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Rotblaulive.ch: Alles zur Saison des FC Basel: Berichte, Tabellen, Tweets, Videos, Statistiken und Spielszenenanalyse.

Fussball, FC Basel 

25.8.2012, 23:49 Uhr

Gesprächsbedarf beim FC Basel

25.8.2012, 23:49 Uhr (aktualisiert: 01:34)

Die Aufregung steigt beim FC Basel. Nach der 1:2-Niederlage in St. Gallen verlangt Alex Frei, alle müssten über die Bücher, Trainer Heiko Vogel wünscht sich elf Dragovics und Valentin Stocker hofft auf die positive Seite der Wut. Und nebst all dem drohen auch noch Salah und Streller gegen Cluj auszufallen. Von

MIRO KUZMANOVIC: Das 1:2 aus Basler Sicht. Yann Sommer (l.) und Aleksandar Dragovic beobachten, wie der Ball zu ihren Ungunsten rollt.

Das 1:2 aus Basler Sicht. Yann Sommer (l.) und Aleksandar Dragovic beobachten, wie der Ball zu ihren Ungunsten rollt. (Bild: MIRO KUZMANOVIC)

Wen Alex Frei genau gemeint hat, auf seinem Weg vom patschnassen Rasen der AFG Arena in die Garderobe des FC Basel, blieb im Unklaren. Eindeutig dagegen war, wie angesäuert Frei war. «Alle müssen jetzt über die Bücher», rief der Stürmer durch die Interviewzone im Bauch der Haupttribüne: «Alle!» Dann war er schon im Garderobentrakt der Basler, wo es danach hörbar noch kurze Zeit weiter rumorte.

Geht es nach Heiko Vogel, dann sind unter «alle» all seine Spieler zu verstehen. Wobei, eine Ausnahme machte der Trainer des FCB bei seiner Analyse des 1:2 in St. Gallen doch noch. «Hätte ich nur Typen wie Dragovic auf dem Platz, dann würde es für jedes Team schwierig, auch nur unentschieden gegen uns zu spielen», wünschte sich Vogel, «dazu gehört, sich zu zerreissen, mit allem, was einem zur Verfügung steht.»

Auch Cluj verliert nach Führung

Auch der CFR Cluj hat seine Ligapartie für dem Rückspiel gegen den FC Basel vom Mittwoch, 29. August verloren. Und auch Cluj war zunächst in Führung gegangen, lag bei Rapid Bukarest gar mit 2:0 vorne, ehe es noch 2:3 verlor.

Die Niederlage war um so unverständlicher, als Cluj ab der 28. Minute gar mit elf gegen zehn Mann agieren konnte. Oros hatte bei Rapid Gelb-Rot gesehen. «Der Fussball mag es nicht, wenn du unkonzentriert bist», kommentierte Cluj-Trainer Andone, «aber gleich nach dem Schlusspfiff habe ich begonnen, mich mit Basel zu befassen. Dann werden andere Spieler mit einer anderen Einstellung auflaufen.» (goi)


Rapid Bukarest–CFR Cluj 3:2 (0:2)
Tore: 14. Ronny Carlos 0:1. 19. Maftei 0:2. 49. Ilijoski 1:2. 61. Grigorie 2:2 (Penalty). 69. Grigorie 3:2.
Cluj:Felgueiras; Ivo Pinto ( Panin, 74),  Piccolo, Diogo, Sepsi; Godemeche, Maftei, Vass; Hora (54. Sougou), Ronny Carlos (29. Rui Pedro), Nicoară.

Diesen Willen, diese Bereitschaft hatte Vogel zuvor bei seinen restlichen Spielern vermisst. 1:0 waren die Basler zwar durch Zoua früh in Führung gegangen (10. Minute). Doch nach einer guten halben Stunde hatten sie sich das Spiel von brav kämpfenden Ostschweizern aus den Füssen nehmen lassen.

«Wir waren nicht gut genug»

In allen Bereichen hätten seine Spieler danach zu wenig gebracht, monierte Vogel: «In der Defensive bei den Laufwegen. Und in der Offensive waren wir zu leger, zu wenig präzise. Es gab keinen Schlüsselmoment Wir hatten eine Schlüsselphase im Spiel und in der waren wir nicht gut genug.»

Sechzig gute Minuten hatte der FCB am Dienstag im Champions-League-Playoff gegen Cluj gezeigt. Dreissig waren es noch in St. Gallen. Zu wenig für eine Mannschaft des FC Basel, die andere Ansprüche an sich selbst haben muss.

Und weil einige Spieler tatsächlich angefressen wirken, herrscht ganz offensichtlich Gesprächsbedarf beim FCB. «Jetzt soll jeder erst vor seiner eigenen Tür kehren, bevor wir andere kritisieren», erklärte da zum Beispiel Valentin Stocker. Und: «Wer jetzt nicht im persönlichen Stolz gekränkt ist, den kann ich nicht verstehen.»

Die Nerven sind angespannter als auch schon

Eine gewisse Hektik ist auszumachen bei den Rotblauen. So erfolgsgewohnt ist der Verein inzwischen, dass zwei 1:2-Niederlagen in Serie fast schon automatisch für Aufregung sorgen. Kommt dazu, dass es am Mittwoch in Cluj darum geht, mit einem Parforce-Akt doch noch die Champions League zu erreichen. Da sind die Nerven angespannter als auch schon.

Die neu zusammengestellte Mannschaft und Heiko Vogel sind in einer Phase, die noch nicht richtig bedrohlich wirkt. Aber sie sind an einem Punkt angelangt, an dem Spieler und Trainer beweisen können, dass sie an dieser schwierigen Situation wachsen.

Viel Zeit bleibt den Baslern nicht, um an den richtigen Stellschrauben zu drehen, die sie zurück auf die Strasse des Erfolgs bringen. Und nun kommen auch noch Personalsorgen dazu. Marco Streller musste das Abschlusstraining am Freitag mit muskulären Problemen abbrechen und reiste gar nicht erst mit nach St. Gallen. Und Mohamed Salah verliess das Feld in der 48. Minute mit einer Oberschenkelverletzung. Bei beiden ist ein Einsatz in Cluj höchst fraglich.

Der FCB wirkt leicht aus dem Gleichgewicht geraten

Es passt in das leicht aus dem Gleichgewicht geratene Bild, das der FCB derzeit abgibt, dass der St. Galler Ausgleich just dann fiel, als die Basler nach Salahs Verletzung nur zu zehnt auf dem Feld waren. Als Ersatzspieler David Degen in der 51. Minute endlich bereitstand, um eingewechselt zu werden, hatte Dzengis Cavusevic gerade das 1:1 erzielt.

Zwanzig Minuten später war es Alberto Regazzoni, dem der Siegtreffer gelang, weil Markus Steinhöfer und Radoslav Kovac seine Vorbereitungen zum Abschluss zwar mit Interesse, aber doch auch arg passiv beobachtet hatten.

Bleibt die Geschichte mit Valentin Stocker aus der 83. Minute. Da marschierte der 23-Jährige stracks zu seinem Trainer und forderte – erfolglos – die eigene Auswechslung. Unmittelbar zuvor hatte ihn Schiedsrichter Stefan Studer der Schauspielerei bezichtigt. Gelb sah Stocker wegen einer angeblichen Schwalbe – die TV-Bilder zeigen, dass der St. Galler Mario Mutsch den Basler durchaus berührt hatte.

Valentin Stockers gequältes Lächeln

«Warum sollte ich mich in dieser Situation fallen lassen?», fragte Stocker später rhetorisch, «kein Fussballer der Welt lässt sich in der Situation fallen.» Und dann meinte er noch, wenn er jetzt zu einem Rundumschlag aushole, «dann wächst hier kein Gras mehr.»

Stocker lächelte leicht gequält bei dieser Aussage. Aber natürlich holte er nicht zu einem Rundumschlag aus. Zu lange ist er inzwischen Profi, um nicht zu wissen, dass einem Fussballer unbedachte Aussagen sofort medial um die eigenen Ohren fliegen.

Also richtete er als mit vielen Erfahrungen gestählter Fussballer den Blick natürlich sofort nach vorne: «Ich bin überzeugt, dass man Wut auch in positive Energie umwandeln kann.»

Und tatsächlich: Wenn die Basler in Cluj mit der Wut im Bauch antreten, mit der sie nach dem Schlusspfiff durch die AFG Arena stapften, kann einem um die Rumänen Angst und Bange werden. Valentin Stocker allerdings wird seinen Ärger anders verarbeiten müssen. Er fehlt in Rumänien mit einer Gelbsperre.

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FC Basel, Fussball, Swiss Football League SFL, FC St. Gallen

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Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Offensiv-Aderlass gegen Cluj

    von Karl LinderVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 26.08.2012 um 09:55Uhr

    Stocker gelb gesperrt, Salah und Streller womöglich verletzt. Alex Frei erst mit seinem erstern Spiel nach der Verletzung. Es gab schon positivere Voraussetzungen in personeller Art vor so einem wichtigen Spiel.
    Direktlink zum Kommentar

  2. Verteidigung... wo ist diese...

    von Peter Hablützel am 26.08.2012 um 10:08Uhr

    Fussball-Gott sagte: " Lächle und sei froh, es könnte noch schlimmer kommen
    "Ich lächelte, war froh und es kam noch schlimmer!
    Direktlink zum Kommentar

  3. Saison 2012/2013

    von Christine Plüss am 26.08.2012 um 11:19Uhr

    an diese lettern werden wir uns wohl diese saison gewöhnen müssen...
    und die gelbe für Stocker war einzig richtig - auch nicht das erste mal diese saison...
    Direktlink zum Kommentar

  4. Doppel-Niederlage laut SF-Teletext

    von Wahrsager am 26.08.2012 um 12:08Uhr

    Gemäss SF1-Teletext hat der FCB auch gegen GC 1: 0 verloren.
    Verlieren dürft Ihr aber daraus lernen müsst Ihr. Sammelt Eure Kräfte/Energien richtig. Von einer weisen älteren Person erfahren: KeineVorwürfe unter Freunden!
    Direktlink zum Kommentar

  5. Fehlt Vidovic?

    von CHampion am 26.08.2012 um 21:29Uhr

    Und bereits die nächste Muskelverletzung.... :-(
    Frag mich langsam ob Vidovic fehlt...?!? Den hätten wir besser behalten.
    Gute Besserung und HOPP FCB!
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25.8.2012, 23:49 Uhr

Gesprächsbedarf beim FC Basel

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Text:

  • 17.04.2014 um 00:37
    Ein ägyptischer Maikäfer und der Kaugummi-Mann - die Einzelkritik

    Mohamed Elneny kann also tatsächlich Tore schiessen, Giovanni Sio hat Knipserqualitäten und ein Valentin Stocker erlebt beim 4:2 des FC Basel über den FC Zürich in drei Minuten mehr als sein Vorgänger in über einer Stunde.

  • 16.04.2014 um 18:11
    4:2 gegen den FCZ – drei dicke Punkte für den FCB im Titelrennen

    Während Meisterschaftsrivale GC in eine kapitale 0:5-Heimniederlage gegen Thun läuft, gewinnt der FC Basel einen Klassiker mit Pfeffer gegen den FC Zürich mit 4:2 (1:0). Im Titelrennen liegt Basel damit vier Punkte voraus. Die FCB-Tore erzielen Sio (2), Stocker und Elneny; Captain Streller scheidet früh verletzt aus.

  • 16.04.2014 um 12:42
    «Jedes Imperium bricht einmal zusammen»

    Vor dem Klassiker FCB-FCZ, der nach 41 Jahren wieder im Cupfinal aufgelegt wird, sprechen die beiden Sportchefs über die Stellung ihrer Clubs, über die Möglichkeiten und Grenzen im Schweizer Fussball. Marco Bernet vom FC Zürich setzt am Ostermontag auf eine Cup-Tradition, Georg Heitz vom FC Basel sagt, vor die Wahl gestellt, zöge er die Meisterschaft dem Cupsieg vor.

  • 16.04.2014 um 16:28
    Gekaufte Facebook-Likes?
    Zum Artikel: Zürich, Kairo, Bagdad: Wo auf der Welt eine Million FCB-Fans leben

    @nowhere: Ja, man kann sich Facebook-Likes kaufen. Bloss frage ich mich in diesem Fall: Was kann sich der FC Basel von seinen Likes in Ägypten kaufen? Nichts. Im Gegenteil, der FCB hat sich sogar überlegt, wie er die arabischen Posts auf seiner Seite...

  • 02.04.2014 um 08:20
    Neues Foto?
    Zum Artikel: Heute schon den Körper ertüchtigt?

    Seit wann hat denn der werte Herr Kieslich ein neues Autorenfoto? Seit er im Morgentau diese Übungen nachturnt?

  • 26.03.2014 um 18:26
    @Herr Gass
    Zum Artikel: Die Uefa ist knallhart: Ein Geisterspiel für den FC Basel – kein Rekurs

    Den Glauben an das Gute verlieren, Herr Gass? Das würden wir nie machen. Finden wir Zuschauer, die Dinge aufs Feld werfen gut? Nein, finden wir nicht? Kann das Hooligan-Konkordat solche Dinge verhindern? Nein, finden wir auch nicht. Worum es uns in d...

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