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TagesWoche

Tages Woche

Di, 18.06.2013

Basler Zeitung 

7.9.2012, 20:32 Uhr

Spardruck und Kündigungen bei der BaZ

7.9.2012, 20:32 Uhr

Bei der Basler Zeitung rumort es wieder. Während Mitarbeiter von einem rigorosen Sparprogramm reden, spricht der Verleger Filippo Leutenegger von «Effizienzmassnahmen». Dazu kursieren Gerüchte einer bevorstehenden Annäherung der BaZ an den Zürcher Medienkonzern Tamedia AG. Von Monika Zech

Keystone: Redaktionssitzung bei der Basler Zeitung am Aeschenplatz.

Redaktionssitzung bei der Basler Zeitung am Aeschenplatz. (Bild: Keystone)

Gestern berichteten die Medien vom plötzlichen Abgang von Roland Steffen, dem CEO der BaZ, und vor ein paar Tagen wurde bekannt, dass man sich vom langjährigen Bildchef Bernhard Vesco «trenne». Wie Onlinereports berichtete, hatten Chefredaktor Markus Somm und Vesco «unterschiedliche Ansichten darüber, wie die Sparmassnahmen im Bildbereich umgesetzt werden sollen».

Wie die TagesWoche in Erfahrung brachte, verlangte Somm von Vesco, dass er mindestens vier von sechs Fotografen kündigt. Der Chefredaktor vertritt die Ansicht, es brauche nicht soviele Fotografen. Bei manchen Geschichten, erklärte Somm gegenüber Onlinereports, könnten die schreibenden Reporter selber fotografieren. Wer die aktuelle BaZ (7.9. 2012) aufschlägt, stellt fest, dass im Lokalteil bereits mehrere Journalisten zur Kamera gegriffen haben, darunter der Ressortleiter Raphael Suter.

Aus für den «Bergblick»

Vesco und Somm wurden sich über Alternativen zu den Entlassungen nicht einig. So kam es zur Kündigung Vescos, der seit 22 Jahren bei der Basler Zeitung arbeitet. Er wird nicht ersetzt.

Andere langjährige Mitarbeiter der Basler Zeitung hatten ebenfalls Gespräche über ihre berufliche Zukunft, oder wurden zumindest dazu eingeladen. Zu einem Gespräch über ihre Frühpensionierung, sagen mehrere BaZ-Mitarbeiter. Es handle sich um die über 59-Jährigen aus verschiedenen Bereichen der Redaktion, um insgesamt zwölf Personen: Aus dem Sekretariat, dem Layout sowie um Journalisten aus verschiedenen Ressorts. Auch zwei Mitglieder der Chefredaktion, die Markus Somm eingestellt hat, sollen auf der Einladungsliste sein.

Aufgeräumt wird zudem bei den Kolumnen: Schriftstellerin Sibylle Berg, seit sieben Jahren mit ihrer samstäglichen Kolumne «Bergblick»im Kulturteil, hat die Kündigung erhalten. Insider sagen, auch Max Frenkels umstrittene Kolumne stehe auf der Abschussliste. Ob das stimmt oder nur böse Gerüchte sind, liess sich leider nicht herausfinden, Chefredaktor Somm war nicht erreichbar.

Reden über die Zukunft

Dafür Verwaltungsratspräsident Filippo Leutenegger. Niemand werde in eine Frühpensionierung gedrängt, sagte er. Es gehe bei diesen Gesprächen darum, die Wünsche und Bedürfnisse der älteren Mitarbeiter und der Firma herauszufinden. «Um mögliche Optionen für ihre weitere Zukunft.» Allfällige Frühpensionierungen stünden nicht in einem direkten Zusammenhang mit Sparmassnahmen, betonte er.

Selbstverständlich müsse man, wie andere Medien im Printbereich auch, massiv an der Effizienz und Rentabilität arbeiten, «aber von Sparmassnahmen mittels Frühpensionierungen kann keine Rede sein». Leutenegger spricht stattdessen von «Effizienzmassnahmen», von der «Überprüfung der Betriebsstrukturen», die durch die Markt- und Technologieentwicklung möglicherweise überholt seien. Auch zu kursierenden Gerüchten, dass die BaZ sich möglicherweise für eine Übernahme durch die Tamedia fit mache, nahm Leutenegger Stellung: «Das ist der grösste Blödsinn, den ich bisher gehört habe.»

Übrigens: Dem Vernehmen nach soll auch Harry Zaugg, Weggefährte von Ex-CEO Roland Steffen und Chef der BaZ-eigenen Inserateagentur Keymedia AG, gekündigt haben. Und Roland Steffen anwortete auf die Frage, ob der Inserateverkauf der BaZ künftig vom Verlag der Tamedia übernommen werde: «Kein Kommentar.»

  1. Spardruck bei der BAZ

    von Roland Stucki am 7.09.2012 um 21:36Uhr

    Markus Somm kommt seiner Vision einer Einmann Zeitung für CB immer näher
    Direktlink zum Kommentar

  2. Sparvorschlag

    von Rolf Wilhelm am 7.09.2012 um 21:51Uhr

    Seit einigen Wochen liegt am Freitag bei uns wieder die BaZ im Briefkasten. Ausgerechnet am Freitag, wo ich ganz zufällig genau dann schon ein andere Zeitung bekomme. Wenn schon gespart werden muss: Hier wäre noch Potential!
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  3. Die Blätter fallen

    von Sandra Rieder am 8.09.2012 um 09:58Uhr

    auch dieser Somm-er geht vorbei...
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  4. Na,

    von Nein danke am 8.09.2012 um 12:58Uhr

    schiebt die TW wieder mal einen Groll auf die BAZ?

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  5. @ nein danke...

    von Alois Karl Hürlimann am 8.09.2012 um 18:31Uhr

    Ach, mein Lieber.
    Erinnerst Du Dich vielleicht auch noch an die Nationalzeitung, deren Wochenendausgabe ich in den Siebzigerjahren in Paris am Kiosk erhalten habe und wo ich in August.E.Hohlers "nz am Wochenende" Amery-Texte lesen konnte, Arnold Künzlis Bemerkungen zum Stand des Kapitalismus, oder wo Josts und Picards Beiträge zur neueren Schweizergschichte vorgestellt wurden und und und? Oder erinnerst Du Dich an die "Basler Nachrichten", wo Oskar Reck die schweizerische Politik aus einem bürgerlichen - bürgerlichim im Sinn des liberal gesinnten Citoyen - Blickwinkel heraus diskutierte und oft auch aufbauend kritisierte ?
    Erinnerst Du Dich an die BaZ, die einst jene oft in der ganzen deutschen Medienlandschaft zitierte Meinungsvielfalt redaktionell betreute (ich erinnere mich sowohl an Hohler als auch an Graf, welche die Forumseite der BaZ zu einem im ganzen Sprachraum einzigartigen Prozessort zu gestalten wussten), welche lange Jahre ihr Markenzeichen war.
    Und dann der plötzliche Abstieg ins ach so bieder-provinzielle Getue (etwa, wie Somm und Konsorten sich mit der Staatsanwaltschaft im Kanton BL "auseinandergesetzt" haben - welch ein peinliches Gehabe, gemessen sowohl am "Anspruch" von Herrn Somm auf "Freiheit der Meinung" als auch an der sprachlichen Gestaltung, die ich online habe ersehen können).

    Die "Tageswoche" rettet medial meiner Ansicht nach neuerdings so etwas wie das, was man urbanes Basel nennt, wozu nicht "Klassenkampf" gehört inzwischen, sondern Weltoffenheit - etwa gerade in der neuesten Nummer über das Thema "Heimat".
    Die BaZ ist zum Gespött all jener geworden, denen es um Kreativität, um Offenheit, um Streit und Diskurs geht - nicht potemkisch, sondern als Lebensstil .
    Somm, beobachte ich aus der deutschen "Ferne", streitet nicht, er verkündet. Er predigt. Und das ist, meine ich, schlicht langweilig. Denn der Inhalt seiner Predigten ist statisch. Er erwägt nicht, vielmehr beharrt er ständig auf jenem "Grossen Ganzen", welches er, nur er, und allenfalls noch Blocher oder Mörgeli einzig richtig sehen.
    Et voilà:
    Wenn ich einen Artikel dieses Chefredakteurs gelesen habe, habe ich eigentlich alle folgenden auch schon gelesen. Das erspare ich mir inzwischen auch im online-Bereich meiner Medienlektüregewohnheit.

    Wenn ich Artikel in der "TagesWoche" lese, kann ich mich freuen, ärgern, kann ich nachdenken oder auch ablehnen, was da geschrieben steht. Das heisst: Ich lese eben keine Einheitssauce, keine Predigten. Wenn die "TagesWoche" sich mit Vorgängen innerhalb der BaZ beschäftigt, ist jeder Satz dazu interessanter als all das, was Somm zur Zeit verschweigt und der famose Leutenegger herumplaudert. (Dieser letzte Satz ist bauch-, nicht kopfgeboren, jaja).
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  1. Illustirationsautomatik

    von jb um 7.09.2012 um 20:47Uhr

    Fragt sich, ob selbst geknipste Bilder nicht immer noch besser sind als diese automatisch generierten Keystone-Illustrationen (Bild 134049685 RM)...
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  2. Spardruck bei der BAZ

    von Roland Stucki um 7.09.2012 um 21:36Uhr

    Markus Somm kommt seiner Vision einer Einmann Zeitung für CB immer näher
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  3. Sparvorschlag

    von Rolf Wilhelm um 7.09.2012 um 21:51Uhr

    Seit einigen Wochen liegt am Freitag bei uns wieder die BaZ im Briefkasten. Ausgerechnet am Freitag, wo ich ganz zufällig genau dann schon ein andere Zeitung bekomme. Wenn schon gespart werden muss: Hier wäre noch Potential!
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  4. Zeitungen Basel

    von Thommen_63 um 7.09.2012 um 22:23Uhr

    Ich denke, wir müssen uns darauf einstellen, inskünftig von Zürich aus journalistisch "bedient" zu werden!
    Was der "rechte Seitenwagen" der Baz, nämlich der Spatz in Grossauflagen bewirken soll, ist mir immer noch ein Rätsel!
    Und wie lange hält sich der Baslerstab noch???
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  5. Spatz- Aus derselben Richtung gesteuert wie...

    von Wahrsager um 8.09.2012 um 00:27Uhr

    .. die BloZ. Die "ausgewogenen" Reportagen nenne ich Einlullung. Basler, seid nicht naiv. Ich verfolge das Basler Mediengeschehen seit Jahrzehnten, kenne einige Verbindungen. Der umtriebige Verleger wird von Anderen geführt.
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  6. Baslerstab

    von dabizi um 8.09.2012 um 00:36Uhr

    @Thommen 62: Der Baslerstab hält sich noch so lange wie er weiterhin als Vehikel für den Mediamarkt-Prospekt dient.
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  7. Alternative vorhanden

    von Streit Stefan um 8.09.2012 um 06:13Uhr

    Zum Glück gibt es noch, die in Basel ansässige, TagesWoche :-)
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  8. Die Blätter fallen

    von Sandra Rieder um 8.09.2012 um 09:58Uhr

    auch dieser Somm-er geht vorbei...
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  9. Na,

    von Nein danke um 8.09.2012 um 12:58Uhr

    schiebt die TW wieder mal einen Groll auf die BAZ?

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  10. @ nein danke...

    von Alois Karl Hürlimann um 8.09.2012 um 18:31Uhr

    Ach, mein Lieber.
    Erinnerst Du Dich vielleicht auch noch an die Nationalzeitung, deren Wochenendausgabe ich in den Siebzigerjahren in Paris am Kiosk erhalten habe und wo ich in August.E.Hohlers "nz am Wochenende" Amery-Texte lesen konnte, Arnold Künzlis Bemerkungen zum Stand des Kapitalismus, oder wo Josts und Picards Beiträge zur neueren Schweizergschichte vorgestellt wurden und und und? Oder erinnerst Du Dich an die "Basler Nachrichten", wo Oskar Reck die schweizerische Politik aus einem bürgerlichen - bürgerlichim im Sinn des liberal gesinnten Citoyen - Blickwinkel heraus diskutierte und oft auch aufbauend kritisierte ?
    Erinnerst Du Dich an die BaZ, die einst jene oft in der ganzen deutschen Medienlandschaft zitierte Meinungsvielfalt redaktionell betreute (ich erinnere mich sowohl an Hohler als auch an Graf, welche die Forumseite der BaZ zu einem im ganzen Sprachraum einzigartigen Prozessort zu gestalten wussten), welche lange Jahre ihr Markenzeichen war.
    Und dann der plötzliche Abstieg ins ach so bieder-provinzielle Getue (etwa, wie Somm und Konsorten sich mit der Staatsanwaltschaft im Kanton BL "auseinandergesetzt" haben - welch ein peinliches Gehabe, gemessen sowohl am "Anspruch" von Herrn Somm auf "Freiheit der Meinung" als auch an der sprachlichen Gestaltung, die ich online habe ersehen können).

    Die "Tageswoche" rettet medial meiner Ansicht nach neuerdings so etwas wie das, was man urbanes Basel nennt, wozu nicht "Klassenkampf" gehört inzwischen, sondern Weltoffenheit - etwa gerade in der neuesten Nummer über das Thema "Heimat".
    Die BaZ ist zum Gespött all jener geworden, denen es um Kreativität, um Offenheit, um Streit und Diskurs geht - nicht potemkisch, sondern als Lebensstil .
    Somm, beobachte ich aus der deutschen "Ferne", streitet nicht, er verkündet. Er predigt. Und das ist, meine ich, schlicht langweilig. Denn der Inhalt seiner Predigten ist statisch. Er erwägt nicht, vielmehr beharrt er ständig auf jenem "Grossen Ganzen", welches er, nur er, und allenfalls noch Blocher oder Mörgeli einzig richtig sehen.
    Et voilà:
    Wenn ich einen Artikel dieses Chefredakteurs gelesen habe, habe ich eigentlich alle folgenden auch schon gelesen. Das erspare ich mir inzwischen auch im online-Bereich meiner Medienlektüregewohnheit.

    Wenn ich Artikel in der "TagesWoche" lese, kann ich mich freuen, ärgern, kann ich nachdenken oder auch ablehnen, was da geschrieben steht. Das heisst: Ich lese eben keine Einheitssauce, keine Predigten. Wenn die "TagesWoche" sich mit Vorgängen innerhalb der BaZ beschäftigt, ist jeder Satz dazu interessanter als all das, was Somm zur Zeit verschweigt und der famose Leutenegger herumplaudert. (Dieser letzte Satz ist bauch-, nicht kopfgeboren, jaja).
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Informationen zum Artikel

7.9.2012, 20:32 Uhr

Spardruck und Kündigungen bei der BaZ

Text

Text:

  • 18.06.2013 um 08:01
    Zwischen Polemik und Schönfärberei

    Eine Fachtagung thematisiert die Integrationsdebatte. Als Referent und Podiumsteilnehmer geladen ist unter anderem der Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky, der bekannt ist dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt.

  • 23.05.2013 um 15:50
    In Gottes Namen gegen Grundrechte

    Der religiöse Fanatismus macht auch vor der Schule nicht halt. Und beschäftigt immer wieder Behörden und Justiz.

  • 21.05.2013 um 14:10
    Unsere Ente des Tages

    Das ist garantiert keine Zeitungsente: Eine Ente hat den Brunnen am Rümelinsplatz zu ihrem persönlichen Swimmingpool umfunktioniert.

  • 16.05.2013 um 22:59
    Absolut
    Zum Artikel: Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

    Lieber Fritz Hochhuth Nach 14 Stunden am Computer sitzen schaffe ich es kaum mehr, so viele Buchstaben zu lesen. Aber ich habe es doch getan, weil uns doch die Chefs und andere kompetente Leute immer sagen, wie wichtig die Hege und Pflege unserer Comm...

  • 15.04.2013 um 23:11
    merkwürdiges Rechtsverständnis
    Zum Artikel: Keine freie Betten für die englischen Fussballfans

    @fm70: Ich glaube nicht, dass ich ein merkwürdiges Rechtsverständnis habe. Aber aufgrund seltsamer Artikel wie des Wegweisugsartikels kann es durchaus vorkommen, dass in der Öffentlichkeit schlafende Personen von Polizeipatrouillen mehr oder weniger un...

  • 15.04.2013 um 17:41
    Zürich hilft…
    Zum Artikel: Keine freie Betten für die englischen Fussballfans

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