Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Mi, 22.05.2013

Asyl 

21.8.2012, 10:57 Uhr

Reaktionen auf Verkürzung der Asylverfahren fallen positiv aus

21.8.2012, 10:57 Uhr

Asylsuchende aus Ländern, die für die Schweiz kein Visum brauchen, sollen ab sofort einen Asylentscheid innert 48 Stunden erhalten. Mit dieser und weiteren Massnahmen reagiert das BFM auf den starken Gesuchsanstieg aus dem Westbalkan. Die Reaktionen sind positiv. Von Peter Sennhauser und sda

sda: BFM-Direktor Mario Gattiker vor den Medien (Archiv)

BFM-Direktor Mario Gattiker vor den Medien (Archiv) (Bild: sda)

Im Fokus stehen laut dem Bundesamt für Migration (BFM) Asylgesuche aus Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien, für die seit 2009 respektive 2010 keine Visumspflicht mehr gilt.

Nach einer ersten Spitze im Januar stieg die Zahl Gesuche aus diesen Ländern im Juli erneut an: 83 Prozent mehr innert Monatsfrist waren es aus Mazedonien, 68 Prozent mehr aus Serbien, wie BFM-Direktor Mario Gattiker am Dienstag vor den Medien in Basel sagte.

Gesuchstellende aus diesen als "safe countries" eingestuften Ländern - aus Serbien etwa sind es viele Roma - haben in der Schweiz aber kaum Asylchancen: 4593 Personen aus diesen Staaten stellten von Anfang Januar bis Ende Juli 2012 ein Asylgesuch, nur 20 erhielten Asyl - das bedeutet eine Anerkennungsquote von rund 0,5 Prozent.

Beschleunigt entscheiden

Mit der Zunahme werden jedoch die Asylzentren belastet. Das BFM reagiert daher jetzt mit Massnahmen. Insbesondere behandelt es per sofort Gesuche von Personen aus visumsbefreiten europäischen Staaten mit höchster Priorität: Sie sollen einen erstinstanzlichen Asylentscheid innert 48 Stunden ab der Erstbefragung erhalten.

Dies gilt für alle Fälle, bei denen nach der Anhörung keine Abklärungen mehr nötig sind. Gefällt werden die beschleunigten Entscheide im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) in Basel: Dort hat das BFM Teams stationiert, denen neben den Spezialisten des Bundes auch Hilfswerksvertreter und Dolmetscher angehören.

Reihe von Massnahmen

Diesem Ziel dienen auch die zusätzlich beschlossenen Massnahmen bei Aslygesuchen aus visumsbefreiten Ländern. Es handelt sich beispielsweise um Vorgespräche mit den Gesuchsstellern und die Streichung der 100 Franken Reisegeld, nachdem die Rückkehrhilfe schon im April weggefallen war. Zudem soll bei der Rückkehr noch intensiver mit den Herkunftsländern kooperiert werden.

Weiter will der Bund bei den Einreiseverboten die Zügel in die Hand nehmen. Solche Verbote werden verfügt bei Missachtung der Ausreisefrist durch abgewiesene Gesuchsteller, Störung der öffentlichen Sicherheit, unbegründeten Mehrfachgesuchen oder krassem Missbrauch.

Schon bisher konnten die Kantone die Verbote beantragen. Nun will dies der Bund übernehmen, um eine einheitliche kosequente Praxis zu sichern, wie Gattiker sagte. Von der Schweiz erlassene Einreiseverbote gelten für den ganzen Schengen-Raum. Betroffene verlieren laut dem BFM-Direktor damit ihre Reisefreiheit.

"Wieso erst jetzt?"

Die Einführung von kurzen Entscheidfristen für Asylbewerber aus sicheren Staaten hat vorwiegend positive Reaktionen ausgelöst. Die SVP verlangt auch für andere Asylgesuche mit wenig Chancen raschere Verfahrensfristen. Das BFM wisse sehr wohl, dass sich die Verfahren ohne Anpassung bei den Beschwerdemöglichkeiten weiterhin über Monate und Jahre hinziehen werden, schreibt die SVP.

Die FDP begrüsse die Massnahme, sagte Generalsekretär Stefan Brupbacher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. "Allerdings fragen wir uns: Wieso erst jetzt?" Seit mehr als zwei Jahren werde das von der FDP gefordert, denn es gebe mehr Asylgesuche aus dem Balkan als aus Nigeria, Somalia und Algerien zusammen.

Die CVP ist laut Alexandra Perina, Generalsekretärin ad interim, "sehr zufrieden". Die Partei habe schnellere Verfahren gefordert und sei dabei von zehn Tagen ausgegangen. "Nun geht es noch schneller als wir wollten." Für Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien solle man nun zusätzlich die Visabefreiung rückgängig machen.

Die SP ist laut ihrem Sprecher Andreas Käsermann klar der Ansicht, dass die Asylverfahren in der Schweiz verkürzt werden müssen. Es sei der SP jedoch wichtig, dass die Verkürzung nicht zu Lasten der Abklärungen um die Lage der Asylsuchenden gehe. "Der Rechtsanspruch auf einen sicheren Aufenthalt für Verfolgte muss gewahrt werden."

Augenmass gefordert

Die Flüchtlingshilfe fordert, die geplanten Massnahmen mit Augenmass anzuwenden. Trotz der neuen Massnahmen müsse der Zugang zu einem fairen Asylverfahren gewährt bleiben. Einreiseverbote in die Schweiz sollen das Recht der Betroffenen nicht berühren oder beschränken, einen Antrag um internationalen Schutz in einem anderen Schengen-Staat zu stellen.

Amnesty International wies darauf hin, dass im Balkan Minderheiten verfolgt würden. Die Roma seien oft Ziel von Agressionen. Es sei deshalb wichtig, die Lage vor Ort gründlich abzuklären.

Walter Leimgruber, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen, sagte am Rande einer Medienkonferenz in Bern, in der heutigen Situation sei es wichtig, höchst wahrscheinlich aussichtslose Verfahren schnell zu erledigen. Die Massnahme des BFM sei "richtig".

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Jawoll, fertigt sie ab!

    von Wealth of Excellence Performance um 21.08.2012 um 18:52Uhr

    Der Gattiker ist eben Pragmattiker! Man muss den Asylbetrieb beschleunigen, Efizienz ist das Stichwort. Mit anderen Worten: Einsammeln, abfertigen, und Express zurück. Laut BFM ist ein faires Verfahren gewehrleistet. Also Ende der Diskussion!
    Direktlink zum Kommentar

Kommentieren

Informationen zum Artikel

21.8.2012, 10:57 Uhr

Reaktionen auf Verkürzung der Asylverfahren fallen positiv aus

Text

Text:

  • 02.05.2013 um 14:30
    Wochenendlich in London

    Wer wirklich etwas von London sehen will, muss sich bei den Museumsbesuchen zurückhalten.

  • 01.05.2013 um 17:08
    Das Ende eines genialen Geschäftsmodells

    Vor wenigen Jahrzehnten wurde der Name «Kodak» noch mit Fotografie gleichgesetzt. Jetzt hat sich der Konzern aus dem Geschäft verabschiedet und all seine Patente verkauft. Die Basler Fotografen-Legende Kurt Wyss erinnert sich an die Hochzeiten der Marke.

  • 24.04.2013 um 15:24
    Hälfte der Bienen dahingerafft

    Binnen fünf Jahren hat sich der Bestand an Bienenvölkern in der Region Basel halbiert. Gleichzeitig verdoppelte sich die Zahl der Anmeldungen für Imkerkurse: Immer mehr Menschen machen sich Sorgen um die nützlichen Insekten.

  • 23.04.2013 um 09:45
    Kompletter Blödsinn
    Zum Artikel: Kriminalität im Internet stark gestiegen

    Liebe sda Wer "mehr Verdachtsmeldungen über Internetkriminalität" aus der Bevölkerung bei einer weiten Kreisen unbekannten Dienststelle und deren "verdachtsunabhängigen Recherchen" im Titel mit einer absoluten "Steigerung der...

  • 30.03.2013 um 09:27
    Fakten
    Zum Artikel: Swissport verliert Investitionen in der Ukraine

    ... waren hier wohl angesichts der bizarren Abläufe gar nicht zu erfahren, was die weit verbreitete Einschätzung eines "Raids" nährt: Gerichtsbehörden wurden in drei von fünf Fällen Minuten vor der Sitzung ausgewechselt, Swissport wurde keine...

  • 25.01.2013 um 18:17
    test kommentar
    Zum Artikel: Auch Tina Stürzinger für EM-Kür qualifiziert

    mal sehen

Text

Text: sda

Aktuell

BVB: Ab Frühjahr 2014 soll das Tram 8 bis nach Weil fahren.
4

Öffentlicher Verkehr 

Tram 8: Schienen über die Grenze gelegt

Das grenzüberschreitende Tram-8-Projekt nimmt langsam Gestalt an – am Dienstag wurden die Basler und Weiler Gleise miteinander verbunden. Bevor die ersten Trams rollen, sind allerdings noch einige Hindernisse zu überwinden.Von Alexandra von Ascheraden. Weiterlesen4 Kommentare

Nils Fisch: Mit ihrer Einsprache hat die Novartis den Zwischennutzern im Hafen einen grossen Stein in den Weg gelegt. Nun hat sie den Brocken wieder entfernt.

Klybeckquai 

Novartis zieht Einsprache zurück

Die Novartis hat einen grossen Teil der Zwischennutzungen im Hafen blockiert. Nun hat der Pharmakonzern seine Einsprache gegen die Öffnung der Klybeckhalbinsel zurückgezogen.Von Matthias Oppliger. Weiterlesen

1