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TagesWoche

Tages Woche

Sa, 18.05.2013

Editorial 

29.9.2012, 12:43 Uhr

Man will ja nicht arrogant wirken

29.9.2012, 12:43 Uhr

Den bevorstehenden Regierungsratswahlen fehlt es etwas an Spannung, weil sie eigentlich nicht viel mehr als eine Ersatzwahl für den zurücktretenden FDP-Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass sind. Von Urs Buess

Wer die Macht hat, läuft Gefahr, überheblich zu werden. In der Basler Regierung hat die Linke das Sagen. Rot-Grün besetzt vier von sieben Sitzen. Drei davon, jene der Sozialdemokraten, sind unbestritten. Eva Herzog, Christoph Brutschin und Hans-Peter Wessels dürfen davon ausgehen, in vier Wochen wiedergewählt zu werden. Beim vierten Sitz, jenem vom grünen Regierungspräsidenten Guy Morin, der oft unbeholfen wirkt, traut der eine oder andere zu spekulieren, dass er gefährdet sein könnte.

Im Bemühen, nicht arrogant zu wirken und keinesfalls den Anschein zu erwecken, die vor acht Jahren errungene Machtposition ungebührlich auszunutzen, haben die rot-grünen Parteien längst beschlossen, auf einen richtigen Wahlkampf zu verzichten und den frei werdenden Sitz des Freisinnigen Hanspeter Gass nicht auch noch beanspruchen zu wollen. Nun ja, angesichts der Zerfahrenheit im bürgerlichen Lager wäre es durchaus vorstellbar gewesen, ein bisschen Pfeffer in den Wahlkampf zu streuen und der Wählerschaft mit einer weiteren Kandidatur aus dem rot-grünen Lager – zum Beispiel mit einer zweiten Kandidatin unter fast nur Männern – eine breitere Auswahl zu bieten. Aber eben: Man will sich nicht dem Vorwurf aussetzen, arrogant zu wirken und setzt lieber auf Langeweile und Machterhalt.
So ist die Regierungswahl am 28. Oktober eigentlich nichts anderes als eine Ersatzwahl für den zurücktretenden Hanspeter Gass mit seinem Sicherheitsdepartement (auch Christoph Eymann von der LDP und Carlo Conti von der CVP sind schon so gut wie gewählt). Und weil der neu Gewählte wohl oder übel das frei werdende Departement übernehmen muss, ist es irgendwie auch logisch, dass das dominierende Thema die Sicherheit ist. Obwohl das die Mehrheit der Bevölkerung gar nicht so wahnsinnig interessiert. Dies jedenfalls haben die Erkundungen der TagesWoche in den Quartieren ergeben.
Wir haben uns vor Ort mit Baslerinnen und Baslern unterhalten, gefragt, wo der Schuh drückt. Was dabei herauskam, lesen Sie in unserer Titelgeschichte, und was die 13 Regierungsratskandidaten für Rezepte haben, sehen Sie ab nächstem Montag auf www.tageswoche.ch tageswoche.ch/+bajri

von Urs Buess, Co-Redaktionsleiter

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Informationen zum Artikel

29.9.2012, 12:43 Uhr

Man will ja nicht arrogant wirken

Text

Text:

  • 16.05.2013 um 15:44
    «Das hilft nicht nur der Pharma»

    Die EU stört mit ihrer Forderung nach einer Europa-konformen Unternehmenssteuer den innerschweizerischen Frieden. Die Kantone feilschen um eine gute Position im kommenden eidgenössischen Verteilkampf. Die Basler SP-Finanzdirektorin Eva Herzog mischt ganz vorne mit.

  • 09.05.2013 um 16:45
    TagesWoche vom 10. Mai: Die Themen

    Unterschätzte Hilfe – weltweit schicken Migranten über 500 Milliarden Dollar in ihre Heimat. Die neue Präsidentin der Basler Liberalen, Patricia von Falkenstein, sagt, wie sie ihrer Partei mehr Gehör verschaffen will. Dies und weitere Themen in der TagesWoche vom 10. Mai im Abo oder an Ihrem Kiosk.

  • 08.05.2013 um 18:27
    Eine Reise durch die neuen, globalen Geldflüsse

    Migranten schicken jedes Jahr weit über 500 Milliarden Dollar in ihre Heimat – Tendenz seit dem Jahr 2000 enorm steigend. Diese Gelder übertreffen die Summe der Entwicklungshilfe reicher Länder bei weitem. Die TagesWoche zeigt, wie sich die Geldflüsse verändern.

  • 27.09.2012 um 21:26
    Fonzi trainiert
    Zum Artikel: Fonzi trainiert

    Heute Abend ist der Helikopter schon sehr zielgerichtet geflogen.

  • 20.08.2012 um 16:11
    TagesWoche im Gundeli
    Zum Artikel: «Basel ist ein Paradies – eigentlich»

    Lieber Anton, Du bist ja nicht der einzige, der sich beklagt, weil die TagesWoche-Redaktion nicht ins Quartier – in diesem Fall ins Gundeli – kommt. Eigentlich hätten wir uns gern mal auf dem Tellplatz gezeigt, mussten uns aber auf fünf Standorte b...

  • 19.08.2012 um 21:01
    Versteckt?
    Zum Artikel: Weder Hügel der Reichen noch Luxus-Probleme

    Lieber Herr oder Frau Misch Masch, Das einzig Versteckte hier sind Sie hinter Ihrem Pseudonym. Wir nutzen das Angebot des Kaffeemobils, zahlen für die Dienstleistung und erleben bei unseren Quartier-Halten immer wieder, wie der freundliche Service un...

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