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TagesWoche

Tages Woche

Mi, 19.06.2013

Auch das noch 

7.9.2012, 00:01 Uhr

Vorfreude auf eine Illusion

7.9.2012, 00:01 Uhr

Eine Zeichnung soll das wahre Spalentor temporär ersetzen – was allerdings nicht allen gefällt.  Von Martina Rutschmann

Freude herrschte! In der aktuellen Ausgabe der «Spale-Zytig» ist das «Trompe l’œil» Thema Nummer eins, das langersehnte Kunstwerk stehe vor der Realisierung und nun werde mit Aktionen dafür gesorgt, dass es auch bezahlt werden könne.

Es darf schliesslich nicht sein, dass Touristen den Reiseführer-Tipp befolgen, zum Spalentor pilgern – und nur eine Baustelle vorfinden. Nein, attraktiv sollte es sein, das Wahrzeichen, auch während der Renovation. Und was gibt es da besseres als ein «illusionistisches Gemälde, das mittels perspektivischer Darstellung eine nicht vorhandene Räumlichkeit vortäuscht»? 

Blasse Zeichnung

So jedenfalls hatten sie sich das «Trompe l’œil» vorgestellt, die Menschen der Spalenvorstadt. Die Freude wurde auch nicht getrübt, als die Behörden ankündigten, anstelle eines Fotos ein Bild aufzuhängen. Auch Bilder können schön sein, so der vorfreudige Tenor der Laden- und Beizenbetreiber. Dann kam er, der Tag der Installation. Seither hat «Trompe l’œil» in der Spalenvorstadt eine neue Bedeutung: Das Wort steht für eine blasse, einfache Zeichnung, die kaum einen Touristen dazu bringen wird, den Fotoapparat zu zücken. Enttäuschung herrscht!

Nicht einmal die Botschaft, dass Sponsoren gefunden werden konnten (50 000 Franken Lotteriefonds, 5000 Franken Bürgergemeinde, 500 Franken Credit Suisse), hilft über die Enttäuschung hinweg. Die Spalentor-Uhr zeigt auf dem Bild zwar 17.20 Uhr, doch auch das ist eine Illusion: Feierabend ist erst Ende 2013, wenn das frisch renovierte Spalentor enthüllt wird.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

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Informationen zum Artikel

7.9.2012, 00:01 Uhr

Vorfreude auf eine Illusion

Text

Text:

  • 16.06.2013 um 17:03
    «Vor der Räumung herrschte Kaiseraugst-Stimmung»

    BastA!-Grossrat Urs Müller hat die Räumung des Gezi-Parks beobachtet. Er bestätigt Medienberichte, wonach die Demonstranten friedlich waren und die Polizei brutal. Die Basler Delegation musste den Stadtteil verlassen, weil es heute noch gefährlicher werden könnte.

  • 16.06.2013 um 10:10
    «Wichtig ist, dass wir überhaupt etwas tun»

    Die malische Armee misshandelt Kinder in Kriegsgefangenschaft, zeigt eine Untersuchung von «Amnesty International». Einer, der sich seit Jahrzehnten für das Land engagiert, ist der Basler Hartmann P. Koechlin.

  • 13.06.2013 um 12:41
    «Hesch gseh, ich bi im Färnseh koh»

    Der lokale TV-Sender Telebasel feiert heute Samstag ­seinen 20. Geburtstag. Zum Erfolg trägt das ­Portemonnaie von uns allen bei.

  • 16.06.2013 um 17:33
    Sehr geehrter Herr Buschweiler
    Zum Artikel: «Vor der Räumung herrschte Kaiseraugst-Stimmung»

    Ich möchte Ihnen sicher nichts unterstellen, hege aber die Vermutung, dass Sie den Artikel nicht aufmerksam gelesen haben. Die Rede ist vom Polizeieinsatz in Istanbul – nicht von jenem auf dem Messeplatz. Urs Müller befindet sich nämlich, wie bereits i...

  • 04.06.2013 um 13:18
    Lieber Marco M II
    Zum Artikel: Das letzte Aufbäumen

    Das zuständige Architekturbüro möchte die neuste Visualisierung des Turms den Medien erst zur Verfügung stellen, wenn das Projekt abgesegnet ist. Hier http://www.morger-dettli.ch/projekte/180 kann man das Modell aber bereits sehen. Herzlich, Martina R...

  • 04.06.2013 um 11:56
    Lieber Marco M
    Zum Artikel: Das letzte Aufbäumen

    Sie haben recht, die Bilder auf der von Ihnen angegebenen Website sind noch aktueller als das Bild, das wir derzeit noch online haben. Wir tauschen es so bald wie möglich gegen die neuere Visualisierung aus. Vielen Dank für den Hinweis, Martina Rutsch...

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