LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Leben

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Reisen 

17.8.2012, 00:01 Uhr

Wochenendlich in der Vatikanstadt

17.8.2012, 00:01 Uhr

Wer derzeit die letzte Theokratie Europas besucht, kann in alten Geheimarchiven stöbern. Von Andreas Schneitter

Keystone: Ah, da schau her: Der Petrus.

Ah, da schau her: Der Petrus. (Bild: Keystone)

Soll man da hin? Es gibt kein Kino, keine Bar und einen erschreckend hohen Männeranteil. Soll man also? Natürlich. Ab in die Vatikanstadt.

Eine Rundreise im Vatikan hat viele Vorteile. Es gibt viel zu sehen, und das bei guter Luft: Als einziger Staat der Welt ist der Vatikan komplett ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen worden, als einziger kann er eine ausgeglichene CO2-Bilanz vorweisen, und all seine Sehenswürdigkeiten sind zu Fuss zu erreichen: Der Vatikan ist der kleinste Staat der Welt, knapp so gross wie das Basler Gotthelfquartier.

Die rund 3000 Meter lange Mauer dient nicht nur dazu, den Vatikan gegen die bedrohliche Aussenwelt abzuschotten, ob es nun die Sarazenen oder die Aufklärer sind, sondern sie hält auch die Aura des Geheimnisvollen aufrecht: Was intra muros geschieht, hat in der Regel nicht nach aussen zu dringen

Den Segen des Papstes gibt es kostenlos

Zu bestaunen gibt es auch so genügend: die gigantische Sammlung der Vatikanischen Museen oder die monumentalen Kolonnaden um den Petersplatz, die gleichzeitig die Staatsgrenze zu Italien markieren. All das sind keine Geheimtipps, denn was im Vatikan geheim gehalten werden soll, bleibt geheim. Jedoch sind auch andere Gebiete des Kirchenstaates öffentlich zugänglich – wenn man sich im Vorfeld an der richtigen Stelle anmeldet: Mit etwas Geduld und ein paar Telefonanrufen erhält man Zugang zum Grab des Apostels Petrus, des ersten Bischofs zu Rom, gleich unter dem Dom gelegen. Oder in die prachtvollen Vatikanischen Gärten, in Begleitung mit einem Führer der Museen. Und wer das Wochenende bis Mittwoch ausdehnt und sich mit möglichst viel Voraussicht bemüht, erhält eine Karte für die wöchentliche Generalaudienz des Papstes. Kostenlos und mit Schlusssegen.

Diesen Sommer hat der Vatikan den Schleier allerdings selbst ein Stück weit gelüftet: Mit der Ausstellung «Lux In Arcana» macht das Vatikanische Geheimarchiv erstmals hundert Dokumente seines Bestandes für die Öffentlichkeit zugänglich. Zu den bedeutungsvollsten Schriften der Ausstellung in den Kapitolinischen Museen gehören die Exkommunikationsbulle der Kirche gegen Martin Luther, eine 60 Meter lange Pergamentrolle mit den Protokollen des Prozesses gegen die Tempelritter sowie Briefe von Lincoln, Mozart, Michelangelo.

Nach so viel Historie hat man Durst, und während man das Besucherrestaurant in den Vatikanischen Museen getrost umgehen kann, lohnen sich die paar Schritte hinaus: Zwischen Petersplatz und Tiber sowie um die Engelsbrücke herum finden sich einige Pizzerias unter schattigen Bäumen mit gut gefüllten Weinkellern, und auch für die Absacker braucht man nur einige Meter ausserhalb der Vatikanstadt zu gehen: Am Tiberufer gleich unterhalb des mächtigen Castel Sant’Angelo, vor einigen Jahren nichts als öde Uferwege, erstrecken sich drei stilvolle Bars auf den Fluss: schöne Menschen, teure Drinks, Musik von knackigem Retrohouse bis holprigem Sixties-Rock. Feiern mit Stil, in Sichtweite von St. Peter – wer konnte das besser als die Päpste.

  • Anbeissen: Pizza, Fisch und Büffelmozzarella bei L’isola della Pizza
    Absacken: Auf Flusshöhe im Peugeot River Club bei der Engelsbrücke
    Anschauen: «Lux In Arcana», Ausstellung des Vatikanischen Geheimarchivs, bis Mitte September.
    Ausspannen: Die Residenza Paolo VI ist die einzige Übernachtungsmöglichkeit für Touristen im Vatikan – zu katholischen Preisen.
Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Reisen, Wochenendlich

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Oder spenden Sie
einen eimaligen
Betrag

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

17.8.2012, 00:01 Uhr

Wochenendlich in der Vatikanstadt

Text

Text: Andreas Schneitter

  • 27.11.2014 um 11:53
    Kultwerk #158: Justine

    Vor 200 Jahren starb Marquis de Sade, der grosse Triebtäter der Literaturgeschichte. Die Verherrlichung der Gewalt zielt auf die Scheinheiligkeit der Aufklärung.

  • 20.11.2014 um 15:21
    Retrospektive: Michelangelo Antonioni, der Bildkomponist

    Vor fünfzig Jahren erschien Antonionis erster Farbfilm «Die rote Wüste». Das Stadtkino ehrt den italienischen Meister mit einer Retrospektive.

  • 08.11.2014 um 14:23
    Zu obszön fürs Schweizer Fernsehen

    Abrocken und danach mit den Fans durch die Nacht ziehn – die Bitch Queens haben gelernt, wie man einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Mittlerweile in ganz Europa. Am Samstag tauft das Basler Quartett sein neues Album.

Aktuell

sda: Blick in den Ständeratssaal im Bundeshaus in Bern (Archiv)

Politik 

Ständerat heisst IS-Verbot gut

Die Organisationen Al-Kaida, Islamischer Staat und verwandte Organisationen sollen in der Schweiz mit einem dringlichen Gesetz verboten werden. Der Ständerat hat am Donnerstag die dafür nötige Rechtsgrundlage des Bundesrats einstimmig angenommen. Von sda. Weiterlesen

sda: Schweizer Früchte werden in Russland gut verkauft (Symbolbild)

Sanktionen 

Moskau verdächtigt die Schweiz

Russland will sichergehen, dass das russische Embargo auf Nahrungsmittel aus der EU nicht via Schweiz umgangen wird. Moskau fordert deshalb von der Schweiz die Verkaufszahlen ihrer Exporte nach Russland. Von sda. Weiterlesen

ALESSANDRO DELLA BELLA: Eine Dunkelkammer im Idyll: Häusliche Gewalt findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Häusliche Gewalt 

Wie öffentlich darf ein Frauenhaus sein?

Häusliche Gewalt ist weit verbreitet. Doch weil sie hinter verschlossenen Türen stattfindet, bekommt die Öffentlichkeit wenig davon mit. Fachpersonen diskutieren nun einen Ansatz, der dies ändern will – und die Gesellschaft in die Pflicht nimmt.Von Jacqueline Beck. Weiterlesen