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TagesWoche

Tages Woche

Mi, 19.06.2013

Standortstreit 

27.9.2012, 12:10 Uhr

Petition für zentral gelegene Kinderklinik übergeben

27.9.2012, 12:10 Uhr

Ein breit abgestütztes Kommitee übergibt dem Regierungsrat eine Petition mit 1218 Unterschriften für eine zentral gelegene Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik statt einem Neubau auf dem Gelände der Universitären Psychiatrischen Kliniken am Stadtrand. Von Matieu Klee

Matieu Klee: Das Komitee übergibt Vizestaatsschreiber Marco Greiner die Petition mit 1218 Unterschriften.

Das Komitee übergibt Vizestaatsschreiber Marco Greiner die Petition mit 1218 Unterschriften. (Bild: Matieu Klee)

Ihre Petition mit 1218 Unterschriften überreichten die Kinder- und Jugendpsychiater und Patientenorganisationen Vizestaatsschreiber Marco Greiner. Kinder- und Jugendpsychiater Christoph Strebel erklärte im Namen des Komitees, die Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik sollte in der Nähe des Universitären Kinderspitals beider Basel (UKBB) zu liegen kommen. Damit könnte «eine Zusammenarbeit, die schon seit Jahren funkioniert, noch intensiviert werden». Er kritisierte den geplanten 30 Millionen Franken teuren Neubau auf dem Gelände der Universitäteren Psychiatrischen Kliniken (UPK). «Dieser Standort ist zentrumsfern, praktisch im Niemandsland, an der Grenze.» Dass die Regierung das UPK-Gelände nach wie vor als geeignetsten Standort betrachtet, liess sie allerdings bereits in einem Brief an die Kinder- und Jugendpsychiater verlauten.

Doch nicht mehr der Regierungsrat entscheidet, wie gross, wo und ob überhaupt die heute über die ganze Stadt verteilten Abteilungen in einer neuen Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik zusammengefasst werden, sondern der Verwaltungsrat der UPK. Seit Anfang Jahr sind die Basler Spitäler und Kliniken ausgelagert und entscheiden jetzt selbständig über ihre Investitionen. Bereits im Frühling führte die UPK einen Architekturwettbewerb durch und kürte auch ein Siegerprojekt. Allerdings kann sich die UPK den 30 Millionen Franken teuren Neubau gar nicht leisten. Der Verwaltungsrat lässt deshalb noch einmal durchrechnen, was für die UPK überhaupt in Frage kommt. Entscheiden, wie es mit der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik weitergehen soll, will der Verwaltungsrat gegen Ende Jahr.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Demenzkranke ja, Kinder nein????

    von Karl Buschweiler um 27.09.2012 um 15:39Uhr

    Kürzlich wurde gemeldet, dass in unmittelbarer Nähe der UPK - "ganz weit aussen am Stadtrand" - ein Heim für Demenzkranke gebaut werden soll. Diese Nähe zur UPK wurde bewusst gewählt. Namhafte Psychiater und Psychiaterinnen unterstützen den geplanten zentralen Standort der Kinder- und Jugendpsychiatrie bei der UPK. So falsch kann dieser Entscheid also nicht sein. Gut ist, dass die Spitäler selbstständig sind, so verpufft diese Petition ins Leere und das ist gut so!
    Direktlink zum Kommentar

  2. Namhafte Psychiater und Psychiaterinnen unterstützen...

    von René Reinhard um 27.09.2012 um 20:28Uhr

    Namhafte Psychiater?

    Auch Auguste Forel war einer:

    „Früher, in der guten alten Zeit, machte man mit unfähigen, ungenügenden Menschen kürzeren Prozess als heute. Eine ungeheure Zahl pathologischer Hirne, die (...) die Gesellschaft schädigten, wurde kurz und bündig hingerichtet, gehängt oder geköpft; der Prozess war insofern erfolgreich, als die Leute sich nicht weiter vermehren und die Gesellschaft mit ihren entarteten Keimen nicht weiter verpesten konnten.“

    „Bei Mischlingen gehört fast immer der Vater der höheren Rasse an, nicht umgekehrt. Sehr selten tritt ein weisses Weib mit einem Neger in Ehe.“

    Ebenso Ernst Rüdin, Schweizer und ein Schüler Forels, der zwar auch schon das Zeitliche gesegnet hat, aber noch heute in der offiziellen „Auflistung“ der Direktoren der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Friedmatt in Basel, deren Leiter er von 1925 bis 1928 war, „totgeschwiegen“ wird. Macht sich, wie es scheint, nicht gut, den führenden Rassenhygieniker des NS-Staates sozusagen im "Stammbaum" zu haben.

    Alte Geschichten? „Krempel“? Mag sein. Aber dennoch lohnt es sich, auch heutige Ansichten und "Meinungen" in der Psychiatrie, nicht einfach“ tel quel“ hinzunehmen. Also, "Vorsicht". ;-)

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Informationen zum Artikel

27.9.2012, 12:10 Uhr

Petition für zentral gelegene Kinderklinik übergeben

Text

Text:

  • 17.06.2013 um 16:44
    Anzeige zwang Polizei nicht zur Räumung

    Sicherheitsdirektor Baschi Dürr verteidigt den umstrittenen Polizeieinsatz vom Freitagabend damit, dass eine Anzeige der Messe vorlag. Diese durfte gar den Zeitpunkt der Polizeiaktion bestimmen. Zu Unrecht.

  • 13.06.2013 um 05:00
    Nach 67 Jahren rausgeworfen

    Heute öffnet die Kunstmesse Art für das Publikum die Tore. Zum letzten Mal mit dabei ist die Crew des Milchhändlerverbandes mit ihren Verpflegungsständen «Milk & More». Die Messe wirft sie nach 67-jähriger Zusammenarbeit raus, obwohl alle rundum mit dem Angebot zufrieden waren.

  • 12.06.2013 um 21:54
    Fast 2000 Unterschriften für Gehörlosenschule

    Ein Komitee reichte eine Petition mit knapp 2000 Unterschriften ein. Diese verlangt, dass Basel-Stadt auf seinen Entscheid zurück kommmt und die Sprachheilschulse in Riehen weiter berücksichtigt.

  • 18.06.2013 um 23:23
    @Judihee Hueber
    Zum Artikel: Anzeige zwang Polizei nicht zur Räumung

    Besten Dank für den Hinweis. Gemäss Einschätzung der zwei zitierten Strafrechtsprofessoren lag kein Hausfriedensbruch vor. Wir gehen der Sache aber gerne nach.

  • 12.06.2013 um 08:35
    @Martin Hess
    Zum Artikel: Bundesrat muss sich mit Abhängigkeit von TV-Moderatoren befassen

    Die Zeitschrift Beobachter hat vor eine paar Jahren einen lesenswerten Artikel zu Ihrer Frage veröffentlicht: «News-Journalisten müssen unabhängige, kritische Geister sein. Ist das noch gewährleistet, wenn sie für gutes Geld PR-Anlässe für Firmen moder...

  • 31.05.2013 um 23:32
    #f
    Zum Artikel: Fonzi feiern

    Wie bringt ihr es nur immer fertig, folch fette Fitel zu finden?

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