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TagesWoche

Tages Woche

Mi, 22.05.2013

Herzstück-Projekt 

17.9.2012, 12:37 Uhr

Herzstück soll viel Geld bringen

17.9.2012, 12:37 Uhr

Das Herzstück der Basler Regio-S-Bahn soll volkswirtschaftlich einen Gesamtnutzen von jährlich rund 160 Millionen Franken für die trinationale Agglomeration bringen: Das besagt eine Studie, die von den Baudirektionen und der Handelskammer beider Basel am Montag in Liestal vorgestellt wurde. Von sda

GAETAN BALLY: Unterirdisch durch Basel: Der Badische Bahnhof und Basel SBB sollen mit einer Durchmesserlinie verbunden werden. Der volkswirtschaftliche Nutzen soll 180 Millionen Franken betragen.

Unterirdisch durch Basel: Der Badische Bahnhof und Basel SBB sollen mit einer Durchmesserlinie verbunden werden. Der volkswirtschaftliche Nutzen soll 180 Millionen Franken betragen. (Bild: GAETAN BALLY)

Das S-Bahn-Herzstück soll in Basel den SBB- und den Badischen Bahnhof mit einem 4,5 Kilometer langen Stadttunnel verbinden und so durchgängige Verbindungen in der Region ermöglichen. Die im Auftrag der Projektleitung erstellte Studie zeigt nun wirtschaftliche Effekte dieser Durchmesserlinien bis 2030 auf, wie die Baudirektionen und die Handelskammer mitteilten.

Die Studie errechnet die höhere Wertschöpfung aufgrund sogenannter Agglomerationseffekte wie der Vergrösserung von Absatz- und Arbeitsmärkten, mehr Kontakten und Wissenstransfer oder höherem Lohnniveau. Hinzu kommt der konventionelle Nutzen aus einer Kosten-Nutzen-Analyse, die vor allem auf die kürzeren Reisezeiten abstellt.

Wird der Stadttunnel gebaut, erhöht sich gemäss Studie das Bruttoinlandprodukt der Region um über 110 Millionen Franken pro Jahr. Samt konventionellem Nutzen steigt der Gesamtnutzen auf rund 160 Millionen Franken. Wird zudem ein Abzweiger zum Bahnhof St. Johann gebaut, schätzt die Studie die Werte auf über 125 Millionen respektive rund 180 Millionen Franken.

Hinzu kämen bei beiden Varianten weitere Effekte wie etwa Impulse für die Siedlungsentwicklung, die aber schwierig zu beziffern seien, heisst es weiter. Das Untersuchungsgebiet der Studie umfasst die beiden Basel, das Fricktal (Aargau) und das Schwarzbubenland (Solothurn) sowie in Deutschland das Markgräflerland bis Müllheim und Schopfheim und in Frankreich den Sundgau im Elsass.

Erstellt wurde die Studie von den Firmen B.S.S. Volkswirtschaftliche Beratung AG Basel und Rapp Trans AG. Initiiert und begleitet wurde sie im Auftrag der Projektleitung Herzstück Regio-S-Bahn von der Kantons- und Stadtentwicklung im Präsidialdepartement Basel-Stadt.

Die sogenannte «Variante Mitte» der Durchmesserlinie kostet voraussichtlich 1,2 bis 1,5 Milliarden Franken. Die Räte von Basel-Stadt und Baselland haben 2010 beschlossen, diese Variante weiter zu vertiefen. Erste Züge auf der neuen S-Bahn-Linie könnten im besten Fall in 15 Jahren fahren, heisst es auf der Website des Projekts.

  1. Grössenwahnsinniges Herzstück-Projekt

    von André Auderset am 17.09.2012 um 13:03Uhr

    Dieses Projekt ist ein typisches Beispiel dafür, wie sich fast epidemisch Euphorie verbreitet und niemand den gesunden Menschenverstand einschaltet. Entschuldigung, wenn ich diesen Gottesdienst störe! Bitte mal kurz nachdenken: Mit dem Zweier ist man in weniger als zehn Minuten vom Bahnhof SBB zum Bad. Bahnhof gefahren. Die beiden Zentren des nationalen und internationalen Schienenverkehrs sind also ausgezeichnet verbunden. Warum also Milliarden in den Untergrund verbuddeln und die Basler Innerstadt über Jahrzehnte Bauzeit unpassierbar machen? Will sich da wieder mal ein Baudirektor ein Denkmal setzen, noch bevor dasjenige seines Vorgängers (von niemand benötigte Tramverbindung nach Weil) fertig ist?
    André Auderset, LDP-Grossrat
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  2. Man rechne

    von Robert Schiess am 17.09.2012 um 16:09Uhr

    Also der Nutzen beträgt 160 Mio. Ich gehe davon aus, dass der Netzen dem zusätzlichen Gewinn der Firmen in Basel entspricht. Wenn dem so ist, erhält der Kanton bei einem Gewinnsteuersatz von 9% 1,4 Mio zusätzlichen Steuerertrag für den Kanton. Dies Invesition von 1,5 Mrd ist dann in 1'000 Jahren zurückbezahlt......
    Wenn aber die Firmensitze ausserhalb Basel sind, reduziert sich der Steuerertrag und verlängert die Frist.
    Und dies will Basel?
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  3. Holzweg

    von Karl Linder am 17.09.2012 um 22:20Uhr

    Das Herzstück ist für mich eine Fehlplanung. Die S-Bahn muss doch dorthin, wo die Arbeitsplätze sind, bzw. zukünftig noch weiter entstehen werden! Nämlich zum Novartis Campus und zum Klybeck/zur Klybeck-Insel. Deshalb erachte ich eine Variante Nord als zukunftsträchtiger. Mit einer Erweiterung via der Elsässerbahn-Linie denkbar (mit S-Bahn Haltestelle Morgartenring; Die bestehende Bahnlinie könnte man zudem überdachen und damit weitere Grünflächen gewinnen inkl. Lärmreduktion resp. an den Rand der Bahn Wohnflächen entstehen lassen). Die Verbindung zwischen den Bahnhöfen kann mit einer neuen Tramlinie (statt Bus 30) realisiert werden. Damit hätten wir mit Tram 2 und Tram 30 zwei rasche und leistungsstarke Verbindungen zwischen Bahnhof SBB und Bad Bahnhof. In Grossstädten wie London z.B. gibt es auch Kopfbahnhöfe und Feinverteilung via U-Bahn und Bus.
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  1. Grössenwahnsinniges Herzstück-Projekt

    von André Auderset um 17.09.2012 um 13:03Uhr

    Dieses Projekt ist ein typisches Beispiel dafür, wie sich fast epidemisch Euphorie verbreitet und niemand den gesunden Menschenverstand einschaltet. Entschuldigung, wenn ich diesen Gottesdienst störe! Bitte mal kurz nachdenken: Mit dem Zweier ist man in weniger als zehn Minuten vom Bahnhof SBB zum Bad. Bahnhof gefahren. Die beiden Zentren des nationalen und internationalen Schienenverkehrs sind also ausgezeichnet verbunden. Warum also Milliarden in den Untergrund verbuddeln und die Basler Innerstadt über Jahrzehnte Bauzeit unpassierbar machen? Will sich da wieder mal ein Baudirektor ein Denkmal setzen, noch bevor dasjenige seines Vorgängers (von niemand benötigte Tramverbindung nach Weil) fertig ist?
    André Auderset, LDP-Grossrat
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  2. Ach Herrjeh, Herr Auderset...

    von Andres Egger um 17.09.2012 um 15:55Uhr

    Sie sind also der Meinung, das Herzstück diene primär der Verbindung zwischen Bhf SBB und dem Bad Bhf?!
    Wie wär's, wenn Sie sich zunächst mal informieren würden, bevor Sie einen derartigen Stuss verbreiten!? Und wenn Ihnen in Ihrer Partei, der LDP, niemand weiterhelfen kann, dann versuchen Sie's halt mit googeln. So schwierig ist das gar nicht, versprochen! Auch für einen LDP-Grossrat (!!!) nicht...
    Und dann versteigen Sie sich zur Aussage, der 8er nach Weil sei unnötig?!
    Zur Information: Das Tram nach Weil fährt noch gar nicht! Deshalb wird es auch noch nicht benutzt... Mit Ihrer Aussage betätigen Sie sich insofern als eine Art Bonsai-Nostradamus. Melden Sie sich doch wieder in drei bis vier Jahren - und auf der Basis von Fahrgastzahlen.
    Bleibt noch die Frage, ob Ihre Aus-Dem-Hohlen-Bauch-Polemik der offiziellen LDP-Parteilinie entspreche. Eine Wahlempfehlung ist sie jedenfalls nicht...
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  3. Man rechne

    von Robert Schiess um 17.09.2012 um 16:09Uhr

    Also der Nutzen beträgt 160 Mio. Ich gehe davon aus, dass der Netzen dem zusätzlichen Gewinn der Firmen in Basel entspricht. Wenn dem so ist, erhält der Kanton bei einem Gewinnsteuersatz von 9% 1,4 Mio zusätzlichen Steuerertrag für den Kanton. Dies Invesition von 1,5 Mrd ist dann in 1'000 Jahren zurückbezahlt......
    Wenn aber die Firmensitze ausserhalb Basel sind, reduziert sich der Steuerertrag und verlängert die Frist.
    Und dies will Basel?
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  4. @ Auderset

    von Alois Karl Hürlimann um 17.09.2012 um 16:24Uhr

    Zugegeben, ich schreibe aus Berliner Erfahrungen heraus. Berlin zählt samt der im Bundesland Brandenburg ausgedehnten Agglomeration rund 5,.5 Millionen Einwohner. Als Arbeitsort ist Berlin natürlich für zahlreiche Pendler aus der Agglomeration Alltag. Die Mobilität in der Stadtregion wird aslltäglich zu etwa 70 % gewährleistet durch S-Bahnen und Regionalexpressangebote. Sie alle haben sogenannte Duchmesserlinien. Durch den Bau der Nord-Süd-Verbindung mit dem Berliner Hauptbahnhof (für Regionalexopresszüge) und den Bau der Großbahnhöfe Gesundbrunnen, Spandau und Südkreuz mit ihren Verknüpfungen zu S.Bahn, U-Bahnlinien Strassenbahn- und Buslinien wurde nach der politischen Vereingung 1990 ein Verkehrsnetz gebaut, das inzwischen überhaupt nicht mehr wegzudenken ist. Ohne diese Schienenangebote würde Berlin im Strassenverkehr längst "ersaufen".

    Was Basel betrifft:
    Die reale Agglomeration Basel zählt, wie man leicht nachrechnen kann, rund 800'000 Bewohner. Ein grosser Teil dieser Bewohner ist schlicht auf ein öffentliches Mobilitätsangebot angewiesen, welches Kreuzungspunkte und Subzentren aufweist, um die Wege kurz zu halten. Das Beispiel Zürich ist hier zu beachten, auch das Beispiel Bern oder, im Rahmen der dortigen Verhältnisse, etwa das Beispiel der Stadtbahn Zug. Basel hat wegen seiner politgeografischen Besonderheit ein Manko: Der öffentliche Verkehr über die Kernstadt und, wenigstens teilweise, den schweizerischen Teil der Agglomaration hinaus entspricht in seinem Angebot keineswegs den Bedürfnissen der Bevölkerung der gesamten Region. Das ist nun mal ein ziemlich offensichtliches Faktum, welches sich alleins schon darin zeigt, dass die S-Bahn Zell-Basel SBB bei ihrer Kehrtwende im Badischen Bahnhof einen längeren Halt einschalten muss, der für eine innerstädtische Linie (an der immerhin weit über 100'000 Bewohner des Wiesentals nebst 20'000 Bewohnern Riehens "hängen") ziemlich unattraktiv, sogar auf mittlere Sicht unhaltbar ist. Das Tramangebot kann in den engen innerstädtischen Strassenverhältnissen in Basel nicht den effektiven Bedürfnissen entsprechend ausgebaut werden. Also ist die disktutierte Durchmesserlinie sinnvoll - wie Beispiel von vergleichbaren Grössenverhältnissen (München, Frankfurt/Main, Leipzig, Zürich, Bern, Lyon usw ) eindrücklich zeigen.

    Haben Sie schon mal etwas von Grob- und Feinverteilung gehört ? Ihre Kritik am "Gottesdienst" lässt vermuten, dass Ihnen stadtplanerische Eckdaten ziemlich unbekannt sein dürften.
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  5. Nun gut

    von Inaktiver Nutzer um 17.09.2012 um 17:49Uhr

    Wie wir wissen, kommt Auderset aus seinem geistigen Fümoar selten heraus. Aber vermutlich pendelt er auch mehr im Bermuda-Dreieck, als in der Stadt.
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  6. Man rechne..

    von Robert Schiess um 17.09.2012 um 18:33Uhr

    Ich habe mich verschrieben. Der Nutzen entsprich nicht dem Gewinn der Firmen, sondern dem zusätzlichen Umsatz. aus diesem Umsatz entsteht daher Gewinn von run 10 %, was zu den 1,4 Mio Steuerertrag und die 1'000 Jahre führt. Ohne berechnung von Zinseszins oder Inflation..
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  7. @ Herrn Auderset

    von Henry Berger um 17.09.2012 um 20:56Uhr

    Es wäre schön, wenn Sie sich mit den Unterschieden zwischen Tram und S-Bahn befassen würden. Strecken wie z.B. Allschwil - Lörrach oder Riehen - Liestal sind mit dem öV in Basel äusserst mühsam zurückzulegen. 80% der Personen, für welche die Bahnreise "zwangsmässig" am Bahnhof SBB oder am Bad. Bhf endet, wollen gar nicht dort hin, sondern verstopfen als Pendler den Bahnhof und dürfen dann mit dem Tram durch die Innenstadt zuckeln. Nicht zuletzt durch eine echte S-Bahn hat die Region Zürich einen enormen Aufschwung genommen. Eine positive Entwicklung darf in BS aber anscheinend nicht stattfinden

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  8. Holzweg

    von Karl Linder um 17.09.2012 um 22:20Uhr

    Das Herzstück ist für mich eine Fehlplanung. Die S-Bahn muss doch dorthin, wo die Arbeitsplätze sind, bzw. zukünftig noch weiter entstehen werden! Nämlich zum Novartis Campus und zum Klybeck/zur Klybeck-Insel. Deshalb erachte ich eine Variante Nord als zukunftsträchtiger. Mit einer Erweiterung via der Elsässerbahn-Linie denkbar (mit S-Bahn Haltestelle Morgartenring; Die bestehende Bahnlinie könnte man zudem überdachen und damit weitere Grünflächen gewinnen inkl. Lärmreduktion resp. an den Rand der Bahn Wohnflächen entstehen lassen). Die Verbindung zwischen den Bahnhöfen kann mit einer neuen Tramlinie (statt Bus 30) realisiert werden. Damit hätten wir mit Tram 2 und Tram 30 zwei rasche und leistungsstarke Verbindungen zwischen Bahnhof SBB und Bad Bahnhof. In Grossstädten wie London z.B. gibt es auch Kopfbahnhöfe und Feinverteilung via U-Bahn und Bus.
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  9. Basel und Bohrungen

    von Julian Kamasa um 18.09.2012 um 01:04Uhr

    Ist ja schön und gut dieser Plan, also auf dem Papier jedenfalls. Und schön vorgerechnet haben das die Herren sowieso.
    Nur frage ich mich, ob Basel wirklich geeignet für derartige Eingriffe im Untergrund wäre. Ich erinnere mich vage an ein energiebezogenes Projekt, welches kleinere Beben und massive Klagen zur Folge hatte.
    Einen Tunnel durch die Basler Innenstadt zu bauen, könnte durchaus Schwierigkeiten bereiten. Und dann wären die Kollateralschäden wohl eher nicht von grossem volkswirtschaftlichem Nutzen.
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  10. Basel, die trinationale Stadt

    von Marco M um 18.09.2012 um 16:47Uhr

    Basel besitzt mit der Lage mitten im Dreiländereck eine höchst interessante geographische Ausdehnung. Eine Stadt besteht nicht nur aus ihrem Kern, sondern vor allem auch aus dem Wechselspiel mit ihrem Umland. Basels Umland besteht aus einem deutschen, französischen und schweizerischem Teil. Die Realität des öffentlichen Nahverkehrs in Basel sieht aber leider ganz anders aus: Die Tram, Basels innerstädtisches #1 Verkehrsmittel, macht kehrt an der Schweizer Grenze. Die Aufgabe der Stadtplanung besteht hier darin diesen Missstand zwischen Nachfrage und Angebot zu beheben. Wer sich beim Tramausbau der Linie 8 nach Weil am Rhein immer noch fragt „Was soll ich denn in Weil am Rhein?“, der hat die Lebensqualität, die Basel bieten kann, doch eigentlich noch gar nicht richtig erkannt. Basel hat die Möglichkeit ein Zentrum des kulturellen Austauschs zu sein. Hier leben drei verschiedene europäische Kulturen auf engstem Raum; ganz abgesehen von den vielen weiteren Kulturen, die sich in Basel tummeln. Die Grenzen aber wirken noch immer wie imaginäre (dank Schengenraum) Barrieren. Es ist Zeit das dieses begrenzte Denken aufhört und der trinationale Raum Basels von seiner Bevölkerung im vollem Umfang in Anspruch genommen wird. Gerade im Hinblick auf die Reduzierung des Autoverkehrs kann doch der Planungshorizont nicht an den Basler Grenzen hängen bleiben. Berufspendler kommen auch aus Deutschland und Frankreich und nicht nur aus dem Baselbiet. Es gilt öffentlichen Nahverkehr und Radwege trinational zu planen. Die drei Regierungen haben dieses Potenzial größtenteils erkannt. Als Beispiele möchte ich die Dreiländerbrücke zwischen Weil am Rhein und Hünigen, die Verlängerung der Linie 8 von Kleinhüningen nach Weil am Rhein und auch das Projekt New Basel nennen. Vom letzterem kann man ja auf Grund seiner enormen Dimension halten was man will. Man sieht aber vor allem auch die Bemühung die Grenzwirkung im Norden Basels städtebaulich zu verringern.

    Das Herzstück spielt im öffentlichen Nahverkehr eine weitere wichtige Rolle. Es soll die Agglomeration stärker an die Kernstadt anbinden. Es geht hierbei natürlich nicht um das einfache Reisen vom SBB zum Bad Bhf, sondern um die Anbindung entfernter Orte (z.B. Schopfheim an der S6) direkt ans Zentrum. Auch hier gilt der einfache Merksatz: Wer Menschen vom Auto wegbringen will, muss zunächst attraktive Verbindungen im Nahverkehr schaffen. Die S-Bahn ist also keine Konkurrenz zur Tram, sondern auf Grund ihrer Schnelligkeit ihr Pendant auf längeren Strecken.

    Mir bleibt nur zu sagen, dass wir das Denken nicht nur auf Berufspendler und Shopping beschränken dürfen. Die Menschen im Dreiländereck haben schon heute die Möglichkeit aktiv an einer interkulturellen Gesellschaft teilzunehmen. Dies ist eine Chance und wir sollten sie wahrnehmen!
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Informationen zum Artikel

17.9.2012, 12:37 Uhr

Herzstück soll viel Geld bringen

Text

Text: sda

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