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TagesWoche

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Sa, 18.05.2013

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Rotblaulive.ch: Alles zur Saison des FC Basel: Berichte, Tabellen, Tweets, Videos, Statistiken und Spielszenenanalyse.

Fussball, FC Basel 

30.8.2012, 01:08 Uhr

Auf der Suche nach der Identität

30.8.2012, 01:08 Uhr

Nicht dass der FC Basel sein erstes grosses Ziel der Saison verpasst hat, muss den Baslern zu denken geben. Aber die Art und Weise, wie die Mannschaft unter der Latte Champions-League-Qualifikation hindurchgesprungen ist, war unschön. Von Florian Raz

Keystone/Urs Flueeler: Zwei Freis im Misserfolg vereint. Fabian (liegend) und Alex Frei grämen sich nach dem 1:2 in Cluj.

Zwei Freis im Misserfolg vereint. Fabian (liegend) und Alex Frei grämen sich nach dem 1:2 in Cluj. (Bild: Keystone/Urs Flueeler)

Kaum hat die Saison begonnen, da hat der FC Basel sein erstes grosses Ziel auch schon verpasst. Die Champions League findet in diesem Jahr ohne die Basler statt, sie müssen in der Europa League kleinere Brötchen backen. Und die finanzielle Einbusse von rund zehn Millionen Franken ist dabei dank der vergoldeten letzten zwei Saisons mit zweimal Königsklasse und Millionen-Transfers noch das kleinere Problem, das sich dem FCB derzeit stellt.

Das grössere: Die Basler haben eine Mannschaft, die sich noch nicht gefunden hat, die auf der Suche nach ihrer Identität ist. Und die wird sie nun in einem Klima finden müssen, das dem Wachstum eines zarten Pflänzchens nicht unbedingt zuträglich ist. Die Chance zum ultimativen Befreiungsschlag haben die Rotblauen beim 0:1 gegen den CFR Cluj jedenfalls mit einer Leistung verpasst, die Fragen aufwirft.

Es wartet viel Arbeit

Natürlich, Sportdirektor Georg Heitz hat Recht, wenn er darauf verweist, dass auch das sogenannte «Jahrhundertteam» der vergangenen Saison zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres ebenfalls alles andere als in Form war: «Ich bin mir nicht sicher, ob jene Mannschaft damals eine Champions-League-Qualifikation gegen Cluj geschafft hätte.» Aber diese hypothetische Feststellung alleine wird den Druck auf den heutigen FCB nicht verringern. Und sie impliziert auch, wie viel Arbeit vor den Baslern steht.

In Cluj jedenfalls präsentierte sich der FCB als eine nicht gefestigte Einheit ohne Balance und Selbstsicherheit. 65 Prozent Ballbesitz hatten die Statistiker der Uefa für den FCB zwar gemessen. Aber was bringt es, wenn man den Ball zwar in den eigenen Füssen hat, damit aber nichts Torgefährliches anzufangen weiss und im Gegenzug bei jedem Konter des Gegners ins Zittern kommt? Heiko Vogel stellte am Ende ernüchtert fest: »Selbst wenn wir 140 Prozent Ballbesitz gehabt hätten, hätten wir Cluj nicht in Verlegenheit gebracht.»

Heiko Vogel darf beweisen, dass er mit Problemen umgehen kann

Und hier kommt der Trainer des FCB ins Spiel. Bislang war er auf einer Welle des Erfolgs gesurft. Jetzt kann er beweisen, dass er in der Lage ist, ein Team aus einer schwierigen Situation zu führen. Denn in einer solchen ist der FCB nach drei Niederlagen in Serie, das sieht auch Sportdirektor Heitz.

Vogel stellt zwar nicht zu Unrecht fest: «Auch in den letzten drei Spielen gab es Szenen, in denen wir angedeutet haben, welches Potential in diesem Team steckt.» Nur nimmt die Anzahl der guten Phasen im Basler Spiel derzeit von Partie zu Partie bedenklich ab. Auf 60 Minuten gegen Cluj im Hinspiel folgten 30 in St. Gallen.

Und beim Rückspiel in Cluj? Nun, da war es mit viel Goodwill vielleicht noch eine Viertelstunde. Spätestens aber nach dem 0:1 in der 20. Minute war der Basler Auftritt einfach nicht gut genug, um sich einen Platz in der Königsklasse zu verdienen.

Auch wenn der FCB als Erklärung für sich in Anspruch nehmen konnte, dass er mit einem Sturm angetreten war, in dem beide Stürmer nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte gewesen waren. Und dass mit Mohamed Salah und Valentin Stocker zwei offensiv potente Spieler gar nicht hatten mittun können.

Alex Frei und die fünffache Entschuldigung

Alex Frei, der Mann, der die einzige wirkliche Chance gehabt hatte, den Abend in für die Basler erträglichere Bahnen zu lenken, entschuldigte sich danach öffentlich erst einmal mindestens fünfmal bei seinen Mitspielern für seinen vergebenen Elfmeter. Danach bat er: «Man darf jetzt nicht den Stab über dieser Mannschaft brechen.»

Aber auch Frei spürt mit der ganzen Erfahrung seiner 33 Jahre, in welch delikater Situation der FCB derzeit steckt. «Wir brauchen absolut ein Erfolgserlebnis», stellte er nach Spielschluss fest, «sonst kommen wir in eine Negativspirale.» Und: «Jeder einzelne von uns, mit Ausnahme von Yann Sommer, bringt derzeit die nötige Qualität nicht auf den Platz.»

Damit war auch Frei beim wichtigsten Punkt dieses enttäuschenden Abends in Transsilvanien angekommen. Nicht, dass der FC Basel die Qualifikation zur Champions League verpasst hat, muss ihm am meisten Kopfzerbrechen bereiten. Von einem Schweizer Club darf tatsächlich nicht erwartet werden, dass er drei Jahre hintereinander die Sternenliga erreicht. Aber wie die Basler gescheitert sind, das war unschön.

Intern wird es vorerst ruhig bleiben

Unruhe dürfte deswegen rund um den Club aufkommen – vorerst allerdings kaum intern. Wie oft hatte Bernhard Heusler in den schönen Champions-League-Feiern der vergangenen Saison Demut im Erfolg gepredigt. Jetzt kann der FCB-Präsident Standhaftigkeit im Misserfolg demonstrieren.

Und natürlich gehen beim FC Basel alle davon aus, dass sich diese Mannschaft entwickeln wird. Und zwar zum Guten natürlich, zu einer geschlossenen Einheit. Allzulange sollte sie sich dazu allerdings nicht Zeit nehmen. Am Sonntag kommt der FC Zürich in den St.-Jakob-Park. Das wäre kein schlechter Zeitpunkt für eine markante Leistungssteigerung.

  1. Die Qualität reicht nicht

    von Markus Diem am 30.08.2012 um 09:21Uhr

    Die spielerische und physische Qualität reicht wohl nicht aus, war doch Cluj sicher keine Übermannschaft, von der spielerischen Qualität her ist der FCB zur Zeit ein gewöhnlicher Superleagueverein, wie es wohl Cluj auch wäre. Die Achse Abraham, Xhaka, Shaquiri, die in der Angriffsauslösung oft den Unterschied machte, kann offensichtlich auf absehbare Zeit nicht ersetzt werden.
    Direktlink zum Kommentar

  1. Die Qualität reicht nicht

    von Markus Diem um 30.08.2012 um 09:21Uhr

    Die spielerische und physische Qualität reicht wohl nicht aus, war doch Cluj sicher keine Übermannschaft, von der spielerischen Qualität her ist der FCB zur Zeit ein gewöhnlicher Superleagueverein, wie es wohl Cluj auch wäre. Die Achse Abraham, Xhaka, Shaquiri, die in der Angriffsauslösung oft den Unterschied machte, kann offensichtlich auf absehbare Zeit nicht ersetzt werden.
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  2. fc basel !!!

    von lilaba um 30.08.2012 um 09:51Uhr

    was hat doch der SPORT (brot und spiele!!) für sorgen in anbetracht des globalen BIENENSTERBENS (in milliarden), der klimasituation, unserer ENERGIEGIER und der globalen explosiven politischen verhältnisse.
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  3. Es hat doch alles auch sein guites

    von Heinz Müller um 30.08.2012 um 12:51Uhr

    Nun braucht Shaqiri zumindest nicht zu befürchten, dass ihm seine Ex-Clubkollegen die neuen Lederhos'n ausziehen könnten...
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30.8.2012, 01:08 Uhr

Auf der Suche nach der Identität

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Text:

  • 18.05.2013 um 00:01
    Der Chef und sein Zuträger

    Der eine sorgt mit schnellem Antritt für Aufsehen und geht mit Torchancen bisweilen etwas gar verschwenderisch um. Der andere verrichtet seine Arbeit schon fast still und leise. Mohamed Salah und Mohamed Elneny bestimmen den Puls des FC Basel mit. Im Cupfinal gegen die Grasshoppers wird Salah allerdings gesperrt fehlen.

  • 17.05.2013 um 06:08
    «Jetzt soll mal der Schär hinten bleiben»

    Fabian Frei hat einen Lauf. Beim 2:0 gegen Lausanne schiesst er beide Tore – und am Pfingstmontag dürfte er erstmals in seiner Karriere einen Cupfinal bestreiten.

  • 17.05.2013 um 00:01
    Miezekatzen, Testläufer und ein auf die Probe gestellter Werbespruch

    Fabian Frei und Valentin Stocker erledigten Arbeit und Vorarbeit des Toreschiessens. Andere konnten die Kräfte für den Cupfinal schonen. Die Einzelkritiken zum 2:0 des FC Basel gegen Lausanne.

  • 16.05.2013 um 18:35
    Eishockey
    Zum Artikel: Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

    Lieber Herr Hochhuth, glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass nicht eine halbe lokale Geschichte weniger geschrieben wurde wegen dieses Eishockey-Artikels? Der Text kommt über Agentur, der Dienstchef (der sowieso Dienst schieben muss) hat ihn von d...

  • 13.05.2013 um 18:51
    Das mit der Tribüne
    Zum Artikel: Constantin kehrt mit dem Stahlbesen

    Meist sitzt das von ihnen angesprochene Problem ja nicht auf der Tribüne, sondern dirigiert (das Team) und desavouiert (den Trainer) von seinem Stammplatz neben der Ersatzbank aus.

  • 13.05.2013 um 17:13
    Seldwyla
    Zum Artikel: Das Ende eines Clublokals – Stadt stellt Italiener auf die Strasse

    Weil die Stadt Basel eine leere Immobilie wollte, wird der bisherige Mieter rausgeworfen. Und jetzt sucht die Stadt Basel einen Zwischennutzer, weil sie gerne einen Mieter für ihre leere Immobilie hätte. Warum dreht sich bei mir plötzlich alles im Kopf?

Aktuell

Andy Mueller/freshfocus: Klare Rollenverteilung: Vorne Mohamed Salah, hinten Mohamed Elneny.

Fussball, FC Basel 

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Der eine sorgt mit schnellem Antritt für Aufsehen und geht mit Torchancen bisweilen etwas gar verschwenderisch um. Der andere verrichtet seine Arbeit schon fast still und leise. Mohamed Salah und Mohamed Elneny bestimmen den Puls des FC Basel mit. Im Cupfinal gegen die Grasshoppers wird Salah allerdings gesperrt fehlen.Von Florian Raz und Philip Vlahos. Weiterlesen

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