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TagesWoche

Tages Woche

So, 26.05.2013

Ständerat 

24.9.2012, 18:22 Uhr

Ständerat lehnt SVP-Initiative «Volkswahl des Bundesrats» ab

24.9.2012, 18:22 Uhr

Der Ständerat will nicht, dass der Bundesrat vom Volk gewählt wird. Als Erstrat empfiehlt er die eidgenössische SVP-Initiative «Volkswahl des Bundesrats» ohne Gegenvorschlag mit 35 zu 6 Stimmen zur Ablehnung. Von sda

sda: Das Bundesratsfoto 2012 (Bild: Bundeskanzlei/Corinne Glanzmann)

Das Bundesratsfoto 2012 (Bild: Bundeskanzlei/Corinne Glanzmann) (Bild: sda)

Vergeblich versuchten einzelne Vertreter anderer Parteien, dem Rat eine Annahme-Empfehlung schmackhaft zu machen. Eine Volkswahl sei demokratischer und würde der Schweiz eher entsprechen, sagte etwa der Genfer Grüne Robert Cramer.

Die SVP hatte ihre Initiative im Gefolge der Abwahl ihres Bundesrats Christoph Blocher lanciert. Die Initianten verlangen, dass die Mitglieder des Bundesrates vom Volk in direkter Wahl nach dem Majorzsystem gewählt werden, und zwar alle vier Jahre gleichzeitig mit den Nationalratswahlen, wobei die gesamte Schweiz ein einziger Wahlkreis wäre.

Ständerat folgt Bundesrat

Der Bundesrat hatte die Initiative bereits Anfang Jahr ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung empfohlen. Das seit der Gründung des Bundesstaats bestehende Modell der Bundesratswahl durch das Parlament habe sich bewährt, es berücksichtige die wichtigsten Parteien, Regionen und Sprachgruppen.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. TagesWoche Redaktion

    Ständerat lehnt SVP-Initiative "Volkswahl des Bundesrates" ab

    von Martin Stohler um 25.09.2012 um 23:56Uhr

    Es bleibt mir ein Rätsel, wie Parteikollege Robert Cramer zum Schluss kommen kann, die Volkswahl des Bundesrates sei demokratischer und würde der Schweiz eher entsprechen. Mit der Konkordanz ist sie nicht wirklich kompatibel, ersetzt sie doch die politische Kunst der Regierungsbildung und des Kompromissefindens durch die Dunkelkammer der Volkswahl-Lotterie. Und dass die direkte Demokratie durch die Volkswahl nicht demokratischer wird, war bereits Karl Bürkli (1823-1901), einem der Väter der direkten Demokratie in Zürich und in der Schweiz, klar. Zu Recht betonte Bürkli, dass es einem halbwegs gebildeten Menschen zwar möglich ist, die Eigenheiten einer Gesetzesvorlage oder eines anderen Sachgeschäfts zu beurteilen. Dagegen ist es praktisch unmöglich, die Fähigkeiten und den Charakter von Personen, die man nicht sehr gut kennt, richtig zu beurteilen. Gerade das aber würde bei einer Volkswahl des Bundesrates von uns Bürgerinnen und Bürgern verlangt.
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24.9.2012, 18:22 Uhr

Ständerat lehnt SVP-Initiative «Volkswahl des Bundesrats» ab

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Text: sda

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