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TagesWoche

Tages Woche

Do, 20.06.2013

Gastronomie 

6.9.2012, 08:23 Uhr

«Komm, wir gehen zu Renate!»

6.9.2012, 08:23 Uhr

In etlichen Bars hat sie gearbeitet, nun hat sie ihr eigenes Reich: Barfrau Renate Lustenberger führt die Peanuts Bar am Barfi. Von Martina Rutschmann

Martina Rutschmann: Die Basler Kult-Bardame Renate Lustenberger und ihr Lebenspartner Tom Wolf haben sich den Traum von der eigenen Bar erfüllt.

Die Basler Kult-Bardame Renate Lustenberger und ihr Lebenspartner Tom Wolf haben sich den Traum von der eigenen Bar erfüllt. (Bild: Martina Rutschmann)

Sie ist das, was gemeinhin als «bunter Hund» bezeichnet wird. Man kennt sie – und meistens spricht man auch mit ihr. Man sagt: «Ich hätte gern ein Glas Champagner». Oder: «Ein Bier bitte.» Sie lächelt. Und bringt. Und hat ein offenes Ohr für alles, was sonst noch bewegt. Für Liebesgeschichten, Krankheiten, Arbeitsprobleme. Renate Lustenberger ist Bardame seit über zwanzig Jahren. 

Im «Des Arts» gehörte sie fast schon zum Inventar, dann wechselte sie in die «Don't Worry, be happy»-Bar und später zum «Sperber». Und egal, wo sie arbeitet – die Gäste kamen mit ihr. Wer an einer Bar einen Apero trinkt, an der Renate steht, der geht nicht an diese Bar, der geht zu Renate. Auch jetzt wird kaum jemand sagen: «Lass uns ins Peanuts gehen.» Es wird weiter heissen: «Komm, wir gehen zu Renate!» Darin liegt auch ihre grosse Hoffnung, dass der Laden, der einst Jeans anbot und dann kurz Bar war, nun endlich richtig läuft. «Weil ich hier bin», sagt sie, lacht, meint es aber ernst. «Die Leute kommen meinetwegen, das ist schön.» Und weit gehen müssen sie, je nach Standort, auch nicht: Die Peanuts-Bar (Website noch in Arbeit) liegt am Kohlenberg beim Eingang ins Steinenbachgässlein. 

Erdnussschalen am Boden

Renate Lustenbergers Lebenspartner Tom Wolf ist ein weitsichtiger Mann: Der Jurist hat bereits vor 16 Jahren das Wirtepatent gemacht, für den Fall, dass. Nun ist dieser Fall eingetreten – und das Paar hat nach langem Rumhören und -schauen gefunden, wonach es gesucht hat: eine geeignete Bar. Für Wirt Tom Wolf ist das Gastgewerbe eine neue Welt, fremd ist sie ihm aber nicht: Seit 35 Jahren lebt er mit Renate Lustenberger zusammen und bekommt hautnah mit, was es heisst, an einer Bar zu arbeiten. Erst spätnachts ins Bett kommen, auch an Wochenenden arbeiten – und täglich etliche neue Leute kennenlernen. Er ist gespannt auf seine neue Tätigkeit – und zuversichtlich, dass seine Frau es richtet. 

Der Name «Peanuts» ist Programm. Zu essen gibt es nichts – ausser eben Erdnüsse. Und zwar in Schale. Und diese wiederum darf, soll sogar, am Boden landen, wie es sich in vergleichbaren Bars in Paris und anderswo geziemt. Mit den Zigaretten sieht es anders aus: Die landen im dafür vorgesehen Aschenbecher. Das Fümoar-Schild am Eingang weist darauf hin, dass in der Bar-Lounge geraucht werden darf. Das wird es seit dem 3. September, seit Renate Lustenberger in ihrem kleinen Reich Gäste bewirtet, plaudert und – wenn ihr nichts mehr einfällt – «von meinen Katzen erzähle». Offizielle Eröffnung ist am 13. September, doch schon jetzt heisst es: «Komm, wir gehen zu Renate!»

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 17 Uhr bis 1 Uhr, Freitag und Samstag 17 Uhr bis 3 Uhr.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Schon wieder ein Fümoar-Vereinslokal an bester Lage....

    von Phil Boesiger um 6.09.2012 um 08:34Uhr

    Bei aller Sympathie für eine kleine Bar - die Tageswoche berichtet hier über ein illegales Vereinslokal. Ich bin überrascht, dass überhaupt eine Betriebsbewilligung erteilt wurde. Es darf angenommen werden, dass bei den Gesuchen nichts von einer Raucherbar erwähnt wurde. Fümoar ist mittlerweile schon in zwei Instanzen als illegal verurteilt worden. Wie lange lassen sich unsere Behörden noch vorführen?
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  2. @ Bösiger

    von Christoph M Suter um 6.09.2012 um 09:46Uhr

    @Sehr geehrter Herr Bösiger. Ihre Kommentare zu diesem Thema sind in den Printmedien berühmt und berüchtigt. Glauben Sie mir bitte, dass sich Frau Renate Lustenberger in der Gastronomie bestens auskennt. Wüsste Sie garantiert, dass ihre Bar auch ohne die bösen Raucher überleben könnte, dann hätte sie eine Bar nach dem Gusto von Herrn Phil Bösiger eröffnet. An Stelle von Erdnüssen (höchst ungesund) würden dann Chips aus Seetang angeboten und die Gäste erhielten einem Einlauf mit warmem Feigensirup. Eines weiss ich bestimmt, dass der Gründer des «Café des Arts», Frank Hablützel, am kommenden 13. September, im Himmel (auf Wolke 6) - zusammen mit Gavri-El (Gabriel) eine Flasche Dom Perignon köpfen wird und auf Renate anstösst.
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  3. @Suter

    von Basel Runner um 6.09.2012 um 10:30Uhr

    nun ja es ist schon so, dass das Stimmvolk sich klar für Rauchfreie Beizen entschieden hat. Daher ist für mich klar, dass ich die Peanutsbar meiden werde. Was Chips mit Seetang und Feigensirup mit dem Wunsch nach Rauchfreien Beizen zu tun hat ist mir leider nicht ganz klar. Vielleicht können sie mich ja noch aufklären.
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  4. Fümoar

    von Samuel Keller um 6.09.2012 um 13:28Uhr

    Sehe ich auch so. Schade, aber somit werde dieses Lokal also nie aufsuchen.
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  5. @Suter

    von Phil Boesiger um 6.09.2012 um 13:29Uhr

    Sind Sie sicher, dass es ganz normale Zigaretten waren, die Sie vor Ihrem obigen Post geraucht haben? Auch ich verstehe nämlich den Zusammenhang zwischen illegaler Fümoar-Beiz und Feigensaft nicht.
    Was ich aber verstehe, ist, dass die Wirte wohl kaum eine Betriebsbewilligung erhalten hätten, wenn sie auf dem Antragsformular den Ausdruck "Raucherbar" oder so ähnlich gebraucht hätten. Da frage ich mich natürlich automatisch, ob die Behörde in diesem und ähnlichen Fällen ihrer Aufsichtspflicht und dem gesetzlichen Auftrag nachkommt.
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  6. @Basel Runner & Bösiger

    von Christoph M Suter um 6.09.2012 um 13:54Uhr

    Wenn sich Ihnen Ironie, gepaart mit Basler Humor, nicht erschliesst, kann ich Ihnen beim besten Willen nicht weiterhelfen. Über den Verein Fümoar hat übrigens das «Basler Stimmvolk» nie abgestimmt. Lediglich 212 Stimmberechtigte aus Riehen und Bettingen haben sich für die Prohibition der Lungenliga in der Basler Gastronomie entschieden. Der Verein Fümoar war von dieser Abstimmung nicht betroffen. Warten wir doch den 23. September 2012 (Volksabstimmung über die Initiative der Lungenliga) ab und alsdann einen allenfalls negativen Entscheid des Bundesgerichts zuungunsten von Fümoar. Dann sehen wir weiter. Ich versichere Ihnen, es wird uns bestimmt eine Alternative zum Verein Fümoar einfallen.
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  7. @Suter

    von Basel Runner um 6.09.2012 um 17:10Uhr

    unter Ironie gepaart mit Basler Humor verstehe ich etwas das Lustig ist, aber dass was sie schreiben ist leider nicht lustig.
    Es kann nicht sein, dass einige Menschen einen Verein gründen und dann das bestehende Gesetz umgehen. Da könnte ich einen Verein gründen, mit der Begründung als Vereinmitglied, zahle ich ab sofort keine Steuern mehr.
    Es gibt Gesetze an die sich alle halten müssen, auch wenn es ihnen nicht gefällt. Auchich finde einige Gesetze nicht immer gut, aber ich lebe nun hier und ich halte mich daran. Leute die in Beizen rauchen wollen, sollen halt in Ländern auswandern in denen dies noch möglich ist und endlich mit dieserr unsäglichen Zwängerei aufhören.
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Informationen zum Artikel

6.9.2012, 08:23 Uhr

«Komm, wir gehen zu Renate!»

Text

Text:

  • 16.06.2013 um 17:03
    «Vor der Räumung herrschte Kaiseraugst-Stimmung»

    BastA!-Grossrat Urs Müller hat die Räumung des Gezi-Parks beobachtet. Er bestätigt Medienberichte, wonach die Demonstranten friedlich waren und die Polizei brutal. Die Basler Delegation musste den Stadtteil verlassen, weil es heute noch gefährlicher werden könnte.

  • 16.06.2013 um 10:10
    «Wichtig ist, dass wir überhaupt etwas tun»

    Die malische Armee misshandelt Kinder in Kriegsgefangenschaft, zeigt eine Untersuchung von «Amnesty International». Einer, der sich seit Jahrzehnten für das Land engagiert, ist der Basler Hartmann P. Koechlin.

  • 13.06.2013 um 12:41
    «Hesch gseh, ich bi im Färnseh koh»

    Der lokale TV-Sender Telebasel feiert heute Samstag ­seinen 20. Geburtstag. Zum Erfolg trägt das ­Portemonnaie von uns allen bei.

  • 16.06.2013 um 17:33
    Sehr geehrter Herr Buschweiler
    Zum Artikel: «Vor der Räumung herrschte Kaiseraugst-Stimmung»

    Ich möchte Ihnen sicher nichts unterstellen, hege aber die Vermutung, dass Sie den Artikel nicht aufmerksam gelesen haben. Die Rede ist vom Polizeieinsatz in Istanbul – nicht von jenem auf dem Messeplatz. Urs Müller befindet sich nämlich, wie bereits i...

  • 04.06.2013 um 13:18
    Lieber Marco M II
    Zum Artikel: Das letzte Aufbäumen

    Das zuständige Architekturbüro möchte die neuste Visualisierung des Turms den Medien erst zur Verfügung stellen, wenn das Projekt abgesegnet ist. Hier http://www.morger-dettli.ch/projekte/180 kann man das Modell aber bereits sehen. Herzlich, Martina R...

  • 04.06.2013 um 11:56
    Lieber Marco M
    Zum Artikel: Das letzte Aufbäumen

    Sie haben recht, die Bilder auf der von Ihnen angegebenen Website sind noch aktueller als das Bild, das wir derzeit noch online haben. Wir tauschen es so bald wie möglich gegen die neuere Visualisierung aus. Vielen Dank für den Hinweis, Martina Rutsch...

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