: Der überflüssigste Kandidat der überflüssigsten Partei vertritt die überflüssigsten Positionen. Denn alles, was er ist und vertritt, gibt es in diesem Kanton bereits bis zum - ja eben: Überfluss!
    Direktlink zum Kommentar

  2. Ueberflüssig?

    von Daniel Lüscher um 2.10.2012 um 13:16Uhr

    ich denke nicht, nötiger denn je! Mal nicht auf den ausgetrampelten Parteipfaden politisieren, sondern mit gesundem Menschenverstand Lösungen für die Allgemeinheit suchen, ohne parteiliche Scheuklappen!
    Direktlink zum Kommentar

  3. So überflüssig ...

    von Inaktiver Nutzer um 2.10.2012 um 14:35Uhr

    wie ein Kropf und so nichtssagend wie das Programm seiner Partei.
    Direktlink zum Kommentar

  4. Klar, selbstbewusst und kompetent

    von Franz von Assisi um 3.10.2012 um 00:35Uhr

    Ich fand das Interview sehr überzeugend und werde Ullmann zusammen mit den linken wählen.
    Direktlink zum Kommentar

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Informationen zum Artikel

2.10.2012, 08:19 Uhr

Viel Markt und keine Gesangsprobe

Text

Text:

  • 22.05.2013 um 18:57
    Kommissär Hunkeler braucht eine neue Beiz

    Das Restaurant Milchhüsli soll im Herbst seine Türen wieder öffnen. Allerdings nicht mehr als urchige Beiz, sondern als Café – «von Studierenden für Studierende». Hinter der geplanten Eröffnung steht die Studierendenorganisation Skuba.

  • 21.05.2013 um 12:50
    Wie mich Urs Widmer zum Leser machte

    Es war mein erstes Buch, es war mein erster Urs Widmer-Roman – und «Im Kongo» hat mich verändert. Für immer. Ein Dankeschön zum 75. Geburtstag von Urs Widmer.

  • 21.05.2013 um 06:30
    Ein Viertel aller Schulratspräsidenten tritt zurück

    Acht Schulratspräsidenten treten aufs neue Schuljahr zurück. Einige beklagen die mangelnden Kompetenzen in ihrem Amt. Stimmt, sagt das Erziehungsdepartement, genau so soll es auch sein.

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