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TagesWoche

Tages Woche

Sa, 25.05.2013

Boxen 

16.9.2012, 18:05 Uhr

Zack! Die Kobra im Eiltempo zum 17. Sieg

16.9.2012, 18:05 Uhr

Eine Minute und 18 Sekunden dauerte der 17. Profikampf des Prattlers Schwergewichtlers Arnold Gjergjaj. Dann hatte der Kämpfer des Boxclubs Basel seinen Gegner bereits auf die Bretter geschickt. Als nächstes soll Gjergjaj um einen Titel kämpfen. Von Florian Raz

Die Entscheidung: Arnold «the Cobra» Gjergjaj (r.) trifft Alexander «der Grosse» Kahl so schwer, dass der ...

Die Entscheidung: Arnold «the Cobra» Gjergjaj (r.) trifft Alexander «der Grosse» Kahl so schwer, dass der ... (Bild: Patrick Blatter)

... zu Boden geht. Der Deutsche ist mit einem gerissenen Trommelfell kampfunfähig.

... zu Boden geht. Der Deutsche ist mit einem gerissenen Trommelfell kampfunfähig. (Bild: Patrick Blatter)

Der Kampf ist beendet. Es ist das 11. K.o Gjergjajs und sein 17. Sieg im 17. Kampf.

Der Kampf ist beendet. Es ist das 11. K.o Gjergjajs und sein 17. Sieg im 17. Kampf. (Bild: Patrick Blatter)

Eine bekannte Pose für Gjergjaj (l.). Der Kämpfer des Boxclub Basel wird zum Sieger ausgerufen.

Eine bekannte Pose für Gjergjaj (l.). Der Kämpfer des Boxclub Basel wird zum Sieger ausgerufen. (Bild: Patrick Blatter)

Der leicht verzweifelt klingende Ruf kam nach etwas mehr als einer Minute: «Hallo, Alexander! Aufwachen!» Doch die wohl einzige Anhängerin von Alexander «der Grosse» Kahl im ausverkauften Saal «Metro» des Grand Casinos schrie vergebens.

Vielleicht hatte der Deutsche die Aufforderung nicht gehört. Kaum zehn Sekunden später jedenfalls hatte er noch grössere Probleme mit seinem Gehör: Ein Volltreffer seines Gegners Arnold «the Cobra» Gjergjaj hatte ihm einen Riss im Trommelfell seines rechten Ohres zugefügt. Nach 1:18 in der ersten Runde war der Kampf durch K.o. zugunsten des Kämpfers des Boxclub Basel entschieden.

Es war Gjergjajs 17. Sieg im 17. Profikampf und sein elfter durch K.o. Danach sah sich der Prattler sogar zu einer Art Entschuldigung beim Publikum verpflichtet: «Sorry, dass es nur so kurz gegangen ist. Aber beim besten aller Boxer, Mike Tyson, ging es auch immer sehr schnell. So ist das im Schwergewichtsboxen: Ein Schlag – und alles ist vorbei.»

Jetzt soll ein Titel her. Bloss welcher?

Auf einer Höhe mit Mike Tyson sieht sich Gjergjaj sicher nicht. Aber dass sich der 27-Jährige, der bislang behutsam aufgebaut worden ist, nun mit härteren Gegnern messen muss, ist auch seinem Trainer Angelo Gallina klar. Als nächstes, so verkündete Gallina Sekunden nach dem Sieg gegen Kahl, stehe ein interkontinentaler Titelkampf auf dem Programm. Am 20. Oktober soll der Event in der Markthalle steigen.

Noch ist allerdings nicht klar, um welchen Gürtel Gjergjaj dann boxen soll. Auf dem Markt sind unzählige vakanter Titel, die von all den grossen und kleinen Box-Verbänden dieser Welt angeboten werden. Je grösser der Verband, um so grösser die Prämien, die der Veranstalter für einen Titelkampf zu bezahlen hat. (Hier ein Beispiel für die Kosten eines solchen Kampfes.)

Gallina wollte um einen Titel der Global Boxing Union (GBU) kämpfen lassen, ein Verband, der nicht zu den grossen des Geschäfts zählt. Doch das will Peter Stucki, Präsident der Berufsbox-Kommission von Swiss Boxing, nicht zulassen.

Der Kampf soll interkontinental sein

So wie der Titel noch nicht feststeht, so ist auch noch nicht klar, gegen wen Gjergjaj in der Markthalle boxen soll. Das Ziel Gallinas aber steht fest: «Ich will einen interkontinentalen Kampf.»

Gjergjaj scheint bereit für eine solche Aufgabe. Der Schwergewichtler wirkte nach einer intensiven Vorbereitung – unter anderem im Sauerland Boxstall in Berlin – austrainiert wie noch nie. Das allerdings half ihm nach der Kurzarbeit im Ring auch nicht weiter. Die Dopingkontrolleure mussten geschlagene drei Stunden warten, bis sie endlich ihre Probe mit ins Labor nehmen konnten.

Boxeo 22, Grand Casino Basel

Profiboxen: Arnold Gjergjaj, Schweiz gewinnt durch K.o. in Runde 1 gegen Alexander Kahl, Deutschland.
Nicole Boss, Schweiz verliert gegen Milena Koleva, Bulgarien nach 3:0 Richterstimmen
(75:77,73:79,73:79).
Amateure: Kategorie Frauen 57kg: Sarah-Joy Rae, Boxclub Basel gewinnt n.Pkt. gegen Armanda Beck, Sport Ring Zürich.
Kategorie Frauen 64kg: Barbara Willhelmi, Boxclub Basel gewinnt n.Pkt. gegen Nicole von Känel, Box Akademie Bern.
Kategorie Herren 75kg: Kadri Gashi, Boxclub Sissach gewinnt n.Pkt. gegen Kasam Pulaj, Box Akademie Bern.

Internationales Boxturnier, Berlin

Amateure: Kategorie Frauen, 60 Kg: Sandra Brügger, Boxclub Basel gewinnt n.Pkt. gegen Nina Meinke, Berlin.
Kategorie Frauen, 54 Kg: Nadia  Barriga, Boxclub Basel gewinnt n.Pkt gegen Diana Warnke, Berlin.

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Informationen zum Artikel

16.9.2012, 18:05 Uhr

Zack! Die Kobra im Eiltempo zum 17. Sieg

Text

Text:

  • 24.05.2013 um 19:04
    FCB: Erst bei 50 plus haben die Gegner eine Chance

    Am Sonntag bietet sich dem FC Basel der erste von drei Matchbällen. Gewinnen die Basler bei den Grasshoppers, sind sie zum vierten Mal hintereinander Schweizer Meister. Und die einheimischen Gegner dürfen sich über eine verpasste Gelegenheit ärgern. Zu schlagen ist der FCB nämlich nur, wenn er über 50 Saisonspiele absolviert.

  • 18.05.2013 um 00:01
    Der Chef und sein Zuträger

    Der eine sorgt mit schnellem Antritt für Aufsehen und geht mit Torchancen bisweilen etwas gar verschwenderisch um. Der andere verrichtet seine Arbeit schon fast still und leise. Mohamed Salah und Mohamed Elneny bestimmen den Puls des FC Basel mit. Im Cupfinal gegen die Grasshoppers wird Salah allerdings gesperrt fehlen.

  • 17.05.2013 um 06:08
    «Jetzt soll mal der Schär hinten bleiben»

    Fabian Frei hat einen Lauf. Beim 2:0 gegen Lausanne schiesst er beide Tore – und am Pfingstmontag dürfte er erstmals in seiner Karriere einen Cupfinal bestreiten.

  • 16.05.2013 um 18:35
    Eishockey
    Zum Artikel: Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

    Lieber Herr Hochhuth, glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass nicht eine halbe lokale Geschichte weniger geschrieben wurde wegen dieses Eishockey-Artikels? Der Text kommt über Agentur, der Dienstchef (der sowieso Dienst schieben muss) hat ihn von d...

  • 13.05.2013 um 18:51
    Das mit der Tribüne
    Zum Artikel: Constantin kehrt mit dem Stahlbesen

    Meist sitzt das von ihnen angesprochene Problem ja nicht auf der Tribüne, sondern dirigiert (das Team) und desavouiert (den Trainer) von seinem Stammplatz neben der Ersatzbank aus.

  • 13.05.2013 um 17:13
    Seldwyla
    Zum Artikel: Das Ende eines Clublokals – Stadt stellt Italiener auf die Strasse

    Weil die Stadt Basel eine leere Immobilie wollte, wird der bisherige Mieter rausgeworfen. Und jetzt sucht die Stadt Basel einen Zwischennutzer, weil sie gerne einen Mieter für ihre leere Immobilie hätte. Warum dreht sich bei mir plötzlich alles im Kopf?

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