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So, 19.05.2013

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Rotblaulive.ch: Alles zur Saison des FC Basel: Berichte, Tabellen, Tweets, Videos, Statistiken und Spielszenenanalyse.

Fussball, FC Basel 

23.9.2012, 20:02 Uhr

Sommer: «Wir spielen nicht so gut, dass wir an die Spitze gehören»

23.9.2012, 20:02 Uhr

Nach dem 1:1 des FC Basel bei den Young Boys waren sich für einmal wenigstens in einem Punkt alle einig – egal ob Berner oder Basler. Und FCB-Goalie Yann Sommer sieht in den Rotblauen derzeit kein Spitzenteam. Von Florian Raz

Andreas Meier/freshfocus: Ein nachdenklicher Yann Sommer: «Wir setzen vorne zu wenig Druck auf.»

Ein nachdenklicher Yann Sommer: «Wir setzen vorne zu wenig Druck auf.» (Bild: Andreas Meier/freshfocus)

Nichts gegen ein wenig Streitkultur. Aber manchmal tut es doch ganz gut, wenn alle einer Meinung sind. Eigentlich so, wie gestern kurz nach 18 Uhr in den Katakomben des Stade de Suisse. Egal welcher Spieler gerade in die hingestreckten Mikrofone knurrte, grollte oder einfach sprach, es gab nur eine Sichtweise. In der 89. Minute hätten die Berner Young Boys gegen den FC Basel einen Elfmeter erhalten müssen. Oder wie FCB-Stürmer Marco Streller stellvertretend erklärte: «Der Penalty war klar, da müssen wir nicht diskutieren.»

Diskutiert wurde dann aber natürlich trotzdem. Oder vielleicht ist auf Berner Seite lamentieren der korrektere Ausdruck. YBs Linksverteidiger Mario Raimondi begab sich unter die Verschwörungstheoretiker und orakelte: «Gegen jede andere Mannschaft hätten wir diesen Elfmeter bekommen.»

Und der gefoulte Matias Vitkieviez fragte ganz rhetorisch: «Vielleicht wäre ja gepfiffen worden, wenn Alex Frei oder Marco Streller gefoult worden wären?» Er liess die Frage bedeutungsschwer in der Luft hängen – und trottete dann in die Kabine.

Schlechte Stimmung bei den Bernern

Nein, die Stimmung war nicht gut bei den Gelbschwarzen nach diesem 1:1 im Kampf der Titelaspiranten, die sich derzeit bloss im Mittelfeld der Tabelle wiederfinden. Schliesslich hatten die Berner, das kam erschwerend hinzu, bereits in der 67. Minute den Schiedsrichter nicht auf ihrer Seite gehabt. Da hätte der Basler Marcelo Diaz nach einem harten Foul zwingend mit Gelbrot unter die Dusche geschickt gehört.

Trotzdem klang es dann irgendwie eigenwillig, wenn Raimondi erklärte, sein Team habe sich «den Elfmeter durch die vielen herausgespielten Chancen verdient gehabt». Gemeinhin scheinen klare Chancen doch da zu sein, um sie zu verwerten. Und nicht, um dank ihnen später einen Strafstoss zu erhalten.

Womit das Augenmerk auf Yann Sommer fiel. Am Basler Goalie war es nämlich unter anderem gelegen, dass den Bernern bloss ein Tor gelingen mochte. So richtig glücklich blickte Sommer danach trotzdem nicht in die Gegend. Trotz guter eigener Leistung, trotz nicht gepfiffenem Penalty für YB, trotz nicht gegebenem Gelb-Rot gegen Diaz.

Nachdenkliche Basler

Was Sommer nachdenklich stimmte, war der Auftritt seiner Mannschaft. «Wir haben die richtige Mischung noch nicht gefunden», befand er korrekt, «wir können offensiv nur wenig Druck aufsetzen. Wir erarbeiten uns zu wenig zwingende Torchancen.» Und auf den Rückstand auf die Tabellenspitze angesprochen, wurde er noch ein wenig deutlicher: «Wir sind nicht an der Spitze. Und wir spielen derzeit auch nicht so gut, dass wir an die Spitze gehören. Das müssen wir uns eingestehen.»

Zu dieser Analyse passte ein offenbar angefressener Streller, der sich gleich nach Schlusspfiff möglichst kurz hielt in seinen Antworten. «Wir müssen schon ein paar Dinge hinterfragen», meinte der FCB-Captain, ohne präzisieren zu können oder zu wollen, was denn genau: «Ich weiss es nicht. Es ist schwierig zu analysieren.»

Den Eindruck, dass es derzeit riesigen Spass macht, in dieser Mannschaft zu spielen, hinterliess jedenfalls keiner der Basler, der in die Pressezone kam. Schon eher wirkten die Spieler ähnlich ratlos, wie das Team derzeit zeitweise die Zuschauer entlässt.

Fabian Frei findet einen positiven Ansatz

Und dann kam doch noch einer, der etwas Positives aus dem Nachmittag im Wankdorf zu ziehen vermochte: Fabian Frei. Der Basler Mittelfeldspieler befand: «Auswärts gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Titel einen Punkt zu holen, ist doch gar nicht so schlecht.»

So gesehen liegt der FCB im Rennen dieser zwei Titelanwärter weiter einen Punkt vor YB. In der Tabelle sticht allerdings eher der Rückstand von sieben Zählern auf Leader St. Gallen ins Auge des Betrachters.

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23.9.2012, 20:02 Uhr

Sommer: «Wir spielen nicht so gut, dass wir an die Spitze gehören»

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Text:

  • 18.05.2013 um 00:01
    Der Chef und sein Zuträger

    Der eine sorgt mit schnellem Antritt für Aufsehen und geht mit Torchancen bisweilen etwas gar verschwenderisch um. Der andere verrichtet seine Arbeit schon fast still und leise. Mohamed Salah und Mohamed Elneny bestimmen den Puls des FC Basel mit. Im Cupfinal gegen die Grasshoppers wird Salah allerdings gesperrt fehlen.

  • 17.05.2013 um 06:08
    «Jetzt soll mal der Schär hinten bleiben»

    Fabian Frei hat einen Lauf. Beim 2:0 gegen Lausanne schiesst er beide Tore – und am Pfingstmontag dürfte er erstmals in seiner Karriere einen Cupfinal bestreiten.

  • 17.05.2013 um 00:01
    Miezekatzen, Testläufer und ein auf die Probe gestellter Werbespruch

    Fabian Frei und Valentin Stocker erledigten Arbeit und Vorarbeit des Toreschiessens. Andere konnten die Kräfte für den Cupfinal schonen. Die Einzelkritiken zum 2:0 des FC Basel gegen Lausanne.

  • 16.05.2013 um 18:35
    Eishockey
    Zum Artikel: Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

    Lieber Herr Hochhuth, glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass nicht eine halbe lokale Geschichte weniger geschrieben wurde wegen dieses Eishockey-Artikels? Der Text kommt über Agentur, der Dienstchef (der sowieso Dienst schieben muss) hat ihn von d...

  • 13.05.2013 um 18:51
    Das mit der Tribüne
    Zum Artikel: Constantin kehrt mit dem Stahlbesen

    Meist sitzt das von ihnen angesprochene Problem ja nicht auf der Tribüne, sondern dirigiert (das Team) und desavouiert (den Trainer) von seinem Stammplatz neben der Ersatzbank aus.

  • 13.05.2013 um 17:13
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    Zum Artikel: Das Ende eines Clublokals – Stadt stellt Italiener auf die Strasse

    Weil die Stadt Basel eine leere Immobilie wollte, wird der bisherige Mieter rausgeworfen. Und jetzt sucht die Stadt Basel einen Zwischennutzer, weil sie gerne einen Mieter für ihre leere Immobilie hätte. Warum dreht sich bei mir plötzlich alles im Kopf?

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