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TagesWoche

Tages Woche

So, 19.05.2013

Sepak Takraw 

13.9.2012, 06:30 Uhr

Kick it like Bruce Lee

13.9.2012, 06:30 Uhr

Fussballtennis nach Volleyballregeln auf einem Badmintonfeld – und eine zünftige Prise Akrobatik, das ist Sepak Takraw. Von Alain Gloor und Stefan Bohrer

Sepak Takraw: Die Sportart im Kurzportrait.

Sepak Takraw: Training im Gundeli. Fast schon akrobatisch wirkt die Sportart aus Thailand und Malaysia.

Sepak Takraw: Training im Gundeli. Fast schon akrobatisch wirkt die Sportart aus Thailand und Malaysia. (Bild: Stefan Bohrer)

In der Grundform wird auf einem Badminton-Feld drei gegen drei gespielt.

In der Grundform wird auf einem Badminton-Feld drei gegen drei gespielt. (Bild: Stefan Bohrer)

Der Ball ist hart. Früher wurde er aus Rattan gefertigt, heute ist er aus Kunststoff.

Der Ball ist hart. Früher wurde er aus Rattan gefertigt, heute ist er aus Kunststoff. (Bild: Stefan Bohrer)

Der Kick mit dem Innenrist ist die Basisbewegung.

Der Kick mit dem Innenrist ist die Basisbewegung. (Bild: Stefan Bohrer)

Einfach ist der Sport nicht zu erlernen. Es braucht Zeit, bis sich erste Erfolge einstellen.

Einfach ist der Sport nicht zu erlernen. Es braucht Zeit, bis sich erste Erfolge einstellen. (Bild: Stefan Bohrer)

Um so grösser ist die Befriedigung, wenn Fortschritte sicht- und fühlbar werden.

Um so grösser ist die Befriedigung, wenn Fortschritte sicht- und fühlbar werden. (Bild: Stefan Bohrer)

Gefragt ist neben Ballgefühl auch viel Beweglichkeit. Je höher das Bein geht, um so besser.

Gefragt ist neben Ballgefühl auch viel Beweglichkeit. Je höher das Bein geht, um so besser. (Bild: Stefan Bohrer)

Wer beweglich sein und bleiben will, muss dehnen.

Wer beweglich sein und bleiben will, muss dehnen. (Bild: Stefan Bohrer)

Was in der Schweiz das Schwingen, ist in Asien Sepak Takraw: Ein Nationalsport mit einer über Jahrhunderte zurückreichenden Geschichte. Das Spiel nach Basel gebracht hat Reto Loeliger um die Jahrtausendwende, vor zwölf Jahren gründete der Riehener den Sepak Takraw Club Schweiz.

Unbekannte Sportarten in Basel

Die TagesWoche portraitiert Sportarten, die derart am Rande stehen, dass sie gerade deswegen schon wieder anziehend wirken. Kommt dazu: Wer in der Region Basel ziemlich allein auf weiter Flur steht, ist dafür oft international vernetzt.

Ausserdem erschienen:
Die Lust am Spiel
Velo-Polo
Ultimate Frisbee
Sepak Takraw
Unterwasserrugby
Lacrosse

Wir haben fünf Videos zu den vorgestellten Sportarten zusammengestellt.

Heute zählt der Verein, der zugleich als Schweizer Nationalverband fungiert, etwa 25 Mitglieder im Alter von 14 bis 45 Lenzen. Dieses Jahr im März organisierte der Verein in der St. Jakobshalle die «Swiss Open» zum zehnten Mal. Mit Teams aus unter anderem Malaysia, Belgien, Deutschland und Frankreich – und erstmals einer eigenen Frauenmannschaft.

Pfeilschnelle Bälle

Alles, was es für Sepak Takraw braucht, ist ein 1,52 Meter hohes Netz, ein Badmintonfeld, den aus synthetischem Material geflochtenen Ball und möglichst einfache Turnschuhe. Dann nach Volleyballregeln Fussballtennis spielen – und voilà, das ist Sepak Takraw. Spektakulär sieht es aus: Nicht selten kicken die Spieler den Ball, der Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde erreicht, im Stile eines Bruce Lee pfeilschnell ins gegnerische Feld. Es sind akrobatische Einlagen, die ein hohes Mass an Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit verlangen.

Im Grundspiel, dem sogenannten «Regu», stehen sich jeweils drei Spieler gegenüber. Der «Back» steht in der Verteidigung und wehrt Angriffsbälle mit dem Kopf oder den Füssen ab, das Benutzen der Hände ist ausser beim Anspiel nicht erlaubt.

Der Kick mit dem inneren Rist auf jeder Position ist die Basisbewegung, er erlaubt eine einfache Kontrolle des Balls. Wobei «einfach» vielleicht das falsche Wort ist: Der Einstieg ist schwer und braucht viel Geduld. Aber wer nach viel Übung den Dreh raus hat, für den ist das Erfolgserlebnis um so befriedigender.

Freundschaftliche Stimmung

Die Turnhalle Thierstein im Gundeli jedenfalls ist an diesem Montagabend beim Jugendtraining prall gefüllt, das Engagement des Vereins an der Basler Sportnacht zeigt Wirkung. «Trotzdem, es ist nicht ganz einfach, neue Spieler zu finden», sagt der 44-jährige Loeliger. Um die Szene zu beleben, soll in Kürze in Allschwil ein zweiter Club in der Region entstehen – lange war der von Präsident Loeliger geführte Verein der einzige in der Schweiz.

Der 16-jährige Maxim Staehelin jedenfalls, erst kürzlich von einem Fussballclub zum Sepak Takraw übergesiedelt, kommt aus dem Schwärmen nicht heraus: «Beim FC ging es mir viel zu ambitioniert zu und her. Hier ist die Stimmung viel besser und freundschaftlicher.»

Sepak Takraw in Basel

Verein: Sepak Takraw Club Schweiz.
Training: Montag 18:15 bis 20 Uhr, Mittwoch 20 bis 21:45 Uhr.
Wo: Turnhalle Thierstein (Gundeli).
Website und Kontakt: www.takraw.ch

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Informationen zum Artikel

13.9.2012, 06:30 Uhr

Kick it like Bruce Lee

Text

Text:

  • 28.02.2013 um 15:31
    «Das kritische Denken bleibt auf der Strecke»

    Eine Milliarde Euro der EU für die Uni Lausanne, 100 Millionen von der UBS für die Uni Zürich: ETH-Professor Michael Hagner sieht in der Ökonomisierung des Forschungsbetriebs eine grosse Gefahr. Er plädiert für «radikal ehrliche» Wissenschaften.

  • 04.01.2013 um 14:52
    Mehr als ein Stück Sportgeschichte

    Das Sportmuseum zeigt an der Photo13 in Zürich Fotografien von Walter Scheiwiller (4. bis 8. Januar). Sie beeindrucken nicht nur durch ihre Kunstfertigkeit, sondern auch als Zeugnisse ihrer Zeit.

  • 20.12.2012 um 18:29
    Aufstieg und Fall des Lance Armstrong – die Zeitachse

    Er wurde vom gefeierten Helden mit übermenschlichen Kräften zum gefallenen Idol, von dem nun jeder weiss, woher er die Kräfte verbotenerweise genommen hat. Die Karriere von Lance Armstrong auf der interaktiven Zeitachse.

Bild

Bild: Stefan Bohrer

  • 27.04.2013 um 09:42
    Zuschauen? Nö. Mitspielen!

    Die deutsche Theatergruppe «machina eX» bringt mit «15.000 GRAY» ein Computerspiel à la «Monkey Island» auf die Bühne. Die Bombe müssen die Zuschauer im Haus für elektronische Künste selbst entschärfen. Das ist sehr unterhaltsam, charmant und hat viel Potenzial. 

  • 08.04.2013 um 21:16
    Dem Babyboom auf der Spur

    Im Tierpark Lange Erlen bauen fünfzehn Storchenpaare an ihren Nestern — auf Bäumen, Hausdächern und speziellen Storchenmasten.

  • 04.04.2013 um 14:59
    Gefordert: Matthias Hubeli

    Der Frühling will nicht so richtig kommen. Doch gefeiert wird trotzdem – am Eierläset in Therwil.

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