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TagesWoche

Tages Woche

Sa, 25.05.2013

Betriebsunfall 

5.9.2012, 17:10 Uhr

Chemieunfall im AKW Fessenheim - zwei Verletzte

5.9.2012, 17:10 Uhr

Im Atomkraftwerk Fessenheim wurden am Mittwoch zwei Personen verletzt, als Wasserstoffperoxid-Dampf austrat. Von Amir Mustedanagić und Matieu Klee

sda: Blick auf das AKW Fessenheim (Archiv)

Blick auf das AKW Fessenheim (Archiv) (Bild: sda)

Kurz vor 16 Uhr ist es am Mittwoch Nachmittag im AKW Fessenheim zu einem Betriebsunfall gekommen. Wie mehrere französische Medien berichteten, kam es zu einem «chemischen Unfall». Die Präfektur erklärte, es handle sich nicht um einen Brand, und der Unfall habe sich nicht im Reaktorgebäude ereignet. Vielmehr sei es zu einem Austritt von Wasserstoffperoxid-Dampf gekommen, als Wasserstoffperoxid in ein Reservoir eingeleitet worden sei und mit Wasser reagiert habe.

Die Feuerwehr Oberrhein war mit 50 Mann vor Ort, berichtete «L'Express». Zwei Personen seien leicht verletzt worden. Nach Angaben des Betreibers Électricité de France (EdF) erlitten sie leichte Verbrennungen, als der Wasserstoffperoxid-Dampf austrat. L'Alsace meldete zwischendurch, die gesamte Evakuierung der Anlage sei geplant, einer ihrer Fotografen aber vor Ort.

Das Sicherheitsdepartement Basel-Stadt hat gemäss Sprecher Martin Schütz eine Trinationale-Meldung erhalten, wie dies bei einem Chemie-Ereignis der Fall sei. «Nach jetzigem Stand besteht für Basel keine Gefahr», sagt Schütz. Die nationale Alarmzentrale sei von der entsprechenden französischen Behörde über den Zwischenfall umgehend informiert worden. Zu keinem Zeitpunkt habe die Gefahr bestanden, dass Radioaktivität austreten könnte. Deshalb hätten die Experten den Zwischenfall auch als unbedenklich für die Schweiz eingestuft.

Hollandes Versprechen

Das AKW Fessenheim ist 39 Kilometer von Basel entfernt. Es ist das älteste Kernkraftwerk von Frankreich, und es kommt immer wieder zu Pannen. Seine beiden Druckwasserreaktoren sind die ältesten noch in Betrieb befindlichen in Frankreich. François Hollande hat bei seiner Wahl zum französischen Präsidenten versprochen, dass das AKW bis 2017 stillgelegt würde.

Atomkraftgegner in Frankreich, Deutschland und auch in der Schweiz machen zunehmend Druck, um eine rasche Stilllegung des als besonders störanfällig geltenden Atomkraftwerks zu erreichen. Sie verweisen vor allem auf das Erdbebenrisiko im Rheingraben und die Gefahr einer Überschwemmung bei einem Bruch des Deichs, der das AKW vom Rheinkanal trennt.

Der französische Grünen-Politiker François de Rugy sagte am Mittwoch, der Zwischenfall «erinnert alle daran, dass die Atomenergie gefährlich ist». Hollande müsse seine Zusage einhalten, Fessenheim zu schliessen. (mit SDA)

  1. Noch...

    von rejeanne am 5.09.2012 um 17:30Uhr

    ...ist es "nur" ein chemischer Brand. Noch besteht keine Gefahr für Basel (hmmm). Noch. Es ist höchste Zeit, dass die Zeitbombe Fessenheim entschärft wird, damit aus einem chemischen Brand kein nuklearer Brand werden kann. Denn dann besteht sehr wohl Gefahr für Basel. Und nicht nur.
    Direktlink zum Kommentar

  2. "Chemischer Unfall"?

    von René Reinhard am 5.09.2012 um 17:40Uhr

    Ist das möglicherweise die "neue Sprachregelung" bei AKW Unglücksfällen?
    Direktlink zum Kommentar

  3. Fessenheim

    von Markus Fischer am 5.09.2012 um 20:31Uhr

    Fessenheim ist ein Übel doch, sind zwei Verletze nun gleich mehrere?
    Unbedingt abstellen das Teil, subito!
    Direktlink zum Kommentar

  4. TagesWoche Redaktion

    mehrere = mehrere, zwei = zwei

    von Karen N Gerig am 5.09.2012 um 20:42Uhr

    Lieber Herr Fischer,
    Sie haben recht: zwei sind nicht mehrere. Kurz nach dem Unfall hatten wir nur die Information, dass es "mehrere Verletzte" gegeben habe. Erst später berichtigten die Betreiber des AKW, es seien zwei. Wir haben diese Information inzwischen präzisiert. Freundliche Grüsse, Karen N. Gerig
    Direktlink zum Kommentar

  5. Restrisiko leider, aber nicht jetzt

    von Dominik Marty am 5.09.2012 um 21:18Uhr

    Egal ob Fessenheim, Fukushima, Tschernobyl, Mühleberg oder ......: Alle wissen es: atomares Restrisiko ist das Potential totaler Zerstörung jeglicher aktuell bekannter Lebensgrundlagen. Die Erfüllung des Restrisikos ist - solange es AKWs oder Atombomben gibt - eine Frage der Zeit. Ich bin deshalb fast 100%ig überzeugt, dass dieser Störfall "Fessenheim" nicht die Erfüllung dieses "Restrisikos" ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass es erst kommende Generationen treffen wird, ist zu gross!!
    Direktlink zum Kommentar

  1. Noch...

    von rejeanne um 5.09.2012 um 17:30Uhr

    ...ist es "nur" ein chemischer Brand. Noch besteht keine Gefahr für Basel (hmmm). Noch. Es ist höchste Zeit, dass die Zeitbombe Fessenheim entschärft wird, damit aus einem chemischen Brand kein nuklearer Brand werden kann. Denn dann besteht sehr wohl Gefahr für Basel. Und nicht nur.
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  2. "Chemischer Unfall"?

    von René Reinhard um 5.09.2012 um 17:40Uhr

    Ist das möglicherweise die "neue Sprachregelung" bei AKW Unglücksfällen?
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  3. Fessenheim

    von Markus Fischer um 5.09.2012 um 20:31Uhr

    Fessenheim ist ein Übel doch, sind zwei Verletze nun gleich mehrere?
    Unbedingt abstellen das Teil, subito!
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  4. TagesWoche Redaktion

    mehrere = mehrere, zwei = zwei

    von Karen N Gerig um 5.09.2012 um 20:42Uhr

    Lieber Herr Fischer,
    Sie haben recht: zwei sind nicht mehrere. Kurz nach dem Unfall hatten wir nur die Information, dass es "mehrere Verletzte" gegeben habe. Erst später berichtigten die Betreiber des AKW, es seien zwei. Wir haben diese Information inzwischen präzisiert. Freundliche Grüsse, Karen N. Gerig
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  5. Restrisiko leider, aber nicht jetzt

    von Dominik Marty um 5.09.2012 um 21:18Uhr

    Egal ob Fessenheim, Fukushima, Tschernobyl, Mühleberg oder ......: Alle wissen es: atomares Restrisiko ist das Potential totaler Zerstörung jeglicher aktuell bekannter Lebensgrundlagen. Die Erfüllung des Restrisikos ist - solange es AKWs oder Atombomben gibt - eine Frage der Zeit. Ich bin deshalb fast 100%ig überzeugt, dass dieser Störfall "Fessenheim" nicht die Erfüllung dieses "Restrisikos" ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass es erst kommende Generationen treffen wird, ist zu gross!!
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  6. Eben nicht AKW-Unfall

    von wg um 6.09.2012 um 01:10Uhr

    Jetzt keifen sie wieder, die Unbedarften, die Anti-AKW-isten. In jeder Steckdose lauert der Tod. Gehen wir etwas überlegter, gelassener unserem sowieso bevorstehenden Untergang entgegen ...
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Informationen zum Artikel

5.9.2012, 17:10 Uhr

Chemieunfall im AKW Fessenheim - zwei Verletzte

Text

Text:

  • 22.05.2013 um 18:57
    Kommissär Hunkeler braucht eine neue Beiz

    Das Restaurant Milchhüsli soll im Herbst seine Türen wieder öffnen. Allerdings nicht mehr als urchige Beiz, sondern als Café – «von Studierenden für Studierende». Hinter der geplanten Eröffnung steht die Studierendenorganisation Skuba.

  • 21.05.2013 um 12:50
    Wie mich Urs Widmer zum Leser machte

    Es war mein erstes Buch, es war mein erster Urs Widmer-Roman – und «Im Kongo» hat mich verändert. Für immer. Ein Dankeschön zum 75. Geburtstag von Urs Widmer.

  • 21.05.2013 um 06:30
    Ein Viertel aller Schulratspräsidenten tritt zurück

    Acht Schulratspräsidenten treten aufs neue Schuljahr zurück. Einige beklagen die mangelnden Kompetenzen in ihrem Amt. Stimmt, sagt das Erziehungsdepartement, genau so soll es auch sein.

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Text:

  • 24.05.2013 um 11:20
    Jetzt scheint die Sonne auch über Sissach

    Vor einem Jahr berichtete die TagesWoche über den gescheiterten Kampf um eine grosse Solarstromanlage in Sissach. Dann vollzog die Elektra Sissach überraschend eine Kehrtwende. Heute Freitag nimmt Bauer Daniel Wiedmer die 230 000 Franken teure Anlage in Betrieb.

  • 22.05.2013 um 16:57
    Jagd auf Abfallsünder

    Nach Pfingsten machte das Amt für Umwelt und Energie mit der Stadtreinigung Jagd auf Abfallsünder, die trotz Feiertag ihren Abfallsack für die Kehrichtabfuhr bereitgestellt hatten. Knapp ein Viertel der Sünder konnte überführt werden.

  • 16.05.2013 um 15:33
    «In der Schweiz gibt es viele Anti-Sozialpartner»

    Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, erklärt im Interview, weshalb es so dringend einen Mindestlohn braucht.

  • 22.04.2013 um 16:36
    @Automatismus
    Zum Artikel: Mitte-Links tritt mit ehemaligem EVP-Landrat Thomi Jourdan an

    Danke für den Hinweis. Wir hätten gerne von Anfang an ein hochaufgelöstes Bild des Kandidaten gezeigt. Bis jetzt ist aber keines verfügbar.

  • 18.04.2013 um 22:21
    @Nestbeschmutzung?
    Zum Artikel: An der Baselworld wimmelt es von Scheinselbständigen

    Lieber Herr Hochhuth Vielen Dank für Ihren bissig ironischen und treffenden Kommentar. Ich könnte jetzt ernsthaft antworten: Ich sehe meine Aufgabe nicht darin, den Mächtigen zu gefallen. Ich möchte vielmehr möglichst aufdecken, was tatsächlich gespie...

  • 13.03.2013 um 09:39
    @Jacqueline Landmann
    Zum Artikel: Erstes Shoppingcenter in der Kantonshauptstadt

    Sie haben natürlich Recht. Stadtratspräsident Lukas Ott lobte ausdrücklich auch das Archtekturbüro. Es ist das Basler Büro Buchner Bründler.

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