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So, 19.05.2013

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Rotblaulive.ch: Alles zur Saison des FC Basel: Berichte, Tabellen, Tweets, Videos, Statistiken und Spielszenenanalyse.

Fussball, FC Basel 

21.8.2012, 11:54 Uhr

In Cluj verteilen sie schon einmal das Fell des Bären

21.8.2012, 11:54 Uhr

Es geht um Millionen, wenn der FC Basel und der CFR Cluj am Dienstag ab 20.45 Uhr im St.-Jakob-Park aufeinandertreffen. Über 10 Millionen Franken an Prämien werden jedem Teilnehmer an der Gruppenphase der Champions League garantiert. In Cluj wüsste man, wie dieses Geld ausgegeben werden könnte. Von Florian Raz und Miron Goihman

«Ich hätte Adrian Mutu sehr gerne in Cluj.» Cluj-Trainer Ioan Andone hätte eine Idee, was mit den Millionen aus der Champions League angestellt werden könnte.

«Ich hätte Adrian Mutu sehr gerne in Cluj.» Cluj-Trainer Ioan Andone hätte eine Idee, was mit den Millionen aus der Champions League angestellt werden könnte. (Bild: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)

«Basel ist etwas schwächer als vor zwei Jahren. Und wir etwas stärker.» Cluj-Captain Cadu blickt den Spielen gegen Basel durchaus mit einem gewissen Grund-Optimismus entgegen.

«Basel ist etwas schwächer als vor zwei Jahren. Und wir etwas stärker.» Cluj-Captain Cadu blickt den Spielen gegen Basel durchaus mit einem gewissen Grund-Optimismus entgegen. (Bild: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)

Bären in freier Wildbahn sind in Transsilvanien keine Seltenheit. Vielleicht kommt sie daher, die Lust beim CFR Cluj, das Fell des Bären schon einmal zu verteilen, bevor er erlegt ist. Ideen dafür, was man mit dem Geld machen könnte, sollte die Gruppenphase der Champions League erreicht werden, sind in Cluj-Napoca jedenfalls vorhanden. Und sie werden bereits vor dem Hinspiel in den Playoffs gegen den FC Basel (Dienstag, 20.45 Uhr) öffentlich verhandelt.

Zum Beispiel könnte Adrian Mutu nach Cluj gelotst werden. Der 33-jährige Stürmer ist nicht nur in seiner Heimat ein Star. Und trotz seiner mehrfachen Dopingsperren (Kokain und Appetitzügler) noch immer in einem Preissegment angesiedelt, das sich der amtierende rumänische Meister normalerweise nicht leisten kann. Auch wenn Cluj dank der kräftigen Unterstützung durch den Unternehmer Arpad Paszkany zu den finanzstärksten Clubs des Landes zählt.

Champions League, Playoff-Hinspiel
FC Basel–CFR Cluj (Di, 20.45)
St.-Jakob-Park.

Mögliche Aufstellung
FCB: Sommer; Steinhöfer, Sauro, Dragovic, Park; Cabral; D. Degen, Diaz, Stocker; Salah; Streller.

Bemerkungen: Basel ohne Yapi (verletzt).

Doch mit den Millionen aus der Champions League, so wird in Cluj schon einmal vorgerechnet, könnte sich der Club Mutu durchaus leisten. Präsident Iuliu Muresan scheint die Zahlen im Kopf zu haben: «Er kostet viel Geld. Aber er ist ein grossartiger Spieler und jeder Club Rumäniens möchte ihn gerne verpflichten.» Und Trainer Ioan Andone ist Feuer und Flamme für den möglichen Neuzugang: «Er könnte unsere Probleme im Angriff lösen. Ich habe mit ihm bei Dinamo Bukarest gearbeitet und ich hätte ihn sehr gerne in Cluj.»

Noch allerdings ist Mutu bei der AC Cesena angestellt, die letzte Saison aus der Serie A in die zweithöchste Liga Italiens abgestiegen ist. Und vor allem muss Cluj noch den FC Basel in den Playoffs aus dem Weg räumen, um an das grosse Geld zu gelangen.

Ein Spiel um die Zukunft des Vereins

«Die Zukunft unseres Vereins hängt von den Spielen gegen Basel ab», sagt Muresan mit einer gewissen Dramatik. Also will der Präsident, dass die Spieler «voll konzentriert sind». Und er hat auch eine Idee, wie er die Aufmerksamkeit seiner Arbeitnehmer schärfen kann. Laut rumänischen Presseberichten soll jedem Spieler ein Bonus von knapp 85’000 Franken für das Erreichen der Gruppenphase versprochen worden sein.

Das sind natürlich Peanuts im Vergleich zu den Summen, mit denen ein Club in der Champions League rechnen kann. Im «Financial Memorandum» des europäischen Fussballverbandes Uefa sind die Zahlen aufgelistet, die die Augen eines jeden Finanzchefs zum glänzen bringen:

  • 2,1 Millionen Euro (derzeit 2,5 Millionen Franken) bringt schon die Teilnahme an den Playoffs ein.
  • 8,6 Mio Euro ist die Gruppenphase wert (10,3 Mio Franken).
  • Dazu kommen 1 Mio Euro (1,2 Mio Franken) pro Sieg und die Hälfte für ein Unentschieden.

Kein Wunder, ist in Rumänien das Interesse an den Spielen zwischen Cluj und Basel enorm. Mit TVR 1, Digisport 1 und DolceSport 1 übertragen nicht weniger als drei TV-Stationen die Partie live in die Heimat.

Cadu: «Basel ist schwächer, wir sind stärker als vor zwei Jahren»

Geht es nach Captain Cadu, dann gehen die Rumänen äusserst selbstbewusst in die zwei Partien. Der Brasilianer war bereits 2010 mit dabei, als Cluj und Basel ein erstes Mal in der Gruppenphase der Königsklasse aufeinandertrafen. Damals verloren die Basler auswärts 1:2 und gewannen zuhause 1:0. Im Vergleich zu jenen Spielen, befindet Cadu, sei Basel etwas schwächer: «Sie haben wichtige Spieler wie Shaqiri verloren. Und ich denke, dass wir etwas stärker sind als damals.»

Cluj hat seit 2008 dreimal die rumänische Meisterschaft gewonnen und ist auch ansprechend in die neue Saison gestartet. Doch trotz neun Punkten aus fünf Ligaspielen bei keiner Niederlage, umgibt den Club immer eine gewisse Hektik.

Nachdem zum Saisonstart der Supercup gegen Dinamo Bukarest im Elfmeterschiessen verloren gegangen war und danach in der Liga zwei Remis folgten, wurde bereits darüber spekuliert, ob Trainer Andone entlassen werden könnte. Vier Siege in Folge, darunter zwei gegen Slovan Liberec in der Qualifikation der Champions League, liessen diese Gerüchte allerdings wieder verstummen.

Andone hat seinem Team mehr defensive Stabilität verordnet

Sicher geholfen hat auch, dass Andone ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Führungsspielern Cadu, Vasile Maftei, Pantelis Kapetanus und Gabriel Muresan haben soll.

Ausserdem hat der Trainer in der Zwischenzeit sein System von einem 4-4-2 zu einem 4-2-3-1 umgebaut. Das verleiht dem Team mehr defensive Stabilität, nachdem Cluj in der Abwehr zu Saisonbeginn ein paar Wackler drin hatte.

Zuletzt gab es zwar im Heimspiel gegen den Tabellenletzten CSMS Iasi bloss ein Unentschieden. Aber dieses 2:2 habe «wie eine kalte Dusche» gewirkt, sagt Verteidiger Maftei. Nicht die schlechteste Vorbereitung auf die Hitzeschlacht, die am Dienstag Abend im Joggeli erwartet wird, könnte man meinen.

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Informationen zum Artikel

21.8.2012, 11:54 Uhr

In Cluj verteilen sie schon einmal das Fell des Bären

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Text:

  • 18.05.2013 um 00:01
    Der Chef und sein Zuträger

    Der eine sorgt mit schnellem Antritt für Aufsehen und geht mit Torchancen bisweilen etwas gar verschwenderisch um. Der andere verrichtet seine Arbeit schon fast still und leise. Mohamed Salah und Mohamed Elneny bestimmen den Puls des FC Basel mit. Im Cupfinal gegen die Grasshoppers wird Salah allerdings gesperrt fehlen.

  • 17.05.2013 um 06:08
    «Jetzt soll mal der Schär hinten bleiben»

    Fabian Frei hat einen Lauf. Beim 2:0 gegen Lausanne schiesst er beide Tore – und am Pfingstmontag dürfte er erstmals in seiner Karriere einen Cupfinal bestreiten.

  • 17.05.2013 um 00:01
    Miezekatzen, Testläufer und ein auf die Probe gestellter Werbespruch

    Fabian Frei und Valentin Stocker erledigten Arbeit und Vorarbeit des Toreschiessens. Andere konnten die Kräfte für den Cupfinal schonen. Die Einzelkritiken zum 2:0 des FC Basel gegen Lausanne.

  • 16.05.2013 um 18:35
    Eishockey
    Zum Artikel: Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

    Lieber Herr Hochhuth, glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass nicht eine halbe lokale Geschichte weniger geschrieben wurde wegen dieses Eishockey-Artikels? Der Text kommt über Agentur, der Dienstchef (der sowieso Dienst schieben muss) hat ihn von d...

  • 13.05.2013 um 18:51
    Das mit der Tribüne
    Zum Artikel: Constantin kehrt mit dem Stahlbesen

    Meist sitzt das von ihnen angesprochene Problem ja nicht auf der Tribüne, sondern dirigiert (das Team) und desavouiert (den Trainer) von seinem Stammplatz neben der Ersatzbank aus.

  • 13.05.2013 um 17:13
    Seldwyla
    Zum Artikel: Das Ende eines Clublokals – Stadt stellt Italiener auf die Strasse

    Weil die Stadt Basel eine leere Immobilie wollte, wird der bisherige Mieter rausgeworfen. Und jetzt sucht die Stadt Basel einen Zwischennutzer, weil sie gerne einen Mieter für ihre leere Immobilie hätte. Warum dreht sich bei mir plötzlich alles im Kopf?

Text

Text: Miron Goihman

  • 08.03.2013 um 19:54
    «Ich wusste, wie stark Basel ist»

    Nach der 0:2-Niederlage beim FC Basel loben die Spieler von Zenit St. Petersburg ihren Gegner und geloben Besserung fürs Rückspiel. Derweil die Gilde der Ex-Trainer in Russland Hochkonjunktur hat und fröhlich den schwachen Auftritt geisselt, freut sich FCB-Trainer Murat Yakin über die Entwicklung seiner Mannschaft.

  • 20.02.2013 um 06:24
    «Das wichtigste Spiel meiner Karriere»

    Der FC Dnipro ist aus seinem spanischen Trainingsexil zurück in der Ukraine, in Dnipropetrovsk wird am Donnerstag (19.00 Uhr, SRF2 live) das Stadion nahezu ausverkauft sein, und Verteidiger Vitaly Mandziuk verbreitet durchaus so etwas wie ungebrochenen Ehrgeiz.

  • 12.02.2013 um 14:00
    «Wir werden vor dem FC Basel auf der Hut sein»

    Am Donnerstag erwartet der FC Basel den FC Dnipro Dnipropetrovsk im St.-Jakob-Park zum Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League (21.05 Uhr). Der Captain der Ukrainer, der 31-jährige Routinier Ruslan Rotan, über die Vorbereitung seines Teams und darüber, dass ihn der Schweizer Fussball an den deutschen erinnert.

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