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TagesWoche

Tages Woche

Sa, 25.05.2013

Lebensretter 

13.9.2012, 07:40 Uhr

Gut gebellt, Ramin

13.9.2012, 07:40 Uhr

Der Cocker Spaniel Ramin ist nicht nur gut erzogen, sondern auch aufmerksam. So hat er vergangenen Sonntag gemerkt, dass etwas in der Nachbarsgarten nicht stimmt, und so lange gebellt, bis sein Besitzer nachgeschaut hat, was los ist. Zum Glück für eine alte Frau. Von Noëmi Kern

Michael Würtenberg: Cocker Spaniel Ramin und sein Herrchen Roger Helfer

Cocker Spaniel Ramin und sein Herrchen Roger Helfer (Bild: Michael Würtenberg)

Der dreijährige Cocker Spaniel Ramin wohnt mit seinem Herrchen Roger Helfer (60) in Riehen in der Landpfrundhaus-Alterssiedlung. Die beiden bewohnen eine Parterrewohnung mit Garten. Weggefährten sind die beiden, seit der Hund vier Monate alt ist. Er ist gut erzogen, das ist Helfer wichtig: «Das ist wie bei Kindern, man muss sie erziehen, dann benehmen sie sich auch.»

Roger Helfer hat Freude am Kontakt zu anderen Menschen, egal welchen Alters. Auch in der Alterssiedlung sucht er den Kontakt und versucht, die Bewohner zusammenzubringen, beispielsweise für ein Grillfest wie diesen Sommer. Vor der Rente hat Helfer 25 Jahre lang bei der UBS gearbeitet, am Kundenempfang. «Da hatte ich täglich mit ganz vielen Menschen zu tun», erzählt er. Diese Begegnungen seien ihm immer sehr wichtig gewesen, sagt er.

Ramin bellt eigentlich nie

Vergangenen Sonntag waren die beiden draussen im Garten. Plötzlich wurde der Hund unruhig. «Er ist an den Rand des Gartens gerannt und hat gebellt», erzählt Roger Helfer. Ramin belle sonst nur, wenn er eine Katze sieht. Es sei aber keine Katze zu sehen gewesen. Deshalb sei er misstrauisch geworden, sagt Helfer.

«Ich bin aufgestanden und in die Richtig gegangen, in die Ramins Aufmerksamkeit gerichtet war.» Er ging in den Nachbarsgarten. Die beiden Gärten trennt der Weg zum Hauseingang. Aufgefallen sei ihm zunächst nichts. Zwischen Helfers Garten und dem nächsten Garten ist der Weg zum Hauseingang. Dann aber habe er einen Fuss hinter den Blumenkisten gesehen und sei hingegangen.

Seine Nachbarin, eine 92-jährige Frau, lag bewusstlos am Boden. Da habe er den Abwart geholt. Die Frau sei zwar wieder erwacht, aber sie sei komisch gewesen, apathisch. «Sie hat das Wasser mit einem Kaffeelöffel zu sich genommen», da hätten sie entschieden, einen Krankenwagen kommen zu lassen, sagt Helfer.

Glück im Unglück

Im Spital wurde dann klar, dass die Frau eine Streifung erlitten habe. «Hätte Ramin nicht so gebellt und mich aufgeschreckt, wäre die Frau vielleicht nicht wieder aufgewacht», sagt Roger Helfer.

Mit seiner Nachbarin habe er bisher keinen direkten Kontakt gehabt, sagt Roger Helfer. Noch sei sie im Spital. «Ihr Sohn hat aber gesagt, dass es ihr den Umständen entsprechend gut geht.» Ende dieser oder Anfang nächster Woche könne sie wieder nach Hause.

Die Frau hatte «tierisches» Glück. Ramin hat ihr möglicherweise das Leben gerettet.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

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Informationen zum Artikel

13.9.2012, 07:40 Uhr

Gut gebellt, Ramin

Text

Text:

  • 31.12.2012 um 15:56
    «Ein bisschen klöpfen muss es schon»

    «The same procedure as every year» fordert nicht nur die alte Miss Sopie von ihrem Butler James im Sketch «Dinner for one». Auch wir haben alle unsere jahrelangen Silvesterbräuche und -rituale. Das zeigt ein Besuch im Zauberlädeli.

  • 24.12.2012 um 15:00
    Machs doch selber!

    Die Kreativ-Abteilung der TagesWoche ist auch am Heiligabend aktiv. Hans-Jörg «Fonzi» Walter hat Geschenkpapier designt. Verwenden kann es jeder, der einen Drucker zur Verfügung hat.

  • 21.12.2012 um 20:19
    O du fröhliche Heilsarmee

    Die Heilsarmee ist wieder unterwegs. Anders als ihre Berner ESC-Kollegen haben die Basler weniger Hürden zu überwinden, damit sie singen dürfen.

  • 16.08.2012 um 09:26
    Korrektur
    Zum Artikel: Andere Uni, andere Sitten

    Liebe Frau Bockemühl, ihr Kommentar hat mich auf einen Fehler im Text aufmerksam gemacht: Es handelt sich um eine Zunahme der Möbilität um durchschnttlich 1,4 Prozent pro Jahr seit 2005. Viel ist das freilich auch dann nicht... Selbstverständli...

  • 03.08.2012 um 09:49
    Kein Velofahrerbashing
    Zum Artikel: Ein Schild für die Katz

    Guten Tag Herr Boesiger, um Velofahrerbashing geht es der TagesWoche keineswegs. (Ich bin selber Velofahrerin und finde solche Verkehrssituationen lästig.) Es ging uns vor allem darum, einen Augenschein von der Siuation am Blumenrain zu nehmen und die...

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