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Ab in die Quartiere 

21.8.2012, 14:04 Uhr

Die Schule lässt zu wünschen übrig

21.8.2012, 14:04 Uhr

Mit dem Schulangebot ist man auf dem Bruderholz nicht zufrieden. Kritisiert wird, dass es auf dem Hügel keine staatliche Tagesstrukturen gibt. Besserung ist in Sicht. Von

:

Die Schulen sind derzeit eines der grossen Themen auf dem Hügel, wie unser Abstecher am Samstag auf das Bruderholz-Quartier gezeigt hat. Zum einen, weil 30 bis 50 Prozent der Kinder auf dem Bruderholz ab dem Schuljahr 2013/2014 ins Brunnmattschulhaus im Gundeli-Quartier gehen müssen und nicht mehr im Bruderholzschulhaus eingeschult werden können. Zum anderen, weil es im Quartier an Tagesstrukturen fehle.

Dass gewisse Eltern ihre Kinder wegen des grossen Ausländerausteils im Gundeli nicht ins Brunnmattschulhaus schicken wollen und deswegen einen Wegzug in Erwägung ziehen, sorgt im Quartier teilweise für Kopfschütteln. So sagt eine 55-jährige Frau, die seit 15 Jahren auf dem Hügel wohnt und Mutter zweier Kinder ist: «Das Bruderholz und Gundeli gehören doch praktisch zusammen. Es ist nur gut, wenn man die Kinder mischt. So sehen sie, dass es noch eine andere Welt gibt.»

Ein anderer Quartierbewohner findet zwar ebenfalls wie gewisse Eltern, dass der Schulweg ins Gundeli nicht der sicherste sei und man etwas dagegen unternehmen müsse, aber: «Ich verstehe, dass die Eltern das Beste für ihr Kind wollen, aber ihr Kind wird nicht leiden, wenn es ins Gundeli zur Schule gehen muss.» Die Eltern seien wohl die Einzigen, die nicht damit klar kommen würden.

Schulweg wird verbessert

Ein 40-jähriger Vater zweier Kinder im Primarschulalter, der vor ein drei Jahren vom Kleinbasel aufs Bruderholz zog, hätte keine Probleme, wenn seine Kinder ins Gundeli zur Schule gingen. Sie werden dies aber nicht tun müssen, weil die Familie auf der anderen Seite des Hügels wohnt. Zu schaffen macht ihm vielmehr, dass es im Quartier keine Tagesstrukturen gebe. «Ich kann nicht verstehen, dass wir das nicht haben, zumal immer mehr junge Familien hier leben. Das ist ein grosser Nachteil.»

Ein Nachteil, der jedoch bald behoben wird. Laut Pierre Felder, Leiter Volksschulen im Basler Erziehungsdepartement, wird der Kanton ab dem Schuljahr 2013/2014 auch auf dem Bruderholz Tagesstrukturen einführen – und zwar in der Nähe des Bruderholzschulhauses beim Brunnmeisterhaus am Jakobsbergholzweg 121. «Es hat so lange gedauert, weil wir wahnsinnig Mühe hatten, einen geeigneten Standort zu finden.» Zudem  gebe es bereits heute jeweils Dienstags und Donnerstags einen Mittagstisch in den Kirchen und die ganze Woche ein schulexternes Angebot auf dem Jakobsberg.

Nichts mehr zu rütteln gibt es daran, dass gewisse Bruderholz-Kinder künftig woanders zur Schule gehen müssen. «Das Brunnmattschulhaus, die zweite Primarschule für Kinder aus dem Bruderholz, gehört ebenfalls noch zum Bruderholzquartier, auch wenn es südlich liegt», sagt Felder. Punkto Schulweg gebe es jedoch Handlungsbedarf. Derzeit werden Massnahmen geprüft. So sei es denkbar, dass am Gundeldingerrain während gewissen Stunden künftig Tempo 30 gilt.
   

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Informationen zum Artikel

21.8.2012, 14:04 Uhr

Die Schule lässt zu wünschen übrig

Text

Text:

  • 16.04.2014 um 14:59
    «Sag das nicht, Edi!»

    Lukas Engelberger (CVP) weiss, was wann zu sagen ist. Martina Bernasconi (Grünliberale) gibt sich gerne dialektisch. Umso lieber haut Eduard Rutschmann (SVP) verbal auch mal drauf. Gute Voraussetzungen für das Streitgespräch unter den drei Basler Regierungskandidaten.

  • 14.04.2014 um 14:05
    Der «bürgerlichste Kandidat» von allen

    Eduard Rutschmann eröffnet im Beisein der SVP-Spitze seinen Regierungsratswahlkampf. Als verlässlich, volksnah und bodenständig wird er beschrieben. Aber auch als «nicht einfach».

  • 11.04.2014 um 15:28
    Eine «absurde» neue Tramstrecke

    68 Millionen Franken kostet eine 1,2 Kilometer lange Tramlinie ins Erlenmatt-Quartier. Ein bürgerliches Komitee will das Projekt bodigen.

  • 09.04.2014 um 09:55
    @ Rudi Buchmann
    Zum Artikel: «Ich bin für weniger Steuern, mehr Beizen und mehr Polizisten»

    Wir wollten von den Kandidaten hauptsächlich wissen, für was sie sich im siebenköpfigen Gremium einsetzen würden. Deshalb haben wir uns auf allgemeinere Fragen fokussiert.

  • 11.12.2013 um 17:30
    80'000 Franken
    Zum Artikel: Tüchtig, ehrgeizig und schroff

    Als Verwaltungsratspräsident der BVB verdient man gemäss Angaben von Hans-Peter Wessels jährlich 80'0000 Franken. Wie gross der Zeitaufwand ist, weiss ich nicht.

  • 09.12.2013 um 18:00
    Danke
    Zum Artikel: Gudenrath kommt einem Rauswurf zuvor

    Ja, einmal habe ich in der Tat Finanzkommission geschrieben. Ist korrigiert. Danke.

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