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Ab in die Quartiere 

1.9.2012, 17:50 Uhr

Wenig Mut für Veränderungen in Basels grösstem Park

1.9.2012, 17:50 Uhr

Die Anbindung an das Verkehrsnetz, die Verbauung und die Trägheit der Politik: In Riehen kommen die Menschen erst in zweiter Linie auf das zu sprechen, was ihnen nicht gefällt. «Probleme» scheint es kaum zu geben, höchstens Verbesserungsvorschläge. Doch diese sind häufig nur sehr zäh umzusetzen. Von und

Urs Buess: Die TagesWoche in Riehen: Das Kaffemobil fehlte leider wegen technischer Probleme – mit Espressi aus dem Zelt hat uns Pola dennoch verwöhnt.

Die TagesWoche in Riehen: Das Kaffemobil fehlte leider wegen technischer Probleme – mit Espressi aus dem Zelt hat uns Pola dennoch verwöhnt. (Bild: Urs Buess)

Fast scheint es, als ob die Probleme, die man in Riehen hat, mit der Gemeinde selbst nur am Rande etwas zu tun haben. Am häufigsten haben wir auf unserer Exkursion ins samstägliche Herz der grossen Basler Stadtgemeinde zu hören bekommen, dass die Anbindung ans öffentliche Fernverkehrsnetz nicht genügt. Die S-Bahn (vielfach auch lobend erwähnt, auch wegen des zweiten Halts im Niederholzquartier) fahre nur jede halbe Stunde und dann auch noch so, dass man im Badischen Bahnhof lange steht und im Bahnhof SBB meistens die Schnell- und Intercityzüge gerade verpasse. Dafür schätzen alle durchs Band das Ruftaxi, welches Spätheimkehrer von der Tramstation nach Hause bringt.

Der Schuh scheint wenig zu drücken in Riehen – oder wenn, dann alle an einem anderen Ort. Die Verbauung der letzten Landreserven und alter Liegenschaften mit ebenso profitablen wie hässlichen Neubauten wurde mehrfach erwähnt. Oder die nicht zu leugnende Tatsache, dass die Vorort-Stadt ein eher höheres Durchschnittssalter aufweisen dürfte: «Das ist ein Altersheim», zitierte ein Paar seinen 18-jährigen Sohn.

Wenig neue junge Familien

Dabei scheint die Gemeinde mit dem vielen Grün massive Anziehungskraft auf junge Familien zu haben: «Die Schulwege sind ungefährlich», «Kinder und Teenager haben im Niederholz ausreichend Angebote, so dass sie nicht einmal in die Stadt fahren für die Freizeitbeschäftigung», war zu hören. Und mehrere dieser jungen Familien outen sich als Rückkehrer. Aufgewachsen in Riehen, kaum volljährig von der Schlafgemeinde möglichst rasch in die Stadt gezogen und jetzt wieder mit Kind und Kegel zurückgekehrt. Und ja, Auswärtige nicht vermögende Familien hätten es schwer in Riehen, überhaupt an ein Haus zu kommen, sagen die Rückkehrer. Alte Häuser würden meist in der Familie bleiben. Viele Neubauten seien für Familien aus dem Mittelstand, die Leben ins Dorf bringen würden, oft nicht erschwinglich.

Das emsige Treiben an einem Samstagmorgen mitten im Dorfkern – mit dem die Schmiedgasse allerdings den Kirchplatz künstlich abgelöst hat wegen der Geschäfte in der kleinen «Fussgängerzone» beim Webergässchen – täusche darüber hinweg, dass nach siebzehn Uhr nichts mehr los sei. «Die Trottoirs werden hochgeklappt», klagt ein jüngerer Einwohner, es mangle an Treffpunkten und Cafés wie dem kürzlich geschlossenen «Siebenpfund», sagen andere. Bemühungen, mit mehr als dem gelegentlichen Markt und Vereinsveranstaltungen die Leute ins Dorf zu holen zum Austausch, seien zwar vorhanden, aber in einem zähen Fluss. Und wenn dann einmal im Dorfzentrum Kultur stattfinde, etwa mit Konzerten der Jugendmusikschule im Singeisenhof, sei um 22 Uhr Schluss. Nachtruhe. Das finden mehrere etwas engstirnig.

Wer zu satt ist, wird träge

Das ist die Kehrseite der Medaille, deren glänzende Seite, «mitten im Grünen, sicher, sauber, überschaubar und nicht so anonym wie die Stadt», erst bei sehr genauem Hinsehen der stumpferen Seite Platz macht: träge, langsam, satt und unbeweglich. Die Schmiedgasse selber zur Fussgängerzone zu machen, wäre eine solche Veränderung, aber nur schon der Versuch, den dortigen Veloparkplatz zu überdachen, sei seit Jahren hängig. Regelmässig scheiterten entsprechende Vorstösse im Einwohnerrat, erzählen die zwei Einwohnerrätinnen Franziska Roth (SP) und Marianne Hazenkamp (Grüne).

Wem es gut geht, der hat wenig Anlass zu klagen oder gar Dinge zu verändern: Das scheint einer der wenigen Kritikpunkte jener zu sein, die Riehen weiter bewegen möchten. «Ich wünsche mir, dass wir in Riehen mehr Mut hätten für Veränderungen und nicht einfach verharren», sagt eine Einwohnerin. Auch wenn sie, wie all die anderen, betont, das sei «Klagen auf sehr hohem Niveau».

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Lokales, Stadtentwicklung, Abstimmungen & Wahlen, Raumplanung, Wahlen BS 2012, Riehen

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Reaktionen

  1. Verifiziert

    Emmanuel Ullmann

    am 1.09.2012, 21:37

    Ich bin froh, dass dies auch beim Gespräch mit der TagesWoche ein Thema war. Wenn nämlich das Tram eine echte Konkurrenz zur S-Bahn wird punkto Schnelligkeit und Taktfrequenz, dann stimmt etwas nicht. Ich hoffe, dass es bald regelmässige und schnelle Verbindung Riehen-Basel SBB geben wird.

  2. Inaktiver Nutzer

    am 1.09.2012, 22:25

    Von 1952 aufgewachsen in Riehen (Schmiedgasse 23) - Schule in Riehen - sah ich die Veränderungen seither. Und wenn ich die Veränderungen vergleiche mit anderen Orten an denen ich gelebt habe - Riehen ist einfach ein tolles "Dorf". Und ich finde es nicht schlecht, dass es sich langsam "entwickelt". Wenn sich politisch Links - Mitte - Rechts "streiten" - nehme ich gerne an, dass dies nur im Sinne einer positiven Entwicklung, ist. Vielleicht wäre mal eine gute Einwohnerbefragung (Wünsche) per... ... mehrVon 1952 aufgewachsen in Riehen (Schmiedgasse 23) - Schule in Riehen - sah ich die Veränderungen seither. Und wenn ich die Veränderungen vergleiche mit anderen Orten an denen ich gelebt habe - Riehen ist einfach ein tolles "Dorf". Und ich finde es nicht schlecht, dass es sich langsam "entwickelt". Wenn sich politisch Links - Mitte - Rechts "streiten" - nehme ich gerne an, dass dies nur im Sinne einer positiven Entwicklung, ist. Vielleicht wäre mal eine gute Einwohnerbefragung (Wünsche) per Fragebogen - kostet halt was - angebracht. Bin überzeugt, dass unsere Politiker dann staunen würden.
    Und zum Schluss - danke Riehen für ganz tolle Jahre.

  1. Verifiziert

    Emmanuel Ullmann

    am 1.09.2012, 21:37

    Ich bin froh, dass dies auch beim Gespräch mit der TagesWoche ein Thema war. Wenn nämlich das Tram eine echte Konkurrenz zur S-Bahn wird punkto Schnelligkeit und Taktfrequenz, dann stimmt etwas nicht. Ich hoffe, dass es bald regelmässige und schnelle Verbindung Riehen-Basel SBB geben wird.

  2. Inaktiver Nutzer

    am 1.09.2012, 22:25

    Von 1952 aufgewachsen in Riehen (Schmiedgasse 23) - Schule in Riehen - sah ich die Veränderungen seither. Und wenn ich die Veränderungen vergleiche mit anderen Orten an denen ich gelebt habe - Riehen ist einfach ein tolles "Dorf". Und ich finde es nicht schlecht, dass es sich langsam "entwickelt". Wenn sich politisch Links - Mitte - Rechts "streiten" - nehme ich gerne an, dass dies nur im Sinne einer positiven Entwicklung, ist. Vielleicht wäre mal eine gute Einwohnerbefragung (Wünsche) per... mehrVon 1952 aufgewachsen in Riehen (Schmiedgasse 23) - Schule in Riehen - sah ich die Veränderungen seither. Und wenn ich die Veränderungen vergleiche mit anderen Orten an denen ich gelebt habe - Riehen ist einfach ein tolles "Dorf". Und ich finde es nicht schlecht, dass es sich langsam "entwickelt". Wenn sich politisch Links - Mitte - Rechts "streiten" - nehme ich gerne an, dass dies nur im Sinne einer positiven Entwicklung, ist. Vielleicht wäre mal eine gute Einwohnerbefragung (Wünsche) per Fragebogen - kostet halt was - angebracht. Bin überzeugt, dass unsere Politiker dann staunen würden.
    Und zum Schluss - danke Riehen für ganz tolle Jahre.

Informationen zum Artikel

1.9.2012, 17:50 Uhr

Wenig Mut für Veränderungen in Basels grösstem Park

Text

Text:

  • 25.07.2013 um 12:35
    Rekord bei Fluglärm im Juli

    Noch nie landeten im Juli so viele Flugzeuge von Süden her auf dem EuroAirport wie in diesem Jahr. Schuld am Lärmrekord ist der Nordwind.

  • 25.07.2013 um 12:00
    Die Entwicklung des EuroAirports in sieben Grafiken

    Immer mehr Passagiere, nicht mehr Flugzeuge, dafür umso mehr Lärmklagen. Wir zeigen, wie sich der EuroAirport Basel-Mulhouse in den letzten Jahren und Jahrzehnten entwickelt hat.

  • 04.07.2013 um 18:04
    Machtloser Datenschutz

    Ist gegen zu viel Wissen ein Kraut gewachsen? Der «Datenschutz» soll Menschen vor Beobachtung schützen. Dabei ist immer weniger klar, wie das angesichts der Digitalisierung vonstatten gehen soll.

  • 17.08.2013 um 19:13
    @Nicolas Baudet
    Zum Artikel: Die ungewöhnlichste Pressekonferenz der Welt

    Sie haben mich missverstanden. Ich beklage mich bei überhaupt niemandem. Ich finde lediglich, dass ein Gewerkschafter, der originelle Spielchen mit der Presse macht, wissen sollte, wovon er redet.

  • 17.08.2013 um 10:02
    Kleine Spielchen
    Zum Artikel: Die ungewöhnlichste Pressekonferenz der Welt

    Herr Dubach scheint sich gut auszukennen: "Bei Journalisten überlegen sich die Arbeitgeber ganz genau, ob sich Überstunden lohnen." Diese Erfahrung habe ich in 25 Jahren in diesem Beruf nicht gemacht. Die Originalität dieser Pressekonferenz...

  • 14.08.2013 um 10:55
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    Im Namen der Opfer fordert die SVP, dass härter gegen Täter vorgegangen wird, kürzte aber gleichzeitig Schmerzensgeld für Opfer von Straftaten.

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    @Karl Buschweiler
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    Besten Dank für Ihren Hinweis. Das Bild ist ein Symbolbild - keine Fotografie - und als solches auch eindeutig erkennbar. Es zeigt, dass die beiden Verkehrsbetriebe nicht wirklich in dieselbe Richtung fahren und nicht für welche neuen Tramtypen sich di...

  • 20.09.2013 um 21:34
    Ein paar Antworten
    Zum Artikel: Asbest-Zivilschützer zur Aussprache aufgeboten

    @Alois Karl Hürlimann 1) Die ausrangierte Militärlagerhalle hat die Gemeinde Göschenen vor Jahren der Armee abgekauft. 2) Der Gemeindepräsident wusste, dass die Eternitplatten asbesthaltig waren. 3) Der Einsatz in Göschenen gilt als Ausbildungs/Weiterb...

  • 20.09.2013 um 21:15
    @B Esser Wysser
    Zum Artikel: Asbest-Zivilschützer zur Aussprache aufgeboten

    Sie finden Artikel, die bereits zum selben Thema erscheinen sind, jeweils in der rechten Spalte unter «verwandte Artikel». Dort stehen auch zwei Artikel weitere Artikel zum Asbest-Einsatz.

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