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TagesWoche

Tages Woche

Fr, 24.05.2013

Unterwasserrugby 

14.9.2012, 06:30 Uhr

In der Tiefe des dreidimensionalen Raums

14.9.2012, 06:30 Uhr

Unterwasser-Rugby ist ein Sport für Wasserratten mit kühlem Kopf und langem Atem. Von Alain Gloor und Stefan Bohrer

Unterwasserrugby in Basel: Die Sportart im Kurzportrait.

Zu welcher Sportart gehört diese Maske? Unterwasserrugby in Basel.

Zu welcher Sportart gehört diese Maske? Unterwasserrugby in Basel. (Bild: STEFAN BOHRER)

Treffpunkt des UW Bâle: Das Gartenbad Eglisee.

Treffpunkt des UW Bâle: Das Gartenbad Eglisee. (Bild: STEFAN BOHRER)

Impression vom Eglisee.

Impression vom Eglisee. (Bild: STEFAN BOHRER)

Es ist Zeit abzutauchen.

Es ist Zeit abzutauchen. (Bild: STEFAN BOHRER)

Impression vom Eglisee.

Impression vom Eglisee. (Bild: STEFAN BOHRER)

14 bis 47 Jahre alt sind die Spieler in der gemischten Mannschaft.

14 bis 47 Jahre alt sind die Spieler in der gemischten Mannschaft. (Bild: STEFAN BOHRER)

Das Objekt der Begierde unter der Wasseroberfläche: Ein mit Salzwasser gefüllter Ball...

Das Objekt der Begierde unter der Wasseroberfläche: Ein mit Salzwasser gefüllter Ball... (Bild: STEFAN BOHRER)

...um den beherzt gekämpft wird.

...um den beherzt gekämpft wird. (Bild: STEFAN BOHRER)

Seit 1999 wird in Basel Unterwasserrugby gespielt.

Seit 1999 wird in Basel Unterwasserrugby gespielt. (Bild: STEFAN BOHRER)

Viel Ausrüstung braucht es beim Unterwasserrugby nicht.

Viel Ausrüstung braucht es beim Unterwasserrugby nicht. (Bild: STEFAN BOHRER)

Das Ziel liegt drei Meter tiefer.

Das Ziel liegt drei Meter tiefer. (Bild: STEFAN BOHRER)

Ein langer Atem ist gefragt.

Ein langer Atem ist gefragt. (Bild: STEFAN BOHRER)

Impression aus dem Gartenbad.

Impression aus dem Gartenbad. (Bild: STEFAN BOHRER)

In wohl keiner Sportart wird das Raumgefühl derart beansprucht wie im Unterwasser-Rugby. Da die Torkörbe am Grund der über drei Meter tiefen Tauchgrube installiert sind, spielt sich die Action vor allem unter und über dem Spieler ab. Damit er dem Spielgeschehen auch von oben folgen kann, ist er mit Schnorchel und Tauchmaske ausgestattet.

Scheint der Moment gegeben, schiesst er in die Tiefe, angetrieben vom Flossenschlag, und versucht, entweder den ballführenden Gegner zu stoppen oder den Ball an sich zu reissen und das Spiel voranzutreiben. Naturgemäss hat er dafür nur so lange Zeit wie er Luft hat. Das zwingt den Spieler zu rationalem Handeln. Nur Überblick, Timing und zielgerichtete Aktionen führen zum Ziel.

Das Mindestalter liegt bei 13 Jahren

Unbekannte Sportarten in Basel

Die TagesWoche portraitiert Sportarten, die derart am Rande stehen, dass sie gerade deswegen schon wieder anziehend wirken. Kommt dazu: Wer in der Region Basel ziemlich allein auf weiter Flur steht, ist dafür oft international vernetzt.

Ausserdem erschienen:
Die Lust am Spiel
Velo-Polo
Ultimate Frisbee
Sepak Takraw
Unterwasserrugby
Lacrosse

Wir haben fünf Videos zu den vorgestellten Sportarten zusammengestellt.

Marcus Thiele, Präsident des Unterwasser-Rugby-Vereins UW Bâle, glaubte lange Zeit, eine neue Sportart erfunden zu haben: «Als Schwimmlehrer war ich stets auf der Suche nach neuen Spielformen. So kam mir die Idee, zwei Tore im Becken zu versenken und unter Wasser auf sie zu schiessen.» Doch dann hat er an einer Jugend-und-Sport-Weiterbildung in Magglingen «seine» Sportart in einem Promotionsfilm entdeckt. Und zurück in Basel gleich das Gesehene umgesetzt.

Im Jahr 1999 gründete er den Verein, der heute über etwa 45 Mitglieder im Alter von 14 bis 47 Jahren verfügt, wovon etwa ein Drittel weiblichen Geschlechts sind. Das Mindestalter liegt bei 13 Jahren. «Bis in der höchsten Liga wird gemischt gespielt. Und das geht ganz gut so», sagt Marcus Thiele. Ein Höhepunkt jeder Vereinssaison ist der internationale Läckerli-Cup, der UW Bâle bereits zwölf Mal organisiert hat.

Keine One-Man-Show

Der mit einer Salzwassermischung gefüllte Ball sinkt mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Meter pro Sekunde. Mit ihm sind Pässe von bis zu zwei Metern möglich. Spektakulär wird es jeweils bei einem Strafstoss: Der Angreifer hat 45 Sekunden Zeit, um den Torhüter zu überwinden. Es empfiehlt sich also, die Luft mindestens so lange anhalten zu können.

Besonders stolz ist Marcus Thiele auf die Markierung des Spielfelds am Boden des Bassins im Gartenbad Eglisee. «Der Abwart erneuert sie jeweils selbständig, das freut uns sehr. Und in der Mitte ist sogar das Logo zu finden, mit dem Namen unserer Website.» Neben der Jugendförderung liegt dem 47-jährigen Riehener am Herzen, dass der Verein vom eigenen Nachwuchs weitergetragen wird: «Aber wir sind auf gutem Weg, er ist schon lange keine One-Man-Show mehr.»

Unterwasser-Rugby in Basel

Verein: UW Bâle
Training: Dienstag und Freitag 19:45 bis 21 Uhr (Sommer), Freitag 19:00 bis 20:15 Uhr (Winter)
Wo: Gartenbad Eglisee (Sommer), Gymnasium Bäumlihof (Winter)
Website und Kontakt: www.uwrugbybale.ch

 

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Informationen zum Artikel

14.9.2012, 06:30 Uhr

In der Tiefe des dreidimensionalen Raums

Text

Text:

  • 28.02.2013 um 15:31
    «Das kritische Denken bleibt auf der Strecke»

    Eine Milliarde Euro der EU für die Uni Lausanne, 100 Millionen von der UBS für die Uni Zürich: ETH-Professor Michael Hagner sieht in der Ökonomisierung des Forschungsbetriebs eine grosse Gefahr. Er plädiert für «radikal ehrliche» Wissenschaften.

  • 04.01.2013 um 14:52
    Mehr als ein Stück Sportgeschichte

    Das Sportmuseum zeigt an der Photo13 in Zürich Fotografien von Walter Scheiwiller (4. bis 8. Januar). Sie beeindrucken nicht nur durch ihre Kunstfertigkeit, sondern auch als Zeugnisse ihrer Zeit.

  • 20.12.2012 um 18:29
    Aufstieg und Fall des Lance Armstrong – die Zeitachse

    Er wurde vom gefeierten Helden mit übermenschlichen Kräften zum gefallenen Idol, von dem nun jeder weiss, woher er die Kräfte verbotenerweise genommen hat. Die Karriere von Lance Armstrong auf der interaktiven Zeitachse.

Bild

Bild: Stefan Bohrer

  • 27.04.2013 um 09:42
    Zuschauen? Nö. Mitspielen!

    Die deutsche Theatergruppe «machina eX» bringt mit «15.000 GRAY» ein Computerspiel à la «Monkey Island» auf die Bühne. Die Bombe müssen die Zuschauer im Haus für elektronische Künste selbst entschärfen. Das ist sehr unterhaltsam, charmant und hat viel Potenzial. 

  • 08.04.2013 um 21:16
    Dem Babyboom auf der Spur

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