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TagesWoche

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Di, 21.05.2013

Waaghofgefängnis 

30.8.2012, 18:35 Uhr

Flucht unter gütiger Mithilfe

30.8.2012, 18:35 Uhr

Die Ausbrecher aus dem Waaghof konnten offenbar nur deshalb fliehen, weil Sicherheitsarbeiten schlampig ausgeführt wurden. Zudem meldeten Anwohner fünf Tage vor der Flucht der Häftlinge verdächtige Klopfgeräusche. Vergeblich. Von Matieu Klee

Markus Stuecklin / keystone: Jörg Degen, Leiter des Basler Waaghof-Untersuchungsgefängnisses zeigt anlässlich des 10-Jahr-Jubiläums 2005 die Sicherheitseinrichtungen in einem Spazierhof.

Jörg Degen, Leiter des Basler Waaghof-Untersuchungsgefängnisses zeigt anlässlich des 10-Jahr-Jubiläums 2005 die Sicherheitseinrichtungen in einem Spazierhof. (Bild: Markus Stuecklin / keystone)

Wie sich nach der Flucht von drei Häftlingen jetzt herausgestellte habe, seien «Sicherungsarbeiten nicht plangemäss ausgeführt» worden, schreibt die Staatsanwaltschaft in einer Medienmitteilung. Bereits im Jahr 2003 habe der Kanton nach einem Ausbruch aus dem Waaghofgefängnis «umfangreiche Arbeiten zur Verbesserung der Sicherheit im Untersuchungsgefängnis in Auftrag gegeben. Doch genau dort, wo den Ausbrechern die Flucht gelang, seien diese nicht wie geplant ausgeführt worden.

Diese Schwachstelle nutzten die Ausbrecher am Sonntagnachmittag des 19. August und flüchteten. Sie sassen seit einigen Monaten in Untersuchungshaft wegen Raub- und Drogendelikten. Die Staatsanwaltschaft kläre nun ab, wer für diese nicht korrekt ausgeführten Arbeiten verantwortlich sei, ja sogar ob sich damit jemand strafbar gemacht habe.

Vergeblich verdächtige Klopfgeräusche gemeldet

Und es gibt es noch weitere Ungereimtheiten. So hätten Anwohner einer benachbarten Liegenschaft des Untersuchungsgefängnisses bereits am 14. August der Polizei gemeldet, sie würden seit längerer Zeit verdächtige Klopfgeräusche hören. Die alarmierten Aufseher hätten jedoch vor Ort keine solch «verdächtigen Klopfgeräusche wahrgenommen». Was danach passierte oder wohl vielmehr eben nicht passierte, ist noch unklar. In dieser Sache werde weiter ermittelt, so die Staatsanwaltschaft.

Zwei der drei geflüchteten Untersuchungshäftlinge sind noch immer auf der Flucht. Einer stellte sich am 27. August der Polizei.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Das Zauberwort heisst E N D A B N A H M E

    von Kulturbetrachter Basel um 30.08.2012 um 23:33Uhr

    Liebe Waaghofsach- u. Mitarbeiter
    Ihr braucht nur auf das Abnahmeprotokoll zu schauen und versuchen, die Unterschrift der Person zuzuordnen, welche die endgültige, sachgemässe
    Ausführung der Bauarbeiten bestätigt hat...... ziemlich einfach!


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Informationen zum Artikel

30.8.2012, 18:35 Uhr

Flucht unter gütiger Mithilfe

Text

Text:

  • 22.04.2013 um 16:36
    @Automatismus
    Zum Artikel: Mitte-Links tritt mit ehemaligem EVP-Landrat Thomi Jourdan an

    Danke für den Hinweis. Wir hätten gerne von Anfang an ein hochaufgelöstes Bild des Kandidaten gezeigt. Bis jetzt ist aber keines verfügbar.

  • 18.04.2013 um 22:21
    @Nestbeschmutzung?
    Zum Artikel: An der Baselworld wimmelt es von Scheinselbständigen

    Lieber Herr Hochhuth Vielen Dank für Ihren bissig ironischen und treffenden Kommentar. Ich könnte jetzt ernsthaft antworten: Ich sehe meine Aufgabe nicht darin, den Mächtigen zu gefallen. Ich möchte vielmehr möglichst aufdecken, was tatsächlich gespie...

  • 13.03.2013 um 09:39
    @Jacqueline Landmann
    Zum Artikel: Erstes Shoppingcenter in der Kantonshauptstadt

    Sie haben natürlich Recht. Stadtratspräsident Lukas Ott lobte ausdrücklich auch das Archtekturbüro. Es ist das Basler Büro Buchner Bründler.

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