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TagesWoche

Tages Woche

Mi, 19.06.2013

Mehmets Asien-Küchenexpedition 

19.9.2012, 14:01 Uhr

Im Teemuseum von Pinglin

19.9.2012, 14:01 Uhr

Auf Taiwan besucht Mehmet, unser Reisender in Sachen asiatische Küche, das Teemuseum von Pinglin. Ein Kommentar von Mehmet Kilinc

Das kleine Dorf Pinglin in der Provinz Neu-Taipeh auf Taiwan

Das kleine Dorf Pinglin in der Provinz Neu-Taipeh auf Taiwan (Bild: Mehmet Kilinc)

Teebaumfeld: Dank des für den Teeanbau idealen Klimas, wird der Tee in Taiwan vom Frühling bis in den späten Herbst geerntet.

Teebaumfeld: Dank des für den Teeanbau idealen Klimas, wird der Tee in Taiwan vom Frühling bis in den späten Herbst geerntet. (Bild: Mehmet Kilinc)

Statue von Lu Yu im Garten des Tee-Museums in Pinglin, Taiwan.

Statue von Lu Yu im Garten des Tee-Museums in Pinglin, Taiwan. (Bild: Mehmet Kilinc)

Tee-Glace - in der Schweiz nicht oft zu finden.

Tee-Glace - in der Schweiz nicht oft zu finden. (Bild: Mehmet Kilinc)

Ein Teebaum. Bei der Teeernte werden nur die drei obersten Knospen mit einem scharfen Messer abgetrennt.

Ein Teebaum. Bei der Teeernte werden nur die drei obersten Knospen mit einem scharfen Messer abgetrennt. (Bild: Mehmet Kilinc)

Mehmet Kilinc Mehmet Kilinc

Wenn man etwas über Tee erfahren möchte, sei Pinglin die richtige Destination, wurde mir von einem Freund gesagt. Und ich möchte mehr über Tee erfahren. Ich bin Gast bei Frau Shiao-Ping und Herrn Tsai. Das Ehepaar empfängt mich freundlich – und natürlich wird mir zur Begrüssung Tee serviert.

Aufgetragen wird Oolong Tee, der als taiwanische Spezialität weltberühmt ist. Tee wird in dieser kleinen Ortschaft sehr ernst genommen: Natürlich gibt es ein Teemuseum. Vom Museum, das am Hang eines Berges liegt, hat man eine schöne Aussicht auf das kleine Städtchen.

Im Museum riecht es wunderbar nach Tee und ich kann meinen Wissensdurst stillen. Ich lerne vieles über die Teeherstellung, aber auch über die Bedeutung und den Ursprung der Teekultur erfahre ich einiges.

Tee hat einen ganz besonderen Stellenwert in der taiwanischen Kultur. Für unterschiedliche Anlässe gibt es jeweils eine spezielle Teezeremonie, deren Schritte genau beschrieben sind. Im Garten des Museums stehen unzählige Statuen von Lu Yu (733–804), der als Teemeister verehrt wird. Er lebte während der Tang-Dynastie und hat das erste Sachbuch über Tee, «The Classic of Tea», verfasst - natürlich nicht auf englisch.

Im geschichtlichen Teil stosse ich auf folgende Sage über die Entstehung des Teebaumes: Der Mönch Damo (Bodhidharma) hatte sich vorgenommen, neun Jahre zu meditieren. Als die Schlafdämonen über ihn herfielen und er einnickte, war er darüber so traurig, dass er sich die Augenlider abtrennte und auf den Boden warf. Daraus wuchs der erste Teebaum. Als Damo ein zweites Mal von den Schlafdämonen heimgesucht wurde, ass er die Blätter des Teebaumes und erhielt so die Kraft, wach zu bleiben.

Zum Abschluss meines Museumsbesuches koste ich die erfrischende Teeglace, die den Besuchern serviert wird.

Und jetzt bin ich neugierig, was man mit Tee in der Küche sonst noch so anstellen kann.

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Informationen zum Artikel

19.9.2012, 14:01 Uhr

Im Teemuseum von Pinglin

Text

Text: Mehmet Kilinc

  • 07.10.2012 um 21:25
    Taiwanesische Radieschen-Omelette

    In Taiwan isst man sie fast zu allem: Die Omelette mit den Radieschen. Der Grünpfahl-Wirt hat das Rezept ausfindig gemacht.

  • 27.09.2012 um 13:39
    Grünteeglace in Crepe

    Eines der Rezepte, die der Grünpfahl-Wirt auf seiner Asien-Reise gefunden hat. Süss-salzig und erfrischend.

  • 25.09.2012 um 16:05
    Chinesisches Popcorn

    Popcorn muss nicht aus Mais gemacht werden: In Taiwan hat Grünpfahl-Wirt Mehmet Kilinc beobachtet, wie die Chinesen Popcorn herstellen.

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