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TagesWoche

Tages Woche

Mi, 19.06.2013

Wahlen, Basel 

18.9.2012, 07:00 Uhr

Bier und keine Tabus mit Baschi Dürr

18.9.2012, 07:00 Uhr (aktualisiert: 18.9.2012 - 15.30 Uhr)

Er will in die Regierung – und tut dafür einiges. Zum Beispiel Bier trinken mit potentiellen Wählern. Zum Auftakt seiner zweiwöchigen Beizen-Wahltour durch die Stadt war FDP-Grossrat Baschi Dürr im «Schützenhaus»-Garten anzutreffen. Von Martina Rutschmann

Baschi Dürr trinkt die kommenden zwei Wochen jeden Abend in einer anderen Beiz Bier mit dem Volk – die Aktion startete am Montag im «Schützenhaus».

Baschi Dürr trinkt die kommenden zwei Wochen jeden Abend in einer anderen Beiz Bier mit dem Volk – die Aktion startete am Montag im «Schützenhaus». (Bild: Martina Rutschmann)

Baschi Dürr trinkt die kommenden zwei Wochen jeden Abend in einer anderen Beiz Bier mit dem Volk – die Aktion startete am Montag im «Schützenhaus».

Baschi Dürr trinkt die kommenden zwei Wochen jeden Abend in einer anderen Beiz Bier mit dem Volk – die Aktion startete am Montag im «Schützenhaus». (Bild: Martina Rutschmann)

Das erste Bier mit Baschi Dürr fand in kleinem Rahmen statt.

Das erste Bier mit Baschi Dürr fand in kleinem Rahmen statt. (Bild: Martina Rutschmann)

Es ist nicht mehr wie früher. Damals lachten einem die Regierungsrats-Kandidaten noch von den Plakaten aus an und versprachen per Slogan eine bessere Zukunft. Sie stritten auf Podien mit anderen Politikern. Und gaben in Zeitungen fleissig Interviews. Das Volk aber konnte die Kandidaten kaum anfassen, es waren ferne Figuren, deren Erfolg oder Misserfolg dafür einzig und allein in der Macht der Wähler lag. Daran hat sich nichts geändert, weshalb sich Baschi Dürr – zweitjüngster Kandidat für die Basler Regierung – gedacht hat: Ich will nah sein beim Volk, sehr nah. Die Aktion heisst «Auf ein Bier mit Baschi Dürr...» und sie begann am Montag.

Punkt 17 Uhr, Baschi Dürr betritt den Garten des Restaurants Schützenhaus. In Anzug und Krawatte sieht er aus wie ein Politiker, was er ja ist, längst schon. Doch er will mehr, er will vom Parlament in die Regierung wechseln und dafür braucht er Stimmen. Er setzt sich an den für ihn und seine Gäste – die jedoch selber bezahlen müssen – reservierten Tisch und wartet. Auf wen, weiss er nicht. Denn: Bei dieser Aktion muss sich niemand anmelden, es kann kommen, wer will. So steht es auf dem Bierdeckel, den Baschi Dürr für den Wahlkampf hat drucken lassen und auf dem er ein bisschen lächelt und ein bisschen ernst schaut. «Mehr Mut zur Freiheit» heisst der Slogan und der Kandidat ist bereit, jedem, der es genauer wissen will, zu erklären, was er damit meint.

Runde unter Gleichgesinnten

Baschi Dürr bestellt ein Bier. Und die Gäste kommen. Viele sind es nicht an diesem ersten von neun Abenden, an denen die Wahlberechtigten den Kandidaten anfassen können. Von den wenigen Menschen am Tisch macht niemand den Eindruck, der Person Dürr skeptisch gegenüberzustehen. Im Gegenteil: «Schützenhaus»-Beizer Peter Wyss ist FDP-Mitglied, genauso, wie die ehemalige Grossrätin Blanche Staehelin, die sich ebenfalls zur Runde gesellt und bald auf das Thema Frauen und Politik zu sprechen kommt. «Kein Tabu» seien für ihn Frauenquoten in der Politik, sagt Dürr, allerdings nur, wenn die Bestimmung, diese einzuführen, von der Partei komme – und nicht vom Gesetzgeber. Ebenfalls «kein Tabu» sei für ihn Road Pricing für Autofahrer – aber auch nur, wenn die Gebühr an Stelle einer anderen eingeführt würde. Dürr selber hat einen Fahrausweis, aber kein Auto.

Das Gespräch wird trotz der Runde Gleichgesinnter zur einer kleinen Diskussion – jedoch zur friedlichen im engsten Kreis. Fragen wie «Warum gibt es bei den Linken mehr Frauen als bei den Bürgerlichen?» werden erörtert – bleiben am Ende aber offen. Kurz vor 19 Uhr – wie auf dem Bierdeckel angekündigt – muss Baschi Dürr dann auch schon wieder weiter, es wartet ein Podium in Riehen, ganz wie früher, als Podien im Wahlkampf noch das Mass aller Dinge waren. Bereits am Dienstag geht es weiter mit der Bier-Aktion – und zwar an einem Ort, wo gern viel Bier fliesst, auch ausserhalb der Wahlkampf-Zeit: Ab 17 Uhr ist Baschi Dürr im Kleinbasler «Schafeck» anzutreffen – ohne Podiums-Termin danach und mit einem kurzen Heimweg an die Wettsteinallee.

 

  1. Zum Campagnenende wird es heissen:

    von Kulturbetrachter Basel am 18.09.2012 um 13:10Uhr

    Wahlziel erreicht, Leber kaputt!
    Direktlink zum Kommentar

  2. Emmanuel Ullmann jüngster Regierungsratskandidat

    von martina bernasconi am 18.09.2012 um 14:54Uhr

    Liebe Frau Rutschmann, da haben sie sich leider geirrt: Baschi Dürr ist nicht der jüngste Regierungsratskandidat. Das behält sich der grünliberale Emmanuel Ullmann für sich: Er ist drei Jahre jünger!
    Direktlink zum Kommentar

  3. Danke

    von Dienstchef Online am 18.09.2012 um 15:39Uhr

    Liebe Frau Bernasconi, danke für den Hinweis. Wir haben den Text entsprechend korrigiert.
    Die Redaktion (in Vertretung von Martina Rutschmann, die im Oberbaselbiet verschollen ist)
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  1. Bier passt gut

    von Wahrsager um 18.09.2012 um 08:42Uhr

    Baschi passt sich an an die versoffene Stadt. Nur weiter so, den Alkohol verherrlichen.
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  2. Zum Campagnenende wird es heissen:

    von Kulturbetrachter Basel um 18.09.2012 um 13:10Uhr

    Wahlziel erreicht, Leber kaputt!
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  3. Baschi-Bashing...

    von H J Martens um 18.09.2012 um 14:02Uhr

    ... mag ich nicht betreiben, glaube auch nicht, dass die paar Biere seine Leber ruinieren werden.
    Das Rätsel bleibt: Warum in aller Welt sollte ich Baschi Dürr wählen? Irgendwie kommt er mir vor wie ein Segel, das auf den günstigen Wind wartet.
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  4. Emmanuel Ullmann jüngster Regierungsratskandidat

    von martina bernasconi um 18.09.2012 um 14:54Uhr

    Liebe Frau Rutschmann, da haben sie sich leider geirrt: Baschi Dürr ist nicht der jüngste Regierungsratskandidat. Das behält sich der grünliberale Emmanuel Ullmann für sich: Er ist drei Jahre jünger!
    Direktlink zum Kommentar

  5. Danke

    von Dienstchef Online um 18.09.2012 um 15:39Uhr

    Liebe Frau Bernasconi, danke für den Hinweis. Wir haben den Text entsprechend korrigiert.
    Die Redaktion (in Vertretung von Martina Rutschmann, die im Oberbaselbiet verschollen ist)
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  6. Das Bier von hier, ...

    von Inaktiver Nutzer um 20.09.2012 um 21:49Uhr

    das Geld von dort. Dürr sollte seine Abhängigkeiten offenlegen.
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Informationen zum Artikel

18.9.2012, 07:00 Uhr

Bier und keine Tabus mit Baschi Dürr

Text

Text:

  • 16.06.2013 um 17:03
    «Vor der Räumung herrschte Kaiseraugst-Stimmung»

    BastA!-Grossrat Urs Müller hat die Räumung des Gezi-Parks beobachtet. Er bestätigt Medienberichte, wonach die Demonstranten friedlich waren und die Polizei brutal. Die Basler Delegation musste den Stadtteil verlassen, weil es heute noch gefährlicher werden könnte.

  • 16.06.2013 um 10:10
    «Wichtig ist, dass wir überhaupt etwas tun»

    Die malische Armee misshandelt Kinder in Kriegsgefangenschaft, zeigt eine Untersuchung von «Amnesty International». Einer, der sich seit Jahrzehnten für das Land engagiert, ist der Basler Hartmann P. Koechlin.

  • 13.06.2013 um 12:41
    «Hesch gseh, ich bi im Färnseh koh»

    Der lokale TV-Sender Telebasel feiert heute Samstag ­seinen 20. Geburtstag. Zum Erfolg trägt das ­Portemonnaie von uns allen bei.

  • 16.06.2013 um 17:33
    Sehr geehrter Herr Buschweiler
    Zum Artikel: «Vor der Räumung herrschte Kaiseraugst-Stimmung»

    Ich möchte Ihnen sicher nichts unterstellen, hege aber die Vermutung, dass Sie den Artikel nicht aufmerksam gelesen haben. Die Rede ist vom Polizeieinsatz in Istanbul – nicht von jenem auf dem Messeplatz. Urs Müller befindet sich nämlich, wie bereits i...

  • 04.06.2013 um 13:18
    Lieber Marco M II
    Zum Artikel: Das letzte Aufbäumen

    Das zuständige Architekturbüro möchte die neuste Visualisierung des Turms den Medien erst zur Verfügung stellen, wenn das Projekt abgesegnet ist. Hier http://www.morger-dettli.ch/projekte/180 kann man das Modell aber bereits sehen. Herzlich, Martina R...

  • 04.06.2013 um 11:56
    Lieber Marco M
    Zum Artikel: Das letzte Aufbäumen

    Sie haben recht, die Bilder auf der von Ihnen angegebenen Website sind noch aktueller als das Bild, das wir derzeit noch online haben. Wir tauschen es so bald wie möglich gegen die neuere Visualisierung aus. Vielen Dank für den Hinweis, Martina Rutsch...

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