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TagesWoche

Tages Woche

Di, 21.05.2013

Gefordert 

14.9.2012, 00:01 Uhr

Gefordert: Peter Kaupp

14.9.2012, 00:01 Uhr

Wenn es auf den Herbst zugeht, locken sie die Sammler in die Wälder: die Pilze. Doch Pilzbestimmung will gelernt sein. Wer sicher sein will, dass die gesammelten Pilze nicht ungeniessbar wird, lässt seine Funde am besten vom Experten kontrollieren. Von Noëmi Kern

Nils Fisch: Peter Kaupp weiss, welche Pilze geniessbar sind und welche nicht.

Peter Kaupp weiss, welche Pilze geniessbar sind und welche nicht. (Bild: Nils Fisch)

Sein Beruf ist seine Leidenschaft. Peter Kaupp (53) ist Pilzkontrolleur des Kantons Basel-Stadt, seit über 20 Jahren. Wie lange genau, weiss er selber nicht einmal mehr. «Hier kann ich beratend tätig sein und mein Wissen weitergeben. Das macht mir Freude», sagt der Basler, der seit vier Jahren im Zürcher Oberland zu Hause ist. Wenn es keine Pilze zu kontrollieren gibt, macht er Lebensmittelkontrollen.

Natürlich geht er auch selber oft «in die Pilze» und bringt immer wieder welche mit. «Diese Naturverbundenheit gefällt mir besonders an meinem Beruf», sagt er. Viel mehr Freude als das Essen von Pilzen macht ihm jedoch ihre Bestimmung. Einer seiner Lieblingspilze ist der ­Weisse Trüffel aus dem Piemont.

Pilzbestimmung ist Erfahrungssache

Seine eigenen Streifzüge durch den Wald würden vor ­allem der Weiterbildung dienen. Denn man müsse immer auf dem neusten Stand sein. «Das sichere Bestimmen von Pilzen ist Erfahrungssache», sagt der Pilzexperte. Selten entdecke man auch eine neue Art. «Und es kommt natürlich auch vor, dass ich einen Pilz nicht bestimmen kann.»

In der Region Basel gibt es die üblichen Pilze wie Steinpilze, Eierschwämme und Herbsttrompeten. Die meisten Basler würden aber ihre Pilze im Schwarzwald suchen, sagt Kaupp. Aufgabe der Pilzkontrolleure sei es, in erster ­Linie zu bestimmen, ob man einen Pilz essen könne oder nicht. Die behördlichen Mengenbeschränkungen zu kennen, sei dagegen ­Sache der Sammler. «Wir raten jedoch, nur so viel zu sammeln, wie man auch essen kann», sagt Kaupp. Und: «Wenn jemand eine geschützte Art bringt, machen wir ihn darauf aufmerksam.» Denn auch Naturschutz gehört zu den Aufgaben der Pilzkontrolleure.

Bilder können täuschen

Auch Pilzkurse und -exkursionen leitet Kaupp, und er freue sich, wenn er die Leute später wiedersehe, wenn sie ihre Funde auf die Pilzkontrolle bringen. Auf den Exkur­sionen gehe es auch darum, das nachhaltige Pilzeln zu vermitteln. «Das Wichtigste aber ist zu wissen, welche ­Pilze hochgiftig oder gar tödlich sind», sagt Kaupp.
Zum Bestimmen der Pilze empfehle es sich, eine Beschreibung, nicht bloss ein Bild herbeizuziehen. Denn Bilder können täuschen. «Unseriös und gar gefährlich sind die Apps, die es mittlerweile gibt», warnt Kaupp. Man geht also lieber einmal mehr in die Pilzkontrolle als einmal weniger.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

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Informationen zum Artikel

14.9.2012, 00:01 Uhr

Gefordert: Peter Kaupp

Text

Text:

  • 31.12.2012 um 15:56
    «Ein bisschen klöpfen muss es schon»

    «The same procedure as every year» fordert nicht nur die alte Miss Sopie von ihrem Butler James im Sketch «Dinner for one». Auch wir haben alle unsere jahrelangen Silvesterbräuche und -rituale. Das zeigt ein Besuch im Zauberlädeli.

  • 24.12.2012 um 15:00
    Machs doch selber!

    Die Kreativ-Abteilung der TagesWoche ist auch am Heiligabend aktiv. Hans-Jörg «Fonzi» Walter hat Geschenkpapier designt. Verwenden kann es jeder, der einen Drucker zur Verfügung hat.

  • 21.12.2012 um 20:19
    O du fröhliche Heilsarmee

    Die Heilsarmee ist wieder unterwegs. Anders als ihre Berner ESC-Kollegen haben die Basler weniger Hürden zu überwinden, damit sie singen dürfen.

  • 16.08.2012 um 09:26
    Korrektur
    Zum Artikel: Andere Uni, andere Sitten

    Liebe Frau Bockemühl, ihr Kommentar hat mich auf einen Fehler im Text aufmerksam gemacht: Es handelt sich um eine Zunahme der Möbilität um durchschnttlich 1,4 Prozent pro Jahr seit 2005. Viel ist das freilich auch dann nicht... Selbstverständli...

  • 03.08.2012 um 09:49
    Kein Velofahrerbashing
    Zum Artikel: Ein Schild für die Katz

    Guten Tag Herr Boesiger, um Velofahrerbashing geht es der TagesWoche keineswegs. (Ich bin selber Velofahrerin und finde solche Verkehrssituationen lästig.) Es ging uns vor allem darum, einen Augenschein von der Siuation am Blumenrain zu nehmen und die...

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