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TagesWoche

Tages Woche

Sa, 25.05.2013

Regionale KMU 

17.8.2012, 00:01 Uhr

«Basel ist weltoffener als Zürich»

17.8.2012, 00:01 Uhr

Der Vollblutunternehmer Dan Holzmann macht mit Vitaminkapseln Millionen in der ganzen Welt. Er könnte überall hin – und bleibt doch in Basel. Von Dani Winter

Der Vollblutunternehmer Dan Holzmann hat mit Vitaminkapseln Millionen gemacht.

Der Vollblutunternehmer Dan Holzmann hat mit Vitaminkapseln Millionen gemacht. (Bild: Basile Bornand)

Ein Giacometti, drei Harings und ein JuicePlus-Cruiser.

Ein Giacometti, drei Harings und ein JuicePlus-Cruiser. (Bild: Basile Bornand)

Dan Holzmann und sein Giacometti.

Dan Holzmann und sein Giacometti. (Bild: Basile Bornand)

JuicePlus everywhere!

JuicePlus everywhere! (Bild: Basile Bornand)

Dan Holzmann hat Ana Ivanovic entdeckt und gefördert.

Dan Holzmann hat Ana Ivanovic entdeckt und gefördert. (Bild: Basile Bornand)

Ihr Förderer ist auch Ivanovic' grösster Fan.

Ihr Förderer ist auch Ivanovic' grösster Fan. (Bild: Basile Bornand)

Schon mal was von JuicePlus ­gehört? Falls nicht, wirds langsam Zeit. JuicePlus ist das meistverkaufte natürliche Vitaminpräparat der Welt. 27 Fruchtsorten werden auf Plantagen in aller Welt entsaftet und in Lugano zu Kapseln verarbeitet. In Europa wird JuicePlus von der Basler Firma NSA vertrieben. Das unscheinbare ­Unternehmen an der Holeestrasse ­erzielt dreistellige Millionenumsätze im Jahr. Die Olympia-Mannschaften von Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen ebenso auf die Vitaminbombe aus Basel wie die ehema-lige Weltnummer 1 im Tennis, Ana Ivanovic.

«Dass man uns nicht so kennt, liegt daran, dass wir nicht in Werbung investieren», erklärt Dan Holzmann, geschäftsführender Gesellschafter der NSA GmbH. Die Werbung für die JuicePlus-Produkte ist, wie der Verkauf, Sache der Vertriebspartner. Anscheinend kommen sie auf ihren Schnitt. «Weltweit gibt es aktuell rund 150'000 JuicePlus-Partner», sagt der in Tel Aviv geborene und in Basel aufgewachsene Holzmann.

Über eine Milliarde Umsatz

An die Leute gebracht wird JuicePlus von Ärzten und Physiotherapeuten, Fitness- und Kosmetikstudios, aber auch von Hausfrauen, zumeist im Nebenerwerb. Und der Markt scheint keineswegs gesättigt. Seit Bestehen der 1992 in Münchenstein gegründeten Firma sind die Umsätze jährlich im Schnitt um 17 Prozent gewachsen. Holzmann war von Anfang an dabei. 1996 konnte er in einer Art Management-Buyout die Lizenz für mehrere europäische Länder erwerben. Seither hat er mit seinem Produkt über eine Milliarde Dollar umgesetzt. So erfolgreich wirtschaftet das Headoffice in Basel, dass die Mutterfirma im US-Bundesstaat Tennessee die NSA GmbH nun zurückkauft. Holzmann wird grösster Einzelaktionär der neuen Firma – der bislang grösste Schritt in seiner bewegten Karriere.

Holzmann lebt zwar in Zürich, sein Bekenntnis zum Standort Basel kommt gleichwohl aus tiefstem Herzen. «Ich bin hier aufgewachsen und Basel auch emotional verbunden.» Das hat sicher auch damit zu tun, dass sein Vater das Restaurant Oliv an der Bachlettenstras­se betreibt. Aber Gefühlsduselei ist es nicht, die Holzmann hier hält: «Ich habe mich sehr bewusst für diesen Standort entschieden.» Deshalb hat er die ehemaligen NSA-Niederlassungen in München, Frankfurt und Wien aufgelöst und in Basel zentralisiert.

Kosmopolitischer Spirit

Was schätzt der Vollblutunternehmer, der schon den ersten Pizzakurier der Schweiz und danach die Flugzeug-Brokerfirma Skycontact gegründet hat, an Basel am meisten? Holzmann nennt die grenznahe Lage, das kulturelle und gastronomische Angebot, den kosmopolitischen Spirit. «Es gibt gut ausgebildete Fachkräfte, auch internationale Top Guys kommen gern hierher», sagt Holzmann. Mit den Behörden habe er nie Probleme gehabt, im Gegenteil. In den Anfangsjahren habe er von Steuer­erleichterungen profitiert. Heute hätte eine Senkung der Gewinnsteuer zwar mehr eingeschenkt als damals. Dass diese vom Stimmvolk abgelehnt wurde, steckt Holzmann aber sportlich weg. Die NSA GmbH ist zu 100 Prozent eigenfinanziert.

Was ihn mehr stört, ist das schwach ausgebaute Streckennetz des Flughafens. Und auch in der Hotellerie könnte Basel zulegen. Holzmann würde gern einen seiner internationalen Kongresse in seiner Heimatstadt ausrichten. Aber: «Für 6000 Teilnehmer fehlt es hier an Infrastruktur.»

Ferner vermisst der bekennende Tennisfan und Freund von Roger Brennwald eine ordentliche Tennishalle in Basel. Ein Wunsch, den Ana Ivanovic teilen dürfte. Denn anders als Roger Federer lebt die aktuelle Weltnummer 12, die Holzmann entdeckt und aus der eigenen Tasche gefördert hat, nach wie vor in Basel. Hier bleiben will auch Holzmann. Allerdings wird es am aktuellen Firmensitz an der Holeestrasse zu eng. Deshalb zieht Holzmann mit seinen derzeit rund 70 Mitarbeitenden an den Kirschgarten. Dort hat es Platz für 95 Arbeitsplätze.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. DER BESTE

    von Evelyne Mathys um 28.10.2012 um 23:13Uhr

    Dan Holzmann........kaum ein Anderer wie er versteht nicht nur ein sensationeller Geschäftsmann zu sein, zu allem ist er auch noch "menschlich"!
    Wir sind stolz auf ihn und die Firma NSA.......Meine ganze Familie und ich nutzen Juice Plus mit Ueberzeugung schon mehr als 10 Jahre. Das Beste Produkt WELTWEIT :-)
    DANKE

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Informationen zum Artikel

17.8.2012, 00:01 Uhr

«Basel ist weltoffener als Zürich»

Text

Text:

  • 26.04.2013 um 21:29
    Seitenblicke zur Baselworld

    High Heels, enge Jupes, feinster Zwirn und mondäne Frisuren: Die Baselworld versprüht für einige Tage im Jahr das Parfüm der Edlen und Reichen in der sonst so bescheidenen Bebbistadt. Oberhofknipser Hans-Jörg Walter hat sich auf Fotosafari begeben. 

  • 08.03.2013 um 14:23
    Polizei nimmt elf Zenit-Fans fest

    Nach dem Europa-League-Spiel FC Basel gegen Zenit St. Petersburg waren gemäss Kantonspolizei Fans der beiden Clubs unterwegs zur Mittleren Brücke. Die Polizei verhinderte das Aufeinandertreffen der Gruppierungen und nahm elf Personen fest.

  • 28.02.2013 um 15:57
    Schluss mit lustig

    Ein Drämmli-Chauffeur kündete die Haltestelle St. Jakob mit einem träfen Novartis-Spruch an. Jetzt drohen ihm Konsequenzen.

  • 20.05.2013 um 15:40
    Vielen Dank ...
    Zum Artikel: Die TagesWoche baut ihr digitales Angebot aus

    ... für Ihr Lob und Ihre Anregungen. Der bevorstehende Umbau und die geplanten Neuerungen sollen so transparent wie möglich erfolgen. Geben Sie uns bitte ein bisschen Zeit, um das alles sorgfältig aufzugleisen, wer regelmässig vorbeischaut, kriegt alle...

  • 14.04.2013 um 09:09
    Na schön!
    Zum Artikel: Gewonnen!

    Sie haben es so gewollt. Vielen Dank an dieser Stelle für die lieben Worte. Da wird der Sonntagsdienst am ersten Sommertag gleich viel erträglicher.

  • 28.03.2013 um 15:45
    Mit Verlaub …
    Zum Artikel: Mal nicht im Stau stehen

    … und bei aller Liebe zu meiner alten Heimat: Für ein Osterwochenende ist Büsingen eine denkbar schlechte Wahl. Erstens trifft man kaum jemanden an, denn die Büsinger sind es recht eigentlich, die den Stau vor dem Gotthard jeweils verursachen. Zweitens...

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