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Fr, 24.05.2013

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Rotblaulive.ch: Alles zur Saison des FC Basel: Berichte, Tabellen, Tweets, Videos, Statistiken und Spielszenenanalyse.

Fussball, FC Basel 

18.8.2012, 23:23 Uhr

Brot, Fleisch und Spiele

18.8.2012, 23:23 Uhr

Basel gewinnt gegen biedere Lausanner, Scott Chipperfield verkauft jetzt Burger. Die Geschichte eines halbaufregenden Abends. Von Philipp Loser und Michael Rockenbach

Salah jubelt.

Salah jubelt. (Bild: GEORGIOS KEFALAS)

Salah,immer wieder Salah, hier beim vorentscheidenden Schuss zum 2:0.

Salah,immer wieder Salah, hier beim vorentscheidenden Schuss zum 2:0. (Bild: Keystone)

Captain Marco Streller klagte nach dem Spiel über die Hitze auf dem Platz. Für das wichtige 1:0 kurz vor der Pause hatte er aber noch genügend Schnauf.

Captain Marco Streller klagte nach dem Spiel über die Hitze auf dem Platz. Für das wichtige 1:0 kurz vor der Pause hatte er aber noch genügend Schnauf. (Bild: Keystone)

Weniger Glück im Abschluss hatte der Olympia-Rückkehrer Fabian Frei.

Weniger Glück im Abschluss hatte der Olympia-Rückkehrer Fabian Frei. (Bild: Keystone)

Noch mehr Pech hatte David Degen. Er erhielt von seinem Gegner einen heftigen Schlag an die Lippe, der Schiedsrichter schaute weg - und Degen wurde ausgewechselt, blutend und wütend.

Noch mehr Pech hatte David Degen. Er erhielt von seinem Gegner einen heftigen Schlag an die Lippe, der Schiedsrichter schaute weg - und Degen wurde ausgewechselt, blutend und wütend. (Bild: Keystone)

Und Lausanne? Den Romands wars nicht sehr zum Spielen zumute.

Und Lausanne? Den Romands wars nicht sehr zum Spielen zumute. (Bild: Keystone)

Und zum Dessert noch ein Stilleben aus Scotty's Corner, dem neuen Burgerladen von Scott Chipperfield.

Und zum Dessert noch ein Stilleben aus Scotty's Corner, dem neuen Burgerladen von Scott Chipperfield. (Bild: Michael Rockenbach)

Wenn es ein anderer Gegner gewesen, mit anderen Ansprüchen und anderen Möglichkeiten, wir hätten diese Geschichte vielleicht nicht mit Scott Chipperfield begonnen. Wir hätten über ein hochstehendes Stück Fussball geschrieben, über dramatische Szenen, die drohende Niederlage.

Vielleicht aber auch nicht.

Denn seien wir ehrlich: Heute interessiert zuerst Scott Chipperfield und seine neue Karriere als Burgerbrater. Oder eher: Burgerverkäufer. Während hinter dem Tresen Frauen in schwarz einen Burger nach dem anderen über den Tresen reichen, wandelt Chipperfield – immerhin mit einer Schürze verkleidet – durch die Fans und holt sich aufmunternde Tätscheleien.

Ganz ehrlich: Das war eine etwas traurige Szene. Scotty’s Corner ist einem der unschöneren Ecken vor dem Stadion untergebracht, gleich bei dem halben Hochhaus, an den Wänden hat jemand bizarre Würste mit Kickschuhen gemalt und Chipperfield selber ...  Er hat im St.Jakob-Park schon eine erheblich bessere Figur abgegeben.

Ziemlich nackt

Nicht unbedingt zu Chipperfields Vorteil gereicht ihm übrigens der eigentliche Burger, den er unter seinem Namen verkaufen lässt. Der «beste Burger der Stadt», versprach er vor dem Spiel im «20 Minuten», denn: «Wir Australier wissen halt, wie man grilliert.» Ach, hätte er es doch nicht gesagt. Der Burger wird ohne Beilagen, ohne irgendwelche Beilagen, auf zwei angerösteten Brötchen serviert. Derart nackt hat vielleicht ein Entrecôte eine Chance oder ein Rindsfilet. Aber nicht diese graue zusammengepappte Masse, die genau so schmeckt wie sie aussieht. Update: Wir haben journalistisch und kulinarisch versagt. Näheres gibt es in der Artikelgeschichte auf der Rückseite dieses Textes.

Aber genug der Burger. Es ging ja um Fussball!

Auf der einen Seite jedenfalls. Lausanne hatte sich schon relativ bald nach Anpfiff in der eigenen Hälfte häuslich eingerichtet und wartete auf einen Fehler im Aufbau des FCB. Das Problem an Lausannes Strategie waren nicht die fehlenden Fehler, denn die gab durchaus. Dragovic passte mehr als einmal unmotiviert quer und auch Cabral wirkte in der Startphase nicht unbedingt sicher.

«Gut organisiert»

Aber die Basler Fehler zeigten eben nicht nur die eigenen Unzulänglichkeiten auf, sondern mehr noch den Unwillen von Lausanne-Sport an diesem Abend irgendetwas anderes zu tun, als in der eigenen Hälfte auf die Erlösung zu hoffen. Denn Konter spielen, das ist nicht die Stärke der Lausanner.

Laurent Roussey, Trainer von Lausanne-Sport, nannte das nach dem Spiel «gut organisiert» und tatsächlich ging die Stillhalte-Taktik auch lange Zeit auf. Zu verschnörkelt, zu wenige gerade trug der FCB in der Anfangsphase seine Angriffe vor. Meistens passte Yapi (der ein gutes Spiel lieferte und in der Pause mit einer Verletzung am Knie ausgewechselt werden musste) nach rechts auf Salah, der zwar schnell am Ball war, aber selten einen Abnehmer für seine Pässe in die Mitte fand.

Lob der linken Seite

Rechts ging nichts, also dann halt über links. Zuerst vergab Salah aus sehr guter Position und dann, endlich. Ein schlauer Pass von Park auf den durchstartenden Salah, eine saubere Flanke auf Strellers Kopf, voilà.

Das wars eigentlich. Die Spieler von Lausanne-Sport zeigten nach dem Führungstreffer der Basler nicht das, was man gerne als «eine Reaktion» bezeichnet, sondern ergaben sich weiterhin ergeben ihrem Schicksal. Einzig Sekou Sanogo wehrte sich noch, vornehmlich mit dem Ellenbogen. Zuerst streckte er David Degen derart nieder, dass der mit einer offenen Wunde an der Lippe ausgewechselt werden musste und danach fand die Waffe seiner Wahl auch den Weg ins Gesicht von Markus Steinhöfer. Den Schiedsrichter schien das nicht weiter zu interessieren.

Der erste Treffer von Salah

Mit Ausnahme von Sanogos Ellenbogen ging höchstens noch bei zwei einsamen Gegenstössen Gefahr von den Lausannern aus. Diaz lenkte anstelle von Yapi das Basler Spiel überlegt und unaufgeregt. Streller wurde besser, Salah versteckte sich ein bisschen. Bis zur 82. Minute. Ein herrlicher Pass von Valentin Stocker, ein herrlich abgeklärter Schlenzer von Salah.

Das war das Wesentliche von diesem Spiel. Ein abgeklärter FCB gewinnt ohne grosse Anstrengung gegen ein biederes Lausanne. Und vor dem Stadion verkauft Scott Chipperfield nun Burger. Bei der Premiere ist das noch die grosse Geschichte. Wir schauen dann in einem halben Jahr mal wieder vorbei.

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18.8.2012, 23:23 Uhr

Brot, Fleisch und Spiele

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Text:

  • 23.05.2013 um 16:49
    «Dass es keine Gewalt mehr gibt vor dem Stadion ist ein Ziel – wie der Weltfrieden auch»

    Der Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr (FDP) steht dem verschärften Hooligan-Konkordat weiterhin skeptisch gegenüber. Man müsse Realist bleiben: Ständige Verschärfungen des Gesetzes würden das Problem nicht lösen.

  • 23.05.2013 um 12:00
    Grüne und Linke im falschen Film

    Immer wieder landen linke Exekutivpolitiker in atypischen Departementen. Dort müssen sie Überzeugungen vertreten, die ihnen oft zuwider sind.

  • 22.05.2013 um 15:57
    Die Stunde der Populisten

    Wie zynisch Politik manchmal sein kann, lässt sich an den Reaktionen nach den Ausschreitungen am Cupfinal schön aufzeigen. Gross ist die heimliche Freude der Konkordats-Befürworter, dass es endlich wieder einmal geknallt hat.

  • 13.05.2013 um 08:39
    Grenzgänger
    Zum Artikel: Milliarden aus der Fremde

    Sehr geehrter Herr Wilhelm, Sie weisen auf einen richtigen Punkt hin: In den Daten der Weltbank sind die Geldsendungen der Grenzgänger nicht erfasst. Im Fall der Schweiz machen die Summen der Grenzgänger, die ins Ausland fliessen, einen beträchtlichen ...

  • 29.04.2013 um 18:52
    Treffer...
    Zum Artikel: Fängt das wieder an!

    ... versenkt. Und natürlich korrigiert. Es grüsst aus dem Glashaus: Philipp Loser

  • 24.04.2013 um 11:59
    Speicherplatz
    Zum Artikel: Der Kalte Krieg ist nie vorbei

    Lieber Herr Meyer, Sie haben schon Recht: man soll nicht über jeden Hetzkommentar berichten. Das spezielle in diesem Fall ist der Umgang mit dem Kommentar durch die Gruppe Giardino. Das kann man durchaus aufzeigen, finden wir und opfern dafür gerne etw...

Text

Text:

  • 23.05.2013 um 14:05
    Müll aus Sicht der Politik und Wissenschaft

    Die einen profilieren sich mit dem Abfall auf den Strassen, die anderen versuchen es wenigstens begrifflich unter Kontrolle zu bringen.

  • 23.05.2013 um 12:00
    Weg mit dem Müll – bloss wie?

    Endlich einen Erfolg im Kampf gegen das Littering: Das erwarten alle. Die Hoffnungen auf Bussen erfüllen sich aber schon mal nicht. Nun braucht es eine Alternative.

  • 20.05.2013 um 20:30
    Gegen die Latte

    Der FC Basel verliert einen harzigen Cupfinal nach Penaltyschiessen und hat die erste Chance auf einen Titel in dieser grossartigen Saison vertan. Beklagen muss sich der FCB nicht: GC war über weite Strecken die gefährlichere Mannschaft.

  • 13.05.2013 um 14:46
    Werter Guschti Goldknopf
    Zum Artikel: Dreist, dieser Sonnenbrillenraub – aber kaum sehr schlau

    Danke für die interessante Meinungsäusserung. Ich persönlich bin der Ansicht, dass wir auch in den vergangenen Tagen einige interessante Berichte und Reportagen zu politisch, gesellschaftlich und kulturell relevanten Themen hatten. Und auch aus dem Ber...

  • 01.05.2013 um 13:44
    Zu leicht?
    Zum Artikel: Angriff auf die UBS und ihre Lohnpolitik

    Liebe Frau Känzig. Eine sehr berechtigte Frage. Für eine Revolution wird es jedenfalls nicht reichen - bei weitem nicht. Aber vielleicht für eine interessante Diskussion?

  • 14.04.2013 um 10:15
    «Ungenügend»
    Zum Artikel: Weg mit euch Versagern! Oder doch nicht?

    Liebe Frau Bühlmann. Danke für den Tipp. Ich werde die Studie gerne auf der Rückseite des Artikels anhängen. Sehr passend zum Thema (Bewerten, Abwerten, was ist in dieser Beziehung sinnvoll und gerechtfertigt, was eher nicht?) scheint mir übrigens auch...

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