Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Do, 20.06.2013

Velo-Polo 

7.9.2012, 00:01 Uhr

Blaue Flecken gehören beim Polo auf Rädern dazu

7.9.2012, 00:01 Uhr

Viel Geschicklichkeit ist gefragt beim Velo-Polo. Und einstecken muss man auch können: Wenn die Spieler mit ihren Fahrrädern aufeinanderprallen, kann schon mal eine Rippe brechen. Von Alain Gloor und Stefan Bohrer

Velo-Polo: Die Sportart im Kurzportrait.

Velo-Polo: Lukas Keller (dunkles Shirt) und Daniel Matti beim Training auf der abgetauten Kunsteisbahn Margarethen.

Velo-Polo: Lukas Keller (dunkles Shirt) und Daniel Matti beim Training auf der abgetauten Kunsteisbahn Margarethen. (Bild: Stefan Bohrer)

Der Sport braucht viel Koordination: Die eine Hand am Lenker, die andere am Schläger.

Der Sport braucht viel Koordination: Die eine Hand am Lenker, die andere am Schläger. (Bild: Stefan Bohrer)

Bei den Velos gibt es so etwas wie einen Glaubenskrieg. Die einen schwören Auf Fixies, andere auf Scheibenbremsen.

Bei den Velos gibt es so etwas wie einen Glaubenskrieg. Die einen schwören Auf Fixies, andere auf Scheibenbremsen. (Bild: Stefan Bohrer)

Der Kopfschutz kommt nicht von ungefähr: Körperkontakt ist grundsätzlich erlaubt.

Der Kopfschutz kommt nicht von ungefähr: Körperkontakt ist grundsätzlich erlaubt. (Bild: Stefan Bohrer)

Je schneller die Fahrer, um so härter wird der Aufprall, wenn es denn zum Zusammenstoss kommt.

Je schneller die Fahrer, um so härter wird der Aufprall, wenn es denn zum Zusammenstoss kommt. (Bild: Stefan Bohrer)

Schusshaltung: Tore zählen nur, wenn sie mit der Kopfseite des Stocks erzielt werden.

Schusshaltung: Tore zählen nur, wenn sie mit der Kopfseite des Stocks erzielt werden. (Bild: Stefan Bohrer)

Gleichgewicht ist alles. Wer absteht, darf kurz nicht mehr am Spiel teilnehmen.

Gleichgewicht ist alles. Wer absteht, darf kurz nicht mehr am Spiel teilnehmen. (Bild: Stefan Bohrer)

Velo-Polo: Lukas Keller (dunkles Shirt) und Daniel Matti beim Training auf der abgetauten Kunsteisbahn Margarethen.

Velo-Polo: Lukas Keller (dunkles Shirt) und Daniel Matti beim Training auf der abgetauten Kunsteisbahn Margarethen. (Bild: Stefan Bohrer)

Und so entsteht ein Schläger fürs Velo-Polo.

Aus seinem Mund klingt es wie eine magische Losung. «Genf, London, Paris, Karlsruhe und Kopenhagen sowie Seattle», zählt Lukas Keller auf. In diesen Städten lebt die Velo-Polo-Szene, dort werden regelmässig Turniere abgehalten und Trainingspartien organisiert.

Unbekannte Sportarten in Basel

Die TagesWoche portraitiert Sportarten, die derart am Rande stehen, dass sie gerade deswegen schon wieder anziehend wirken. Kommt dazu: Wer in der Region Basel ziemlich allein auf weiter Flur steht, ist dafür oft international vernetzt.

Ausserdem erschienen:
Die Lust am Spiel
Velo-Polo
Ultimate Frisbee
Sepak Takraw
Unterwasserrugby
Lacrosse

Wir haben fünf Videos zu den vorgestellten Sportarten zusammengestellt.

«In Seattle – der Hochburg schlechthin – kannst du jeden Abend rausgehen und spielen. Dort hat es sogar eigens fürs Velo-Polo kreierte Felder», schwärmt der 33-jährige Basler, der selber einige Jahre in Genf gewohnt und dort den Sport kennengelernt hat.

Um die Jahrhundertwende war es noch die Spielversion des Proletariats, das der Elite hoch zu Ross nacheiferte. Seit Anfang des neuen Jahrtausends erhält das Velo-Polo seine Impulse von der hippen Szene der Velokuriere.

Velo-Polo wird auf Asphalt gespielt, in Teams zu je drei Mitspielern. Ziel ist es, mit der Stirnseite des Schlägerkopfs, meist ein abgesägtes Stück Dichtungsrohr, das auf einen Ski-Stock gesteckt wird, den Ball ins Tor zu bugsieren (siehe Videos oben). Erschwerend kommt hinzu, dass alles auf dem Rad geschehen muss, die eine Hand am Lenker, die andere am Schläger.

Die echten Könner fahren modifizierte Fahrräder

Geschicklichkeit ist gefragt: Denn wer gezwungen ist, den Fuss vom Pedal zu nehmen und auf dem Boden zu platzieren, muss kurz aus dem Spiel. Erlaubt ist grundsätzlich jedes Zweirad, obwohl echte Könner mit modifizierten unterwegs sind.

So ist die Übersetzung bei dem einzigen zur Verfügung stehenden Gang besonders klein. «Um agiler zu sein», erklärt Daniel Matti. Auch wird auf eine Hinterbremse verzichtet; zudem schwören Matti und Keller vorne auf eine Scheibenbremse.

Es gibt gar einen kleinen Glaubenskrieg, was die Art der Fortbewegung betrifft: Starrlauf oder nicht? Für Lukas Keller ist die Sachlage eindeutig: «Wer mit einem Fixie kommt, ist im Nachteil. Er ist weniger schnell in Fahrt und kann grundsätzlich nicht so rasch reagieren.»

Dafür, sagen die Puritaner, machen Räder mit starrem Gang das Spiel etwas langsamer. Denn Körperkontakt ist grundsätzlich erlaubt, und Aufprälle bei höherer Geschwindigkeit naturgemäss heftiger. Blaue Flecken gehören dazu, und auch eine gebrochene Rippe oder Nase kommt hin und wieder vor.

Die Community erschafft das Regelwerk

«Die Regeln sind noch nicht fix und werden im Netz diskutiert, die Community arbeitet daran», sagt Lukas Keller. Die Velo-Polo-Szene versteht sich als Gemeinschaft und tauscht sich im Internet rege aus. Ganz so lebendig wie gewünscht ist sie in Basel nicht. Daniel Matti und Lukas Keller trainierten den Sommer durch auf der Kunsteisbahn Margarethen, im Winter finden sie sich meist unter der Schwarzwaldbrücke auf Grossbasler Seite ein.

Ginge es nach ihnen, teilten sie das Vergnügen gerne mit ein paar Spielern mehr: «Deshalb fahren wir etwa einmal pro Woche nach Genf, um dort unser Können zu testen», erzählt Daniel Matti. Einen Basler Verein gibt es nicht; wer interessiert ist, nimmt am besten über Facebook Kontakt auf.

Velo-Polo in Basel

Training:
jeden Mittwoch ab 20 Uhr. Im Sommer: Kunsteisbahn Margarethen. Im Winter: unter der Schwarzwaldbrücke, Grossbasler Seite
Kontakt: http://www.facebook.com/groups/baselbikepolo/

 

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

Kommentieren

Informationen zum Artikel

7.9.2012, 00:01 Uhr

Blaue Flecken gehören beim Polo auf Rädern dazu

Text

Text:

  • 28.02.2013 um 15:31
    «Das kritische Denken bleibt auf der Strecke»

    Eine Milliarde Euro der EU für die Uni Lausanne, 100 Millionen von der UBS für die Uni Zürich: ETH-Professor Michael Hagner sieht in der Ökonomisierung des Forschungsbetriebs eine grosse Gefahr. Er plädiert für «radikal ehrliche» Wissenschaften.

  • 04.01.2013 um 14:52
    Mehr als ein Stück Sportgeschichte

    Das Sportmuseum zeigt an der Photo13 in Zürich Fotografien von Walter Scheiwiller (4. bis 8. Januar). Sie beeindrucken nicht nur durch ihre Kunstfertigkeit, sondern auch als Zeugnisse ihrer Zeit.

  • 20.12.2012 um 18:29
    Aufstieg und Fall des Lance Armstrong – die Zeitachse

    Er wurde vom gefeierten Helden mit übermenschlichen Kräften zum gefallenen Idol, von dem nun jeder weiss, woher er die Kräfte verbotenerweise genommen hat. Die Karriere von Lance Armstrong auf der interaktiven Zeitachse.

Video

Video: Stefan Bohrer

  • 03.06.2013 um 16:10
    Die Nachlese zum vierten Titel

    Ein rotblaues Wochenende liegt hinter uns. Für alle, die im Rausch des Sieges unsere Berichterstattung verpasst haben. Eine Sammlung zum neuen Schweizer Meister.

  • 02.06.2013 um 04:12
    Das feurige Ende einer ewigen Saison

    Zum vierten Mal hintereinander steht der FC Basel zum Ende der Saison auf dem Balkon des Stadtcasinos und lässt sich feiern. In der Hauptrolle in diesem Jahr: Captain Marco Streller.

  • 27.04.2013 um 09:42
    Zuschauen? Nö. Mitspielen!

    Die deutsche Theatergruppe «machina eX» bringt mit «15.000 GRAY» ein Computerspiel à la «Monkey Island» auf die Bühne. Die Bombe müssen die Zuschauer im Haus für elektronische Künste selbst entschärfen. Das ist sehr unterhaltsam, charmant und hat viel Potenzial. 

Aktuell

Andy Mueller/freshfocus: 17.01.2013; Estepona; Fussball Super League - Trainingslager FC Basel;
Trainer Murat Yakin filmt mit dem Smartphone das Training (Andy Mueller/freshfocus)

Fussball, FC Basel 

Drei Wechselkandidaten und ein Rekurs

Heute Donnerstag startet der FC Basel seine Vorbereitung für die neue Saison. Die könnten Jacques Zoua, Aleksandar Dragovic und Valentin Stocker woanders als in Basel erleben.Von Florian Raz. Weiterlesen

Si: Neymar schoss gegen Mexiko sein zweites Tor am Confederations Cup

Fussball, Confederations Cup 

Draussen Proteste, drinnen Neymar

Überschattet von Protesten in Fortaleza feiert Brasilien am Confederations Cup den zweiten Sieg. Der Gastgeber stösst mit dem 2:0 gegen Mexiko das Tor zum Halbfinal weit auf. Von SI. Weiterlesen

Victor R. Caivano: Ein Obdachloser schläft auf einem geräumten Platz in der Favela do Metro nahe des Stadions Maracana in Rio. Hier werden viele aus ihren Häusern vertrieben, um Platz für WM-Projekte zu machen.

Fussball, Weltmeisterschaft 2014 

Widerstand in WM-Land

Die Proteste in Brasilien sind die Fortsetzung des Widerstandes, der längst gegen die WM 2014 angefangen hatte. Im Kleinen. Aus aktuellem Anlass unser Artikel über Argemiro Ferreira de Almeida und die Hoffnung, dass der Widerstand die Zivilgesellschaft stärken könnte. Von Florian Raz. Weiterlesen

1