LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Kultur

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Theaterfestival Basel 

1.9.2012, 16:21 Uhr

«Die ewige Klage der Mutter»

1.9.2012, 16:21 Uhr

«Ein Stück über Mutter und Vaterland» des Theatr Polski bietet Frauenpower pur. Wenn man nun auch noch der polnischen Sprache mächtig wäre und den Text nicht von den Übertiteln ablesen müsste, wäre Jan Klatas Inszenierung ein packendes Theatererlebnis. Von

Natalia Kabanow: Es ist alles ein bisschen eng hier: Das Teatr Polski am Theaterfestival Basel

Es ist alles ein bisschen eng hier: Das Teatr Polski am Theaterfestival Basel (Bild: Natalia Kabanow)

Wetterpech für das Theaterfestival Basel. Die Outdoor-Performance «above under inbetween» der Compagnie Willi Dorner auf dem Kasernenareal fiel am Freitag (und wie die Festivalleitung aktuell bekannt gibt, auch am Samstagnachmittag) buchstäblich ins Wasser. Das ist bedauerlich, denn die Begegnung mit der behend-skurrilen Truppe am ZAP Performance Marathon im vergangenen Jahr hatte für viel Vorfreude auf ein Wiedersehen gesorgt. Aber zum Glück bietet das Festival auch viel beziehungsweise vor allem Indoor-Theater. Also geht's über den Rhein ins Grossbasel, ins Schauspielhaus. Dort stand das Gastspiel des Teatr Polski mit «Ein Stück über Mutter und Vaterland» von Bozena Keff und in der Inszenierung des aufstrebenden jungen Regiestars Jan Klata auf dem Programm.

Und da zeigte sich eine der Schwierigkeiten, mit denen internationale Theaterfestivals zu kämpfen haben. Nämlich mit der Frage, wieviel Text in einer Sprache, die wohl nur wenige Zuschauerinnen und Zuschauer verstehen, zumutbar ist, ohne das Publikum zu überfordern. Im gegebenen Fall war es wohl zu viel. Der Text der polnischen Autorin Bozena Keff ist ausgesprochen dicht und anspruchsvoll. Zwar ist er auf Übertiteln in einer deutschen Übersetzung nachzulesen, doch der ständige Blick rauf auf die Texttafeln, lenkt wiederum vom Geschehen auf der Bühne ab.

Beindruckende Theaterpower

Und diesem Geschehen wäre man gerne uneingeschränkt gefolgt. Zu erleben sind sechs Frauen, ältere und junge – eine davon ist ein Mann im Frauenkostüm –, die die Geschichte einer Mutter erzählen, die als Überlebende des Holocaust ihr unüberwindbares Trauma auf die Tocher überträgt. Regisseur Jan Klata hat den Zweipersonen-Konflikt auf drei Paare übertragen, die im Verlauf des Stücks zudem ihre Rollen umkehren. Und er hat dafür eine Bewegungs- und Stilsprache gefunden, die beeindruckt. Er löst das Geschehen aus dem naturalistischen Kontext heraus und schlägt einen weiten Bogen vom matriachalischen Urmythos, über Tolkiens Hobbits bis hin zu Lara Croft und Ridley Scott.

Das alles steckt voller musikalischer und choreografischer Energie. Die Frauen tanzen sich die Seele vom Leib, sie berühren mit wunderbaren Gesängen, verschwinden in den vier grossen drehbaren Blechkästen, die mal Wohnung, mal Garderobe, mal ein Tor in eine andere Welt sein können. Die Musik reicht von afrikanischen Rhythmen über wundervoll gesungene Barock-Choräle bis zum Power-Beat von Slayer. Die Intensität und ungeheure Kraft, mit der sich die sechs Schauspielerinnen ins Zeug legen, ist beeindruckend. Auf die Dauer aber beginnt das Geschehen, das sich stets auf dem höchsten Level bewegt, etwas gleichförmig zu werden. Das liegt sicherlich zu einem grossen Teil daran, dass man dem Text eben nur noch versatzstückmässig folgen kann.

Theaterfestival Basel / Jan Klata,Teatr Polski Wrocław (PL) «Ein Stück über Mutter und Vaterland» von Bozena Keff

Mit: Paulina Chapko, Dominika Figurska, Katarzyna Straczek, Anna Ilczuk, Kinga Preis, Halina Rasiakówna, Wojciech Ziemianski
Nächste Vorstellung: 01.09. im Schauspielhaus des Theater Basel

 

Werbung

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Kultur, Theater

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Theaterfestival in der ganzen Stadt Weiterlesen

Auftakt zum Theaterfestival Basel Weiterlesen

Lust am Spiel zwischen den Disziplinen Weiterlesen

288 Stunden Theater und Kunst Weiterlesen

«Wir haben die letzte Chance gepackt» Weiterlesen

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

1.9.2012, 16:21 Uhr

«Die ewige Klage der Mutter»

Text

Text:

  • 24.06.2016 um 14:35
    200 neue Parkplätze für das Wettsteinquartier

    Unter dem Landhofareal soll ein Quartierparking mit 200 Plätzen entstehen. Der Kanton Basel-Stadt sucht nun einen privaten Investor für dieses Bauprojekt. Auf die gesetzlich eigentlich vorgeschriebene Kompensation durch einen Abbau von Parkplätzen im öffentlichen Raum will die Regierung verzichten.

  • 23.06.2016 um 15:40
    «Kulturstadt Jetzt» liess sich doch noch vom Umbauprojekt überzeugen

    Nach anfänglicher Skepsis stellt sich das Komitee «Kulturstadt Jetzt» doch noch hinter das Umbauprojekt des Kasernenhauptbaus. Es hätten sich «offene Fragen» geklärt. Im Auge behalten will das Komitee allerdings, wie die Öffnung zum Rhein gehandhabt wird.

  • 22.06.2016 um 12:03
    Abbruchhammer bleibt im Anschlag: Uvek lässt Basler Architekten mit seiner Einsprache abblitzen

    Das Ende des Nordtangenten-Abluftkamins beim Erlenmattareal ist nähergerückt. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation ist auf die Einsprache eines Basler Architekten gegen den Abbruch nicht eingetreten.

  • 21.06.2016 um 13:28
    Zum Artikel: Kaserne: Bürgerliche wollen «Meh Dräck!»

    Über Grössenwahn lässt sich streiten: Der Erweiterungsbau des Kunstmuseums hat 100 Millionen Franken gekostet (die Hälfte war ein Geschenk von Maja Oeri). Die gleichzeitige Sanierung des Kunstmuseums-Altbaus hat in der ersten Etappe fast 25 Millionen ...

  • 11.06.2016 um 14:40
    Zum Artikel: Historisches Museum: «Keine zusätzlichen Steuergelder beansprucht»

    Roland Stark hat die Finanzkontrolle vergessen, die im Auftrag des Präsidialdepartements die Missstände schliesslich ans Licht brachte. Selbstverständlich befassen sich auch die genannten Grossratskommissionen mit dem Fall. Aber wie wollen die in einem...

  • 23.05.2016 um 10:54
    Zum Artikel: Erlenmatt: Weitere Etappe auf dem langen Weg zum neuen Quartier

    Man stelle sich vor, der Kanton lädt zu Freibier und -wurst, die Sonne scheint, es ist warm, und in einem Quartier, das von schätzungsweise über 1600 Menschen bewohnt wird, erscheinen knapp 50 Menschen (Stand 17.30 Uhr). Aber gut, die fünf Kinder, die ...

Aktuell

Keystone/GEORGIOS KEFALAS: Sagt Basel Adieu: Breel Embolo wechselt vom FCB zu Schalke 04 in die Bundesliga.

FC Basel 

Embolo-Wechsel soll 21 Millionen Euro kosten

Breel Embolo setzt seine Karriere beim FC Schalke 04 fort. Bei der Hauptversammlung am Sonntagmittag gab der Bundesligist den Wechsel bekannt. Der Transfer soll nach Medieninformationen dem FC Basel 21 Millionen Euro einbringen, was den 19-Jährigen zum teuersten Schweizer Spieler macht, der aus der Super League wechselt.Von Christoph Kieslich. Weiterlesen

sda: Musste im EM-Achtelfinal gegen die Schweiz einiges einstecken: Robert Lewandowski (rechts)

Euro 2016 

Fussball: Gedämpfte Freude bei Polen

Der grösste EM-Erfolg der polnischen Fussball-Geschichte kann die Schwächen des Teams nicht überdecken. Ein Fernsehsender fordert vor dem Viertelfinal gegen Portugal sogar eine tiefgründige Analyse. Von sda. Weiterlesen